Anschreiben naturwissenschaftler Trainee - duzen?

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ka-ni
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Anschreiben naturwissenschaftler Trainee - duzen?

Beitrag von ka-ni » 27.03.2012, 13:21

Hallo,
habe eine Stellenausschreibung gelesen, die mich sehr interessiert allerdings auch irritiert ;-)
Bei der Firma scheint grundsätzlich geduzt zu werden udn auch wenn es in der Ausschreibung nicht explizit verlangt wird, dass der personal, der die Bewerbung bekommt, geduzt wird, steht auf Ihrer Homepage, dass man bereits bei der Bewerbung zum duzen eingeladen wird. Sollte ich also auch schon beim Anschreiben duzen? Dabei ist es, weil ungewohnt, natürlich schwierig trotzdem den richtigen Ton zu treffen, den eine Bewerbung ja trotz allem braucht. Habe mich daher erstmal im "Hamburger Sie" geübt, da die Firma auch nördlich von Hamburg sitzt, sollte das vertrauter sein als hier in der Hauptstadt...Dieses Anschreiben ist im Vergleich zu meinen sonstigen auch inhaltlich bzw. von den Formulierungen anders, aber es kam mir so in den Sinn, als ich mir vorstellte, was ich dem Personaler gerne sagen würde, damit er mich für ein Vorstellungsgespräch in Erwägung zieht. Sollte es zu "lapidar und laps" formuliert sein, haltet mich bitte davon ab, diese Anschreiben loszuschicken ;-) wie immer zunächst die Ausschreibung und dann das Anschreiben:

Für unseren naturwissenschaftlichen Bereich suchen wir einen

Trainee (m/w) – naturwissenschaftliche Ausrichtung -
Deine Aufgabe
Die für Dich optimale Position in unserem Unternehmen steht am Anfang dieser zweijährigen Ausbildung noch nicht fest, vielmehr entwickeln wir gemeinsam mit Dir innerhalb eines Rahmenprogramms aufgrund Deiner Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten ein potentielles Endziel. Dennoch ist in zwei Jahren nicht der gesamte pharmazeutisch-technologische Bereich abzudecken und so geben wir eine Grundrichtung für das Programm vor. Du wirst eine Schwerpunktabteilung haben, in dieser beträgt die Verweildauer ein Jahr. In dem verbleibenden Jahr lernst Du in Blöcken von ein bis drei Monaten die angrenzenden und andere für den Bereich maßgebliche Abteilungen kennen.Abteilungen, die als Schwerpunkte in Frage kommen, sind die Abteilungen Forschung & Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle, Technik, Qualitätssicherung & Medizinprodukte sowie Medizin und Zulassung.
Dein Profil
Du verfügst über einen Abschluss in Chemie, Biologie, Pharmazie, Lebensmittelchemie, Pharma- oder Verfahrenstechnik, Chemieingenieurswesen oder einem verwandten Studiengang. Du zeichnest Dich durch Deine hohe Eigenmotivation, Deine strukturierte, genaue sowie Deine zielorientierte Arbeitsweise aus. Du bringst analytische Kompetenz, technisches Interesse, Spaß am Lernen, Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit mit. Deine gute Sozialkompetenz hast Du im Rahmen von Auslandsjahren, von Ehrenämtern oder vor ähnlichen Hintergründen schulen können. Gute Englischkenntnisse sowie gute Kenntnisse im Umgang mit den gängigen MS-Office Anwendungen können wir bei Dir bereits voraussetzen.
Interesse?
Dann sende Deine aussagekräftigen Unterlagen an unsere Personalabteilung
z. H. von Marc (Nachname). Bitte nenne uns in Deiner Bewerbung Deinen Gehaltswunsch, sowie den nächstmöglichen Eintrittstermin.


Guten Tag, Marc,
hier schreibt Ihnen eine junge, dynamische Diplom-Biologin, die Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gerne chancenreich in dem Unternehmen XXX einsetzen möchte. Frisch von der Uni ist meine Motivation besonders groß, bereits Erlerntes einzusetzen und natürlich zu erweitern, weshalb ich in der ausgeschriebenen Stelle bei Ihnen eine perfekte Möglichkeit sowohl für mich als auch Pohl & Boskamp sehe.
Meine fachlichen Fertigkeiten liegen primär im biochemischen Bereich und in der Immunologie, doch habe ich im Studium versucht, ein breitgefächertes Wissen zu erlangen, weshalb ich meine Nebenfächer in unterschiedlichen Bereichen der Biologie gewählt habe. Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle reizt mich nicht nur, weil ich gerne mein Wissen und meine Fertigkeiten in einem modernen und zugleich traditionsreichen Unternehmen wie dem Ihren ausbauen möchte, sondern auch durch die Herangehensweise, einen Bewerber nicht in eine rigide Stellenbeschreibung zu pressen, sondern im unternehmerisch möglichen Rahmen durch eine Zusammenarbeit, sowohl für den Arbeitnehmer aber auch für den Arbeitgeber, einen Arbeitsplatz zu schaffen, der den meisten Erfolg für beide Seiten verspricht. Ein fundiertes Grundwissen in vielen Bereichen eigne ich mir gerne selbständig durch Literaturrecherche an, doch vieles kann man nur Lernen, in dem man Fragen stellt und auch versucht, sich im Austausch mit Kollegen neue Blickwinkel zu erschließen. Durch Ihre Internetpräsentation und die Aufteilung der Trainee-Stelle in einer Schwerpunktabteilung und auch angrenzender Bereiche, bin ich mir sicher, dass dies bei Ihnen mehr als gewährleistet ist.
Neben außerordentlichem Engagement und fundierten Kenntnissen in den gängigen MS-Office Anwendungen, können Sie gute Englischkenntnisse, welche ich während des Studiums nicht nur durch die Recherche von Fachliteratur erweitern, sondern auch bei der Betreuung von Austauschstudenten vertiefen konnte, erwarten. Da ich im Moment in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehe, habe ich die Kündigungsfrist nach §622 BGB zu berücksichtigen. Aufgrund meiner Qualifikation liegt meine Gehaltsvorstellung bei XXXX€ im Monat.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich und verbleibe bis dahin
mit freundlichen Grüßen

KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 27.03.2012, 16:19

Also das richtige Duzen ist auf jeden Fall im restlichen Anschreiben missglückt ^^ Du könntest natürlich auch öfters seinen Namen einbauen, statt Sie zu sagen oder den Plural "Euch" verwenden, wenn du ohnehin vom Unternehmen sprichst. Auf jeden Fall heißt es "Guten Tag Marc," ohne Komma dazwischen.

Ganz schlimm finde ich nur deine teilweise sehr langen und verschachtelten Sätze. Natürlich ist der Leser nicht blöd, aber irgendwann verliert auch der (bzw. ich ^^) den Faden. Versuche etwas direkter zu schreiben.
Bitte nenne nicht den Paragraph, sondern die Frist. Und es ist von Vorteil die Gehaltsvorstellungen nicht gleich zu verraten, sondern diese im Gespräch zu verhandeln.

ka-ni
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Beitrag von ka-ni » 27.03.2012, 16:40

naja, wie ich im ersten Post geschrieben hab, wollte ich zunächst das "Hamburger Sie" verwenden, sozusagen als Zwischenweg zum duzen und dem sonst üblichen siezen...werde das aber noch in ein striktes duzen ändern und gucken, ob ich damit glücklich bin ;-)
Die verschachtelten Sätze sind mir auch aufgefallen, werde versuchen Sie zu kürzen bzw. aus einem Satz zwei oder drei zu machen, damit es sich besser liest. Danke erstmal, für die schnelle erste Bewertung! *thumbs up*

edit: zum Thema Gehaltsangaben gibt es ja unterschiedliche Meinungen... habe irgendwo mal gelesen, dass diese bereits im Anschreiben auftauchen sollte, wenn in der Ausschreibung explizit verlangt wird...aber hier ist es wohl wie so oft, 3 Experten 4 Meinungen ;-)

neue Version des Anschreibens

Guten Tag Marc,
hier schreibt Dir eine junge, dynamische Diplom-Biologin, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gerne chancenreich in dem Unternehmen XXX einsetzen möchte. Frisch von der Uni ist meine Motivation besonders groß, bereits Erlerntes einzusetzen und natürlich zu erweitern, weshalb ich in der ausgeschriebenen Stelle bei Euch eine perfekte Möglichkeit sowohl für mich als auch XXX sehe.
Meine fachlichen Fertigkeiten liegen primär im biochemischen Bereich und in der Immunologie. Im Studium habe ich versucht, ein breitgefächertes Wissen zu erlangen, weshalb ich meine Nebenfächer in unterschiedlichen Bereichen der Biologie gewählt habe. Die von Euch ausgeschriebene Stelle reizt mich, weil ich gerne mein Wissen und meine Fertigkeiten in einem modernen und zugleich traditionsreichen Unternehmen wie dem Euren ausbauen möchte. Dass Ihr einen Bewerber nicht in eine rigide Stellenbeschreibung presst, sondern zusammen mit ihm einen Arbeitsplatz schafft, der für beide Seiten Erfolg verspricht, spricht mich sehr an. Ein fundiertes Grundwissen in vielen Bereichen eigne ich mir gerne selbständig durch Literaturrecherche an. Jedoch kann man vieles nur lernen, indem man Fragen stellt und auch versucht, sich im Austausch mit Kollegen neue Blickwinkel zu erschließen. Durch Eure Internetpräsentation und die Aufteilung der Trainee-Stelle in einer Schwerpunktabteilung und auch angrenzender Bereiche, bin ich mir sicher, dass dies bei Euch mehr als gewährleistet ist.
Neben außerordentlichem Engagement und fundierten Kenntnissen in den gängigen MS-Office Anwendungen, könnt Ihr gute Englischkenntnisse erwarten. Mein Englisch konnte ich während des Studiums nicht nur durch die Recherche von Fachliteratur, sondern auch bei der Betreuung von Austauschstudenten vertiefen. Da ich im Moment in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehe, habe ich eine 4wöchige Kündigungsfrist zum 15. bzw. dem Ende des Monats zu berücksichtigen.
Zuletzt geändert von ka-ni am 27.03.2012, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.

ka-ni
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Beitrag von ka-ni » 31.03.2012, 13:28

so, hier und da noch mal was eingebaut und rumgefeilt, aber gerne für weitere Verbesserungsvorschläge offen :wink:

Bewerbung zum Trainee mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung


Guten Tag Marc,

hier schreibt Dir eine junge, dynamische Diplom-Biologin, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gerne chancenreich in dem Unternehmen XXX einsetzen möchte. Frisch von der Uni ist meine Motivation besonders groß, bereits Erlerntes einzusetzen und natürlich zu erweitern, weshalb ich in der ausgeschriebenen Stelle bei Euch eine perfekte Möglichkeit sowohl für mich als auch XXX sehe.

Meine fachlichen Fertigkeiten liegen primär im biochemischen Bereich und in der Immunologie. Im Studium habe ich versucht, ein breitgefächertes Wissen zu erlangen, weshalb ich meine Nebenfächer in unterschiedlichen Bereichen der Biologie gewählt habe. Die von Euch ausgeschriebene Stelle reizt mich, weil ich gerne mein Wissen und meine Fertigkeiten in einem modernen und zugleich traditionsreichen Unternehmen wie dem Euren ausbauen möchte. Dass Ihr einen Bewerber nicht in eine rigide Stellenbeschreibung presst, sondern zusammen mit ihm einen Arbeitsplatz schafft, der für beide Seiten Erfolg verspricht, spricht mich sehr an. Ein fundiertes Grundwissen in vielen Bereichen eigne ich mir gerne selbständig durch Literaturrecherche an. Jedoch kann man vieles nur lernen, indem man Fragen stellt und auch versucht, sich im Austausch mit Kollegen neue Blickwinkel zu erschließen. Durch Eure Internetpräsentation und die Aufteilung der Trainee-Stelle in einer Schwerpunktabteilung und auch angrenzender Bereiche, bin ich mir sicher, dass dies bei Euch mehr als gewährleistet ist.

In meiner Tätigkeit als Kundenbetreuer in einem Inbound-Callcenter hilft mir nicht nur meine offene Art und schnelle Auffassungsgabe sondern auch die Fähigkeit der zielgerichteten Kommunikation im Umgang mit den Kunden. Neben diesen Fähigkeiten könnt Ihr auch außerordentliches Engagement und fundierte Kenntnissen in den gängigen MS-Office Anwendungen erwarten. Mein gutes Englisch konnte ich während des Studiums nicht nur durch die Recherche von Fachliteratur, sondern auch bei der Betreuung von Austauschstudenten vertiefen.

Da ich im Moment in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehe, habe ich eine 4wöchige Kündigungsfrist zum 15. bzw. zum Ende des Monats zu berücksichtigen. Aufgrund meiner Qualifikation liegt meine Gehaltsvorstellung bei XXX im Monat.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich und verbleibe bis dahin

mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 31.03.2012, 14:35

Hallo Ka-Ni!

M. E. liegt wahre Lockerheit nicht in der Anrede, sondern im Gesamtton. Weder das "Hamburger Sie", noch das "Berliner Du" wird Dir helfen, wenn der Text als solcher wie eine ganz normale Versicherungs-Bewerbung klingt. Das ist jetzt natürlich ungerecht bösartig formuliert... aber ich weiss aus Deinen anderen Threads halt, dass Du das um Klassen besser kannst - und vermutlich ist es in keinem Deiner anderen Verfahren so wichtig wie hier!

Nimm's nicht persönlich - aber ich würde das komplett wegschmeissen... und mich noch einmal sehr eingehend mit der Ausschreibung beschäftigen... und in Gedanken dann diesem "Marc" einen Brief (denk ruhig "Brief" und NICHT "Bewerbung") schicken, der sich als passgenaue Antwort dazu lesen lässt! Du wirst Dich wundern, was da rauskommt... ;-)

ka-ni
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Beitrag von ka-ni » 04.04.2012, 21:04

so, nu hab ich mich nochmal rangesetzt und das ganze umformuliert bzw. wirklich versucht einen Brief statt einer Bewerbung zu schreiben (keine Angst FRAGEN, lieber höre ich die Wahrheit mal etwas direkter, als fälschlicherweise Honig um den Bart geschmiert zu bekommen ;-) )
So ganz ist es mir aber irgendwie noch nicht gelungen, hab ich das Gefühl...


Guten Tag Marc,

ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich die Stellenanzeige bei Stepstone gelesen habe. Eine naturwissenschaftliche Trainee-Stelle die nicht auf einen Fachbereich im Unternehmen beschränkt ist, die sogar erst mit dem Trainee individuell ausgearbeitet wird, entspricht genau meinen Vorstellungen.

Während meines Studiums habe ich mir ein in unterschiedlichen Richtungen der Biologie Wissen aneignen können, wie sich auch in der Wahl meiner Nebenfächer zeigt. Aus diesem vielfältigen Interesse heraus, entschied ich mich auch gegen eine klassische Doktorandenstelle an der Universität. An der Trainee-Stelle bei euch reizt mich der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand, das Kennenlernen angrenzender Bereiche um einen Blick für die Zusammenhänge zu erhalten, unabhängig davon in welcher Schwerpunktabteilung man arbeitet.

Ich bin der Meinung, dass man Wissen aus Büchern erlangen kann, aber Erfahrung nur durch das Gespräch mit qualifizierten Personen. Aus diesem Willen heraus stets Neues zu lernen, habe ich mich mit meiner offenen Art bisher in jede neue Arbeitsgruppe gut integrieren können. Ansonsten bringe ich eine sehr strukturierte Arbeitsweise mit, bei der ich mich auch kritisch mit den Ergebnissen meiner Arbeit auseinandersetze.
Während meines Studiums habe ich mit Freunden aus dem Fachschaftsrat Austauschstudenten betreut, d.h., wir standen ihnen nicht nur an der Uni zur Seite sondern haben ihnen auch Potsdam und Berlin gezeigt. Hierbei konnte ich meine guten Englischkenntnisse vertiefen.


Ich hab jetzt nichts weiter zu meinem Schwerpunktfächern des Studiums geschrieben, habe aber im Lebenslauf neben dem Titel der Diplomarbeit auch alle abgelegten Prüfungsfächer aufgelistet, so dass dadurch der ersten Überblick über die Studieninhalte gewährleistet sein sollte (und natürlich im Zeugnis noch mal mit Noten die offizielle Variante). Auch sind die Kenntnisse in verschiedenen Computerprogrammen im Lebenslauf - sollte ich das nochmal im Anschreiben erwähnen? In der Ausschreibung war ja verlangt, dass Englisch und MS Office vorausgesetzt wird....

Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet: wie bringe ich das mit dem nächstmöglichen Eintrittstermin und dem Gehalt unter?

therese
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Beitrag von therese » 04.04.2012, 23:10

nächstmöglichen Eintrittstermin und dem Gehalt
Bsp:
Wenn mein Profil dein Interesse geweckt hat, dann sprich mich doch einfach an und wir bereden alles weitere persönlich. Meinen Einstieg bei euch kann ich ab dem xx.xx.2012 sicherstellen, wenn wir uns mit meinem Gehaltswunsch von etwa xx.xxx einig werden.

So ganz prima finde ich den Satz noch nicht. Weil das Gehalt ja nicht der einzige Faktor ist, aber vllt kannst du damit ja schon was anfangen?

ka-ni
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Beitrag von ka-ni » 04.04.2012, 23:32

oh danke Therese, das gibt mir auf alle Fälle schon mal ne Idee, wie ich diesen nüchternen Teil doch angemessen in diesem eher ungewöhnlichen (zumindest für mein Gefühl) Anschreiben einbringen kann :)

Hast du zu dem restlichen Anschreiben noch Kritik/Verbesserungsvorschläge/Anregungen oder magst du mir deinen Eindruck kurz mitteilen? wäre sehr hilfreich

therese
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Beitrag von therese » 04.04.2012, 23:37

Hmm ... also ich wollte FRAGENs Wegschmeiss-Theorie nicht inFRAGEstellen, fand aber die ein oder andere Formulierungen im vorherigen Anschreiben sehr cool.
Zb: "Meine fachlichen Fertigkeiten liegen primär im biochemischen Bereich und in der Immunologie. Im Studium habe ich versucht, ein breitgefächertes Wissen zu erlangen, weshalb ich meine Nebenfächer in unterschiedlichen Bereichen der Biologie gewählt habe."
Den Satz finde ich besser als den, den du jetzt hast. Da verhaspelst du dich etwas und grammatisch ist der auch nicht ganz astrein.

Die Erwähnung vom Inbound finde ich auch gut und die Erklärung dazu. Jeder der schonmal Inbound gemacht hat (willkommen im Club) weiß wie wichtig diese Eigenschaften sind um das erfolgreich machen zu können.

Ansonsten finde ich es aber sehr gelungen und die Idee mit dem Briefschreiben war vermutlich ein sehr guter Knackpunkt. FRAGEN halt mit seinen Ideen immer :)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 04.04.2012, 23:44

Vom Gesamteindruck scheint mir das schon in die richtige Richtung zu gehen... wobei ich momentan das Gefühl habe, dass die inhaltliche Seite eine Spur zu beliebig wird. Jetzt gerade ist es ja quasi nur der Spass an der Zusammenarbeit. Den halte ich in diesem Fall auch für sehr wichtig... aber die Frage, WAS GENAU man da jetzt nun zusammen macht, sollte m. E. nicht völlig aus dem Blick geraten. Es wäre sicher auch nicht schlecht, wenn - unabhängig von den Vorzügen des Stellenzuschnitts - auch das Wunsch(?)unternehmen im Ganzen irgendwie zum Thema würde...
therese hat geschrieben:FRAGEN halt mit seinen Ideen immer
Aber auch wirklich... was der sich immer denkt... ;-)

ka-ni
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Beitrag von ka-ni » 09.04.2012, 13:47

so, dann hab ich jetzt mal versucht, beide Anschreiben zu kombinieren, in guter alter MTV Mash Up Tradition ;-)
Hoffe ihr hattet alle ein entspanntes Ostern und der Eierlikör ist euch gut bekommen :lol:

Guten Tag Marc,

ich habe meinen Augen nicht getraut, als ich eure Stellenanzeige bei XXX gelesen habe. Eine naturwissenschaftliche Trainee-Stelle, die erst mit dem Trainee individuell ausgearbeitet wird, entspricht genau meinen Vorstellungen. Gerne würde ich mein im Studium erworbenes Wissen in einem traditionsreichen und sozial engagierten Unternehmen wie XXX einsetzen und in dieser Ausbildung bei euch erweitern.

Meine fachlichen Fertigkeiten liegen primär im biochemischen Bereich und in der Immunologie. Im Studium habe ich versucht, ein breitgefächertes Wissen zu erlangen, weshalb ich meine Nebenfächer in unterschiedlichen Bereichen der Biologie gewählt habe. Ein fundiertes Grundwissen in unterschiedlichen Bereichen eigne ich mir gerne selbständig durch Literaturrecherche an. Jedoch kann man Vieles nur lernen, indem man Fragen stellt und auch versucht, sich neue Blickwinkel zu erschließen. Diese Freude stets Neues zu erfahren und Menschen kennenzulernen, ermöglichte es mir bisher immer schnell Anschluss in neuen Arbeitsgruppen zu finden.

Auch in meiner Tätigkeit als Kundenbetreuer in einem Inbound-Callcenter hilft mir nicht nur meine offene Art und schnelle Auffassungsgabe, sondern auch die Fähigkeit der zielgerichteten Kommunikation im Umgang mit den Kunden. Neben diesen Fähigkeiten kannst du auch außerordentliches Engagement und fundierte Kenntnissen in den gängigen MS-Office Anwendungen erwarten. Mein gutes Englisch konnte ich während des Studiums nicht nur durch die Recherche von Fachliteratur, sondern auch bei der Betreuung von Austauschstudenten vertiefen.

Bei meiner jetzigen Anstellung habe ich eine vierwöchige Kündigungsfrist zum 15. bzw. Ende des Monats zu berücksichtigen und meine Gehaltsvorstellung entspricht etwa xx.xxx. Wenn der erste Eindruck dein Interesse geweckt hat, ergänze ich diesen gerne in einem persönlichen Gespräch mit dir.

therese
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Beitrag von therese » 09.04.2012, 16:14

Eine naturwissenschaftliche Stelle, die erst mit dem Trainee individuell ausgearbeitet wird
Gerne setze ich mein im Studium erworbenes Wissen in einem traditionsreichen und sozial engagierten Unternehmen wie XXX ein und erweitere es in der Ausbildung bei euch.
eigne ich mir gerne selbstständig durch Literaturrecherche an
Diese Ambition stets Neues zu erfahren und Menschen
fundierte Kenntnissen in den gängigen MS-Office Anwendungen
Hier fällst du in den Standard zurück :) Was sind die gängigen Office Anwendungen und wie genau beherrschst du sie? Bestimmt findest du ein Beispiel. Sowas wie "In meiner täglichen Arbeit verwende ich neben Outlook und Powerpoint auch Excel - unter anderem für die Erstellung von Pivot-Tabellen und Berechnung diverser Formeln - und Word für die Darstellung von Serienbriefen und Dokumentationen."
Es muss ja nicht so ein langer Satz sein, aber es gibt eben verschiedene Wege um zu sagen, dass man "fundierte Kenntnissen in den gängigen MS-Office Anwendungen" hat ;)
Bei meiner jetzigen Anstellung habe ich eine vierwöchige Kündigungsfrist zum 15. bzw. Ende des Monats zu berücksichtigen
Du könntest auch sagen "Nach Kündigung meiner jetzigen Anstellung kann euch ich ab dem 1. Juni zur Verfügung stehen." Das ist gut für alle zur Planung. Konkreter werden kannst du im VG.

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