Anschreiben nach 1 Jahr Kulturellen Urlaub

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hkanonhk
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Anschreiben nach 1 Jahr Kulturellen Urlaub

Beitrag von hkanonhk » 30.07.2012, 13:06

Hier etwas Vorgeschichte zum Anschreiben
https://www.bewerbung-forum.de/forum/1-j ... 52055.html

Habe jetzt ein Template Anschreiben aufgesetzt. Problem ist, dass es mit Anschrift gut 1 1/2 Seiten lang wird. Dies ist dadurch bedingt, dass ich erklaeren muss, warum ich nach dem Jobwechsel nur 3 Monate in der Firma B geblieben bin und ich mich dann entschlossen habe fuer ein Jahr durch Asien zu reisen.

Ich bin mir nicht sicher ob ich da schon zuviel reingeschrieben habe und ich es haette kuerzer machen koennen.

Auch bin ich mit den ersten drei Zeilen so nicht zufrieden. Kann man bestimmt einen besseren Uebergang finden.

Bin fuer jeden Hinweis wie immer dankbar!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die auf Ihrer Webseite ausgeschriebene Stelle des FILLER ist bei mir auf großes Interesse gestoßen.

Nach dem erfolgreichem Abschluss meines Studiums FILLER bin ich beruflich in Asien tätig gewesen.

Von MONAT 2007 bis MONAT 2011 war ich bei der UNTERNEHMEN A GmbH, einem deutschem LIEFERANTEN für die INDUSTRIE, in den Niederlassungen in ASIEN 1 und ASIEN 2 beschäftigt. Zu meinem Verantwortungsbereich gehörte hier zuerst die FILLER der FILLER in FILLER. Dies beinhaltete anfangs größtenteils das Managment der FILLER zwischen den unterschiedlichen Werken. Nachdem ich Anfang 2009 ebenfalls die mehrsprachige FILLER und ARBEIT zwischen den lokalen KUNDEN und den firmeninternen Abteilungen in China und Europa übernommen habe, war ich seit Ende 2009 für das gesamte FILLER von UNTERNEHMEN A im asiatisch-pazifischen Raum verantwortlich.

April 2011 bin ich zu UNTERNEHMEN B Ltd., einem HERSTELLER aus ASIEN 2 in der BRANCHE, gewechselt. Meine ursprüngliche Aufgabe beinhaltete die Erstellung und Steuerung eines neuen Projektes, welches von meinen spezifischen Kenntnissen aus der INDUSTRIE profitiert hätte. Aufgrund der Finanzkrise 2011 wurde das Projekt nach anderthalb Monaten eingestellt und ich wurde für andere Tätigkeiten innerhalb der Gruppe eingesetzt. Noch vor Ablauf der Probezeit habe ich dann die Firma freiwillig verlassen.

Im Anschluss an den Austritt bei UNTERNEHMEN B habe ich die Gelegenheit genutzt eine einjährige kulturelle Bildungsreise zu unternehmen. Ziel dieser Reise war es mich verstärkt mit den Kulturen vertraut zu machen, mit denen ich mehrere Jahe lang beruflichen Kontakt hatte. Während dieser Zeit habe ich als freiberuflicher Berater an zwei Projekten gearbeitet um meine Kompetenzen zu vertiefen und auszubauen.


In meiner beruflichen Arbeit zeichnen mich FILLER, FILLER etc. aus. Außerdem habe ich während meiner unterschiedlichen Erfahrungen im Ausland FILLER wie FILLER, etc. und FILLER lernen und entfalten können.

HIER ERKLAERUNG WARUM ICH MICH BEI DIESER FIRMA BEWERBE. UNGEFAEHR SO LANG WIE DER ERSTE GROSSE ABSCHNITT.

Falls meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat, würde ich mich glücklich schätzen, wenn sich in naher Zukunft die Chance für weiterführende Gespräche böte

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 30.07.2012, 14:57

Hallo hkanonhk,

also das Anschreiben ist keine schriftliche Zusammenfassung des Lebenslaufes. es ist eher Dein kurzer Werbeclip.

Um damit erfolgreich zu sein, ist es zunächst einmal erforderlich das präsentierte Können, wie auch die Kompetenzen / Stärken auf die Stellenanzeige abzustimmen. Denn nur, wenn das Anschreiben den Bedarf des Arbeitgebers anspricht, wird ein Personalverantwortlicher hellhörig. Er muss deshalb dort in erster Linie das Gefühl bekommen, der Bewerber biete genau das, was man benötigt.

Jetzt kann man als Beweerber kaum ernsthaft davon ausgehen, der einzige zu sein, der genau das benötigte präsentiert. Ein einzigartiges Können dürfte es kaum geben.

Deshalb sollten noch zwei weitere Botschaften in das Anschreiben integriert werden:
Mir macht meine Arbeit viel Spaß (durch Integration von Formulierungen wie "gerne" oder "mit großer Freude"
Und
Ich habe große Lust für Sie zu arbeiten.
Hierfür ist ein individueller bezug zum Arbeitgeber erforderlioch, der dem Leser das Geühl einer exklusiven Bewerbung vermittelt.

Beide Botschaften kommen in dem Engtwurf noch nicht wirklich zu tragen.

Viele Grüße aus Duisburg

hkanonhk
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Beitrag von hkanonhk » 30.07.2012, 15:18

Hallo Andreas,

abermals vielen Dank fuer deine Antwort.
Muss ich in der Tat noch einbauen.

Wenn ich das Ganze kuerzer halten soll, ist mir allerdings nicht ganz klar wie ich das Jahr Pause nach dem kurzen Arbeitstripp bei Firma B erklaeren soll.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.07.2012, 16:03

Dies ist dadurch bedingt, dass ich erklaeren muss, warum ich nach dem Jobwechsel nur 3 Monate in der Firma B geblieben bin und ich mich dann entschlossen habe fuer ein Jahr durch Asien zu reisen.

Das ist falsch. Man muss nichts erklären, du bist niemandem Rechenschaft über deinen Lebensweg schuldig. Du musst den Leser neugierig machen, mit deinen vorhandenen Qualifikationen und Erfahrungen. Du suchst jetzt Arbeit in Deutschland, was für einen Deutschen normal ist. Das ist deine Entscheidung und du musst sie in einem Anschreiben nicht begründen, wie es dazu gekommen ist.
Die auf Ihrer Webseite ausgeschriebene Stelle des FILLER ist bei mir auf großes Interesse gestoßen. Der Satz kann weg, denn sonst würdest du dich nicht bewerben.

Im weiteren Verlauf des Anschreibens muss die Quintessenz aus deiner bisherigen beruflichen Laufbahn deutlich werden und was dies für den potentiellen AG bedeutet, der eine Problemstellung hat, die durch eine Fachkraft gelöst werden soll. Du musst klar sagen, wer du bist und was du leisten kannst. Du hast eine gute Ausbildung, Marktkenntnisse in Asien, sehr gute Sprachkenntnisse, kulturelle Kompetenz für Asien etc. Das alles muss viel klarer dargestellt und auf die Anforderungen der jeweiligen Stelle angepasst werden.

Rhodus
Bewerbungshelfer
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Beitrag von Rhodus » 30.07.2012, 16:09

Hallo hkanonhk,

warum willst du es denn im Anschreibven erklären?

Einen Personalverantwortlichen interessiert doch in der schriftlichen B ewerbung zunächst nur:
Was kann der Bewerber? und
Welche Kompetenzen / Stärken bringt er mit?

Für Hintergründe ist das persönliche Gespräch stets die passende Plattform.

Viele Grüße aus Duisburg

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