Anschreiben Pflichtpraktikum - Maschinenbaustudium

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
Antworten
headi
Beiträge: 3
Registriert: 19.04.2015, 19:39

Anschreiben Pflichtpraktikum - Maschinenbaustudium

Beitrag von headi » 19.04.2015, 19:50

Guten Tag zusammen,

ich hoffe ich poste hier ins richtige Unterforum :-)

Ich bin schon relativ weit in meinem Studium (11. FS) und muss demnach (endlich) mein Fachpraktikum machen. Daher möchte ich mich mit einem qualitativ, hoffentlich gutem, Anschreiben, bewerben.

Ich würde euch bitten mir, so schlecht mein erster Versuch evtl. auch ist (meine erste Bewerbung), mir soviel Verbesserungsvorschläge zu geben wie möglich. Wie gesagt, ich wills richtig machen.

Mein Anschreiben in der aktuellen Version:
_______________________________________________________
Bewerbung um ein 12-wöchiges Praktikum ab dem 01.09.2015
Ihre Stellenanzeige:

Sehr geehrte Frau XXX,

auf der Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle bin ich mit großen Interesse auf Ihre Stellenanzeige aufmerksam geworden. Dabei würde es mich besonders reizen, dass ich meine bisherigen, während des Studiums erlernten, theoretischen Kenntnisse in der Praxis umsetzen und erweitern kann.

Zurzeit studiere ich Maschinenbau, mit Schwerpunkt Mechatronik, im 11. Fachsemester an der Uni-XXX. Im Rahmen meines Studiums ist ein Grundpraktikum von 8 Wochen, welches ich in einer Gießerei bereits absolvierte, und ein Fachpraktikum von 12 Wochen, welches ich bei Ihnen absolvieren möchte, vorgesehen. Die 12 Wochen des Fachpraktikums sind gemäß der Praktikumsordnung der Uni-XXX aufzuteilen. Für Arbeiten oder Projekte anderer Tätigkeitsbereiche bin ich natürlich offen, sofern die Praktikumsordnung dies zulässt.

Während meines Studiums absolvierte ich diverse Laborpraktika und Teamprojekte, wobei ich den Umgang mit dem CAD-Zeichnungsprogramm ProEngineer erlernte. Darüberhinaus kamen meine guten Kenntnisse mit der Software MS-Office, bei der Erstellung Bearbeitung diverser Versuchs- und Messprotokolle zum tragen.

Durch das Erstellen eigener Websites bin ich es gewohnt eigenverantwortlich und kreativ zu arbeiten, engagiere mich aber auch gerne als Teil eines Teams und bringe eigene Ideen und Vorschläge ein, um das gemeinsam gesteckte Ziel zu erreichen.
Hinzu kommt, dass in meiner Tätigkeit als Servicekraft für Tschibo, zeitliche Flexibilität, Pünktlichkeit und sorgfältiges arbeiten Voraussetzung war. Dabei konnte ich lernen auch an arbeitsreichen und stressigen Tagen einen kühlen Kopf zu behalten und die Sorgfalt nicht darunter leiden zu lassen.


Wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat, freue ich mich bald von Ihnen zu hören.


Mit freundlichen Grüßen,


XXX XXX
_______________________________________________________

Ich bin für jeden Tipp, den ihr für mich habt, dankbar :-)


LG headi

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12177
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 20.04.2015, 01:11

Löse dich von Standardformulierungen und Nacherzählen des Lebenslaufes.
Warum willst du das Praktikum machen (abgesehen davon, dass es einn Pflichtpraktikum ist? Behandle es als freiwilliges Praktikum!)?
Vermeide gerade hier den Konjunktiv.

headi
Beiträge: 3
Registriert: 19.04.2015, 19:39

Beitrag von headi » 21.04.2015, 18:53

Vielen Dank erstmal für deine Antwort.

Welche Standardformulieren meinst du genau?

Warum ich das Praktikum machen will? Um einen Einblick in den Arbeitsalltag von Ingineuren zu bekommen und generell die Arbeitswelt kennen zu lernen und dabei bestmöglich noch etwas zu lernen, bzw. schon gelerntes umzusetzen.

Ich tu mir mit Formulierungen einfach sehr schwer.

Sollte ich Sachen die im Lebenslauf eh schon stehen, dann streichen?
Wie Bsp. den letzten Satz einfach Streichen?
"Hinzu kommt, dass in meiner Tätigkeit als Servicekraft für Tschibo, zeitliche Flexibilität, Pünktlichkeit und sorgfältiges arbeiten Voraussetzung war. Dabei konnte ich lernen auch an arbeitsreichen und stressigen Tagen einen kühlen Kopf zu behalten und die Sorgfalt nicht darunter leiden zu lassen. "

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12177
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 21.04.2015, 23:40

headi hat geschrieben:Welche Standardformulieren meinst du genau?
Na alles das, was du glaubst schreiben zu müssen, weil du das irgendwo mal gelesen und verinnerlicht hast, was aber, wenn du ehrlich bist, keinerlei Inhalt hat und dich vor allem nicht von anderen Bewerbern unterscheidet.
Warum ich das Praktikum machen will? Um einen Einblick in den Arbeitsalltag von Ingineuren zu bekommen und generell die Arbeitswelt kennen zu lernen und dabei bestmöglich noch etwas zu lernen, bzw. schon gelerntes umzusetzen.
Du musst mir die Frage nicht beantworten. Sie war als Formulierungshilfe für dein Anschreiben gedacht.

Sollte ich Sachen die im Lebenslauf eh schon stehen, dann streichen?
Wie Bsp. den letzten Satz einfach Streichen?
"Hinzu kommt, dass in meiner Tätigkeit als Servicekraft für Tschibo, zeitliche Flexibilität, Pünktlichkeit und sorgfältiges arbeiten Voraussetzung war. Dabei konnte ich lernen auch an arbeitsreichen und stressigen Tagen einen kühlen Kopf zu behalten und die Sorgfalt nicht darunter leiden zu lassen. "
Die erste Frage ist mit ja, die zweite mit nein zu beantworten. Du darfst dich natürlich, um deine Kenntnisse und Stärken zu belegen, bei Episoden aus deinem Lebenslauf bedienen, solltest das sogar. Es geht allein um die Nacherzählung des Lebenslaufes, die hat nichts im Anschreiben zu suchen. Würde deine Tätigkeit bei Tchibo für sich stehen ("von dann bis dann arbeitete ich bei ~"), dann hätte sie im Anschreiben i.d.R. nichts zu suchen, wenn nicht andere bewerbungsstrategische Gründe dafür sprächen. Hier ist sie ein Beleg für die Anwendung deiner Stärken (wobei Pünktlichkeit nicht besonders eindrucksvoll ist und ich mir nicht sicher bin, ob du unter Flexibilität das verstehst, was der Personaler darunter versteht).

Negativa und Negationen haben btw in Anschreiben nichts zu suchen, können und dürfen sind ebenfalls keine besonders geschickten Verben und nur Substantive können Adjektivattribute haben!

headi
Beiträge: 3
Registriert: 19.04.2015, 19:39

Beitrag von headi » 23.04.2015, 20:24

Danke.

Ich habe den Satz mit dem Grundpraktikum in der Gießerei gestrichen, da es im Lebenslauf schon vermerkt ist.

Den Rechtschreibfehler habe ich korrigiert und "..konnte ich lernen.." in ".. habe ich gelernt.." umformuliert.

Dazu habe ich
..Tschibo, zeitliche Flexibilität, Pünktlichkeit und sorgfältiges arbeiten Voraussetzung war
in

...Tschibo sorgfältiges und eigenständiges Arbeiten Vorraussetzung war.

geändert.


Nur bei der Verneinung im letzten Satz tu ich mich schwer, wie ich das anders formulieren könnte.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12177
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 24.04.2015, 02:09

headi hat geschrieben:Nur bei der Verneinung im letzten Satz tu ich mich schwer, wie ich das anders formulieren könnte.
Ist vielleicht sowieso nicht ganz so geschickt, bei Arbeit gleich an Stress zu denken. Die Firma mit der Bohne schreibt sich Übrigens ohne -s-!

Antworten