Anschreiben Mitarbeiterin in der Landschaftsplanung

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luuna
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Anschreiben Mitarbeiterin in der Landschaftsplanung

Beitrag von luuna » 11.12.2012, 16:46

Hallo! Meine Uni bietet einen Bewerbungsservice an, den ich vor einer Weile mal in Anspruch genommen hab. Die Tipps (die ich z.T. auch schon hier aus dem Forum kannte) habe ich auch alle brav umzusetzen versucht. Letztens sagte aber eine Freundin von mir "auch wenn die Stelle nicht genau passt, es kommt immer auf die Motivation an". Seitdem bin ich doch unsicher, wie mein Anschreiben ankommt :( Vielleicht könnt ihr mir ja nochmal was dazu sagen...? Danke!


Bewerbung als Mitarbeiterin in der Landschaftsplanung
Ihre Anzeige auf www.greenjobs.de

Sehr geehrter Herr X,
nach meinem Diplom I Abschluss im Jahr X habe ich im September 2012 das Masterstudium im Studiengang Landschaftsplanung an der Universität X erfolgreich abgeschlossen. Der Schwerpunkt hierbei lag im Bereich Umweltplanung und Landschaftsmanagement. Im Rahmen der Abschlussarbeit habe ich mich mit extensiver Beweidung als Pflegemaßnahme beschäftigt.

In den Seminaren wurden verschiedene floristische und faunistische Kenntnisse vermittelt, die ich durch Naturbeobachtungen in meiner Freizeit vertieft habe. Im Rahmen des Gruppenprojektes „X“ habe ich bei einer Biotoptypenkartierung mitgewirkt. In diesem Projekt habe ich mich zudem im Rahmen einer „Sichtbarkeitsanalyse“ intensiv mit Quatum GIS beschäftigt und auch mit ArcGIS gearbeitet. In einem Praktikum bei der Stadt X konnte ich bereits Einblicke in die Arbeitsabläufe in einer Verwaltung bekommen. Durch meine Arbeit am Fachgebiet „X“ und das Seminar „Naturschutzrecht“ sind auch rechtliche Kenntnisse vorhanden.

Durch den Aufbau des Studiums mit Gruppenprojekten bin ich es gewohnt sowohl im Team zu arbeiten als auch Aufgaben in Eigenregie zu übernehmen. Das Aufbereiten und Präsentieren der Projektergebnisse gehören hierbei zu meinen Stärken. In meinen Praktika bin ich mit
verschiedenen Kunden und Kooperationspartnern in Kontakt getreten.

Ein kurzfristiger Einstieg ist mir möglich. Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Zuletzt geändert von luuna am 12.12.2012, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.12.2012, 20:23

Was soll diese Projektmitarbeiterin für Aufgaben übernehmen?

Wie lange ist das Studium her?

luuna
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Beitrag von luuna » 12.12.2012, 09:58

Hab grad festgestellt, dass ich eigentlich ein anderen Anschreiben rein setzen wollte - hab ich jetzt auch - aber die sind sich ja recht ähnlich.
Was soll diese Projektmitarbeiterin für Aufgaben übernehmen?
Ihre Aufgaben
Aufstellung von Landschaftsplänen
Kartierungen der Biotoptypen
Bearbeiten der Entwicklungs- und Festsetzungskarte
Aufstellung des Planentwurfes
Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Anforderungen
abgeschlossener Studiengang der Fachrichtung Landschaftsplanung...
vertiefte Fachkenntnisse im Bereich Landschaftsplanung, Biotopverbundsysteme, Kartierungen von Biotoptypen
EDV-Kenntnisse (ArcGis o.ä., WORD, EXCEL)
Verhandlungsgeschick
Teamfähigkeit
Konfliktfähigkeit
Wie lange ist das Studium her?
Herbst 2012, bin also grad Einsteiger und das macht das Bewerben nicht leichter, weil meist die Hälfte der Anforderungen/Aufgaben nicht passen :?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 12.12.2012, 18:13

Persönlich finde ich die Einleitung nicht so gut, auch wenn die Sätze in einem anderen Absatz stehen sollten. Denn du nennst du die Fakten an sich, wie sie auch im Lebenslauf ersichtlich sind, aber gehst nicht darüber hinaus und stellst gleich eine Verbindung zur Stelle her. Das Abschlussthema fügt sich leider auch nicht sinnvoll in den Absatz ein. Abschlussart, Uni oder Jahr sind im Anschreiben erst mal weniger wichtig. Du könntest es auch so prägnanter schreiben:
Sehr geehrter Herr X,

als ausgebildete Landschaftsplanerin mit den Schwerpunkten Umweltplanung und Landschaftsmanagement unterstütze ich Sie gerne bei der Aufstellung von Landschaftsplänen für die Region ... , so dass ZIELE / NUTZEN der Tätigkeit nennen. Ihre Behörde / Ihr Unternehmen spricht mich an, weil ...
In den Seminaren wurden verschiedene floristische und faunistische Kenntnisse vermittelt Keinen Passiv. , die ich durch Naturbeobachtungen in meiner Freizeit vertieft habe. Im Rahmen des Gruppenprojektes „X“ habe ich bei einer Biotoptypenkartierung mitgewirkt. In diesem Projekt habe ich mich zudem im Rahmen einer „Sichtbarkeitsanalyse“ intensiv mit Quatum GIS beschäftigt und auch mit ArcGIS gearbeitet. Schlussfolgerung?

Bedenke beim Anschreiben, dass du auch mit ehemaligen Kommilitonen konkurrierst, die einen vergleichbaren Werdegang haben. Du musst herausstellen, was du besser kannst als andere und was für diese Stelle besonders wichtig ist.

luuna
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Beitrag von luuna » 14.12.2012, 14:20

Romanum hat geschrieben:Persönlich finde ich die Einleitung nicht so gut, auch wenn die Sätze in einem anderen Absatz stehen sollten. Denn du nennst du die Fakten an sich, wie sie auch im Lebenslauf ersichtlich sind, aber gehst nicht darüber hinaus und stellst gleich eine Verbindung zur Stelle her. Das Abschlussthema fügt sich leider auch nicht sinnvoll in den Absatz ein. Abschlussart, Uni oder Jahr sind im Anschreiben erst mal weniger wichtig.
Hmpf, eigentlich war ich froh endlich eine brauchbare Einleitung zu haben. Ursprünglich war das nämlich auch so ein "ich fand Ihre Anzeige da und da ganz interessant und möchte mich hiermit bewerben"-Satz. Dann hatte ich ja die Bewerbung zu diesem Uni-Service geschickt und dort sagte man eben, dass man gleich anfangen soll, seine Qualifikation einzubringen. Ich hab das noch und kopier mal Auszüge hier hin:
Das Ziel eines sehr guten Anschreibens ist es, die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse so darzustellen, dass der Personalverantwortliche sich den Bewerber gut in der ausgeschriebenen Position vorstellen kann. Die persönlichen Qualifikationen also kurz und prägnant so zu beschreiben, dass sie bestmöglich zum Stellenprofil passen.
Generell gilt: Alle Füllsätze, die nichts über Sie als Person sagen oder die für viele andere Bewerber wörtlich auch gelten, können Sie weglassen. Diese Sätze werden Ihnen keine Vorteile bringen.
Ihr erster Satz im Anschreiben ist ein langweiliger Einstiegssatz, den man nicht benötigt. Starten Sie lieber mit Ihrer besten Qualifikation für die Stelle, Ihrem Studium.

als ausgebildete Landschaftsplanerin mit den Schwerpunkten Umweltplanung und Landschaftsmanagement unterstütze ich Sie gerne bei der Aufstellung von Landschaftsplänen für die Region ... , so dass ZIELE / NUTZEN der Tätigkeit nennen. Ihre Behörde / Ihr Unternehmen spricht mich an, weil ...
Stimmt, ich weiß was du sagen willst, der Satz gefällt mir :) Aber "Ihr Unternehmen gefällt mir..." würde doch wieder unter die Füllsätze fallen, oder nicht?
Keinen Passiv. Schlussfolgerung?
Ja, sei froh, dass du nicht gesehen hast, wieviel Passiv ursprünglich drin war :roll: Aber ist "wurden" hier denn überhaupt Passiv? Wenn ich noch im Studium wäre, würde (das ist jetzt wirklich Passiv) ich doch schreiben "in den Seminaren werden ...Kenntnisse vermittelt, die ich in meiner Freizeit vertiefe". Ich hab auch schon gegrübelt, aber mir fällt keine andere brauchbare Formulierung ein. Mit der Schlussfolgerung gebe ich dir natürlich recht, da muss ich nochmal ran!
Bedenke beim Anschreiben, dass du auch mit ehemaligen Kommilitonen konkurrierst, die einen vergleichbaren Werdegang haben. Du musst herausstellen, was du besser kannst als andere und was für diese Stelle besonders wichtig ist.

Das Problem ist, das mir nur begrenzt Sachen einfallen, die ich besser kann oder mit denen ich mich intensiver beschäftigt habe. Z.B. dass ich eben von mir aus meine Pflanzenkenntnisse vertieft habe (es gab einige, die keinen Plan davon hatten) oder auch, dass ich mich oft schneller als viele andere in PC-Programmen zurecht finde. Aber da gibt es 2 Probleme: Diese Dinge passen nicht zu jeder Stelle und es fällt mir schwer sie zu formulieren, ohne lange/verschachtelte Sätze zu formulieren (bzw. soll es ja auch nicht überheblich klingen). Und noch eine Eigenschaft von mir (die hier grad zum tragen kommt): ich beleuchte immer gern Sachverhalte von verschiedenen Seiten bzw. hinterfrage viel, anstatt es einfach zu übernehmen - anstatt hier Romane zu schreiben, hätte ich auch einfach deine Sätze kopieren können, aber das ist ja auch nicht gut.

Und ich hab noch eine Frage:
Ganz am Anfang lautete mein Softskillteil:
Mit mir können Sie eine motivierte, aufgeschlossene Mitarbeiterin gewinnen, die sich gerne in neue Aufgabengebiete einarbeitet und großen Wert auf gute Teamarbeit legt. Auch die Arbeit am Computer geht mir leicht von der Hand und es bereitet mir Spaß, neue Software kennen zu lernen.
Dazu schrieb die Uni-Frau:
Hier beschreiben Sie Ansichten, die Sie über sich selbst haben, die aber auch jeder andere so hätte schreiben können. Führen Sie lieber aus, in welchem Zusammenhang Sie Fähigkeiten erworben haben. Picken Sie sich ein bis drei der beliebten „Soft Skills“ heraus (je nach Platz) und schreiben Sie konkreter. Personaler lesen aus solchen Sätzen Kompetenzen heraus. Dies können Sie evtl. gut mit der Tätigkeitsbeschreibung Ihres Praktikums verbinden.
Ok, klar, habe ja schon oft gelesen, dass man seine Eigenschaften immer anhand von Beispielen belegen soll (deshalb ist mein 3. Absatz jetzt wie er ist). Also nicht einfach schreiben "Ich bin teamfähig und motiviert", sondern es zu belegen - im meinem Fall habe ich das ja versucht, indem ich schreibe, dass ich in Gruppenprojekten gearbeitet habe und Tierkenntnisse in der Freizeit erweitert habe. Aber einige Eigenschaften weiß ich nicht sinnvoll zu belegen. Z.B. bin ich lernfähig (habe ja die ganzen letzten Jahre nichts anderes gemacht und bin daher drin), gerade auch im Bezug auf Software etc. und lernwillig bin ich auch, ich will ja was praktisches lernen und mich weiterentwickeln. Aber wie schreiben ohne, dass es wieder klingt, als hätte das jeder sagen können?

So, nun habe ich wunde Finger. Tut mir leid, dass ich immer so viel lamentiere :oops: , aber ich brauche die Tipps wirklich! Danke schonmal bis hier her und ich hoffe auf Antworten! LG Luuna

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 14.12.2012, 22:02

Ich habe den Eindruck, dass Du in allen bewerbungstechnischen Aspekten, mit denen Du Dich beschäftigst, zu guten Lösungen kommst. Das, was Du schreibst, liest sich einfach, klar und angenehm. Es gibt allerdings einen (m. E. ganz zentralen!) Punkt, den Du bislang anscheinden überhaupt nicht auf dem Schirm hast: Dein Gegenüber!

Du redest ausschließlich von Dir. Das tust Du natürlich nicht in zufälliger Form, sondern in klaren Reaktionen auf Anforderungen auf die Stellenanzeige... aber trotzdem: Dieses "Abhaken" (auch wenn Du es mit weit überdurchschnittlicher Eleganz betreibst) bleibt irgendwie eine einseitige... und (unabhängig von den grammatischen Formen) auch eine passive Angelegenheit. Es stellt sich NICHT der Eindruck ein, dass hier eine interessante Person eine andere interessante Person (oder eine interessante Firma) AKTIV kennen lernen wollte...

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Beitrag von luuna » 14.12.2012, 22:27

FRAGEN hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, dass Du in allen bewerbungstechnischen Aspekten, mit denen Du Dich beschäftigst, zu guten Lösungen kommst. Das, was Du schreibst, liest sich einfach, klar und angenehm.
Danke :)
FRAGEN hat geschrieben:Es gibt allerdings einen (m. E. ganz zentralen!) Punkt, den Du bislang anscheinden überhaupt nicht auf dem Schirm hast: Dein Gegenüber!

Du redest ausschließlich von Dir. Das tust Du natürlich nicht in zufälliger Form, sondern in klaren Reaktionen auf Anforderungen auf die Stellenanzeige... aber trotzdem: Dieses "Abhaken" (auch wenn Du es mit weit überdurchschnittlicher Eleganz betreibst) bleibt irgendwie eine einseitige... und (unabhängig von den grammatischen Formen) auch eine passive Angelegenheit. Es stellt sich NICHT der Eindruck ein, dass hier eine interessante Person eine andere interessante Person (oder eine interessante Firma) AKTIV kennen lernen wollte...
Hm, jetzt wo du das sagst, muss ich schon feststellen, dass es stimmt (menno!). Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich bei meinen anfänglichen Bewerbungs-Grundlagen-Recherchen (die schon länger her sind) so häufig gehört/gelesen habe, dass man nicht groß rum reden soll, was die Firma einem bietet bzw. das die Firma interessant ist - denn das wissen sie ja selbst. Sondern, dass man mit den eigenen Fähigkeiten überzeugen soll... Noch was worüber ich mal grübeln muss - muss langsam aufpassen, dass es keine schwarzen Flecken an der Zimmerdecke gibt :wink: Hast du vielleicht mal ein konkretes Beispiel, wie man das an der obigen Bewerbung verbesser könnte? LG

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Beitrag von FRAGEN » 15.12.2012, 08:00

luuna hat geschrieben:dass man nicht groß rum reden soll, was die Firma einem bietet bzw. das die Firma interessant ist - denn das wissen sie ja selbst. Sondern, dass man mit den eigenen Fähigkeiten überzeugen soll...


Du sollst auch mit Deinen eigenen Fähigkeiten überzeugen! Und keinesfalls Dinge erzählen, die Dein Gegenüber schon weiss! Beides völlig richtig. Das, was ich meine, ist eher ein atmosphärisches Ding. Es geht darum, während des Überzeugens von besagten Fähigkeiten in irgendeiner Form eine Verbindung zum Leser herzustellen. Sagen wir es mal ganz allgemein: Eine Bewerbung ist umso besser, je geringer der Anteil der Sätze ist, die genau so auch in einer Bewerbung an ein anderes Unternehmen stehen könnten. Das, was mir bei Dir derzeit noch fehlt, müssen nicht unbedingt eigene Aussagesätze sein. Das können auch Details sein, die in "normale" Sätze einfliessen und diese dadurch quasi customizen...
luuna hat geschrieben:Hast du vielleicht mal ein konkretes Beispiel, wie man das an der obigen Bewerbung verbesser könnte? LG
Hmmmm... es geht hier ja nicht darum, einen "Fehler" zu "verbessern"... sondern darum, etwas völlig Neues hinein zu bringen... dessen mögliche Erscheinungsform in Deinem Fall ich ja gar nicht wissen kann. Das ist ja gerade der Witz... ;-)

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Beitrag von luuna » 15.12.2012, 17:26

FRAGEN hat geschrieben:Eine Bewerbung ist umso besser, je geringer der Anteil der Sätze ist, die genau so auch in einer Bewerbung an ein anderes Unternehmen stehen könnten. Das, was mir bei Dir derzeit noch fehlt, müssen nicht unbedingt eigene Aussagesätze sein. Das können auch Details sein, die in "normale" Sätze einfliessen und diese dadurch quasi customizen...
Hmhmhmhm. Und wieder weiß ich was du meinst und finde es auch richtig. Wenn es nur nicht immer an den Ideen zur Umsetzung hapern würde.
FRAGEN hat geschrieben:Hmmmm... es geht hier ja nicht darum, einen "Fehler" zu "verbessern"... sondern darum, etwas völlig Neues hinein zu bringen... dessen mögliche Erscheinungsform in Deinem Fall ich ja gar nicht wissen kann. Das ist ja gerade der Witz... ;-)
Ich habs geahnt :oops:

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Beitrag von FRAGEN » 15.12.2012, 21:11

luuna hat geschrieben:Wenn es nur nicht immer an den Ideen zur Umsetzung hapern würde.
Vermutlich geht es viel einfacher, wenn Du meine Anstösse nicht als "Anweisungen" auffasst, die irgendwie "umzusetzen" wären... sondern neben vielen anderen Aspekten halb unbewusst in eine neue Variante einfliessen. Ich meine... es geht im Wesentlichen ja wirklich um so etwas wie eine Haltung: Allein die Haltung, mit einer anderen Person zu reden, ändert vermutlich auch dann alles im Detail, wenn das offizielle Thema "Eurer" Unterhaltung bei Dir und Deinen Fähigkeiten bleibt... ;-)

Leg die Bewerbung doch einfach mal zur Seite... und formuliere in Gedanken zur Entspannung einen völlig formlosen Brief an Deinen Wunscharbeitgeber. Thema "Warum ich so gerne für Sie arbeiten würde... und warum das für uns beide prima wäre..."... ;-)
luuna hat geschrieben:Ich habs geahnt :oops:
Tu doch nicht so, Luuna. Im tiefsten Herzen wirst Du doch gerne gefordert... ;-)

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Beitrag von luuna » 15.12.2012, 22:42

FRAGEN hat geschrieben:Vermutlich geht es viel einfacher, wenn Du meine Anstösse nicht als "Anweisungen" auffasst, die irgendwie "umzusetzen" wären... sondern neben vielen anderen Aspekten halb unbewusst in eine neue Variante einfliessen. Ich meine... es geht im Wesentlichen ja wirklich um so etwas wie eine Haltung: Allein die Haltung, mit einer anderen Person zu reden, ändert vermutlich auch dann alles im Detail, wenn das offizielle Thema "Eurer" Unterhaltung bei Dir und Deinen Fähigkeiten bleibt... ;-)
Ach keine Ahnung, ich tu mich mit Bewerbungen immer schwer, es ist halt eine ganz andere Art zu schreiben... Naja, im Moment hab ich ja erstmal die andere Bewerbung in der Mache. Aber für heute muss Schluss sein.
FRAGEN hat geschrieben:Tu doch nicht so, Luuna. Im tiefsten Herzen wirst Du doch gerne gefordert... ;-)
Kommt immer auf die Art des Gefordertwerdens an ;)

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Beitrag von FRAGEN » 16.12.2012, 10:48

luuna hat geschrieben:ich tu mich mit Bewerbungen immer schwer, es ist halt eine ganz andere Art zu schreiben...
Da bin ich mir gar nicht so sicher, Luuna. Warum glaubst Du, dass dem so wäre? M. E. besteht eine der wichtigsten Erkenntnisse der ganzen Bewerberei darin, dass es sich gerade um KEINE andere Art handelt... zumindest dann, wenn sie gut ist. Individualität ist doch das A&O der Angelegenheit...

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Beitrag von luuna » 16.12.2012, 12:05

Meiner Meinung nach ist es sogar eine krass andere Art zu schreiben. Man schreibt nicht wie in einer wissenschaftlichen Arbeit über Daten&Fakten, man schreibt nicht wie im Roman in Erzählform, man schreibt nicht einfach einen netten Brief an einen Bekannten... Wenn eine Bewerbung keine andere Form des Schreibens wäre, bräuchte man dieses Forum wohl nicht.
eine der wichtigsten Erkenntnisse der ganzen Bewerberei darin, dass es sich gerade um KEINE andere Art handelt... zumindest dann, wenn sie gut ist
Das würde dann wohl im Umkerschluss bedeuten, dass ich gar keine gute Bewerbung schreiben kann...

(sorry, komme grad wahrscheinlich etwas aggro rüber, bin grad schlecht drauf)

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Beitrag von FRAGEN » 16.12.2012, 12:21

luuna hat geschrieben:(sorry, komme grad wahrscheinlich etwas aggro rüber, bin grad schlecht drauf)
Wenn ich so klugscheisserisch rüberkomme, wie ich wohl gerade wieder rüberkomme, darfst Du darauf auch aggro wirken... wobei Du das nach meiner Wahrnehmung noch nicht einmal tust. Aber um der Klugscheisserei meinerseits noch mal eben kurz die Krone aufzusetzen:
luuna hat geschrieben:Wenn eine Bewerbung keine andere Form des Schreibens wäre, bräuchte man dieses Forum wohl nicht.
M. E. braucht man es tatsächlich nur zu einem einzigen Grund... nämlich, um 100.000 Menschen (jedem einzeln in seinem eigenen Thread) zu sagen, dass es tatsächlich keine andere Form des Schreibens ist. Der Punkt ist, dass alle DENKEN, dass dem so wäre... und darum alle die gleichen Peinlichkeiten aneinanderreihen... weil sie denken, dass sie es MÜSSTEN... warum auch immer... ;-)
luuna hat geschrieben:Man schreibt nicht wie in einer wissenschaftlichen Arbeit über Daten&Fakten, [...] man schreibt nicht einfach einen netten Brief an einen Bekannten...
Doch, Luuna... genau das macht man: 50% wissenschaftliche Systematik und 50% persönliche Nettigkeit... und Du bist da! 100%ig! Ich schwör's Dir!
luuna hat geschrieben:Das würde dann wohl im Umkerschluss bedeuten, dass ich gar keine gute Bewerbung schreiben kann...
Falscher Schluss! Du hast Wissenschaftlichkeit und Nettigkeit in Dir... beides ganz natürlich und sehr reichlich! Du kannst ganz phantastische Bewerbungen schreiben. Alles, was Du tun musst, ist: Den ganzen Bewerbungs-Bullshit vergessen... ;-)

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Beitrag von luuna » 16.12.2012, 12:54

FRAGEN hat geschrieben:Wenn ich so klugscheisserisch rüberkomme, wie ich wohl gerade wieder rüberkomme, darfst Du darauf auch aggro wirken... wobei Du das nach meiner Wahrnehmung noch nicht einmal tust.
Dass du klugscheißerisch wirkst, find ich, grad auch nicht. Aber es interpretiert ja auch jeder einen anderen Tonfall in das, was er liest. Wenn ich keine Tipps wollen würde, würde ich ja hier nichts schreiben.
FRAGEN hat geschrieben:Doch, Luuna... genau das macht man: 50% wissenschaftliche Systematik und 50% persönliche Nettigkeit... und Du bist da! 100%ig! Ich schwör's Dir!
Aber warum kriegt man dann in Bewerbungsseminaren (ich war ja extra bei einem in der Uni) immer was anderes erzählt?
FRAGEN hat geschrieben: Falscher Schluss! Du hast Wissenschaftlichkeit und Nettigkeit in Dir... beides ganz natürlich und sehr reichlich! Du kannst ganz phantastische Bewerbungen schreiben. Alles, was Du tun musst, ist: Den ganzen Bewerbungs-Bullshit vergessen... ;-)
Jaja, und dann heißt es wieder, dass man sich lieber an die üblichen Formulierungen halten soll, weil (wie war das noch gleich, hab es die Tage irgendwo hier im Forum gelesen) Neues immer Skepsis hervorruft oder so ähnlich.
Aber wo ist denn der Reset-Knopf für den Kopf? ;)

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Beitrag von FRAGEN » 16.12.2012, 13:12

luuna hat geschrieben:Aber warum kriegt man dann in Bewerbungsseminaren (ich war ja extra bei einem in der Uni) immer was anderes erzählt?
Ich selbst war ja nie in einem Bewerbungsseminar und weiss von daher nicht, was da so erzählt wird. Aber was mich interessieren würde: Steht das, was man da hört, tatsächlich in offenem Widerspruch zu meiner (zugegebenermassen eben live beim Tippen entstandenen) 50/50-Theorie? Oder ist es vielleicht doch so, dass besagte "50/50" ein guter Weg sein könnten, das, was da ansonsten noch erzählt wird, umzusetzen?
luuna hat geschrieben:Jaja, und dann heißt es wieder, dass man sich lieber an die üblichen Formulierungen halten soll, weil (wie war das noch gleich, hab es die Tage irgendwo hier im Forum gelesen) Neues immer Skepsis hervorruft oder so ähnlich.
Von MIR wirst Du das definitiv nicht hören. Und denk doch einmal ganz frei und unbekümmert nach: Worum genau geht es erstens beim Bewerben? Und ist dieses Ziel zweitens rein logisch überhaupt denkbar, wenn man dasselbe schreibt wie alle anderen?
luuna hat geschrieben:Aber wo ist denn der Reset-Knopf für den Kopf? ;)
Den brauchst Du doch nicht, Luuna! Vom Reptilienhirn bis zu 99,99999% der Grosshirnrinde kann alles bleiben, wie es ist. Alles, was Du ggf. resetten musst, sind ein paar Redensarten, die niemals Deine waren... ;-)

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