Anschreiben Vertrieb/Backoffice

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Antworten
Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Anschreiben Vertrieb/Backoffice

Beitrag von Jdee » 19.01.2016, 21:15

Hallo Ihr Bewerbungshelfer,

ich hab noch einmal eine Bewerbung erfasst und hoffe es diesmal besser gemacht zu haben. Ich hoffe, dass es mehr nach mir klingt, persönlicher.

zu mir: weiblich, 34
zwei Kinder
16 Jahre im Einzelhandel, Ausbildung: Handelsfachwirt

Stellenangebot auf Webseite

Mitarbeiter BackOffice Vertrieb

Ihre Verantwortungen:

• Unterstützung des Vertriebsteams in allen administrativen Aufgaben
• Auftragserfassung und -bearbeitung
• Unterstützung bei der Angebotserstellung
• Telefonische Kundenbetreuung sowie Lösung von spezifischen Kundenproblemen
• Pflege von Kundendaten

Ihre Qualifikationen:

• Sie verfügen über eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung sowie betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse.
• Eine schnelle Auffassungsgabe, Kontaktfreudigkeit und ein selbstbewusstes Auftreten zeichnen Sie aus.
• Sie besitzen gute kommunikative Fähigkeiten und sind ein Organisationstalent.
• Sie interessieren sich für die Automobilindustrie.
• In Ihnen steckt ein Teamplayer und Sie sind motiviert und bereit, gemeinsam mit Ihrem Team Ziele zu erreichen.
• Sehr gute MS Office Kenntnisse und Erfahrungen mit Warenwirtschaftssystemen runden Ihr Profil ab.


Sehr geehrter Herr xyz,

ich freue mich morgens auf den Arbeitstag und male mir am Vortag schon meine Aufgaben für morgen aus. Diese Motivation gebe ich auch an meine Kollegen weiter und hole aus jedem ein Lächeln heraus.

In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen möchte. Ich habe den Willen entwickelt mir ein neues interessantes Betätigungsfeld zu suchen und meinem beruflichen Werdegang eine neue Orientierung zu geben. Verbunden mit Arbeitszeiten, die nicht erst beginnen wenn andere ihre Mittagspause anstreben will ich die Chance ergreifen den Beruf zu wechseln

Neben kaufmännische Tätigkeiten wie Erfassung von Aufträgen, Einkauf, Überwachung von Lieferterminen sowie Rechnungsprüfung in enger Zusammenarbeit mit unserem Kontrollbüro ist der Kern meiner täglichen Arbeit im Unternehmen xxx die Beratung von Kunden. Eine freundliche und lösungsorientierte Betreuung ist das Aushängeschild eines Hauses. Dabei ist es wichtig den Kunden als Mensch zu sehen und individuell auf ihn einzugehen. Zusammen mit meinen Kollegen habe ich an wichtigen Projekten, die sich aus Kundenzufriedenheit, Dienstvermarktung und die damit verbundene Gewinnsteigerung erfolgreich mitgewirkt.
-Eine gemeinsame Vision- Das ist die Grundlage von Teamarbeit. Da ich schon immer abteilungsübergreifend arbeite weiß ich genau wie wichtig das Arbeiten miteinander und die offene Kommunikation ist. In der Gruppe kann man mehr erreichen weil die Stärken des Einzelnen bestmöglich genutzt werden. Davon bin ich überzeugt.

Als Fachberaterin in der Computerabteilung habe ich ein sehr gutes Wissen rund um PC und Software. Ich habe bereits mit vielen verschiedenen Warenwirtschaftssystemen gearbeitet und habe keine Scheu vor technischen Herausforderungen.

In bestehende Teams füge ich mich durch meine offene Art schnell ein. Ich stehe allem Neuen aufgeschlossen gegenüber und führe Aufgaben gewissenhaft aus. Es macht mir Spaß Aufgaben mit Struktur zu bearbeiten um an das Ziel zu kommen. Das Bescheidwissen über alle Abläufe im Unternehmen ist für mich die Voraussetzung im Arbeitsalltag.

Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr!

Mit freundlichen Grüßen

Vielen Dank für ein Feedback!

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12225
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Anschreiben Vertrieb/Backoffice

Beitrag von TheGuide » 20.01.2016, 00:11

Jdee hat geschrieben:ich freue mich morgens auf den Arbeitstag und male mir am Vortag schon meine Aufgaben für morgen aus. Diese Motivation gebe ich auch an meine Kollegen weiter und hole aus jedem ein Lächeln heraus.
Dein erster Absatz stellt mich, um ehrlich zu sein, vor ein Rätsel: Was soll ein Personaler damit anfangen? Soll er ihn dir glauben? Das ist schon mal die erste Frage, die sich mir stellt.

Ja, du sollst deine Arbeit gerne machen und das wird sich auf dein Gemüt auswirken und mit ein wenig Glück auch auf das der Kollegen. Aber aus der Erwerbslosigkeit eine solche Behauptung rauszuhauen...
In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen möchte.
Dieser Satz könnte ein sehr guter erster Bewerbungssatz sein. Wenn denn im Anschluss die entsprechende Schlussfolgerung folgte. Noch folgt sie nicht, aber das kann ja noch werden. Du hast die Lesererwartung geweckt, jetzt befriedige sie auch: Was willst du in deinem Berufsleben noch erreichen und wieso soll das in der adressierten Firma geschehen?!
Ich habe den Willen entwickelt mir ein neues interessantes Betätigungsfeld zu suchen und meinem beruflichen Werdegang eine neue Orientierung zu geben. Verbunden mit Arbeitszeiten, die nicht erst beginnen wenn andere ihre Mittagspause anstreben will ich die Chance ergreifen den Beruf zu wechseln
Diesen ganzen Absatz streichen, er ist nicht die Antwort auf die Frage, was du im Berufsleben noch erreichen willst und erst recht nicht in dem adressierten Unternehmen.
Neben kaufmännische Tätigkeiten wie DEM Erfassung von Aufträgen, Einkauf, DER Überwachung von Lieferterminen sowie Rechnungsprüfung in enger Zusammenarbeit mit unserem Kontrollbüro ist der Kern meiner täglichen Arbeit im Unternehmen xxx die Beratung von Kunden.
Eine freundliche und lösungsorientierte Betreuung ist das Aushängeschild eines Hauses. Dabei ist es wichtig den Kunden als Mensch zu sehen und individuell auf ihn einzugehen.
Zwei recht allgemeine Sätze. Sie sind nicht falsch, aber was haben sie mit dir zu tun?

Zusammen mit meinen Kollegen habe ich an wichtigen Projekten, die sich aus Kundenzufriedenheit, Dienstvermarktung und die damit verbundene Gewinnsteigerung erfolgreich mitgewirkt.
Der Satz ist unvollständig.
-Eine gemeinsame Vision- Das ist die Grundlage von Teamarbeit.
Wieder so ein Allgemeinplatz. Du sollst keine philosophischen Abhandlungen über Zufriedenheit am Arbeitsplatz und Teamwork schreiben, sondern dich bewerben. Nichts anderes.
Da ich schon immer abteilungsübergreifend arbeiteKOMMA weiß ich genau wie wichtig das Arbeiten miteinander und die offene Kommunikation ist.

Arbeit/arbeiten
In der Gruppe kann man mehr erreichen weil die Stärken des Einzelnen bestmöglich genutzt werden. Davon bin ich überzeugt.
Wieder: Mehr Denkschrift als Bewerbung. Dann recht abrupt:
Als Fachberaterin in der Computerabteilung habe ich ein sehr gutes Wissen rund um PC und Software. Ich habe bereits mit vielen verschiedenen Warenwirtschaftssystemen gearbeitet und habe keine Scheu vor technischen Herausforderungen.
Negationen und Negativa raus!

In bestehende Teams füge ich mich durch meine offene Art schnell ein.
Vorhin warst du bereits bei Teamwork, dann bist du ins Philosophische abgerutscht, hast dann ein Technikthema aufgemacht und landest nun wieder bei der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit....
Ich stehe allem Neuen aufgeschlossen gegenüber und führe Aufgaben gewissenhaft aus.

Was haben diese beiden Dinge miteinander zu tun?
Es macht mir Spaß Aufgaben mit Struktur zu bearbeitenKOMMA um an das Ziel zu kommen. Das Bescheidwissen über alle Abläufe im Unternehmen ist für mich die Voraussetzung im Arbeitsalltag.

Ich würde an deiner Stelle alles streichen. Und zwar wirklich streichen! Mit einer Ausnahme. Dem Satz: "In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen möchte."
Den setzt du so ein:

Sehr geehrte/r Frau/Herr X,

in meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen möchte: xxxxxx


Von diesem Satz arbeitest du dich diszipliniert voran. "Diszipliniert" heißt, ohne ins Philosophische abzurutschen. Sei immer das Subjekt deiner Sätze. Allgemeinplätze haben in der Bewerbung nichts verloren. Und arbeite die Themen ab, spring nicht zwischen ihnen hin und her. Natürlich kann es sein, dass dir zu einem bereits abgehandelten Komplex, etwa zu Teamwork, noch etwas einfällt, eine wichtige Ergänzung oder eine tolle Formulierung. Aber dann schreib die nicht an die Stelle, an der du im Anschreiben gerade bist, sondern dorthin, wo du deine Teamfähigkeit bereits abgehandelt hast. Du willst strukturiert arbeiten - dann zeig das auch dadurch, dass du ein strukturiertes Anschreiben präsentierst.

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Danke

Beitrag von Jdee » 21.01.2016, 11:17

für das feedback

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12225
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Danke

Beitrag von TheGuide » 21.01.2016, 12:19

Jdee hat geschrieben:Sehr geehrter Herr xyz,

In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen will. Ich UND bin DABEI zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen möchte.

Gerne würde ich die Verantwortung für verschiedene Fachbereiche übernehmen und mit dem Unternehmen wachsen.

Warum?
Kurze Entscheidungswege und den gestalterischen Freiraum brauche ichKOMMA um mich kreativ zu entfalten.
Ist kreative Enntfaltung ein Teil deiner Aufgabenbeschreibung? Wo nimmst du die kurzen Entscheidungswege her? Missversteh das bitte nicht als Grundsatzkritik, ich versuche nur hier einen Zusammenhang zwischen deinem Anschreiben und den dich erwartenden Aufgaben herzustellen, was mir noch nicht ganz gelingt.
Abwechslungsreiche Aufgaben sind für mich genauso wichtig wie die kollektive Zusammenarbeit mit den Kollegen und der Kundenkontakt.
In den letzten beiden Sätzen stellst du mehr Anforderungen an deinen Arbeitgeber bzw. dein Arbeitsumfeld. In der Bewerbung solltest du aber vielleicht eher Angebote machen.

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Re: Anschreiben Vertrieb/Backoffice

Beitrag von FRAGEN » 23.01.2016, 13:38

Hallo Jdee!
Jdee hat geschrieben:Ich hoffe, dass es mehr nach mir klingt, persönlicher.
Hmmmmm... persönlich ist es irgendwie schon... und "Unpersönlichkeit" wäre auch nicht die Kernkritik an Deiner letzten Bewerbung gewesen. Es war eigentlich damals schon so, wie es jetzt wieder ist: Dass die Aspekte der persönlichen Arbeitsphilosophie ein fast schon absurdes Übergewicht gegenüber den Fachinhalten haben. Über die eigentliche Tätigkeit gehst Du heute wie gestern praktisch komplett hinweg. Gesucht wird jemand für
• Unterstützung des Vertriebsteams in allen administrativen Aufgaben
• Auftragserfassung und -bearbeitung
• Unterstützung bei der Angebotserstellung
• Telefonische Kundenbetreuung sowie Lösung von spezifischen Kundenproblemen
• Pflege von Kundendaten
Genau darauf solltest Du Dich konzentrieren - unter besonderer Berücksichtigung des betriebsspezifischen Sonderthemas "Automobil"!

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 23.01.2016, 18:00

Ja okay, Fragen ich habs jetzt schon kapiert und ja auch die gesamte letzte Bewerbung gelöscht. Wie es empfohlen wurde.. Eigentlich habe ich ja auch meine letzte Nachricht editiert weil ich mir dachte: nee, das kannste jetzt nicht so schicken... Aber irgendwie konntet ihr die dann doch lesen... Hier habe ich den Absatz noch etwas überarbeitet:

Sehr geehrter Herr xyz,

In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen will. In mir schlummert das Verlangen nach Anerkennung, gestalterischen Freiraum verbunden mit einem Team bei dem das Miteinander groß geschrieben wird. Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen können. Gerne würde ich die Verantwortung für verschiedene Fachbereiche übernehmen und mit dem Unternehmen wachsen. (hm ich wollte jetzt nicht wieder mit beruflicher Herausforderung kommen, das steht doch in jeder Bewerbung...)

der gestalterische Freiraum, kurze Entscheidungswege, gute persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und eine professionelle Einarbeitung standen noch in der Stellenbeschreibung weiter unten bei Unternehmenskultur.

Über Automobil lass ich mir noch was einfallen. Wollte nur wissen ob ich mit dem ersten Absatz auf dem richtigen Weg bin!?
Danke, Ihr seid wirklich super!!! Weiß gar nicht wie ich mit meinen letzten Bewerbungen immer was bekommen hab...

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

oh

Beitrag von Jdee » 23.01.2016, 18:18

ich bemerke gerade selbst, dass ich das mit der Anerkennung so nicht schreiben kann. Das klingt ja wie als würde ich in meinem jetzigen Job von niemanden geschätzt werden. Das ist ja gar nicht so...

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 24.01.2016, 10:56

Guten Morgen, Jdee!

Ich wollte vorab nur einmal sagen, dass Dein grosses Bemühen um flüssige, treffende und persönliche Formulierungen nicht zu übersehen ist und allgemeinmenschlich wirklich sehr positiv wirkt. Trotzdem wirkt das Gesamtergebnis immer noch nicht wirklich durchdacht... zumindest nicht aus Sicht des Lesers...
Jdee hat geschrieben:In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen will.
Das ist für mich eigentlich ein perfekter Anfang. Aber danach müsste dann auch wirklich sofort eine relevante Berufs-Aussage kommen, die sich mit dem Angebot der Firma zur Deckung bringen lässt!
Jdee hat geschrieben:In mir schlummert das Verlangen nach Anerkennung, gestalterischen Freiraum verbunden mit einem Team bei dem das Miteinander groß geschrieben wird.
Das ist leider nichts von all dem... ich möchte beinahe sagen: Das Gegenteil. Du greifst (abgesehen von der Anerkennung) zwar Aussagen der Anzeige auf... aber halt ausgerechnet und ausschliesslich die, die NICHTS mit BERUFLICHEM Erreichen zu tun haben. Die Abfolge dieser Sätze ist für mich wirklich äusserst unglücklich... ein wenig zugespitzt ungefähr so, als wäre es Dein "Berufsziel", dass alle nett zu Dir sind... ;-)
Jdee hat geschrieben:Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen können.
Das wäre im Prinzip eine sehr viel bessere Fortsetzung des ersten Satzes... wobei es mir hier an Präzision fehlt. Was heisst "kaufmännisches Wissen" und was heisst "stärker"? Wie sähe denn der dementsprechend "schwächere" IST- (bzw. WAR-)Zustand aus?
Jdee hat geschrieben:Gerne würde ich die Verantwortung für verschiedene Fachbereiche übernehmen
OK, das würde jetzt richtig gut auf den ersten Satz folgen und wäre für einen zweiten vielleicht auch schon konkret genug... nur geht es leider weit über das hinaus, was einer "Mitarbeiterin Back-Office" in den nächsten Jahren zugedacht sein würde. Es steht zwar auch etwas von "Weiterentwicklung" im Inserat... aber das ist ganz sicher nicht so zu verstehen, dass man schon vor dem Start 3 Ebenen überspringt.

Das, was auf Deinen ersten Satz folgen müsste, wäre eigentlich ein Satz, der eine konkrete Verantwortungserweiterung gegenüber Deiner letzten Position beinhaltet, die sich in der Stellenbeschreibung wiederfindet.

Und wie gesagt: Der Hauptteil dessen, was dann folgt, müsste sich auf die Arbeitsinhalte beziehen...

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12225
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 24.01.2016, 13:19

FRAGEN hat geschrieben:
Jdee hat geschrieben:In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen will.
Das ist für mich eigentlich ein perfekter Anfang. Aber danach müsste dann auch wirklich sofort eine relevante Berufs-Aussage kommen, die sich mit dem Angebot der Firma zur Deckung bringen lässt!
Um diesen Gedankengang noch mal ausdrücklich zu unterstützen:
TheGuide hat geschrieben:
Jdee hat geschrieben:In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen möchte.
Dieser Satz könnte ein sehr guter erster Bewerbungssatz sein. Wenn denn im Anschluss die entsprechende Schlussfolgerung folgte. Noch folgt sie nicht, aber das kann ja noch werden. Du hast die Lesererwartung geweckt, jetzt befriedige sie auch: Was willst du in deinem Berufsleben noch erreichen und wieso soll das in der adressierten Firma geschehen?!
Jdee hat geschrieben:Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen können.
Das wäre im Prinzip eine sehr viel bessere Fortsetzung des ersten Satzes... wobei es mir hier an Präzision fehlt. Was heisst "kaufmännisches Wissen" und was heisst "stärker"? Wie sähe denn der dementsprechend "schwächere" IST- (bzw. WAR-)Zustand aus?
Und in Ergänzung dazu: Streich das können! Du willst einfließen lassen, nicht bloß einfließen lassen können.

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 24.01.2016, 18:12

Sehr geehrter Herr xyz,

In meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen will. Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen. Dabei will ich Sie unterstützen Ihr Produkt-Portfolio zu den exklusiven Konditionen zu verkaufen. Ich möchte für das Vertriebsteam die Warenverfügbarkeit im Überblick behalten und die Liefertermine beobachten. Die Verwaltung von Preisen und Konditionen sowie die Prüfung und der Vergleich von Angeboten gehören für mich dazu. Gerne würde ich die Verantwortung für verschiedene Fachbereiche übernehmen und mit dem Unternehmen wachsen.

Derzeit ist es so, dass ich in meinem jetzigen Job, den Einkauf für einzelne Warenbereiche übernommen habe. Vor meiner ersten Elternzeit war ich als Substitut für viele Bereiche zuständig. Wie Einkauf, Budgetplanung, Werbeplanung ect. Die Stelle konnte ich nachher als Teilzeitkraft leider nicht mehr fortführen. Da ist mir der Einkauf für einen kleinen Warenbereich geblieben. Ist in dem obigen Absatz eine Erweiterung meines letzten Tätigkeitsbereich erkennbar?

So jetzt mach ich mich mal an die Arbeitsinhalte und versuche was gescheites zu formulieren. Vielleicht werde ich das mit der Verantwortung für verschiedene Fachbereiche wieder rausnehmen...

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12225
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 24.01.2016, 18:33

Jdee hat geschrieben:Sehr geehrter Herr xyz,

In meiner Elternzeit
Nach der Anrede klein weiter!!!
Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen. Dabei will ich Sie unterstützen Ihr Produkt-Portfolio zu den exklusiven Konditionen zu verkaufen.
Deshalb, oder?

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 26.01.2016, 16:20

Sehr geehrter Herr xyz,

in meiner Elternzeit habe ich mir Gedanken gemacht, was ich im Beruf noch erreichen will. Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen. Deshalb will ich Sie unterstützen Ihr Produkt-Portfolio zu den exklusiven Konditionen zu verkaufen. Ich möchte für das Vertriebsteam die Warenverfügbarkeit im Überblick behalten und die Liefertermine beobachten. Die Verwaltung von Preisen und Konditionen sowie die Prüfung und der Vergleich von Angeboten gehören für mich dazu. Gerne würde ich die Verantwortung für verschiedene Fachbereiche übernehmen und mit dem Unternehmen wachsen.

Der Kern meiner täglichen Arbeit im Unternehmen xxx ist die Beratung und Betreuung von Kunden. Dazu gehört auch die Reklamationsbearbeitung. Ich sehe eine Reklamation auch als Chance dem Kunden zu zeigen, dass wir für ihn da sind. Ich gehe bis zu den Grenzen der betrieblichen Möglichkeiten und verliere dabei natürlich den wirtschaftlichen Hintergrund nicht aus den Augen. Bei der Kundenbetreuung ist es mir wichtig den Kunden als Mensch zu sehen und individuell auf ihn einzugehen. Mein Umgang reflektiert der Kunde mit dem Unternehmen und entscheidet dann ob er dem Haus wieder gegenübertritt. Diese Erfahrung habe ich vor allem meine Zeit im Service zu verdanken.

Da ich schon immer abteilungsübergreifend arbeite weiß ich genau wie wichtig das Arbeiten miteinander und die offene Kommunikation ist. Gemeinsam mit meinen Kollegen habe ich mich an einem Projekt zur Altwarenvermarktung beteiligt. Hierbei haben wir einen Fahrplan entwickelt, der in verschiedenen Abteilungen erfolgreich umgesetzt wurde. Durch meine offene und verlässliche Art bin ich bei meinen Kollegen sehr beliebt.

Als Fachberaterin in der Computerabteilung habe ich ein sehr gutes Wissen rund um PC und Software. Ich habe bereits mit vielen verschiedenen Warenwirtschaftssystemen und konzipierten Excel-Tabellen rund um die Disposition und Budgetplanung gearbeitet. In unseren angrenzenden Abteilungen GSM, Car-Hifi und Navigation unterstütze ich meine Kollegen bei Personalengpässen und Kundenanfragen und kenne mich auch in diesen Bereichen aus. Mein besonderes Interesse gilt hier der Multimedia rund ums Auto verbunden mit mobiler Kommunikation.
Ich hoffe Ihr Interesse geweckt zu haben! Auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen freue ich mich sehr.

Was haltet Ihr davon?

Soll ich im ersten Absatz statt Verantwortung Aufgaben schreiben? Klingt vielleicht nicht ganz so fordernd?
Im zweiten Abschnitt habe ich das Thema Reklamation aufgegriffen. Da bei Ihre Verantwortung steht: Lösung von spezifischen Kundenproblemen.
im letzten Abschnitt will ich zeigen, dass ich schon mit vielen Programmen gearbeitet habe in Verbindung mit den geforderten betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen.
Kommt das so rüber.

Danke fürs lesen und für die Kritik :?

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12225
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 26.01.2016, 17:30

Jdee hat geschrieben:zu den exklusiven Konditionen zu verkaufen.
Spar dir Attribute und Charaktisierungen für dich auf.
Ich möchte für das Vertriebsteam die Warenverfügbarkeit im Überblick behalten und die Liefertermine beobachten.
Warum?
Mein Umgang reflektiert der Kunde mit dem Unternehmen und entscheidet dann ob er dem Haus wieder gegenübertritt.
Hier stimmt was nicht.
Diese Erfahrung habe ich vor allem meineR Zeit im Service zu verdanken.
Da ich schon immer abteilungsübergreifend arbeiteKOMMA weiß ich genau wie wichtig das Arbeiten miteinander und die offene Kommunikation ist.

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 28.01.2016, 14:48

Ich möchte für das Vertriebsteam die Warenverfügbarkeit im Überblick behalten damit ein Leerlauf vermieden wird und die Produkte kontinuierlich verkauft werden können.

Mein Umgang reflektiert der Kunde mit dem Unternehmen und entscheidet dann ob er das Haus wieder betritt. -man sollte halt nicht an den Sätzen herumdoktern- :wink:

Danke für die Rechtschreibverbesserungen :)

The Guide: in einem anderen Beitrag schriebst Du : Ich nehme mir für gute Bewerbungen gut zwei Wochen Zeit, in denen ich immer wieder am Text feile. So mache ich es lieber auch, aber ich hab da immer Angst, dass die Stelle schon wieder weg ist...

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12225
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 28.01.2016, 15:48

Jdee hat geschrieben:Ich möchte für das Vertriebsteam die Warenverfügbarkeit im Überblick behalten damit ein Leerlauf vermieden wird und die Produkte kontinuierlich verkauft werden können.
Das ist jetzt erstmal keine wirklich glaubwürdige Motivation.

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 28.01.2016, 16:57

hm....
Es macht mir sehr viel Freude für das Vertriebsteam die Warenverfügbarkeit im Überblick zu behalten....

Nein, war nur Spaß... Mir fällt keine Motivation für diese Aufgabe ein. Da muss ich wohl noch bissl grübeln...

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 30.01.2016, 11:01

Du brauchst am Ende ja auch nur eine Motivation, Jdee... und das ist im Prinzip schon nach wie vor die hier:
Jdee hat geschrieben:Ich möchte mein kaufmännisches Wissen stärker in die Arbeit einfließen lassen.
Das (von der zukünftigen Arbeit aus!) stimmig zu erläutern, wäre ja fast schon alles. Aber irgendwie schaffst Du es trotz erkennbar großen Bemühens beim Schreiben selbst immer wieder auf jeweils neue Art, in kürzester Zeit komplett den Faden zu verlieren und unter'm Strich Verwirrung zu erzeugen.

Du startest ja z. B. mit der Elternzeit... sodass diese extrem wichtig wird und man eigentlich denken würde, dass Du derzeit mehr oder weniger zuhause sitzt. Später schreibst Du dann Riesenabsätze über Deine "derzeitigen" Tätigkeiten, die offenbar insbesondere in kaufmännischer Hinsicht keinerlei Wünsche offenlassen... und damit nicht nur den (für sich eigentlich schönen) "Elternzeit"-Start, sondern auch die besagte Motivation mit dem "kaufmännischen Wissen" unterlaufen. Am Ende fragt sich der Leser, was Du eigentlich von ihm willst.

Nochmal ganz platt für uns hier: Was genau machst Du momentan? Was genau fehlt Dir dabei? Wie genau würde sich genau DAS bei dieser konkreten Stelle bei dem Wunscharbeitgeber ändern? Einfach mal genaus das und nichts anderes hintereinander weg schreiben...

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 30.01.2016, 16:04

Na gut, ich geh ja wieder zurück zu meiner alten Stelle, wenn ich nichts anderes finde. Ich weiß genau, dass ich da weiter mache wo ich aufgehört habe. Das ist auch genau dass, was ich schon 10 Jahre mache und sich nicht viel geändert hat (bin ja auch stetig in Kontakt mit der Firma, Kollegen und Chef). Ich kann natürlich auch warten bis ich da wieder arbeite... Vielleicht hab Ich dann bessere Chancen. Außerdem sitz ich nicht daheim, ich arbeite täglich jede freie Minute im Haus, aber das interessiert ja keinem Arbeitgeber...
Ich kann doch nicht weniger schreiben als ich drauf habe, mein Licht unter dem Scheffel stellen. nö als Mütterchen lass Ich mich nicht abstempeln. Die Elternzeit sollte als Motivationsgrund gelten, da Ich den Abstand hatte über mein Leben/ Beruf nachzudenken.

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 30.01.2016, 17:06

ich kann natürlich auch in der Vergangenheit schreiben. Oder Ich setze ein" Vor meiner Elternzeit" vor den Sätzen

Jdee
Beiträge: 38
Registriert: 31.03.2015, 16:44

Beitrag von Jdee » 30.01.2016, 20:37

Was ich konkret will: Ich will raus aus dem Handel wegen den schlechten Arbeitszeiten zum einen und ich in Teilzeit (da meine Arbeitzeit erst ab 10 beginnt kann ich nicht anders arbeiten) keine verantwortungsvolleren Aufgaben mehr übernehmen kann/darf. Vorher war ich ja abteilungsverantwortliche. Ich will eben mehr kaufmännische Aufgaben erledigen, meiner Ausbildung und Erfahrung als Substitutin entsprechend. Sonst steig ich nach Elternzeit wieder als Verkäuferin vielleicht mit der Option den Einkauf für einen kleinen Bereich zu übernehmen. Sehr gerne würde Ich in den Backoffice! Auch weil ich da bessere Zeiten habe.

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 31.01.2016, 10:33

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das jetzt richtig verstanden habe. Ist es jetzt so, dass Dein eigentlicher Ausgangspunkt der Wunsch nach Teilzeit-Arbeit ist? Und Du glaubst, dass Du als Teilzeitkraft im Vertriebs-Backoffice tendeziell interessantere Aufgaben als im Einzelhandel finden kannst? Und wir reden immer noch von dieser Anzeige?
Ihre Verantwortungen:

• Unterstützung des Vertriebsteams in allen administrativen Aufgaben
• Auftragserfassung und -bearbeitung
• Unterstützung bei der Angebotserstellung
• Telefonische Kundenbetreuung sowie Lösung von spezifischen Kundenproblemen
• Pflege von Kundendaten

Antworten