Anschreiben Volontär Gesundheitskommunikation

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Antworten
ka-ni
Beiträge: 23
Registriert: 04.11.2011, 12:44

Anschreiben Volontär Gesundheitskommunikation

Beitrag von ka-ni » 30.03.2012, 17:13

Halo,
ich mal wieder ;-) es mag euch vielleicht so vorkommen, als ob ich mich wahllos auf Stellen bewerbe, da meine letzten Anschreiben, die ich hier eingestellt habe, doch vom Gebiet etwas weiter auseinanderklaffen, doch es interessiert mich nun mal alles...daher würde ich mich freuen, wenn ihr mir auch diesmal mit Rat und Tat zu Seite stehen könntet. An den Überarbeitungen der anderen Anschreiben arbeite ich noch, aber hier ist schon mal wieder was neuen ;-)

Stellenbeschreibung:

Wir suchen zwei Volontäre (m/w) für den Schwerpunkt „Gesundheitskommunikation“

Ausbildungsdauer: 2 Jahre
Beschäftigungsbeginn: ab sofort

Neben einem erfolgreich abgeschlossenen Studium (Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaften, Journalistik o.ä.) sollten Sie Folgendes mitbringen:
Versierter Umgang mit Text und Sprache

Sie schreiben gerne, stilsicher und möchten mit Ihren Worten etwas bewegen. Diese Chance haben Sie bei XXX: Unsere Projekte richten sich an Menschen, die mit dem Thema „Gesundheit“ in Berührung kommen – Patienten, Ärzte, Wissenschaftler und viele mehr. Da viele unserer Projekte international sind, sollten Sie über gute Englisch-Kenntnisse verfügen.
Technologie-Affinität
Social Media, das Web und moderne Medien sind für Sie alltäglicher Bestandteil der Kommunikation. Im Umgang damit sollten Sie gewandt sein, denn wir nutzen in unseren Projekten alle Kanäle – von Online über Audio bis hin zu Expertensystem-Software.
Affinität zu medizinischen, psychologischen und Gesundheits-Themen
Psychologie, Medizin und Gesundheit sind in Ihren Augen wichtige Zukunftsthemen – denn um diese Themen geht es in unseren Projekten.

Anschreiben:

Sehr geehrter Herr XXX,
hier schreibt Ihnen eine junge, dynamische Diplom-Biologin, die Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gerne chancenreich in einem innovativen Unternehmen wie XXX einsetzen und erweitern möchte.
Nach meinem Studium stand für mich fest, dass der klassische Weg einer Doktorandenstelle und die Spezialisierung in einem engen Fachbereich der Biologie nicht der Weg ist, der zu mir passt. Schon während des Studiums habe ich versucht, mir ein möglichst breitgefächertes Wissen anzueignen, daher auch meine Wahl der Nebenfächer in den Bereichen Verhaltensbiologie, Ökophysiologie und Ernährungstoxikologie. Während des Schreibens meiner Diplomarbeit, habe ich entdeckt, dass mir die Recherche und das Aufbereiten wissenschaftlicher Veröffentlichung Spaß macht und auch liegt. Gerne würde ich mein Interesse an der aktuellen Forschung auf dem Gebiet Gesundheit und Psychologie mit der entdeckten Freude des Schreibens zur besseren Information von Ärzten und auch Patienten verbinden.
Schon im Studium habe ich neben den klassischen Medien auch gerne die digitalen Medien als Informationsweg genutzt, da besonders im Bereich der aktuellen Veröffentlichung von Studien und Forschungsergebnissen hier klare Vorteile bestehen. Um diese Vorteile auch nutzen zu können, ist ein gewissenhafter und sicherer Umgang mit der digitalen Welt Voraussetzung. Diesen habe ich mir nicht nur während des Studiums sondern auch im privaten Nutzen des Internets und der Social Media angeeignet.
Durch mein Interesse an Fotografie, können Sie neben der Beherrschung der gängigen MS-Office Produkte auch ein Basiswissen in der digitalen Bildbearbeitung mittels Adobe Photoshop und Corel Draw voraussetzen. Meine guten Englischkenntnisse konnte ich neben der englischsprachigen Literaturrecherche auch durch die Betreuung von Austauschstudenten während des Studiums festigen.
Da ich im Moment in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehe, habe ich eine 4wöchige Kündigungsfrist zum 15. bzw. dem Ende des Monats zu berücksichtigen.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich und verbleibe bis dahin...

ich weiß, dass es noch einiges an Überarbeitung bedarf, aber vielleicht könnte mir jemand sagen, ob ich zumindest in die richtige Richtung gehe? Dass gerade der letzte Absatz noch irgendwie besser zu dem Vorherigen verbunden werden muss ist mir klar, es hört sich noch etwas zu abgetrennt vom Rest an...danke schon mal im Voraus für eure Hilfe!!!

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 31.03.2012, 10:28

Ich finde ja generell, dass Deine Anschreiben sich gut lesen, ka-ni!

Das, worüber ich ständig stolpere, hat mit dem Text als solchen eigentlich gar nichts zu tun - aber ich finde, als jemand, der (u. a.) vom Schreiben leben möchte, solltest Du unbedingt etwas am Schriftbild Deiner Anschreiben tun: Richtige Absätze mit Leerzeilen würden den unmittelbaren Ersteindruck um Klassen kompetenter machen als das momentane "Einfach-hintereinander-wegschreiben"... was vergleichsweise kopflos wirkt... ;-)

Eine vernünftige Betreff-Zeile hast Du?

Rhodus
Bewerbungshelfer
Beiträge: 4172
Registriert: 01.07.2011, 16:10

Beitrag von Rhodus » 31.03.2012, 11:58

Hallo ka-ni,

zunächst ein allgemeiner Tipp. Sicherlich bewirbst Du Dich nicht ganz wahllos. Aber es wird offensichtlich, dass Du noch nicht weist, was Du beruflich willst. Aus meiner täglichen Erfahrung kann ich Dir nur raten, lege Dich zuerst fest, entscheide dich, was du wirklich willst.
Denn die Bewerber, die genau wissen, was sie wollen, und sich gezielt bewerben, haben meist den schnelleren Erfolg. Die Bewerber, die sich nicht festlegen, scheitern meistens spätestens im Vorstellungsgespräch, weil dort der Personalverantwortliche spürt, daß der Bewerber nicht zu 100 % hinter der Position steht.

Nun noch kurz zu deinem Anschreiben.

Vermeide den Konjunktiv. Der bringt bei Personalverantwortlichen regelmäßig Minuspunkte.
Was noch in dem Anschreiben zu kurz kommst, bist Du als Mensch. denn man erfährt kaum etwas über Dich und Deine Kompetenzen.

Viele Grüße aus Duisburg

ka-ni
Beiträge: 23
Registriert: 04.11.2011, 12:44

Beitrag von ka-ni » 31.03.2012, 12:56

Vielen danke erst mal Fragen und Andreas (auch allen anderen fleißigen Bienchen hier im Forum) für die Hilfe. Ich versuch jetzt mal, die Formatierung aus Word hier reinzukopieren, damit die Struktur durch die gesetzten Absätze besser zu erkennen ist ;-) Ich habe versucht die Konjuktive zu vermeiden und am Schluss ein wenig über mich und meine Arbeitsweise reinzubringen. Hört sich das zu gestelzt an?
Im Moment müsste ich noch ein wenig kürzen, da die letzten 2 Sätze sowie meine Unterschrift auf der 2. Seite liegen...

Wie sieht es eigentlich mit der Betreffzeile aus? Ist die gut oder muss es "als" heißen? Hab glaube im Hinterkopf, dass man sich für Ausbildungen, was ein Volontariat ja eigentlich ist, immer "zur" bewirbt und erst als "ausgelernte" Kraft "als"...stimmt das oder ist das dem eigenen Sprachgefühl überlasen?

Bewerbung zur Volontärin im Bereich Gesundheitskommunikation

Sehr geehrter Herr XXX,
hier schreibt Ihnen eine junge, dynamische Diplom-Biologin, die Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gerne chancenreich in einem innovativen Unternehmen wie XXX einsetzen und erweitern möchte.

Nach meinem Studium stand für mich fest, dass der klassische Weg einer Doktorandenstelle und die Spezialisierung in einem engen Fachbereich der Biologie nicht zu mir passt. Schon während des Studiums eignete ich mir ein breitgefächertes Wissen an, daher sind auch meine Nebenfächer in den Bereichen Verhaltensbiologie, Ökophysiologie und Ernährungstoxikologie gewählt. Während des Schreibens meiner Diplomarbeit, entdeckte ich, dass mir die Recherche und das Aufbereiten wissenschaftlicher Veröffentlichung Spaß macht und auch liegt. Gerne verbinde ich mein Interesse an der aktuellen Forschung auf dem Gebiet Gesundheit und Psychologie mit der entdeckten Freude des Schreibens zur besseren Information von Ärzten und auch Patienten. Hierbei finde ich die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Fachbereichen spannend, da ich aus Erfahrungen im Studium weiß, dass der Informationsaustausch hierbei vielfältiger ist.

Bereits im Studium habe ich neben den klassischen Medien auch gerne die digitalen Medien als Informationsweg genutzt, da besonders im Bereich der aktuellen Veröffentlichung von Studien und Forschungsergebnissen hier klare Vorteile bestehen. Um diese Vorteile auch nutzen zu können, ist ein gewissenhafter und sicherer Umgang mit der digitalen Welt Voraussetzung. Diesen habe ich mir nicht nur während des Studiums sondern auch im privaten Nutzen des Internets und der Social Media angeeignet. Dieser Weg der Kommunikation ist also kein Neuland für mich und sowohl im beruflichen als auch privaten Alltag fest integriert.

Ich selber bin ein offener Mensch, der sich durch eine selbstständige, strukturierte Arbeitsweise auszeichnet, sich aber auch nicht scheut, um Hilfe zu fragen, wenn es nötig ist. Durch mein Interesse an Fotografie, können Sie neben der Beherrschung der gängigen MS-Office Produkte auch ein Basiswissen in der digitalen Bildbearbeitung mittels Adobe Photoshop und Corel Draw voraussetzen. Meine guten Englischkenntnisse konnte ich neben der englischsprachigen Literaturrecherche auch durch die Betreuung von Austauschstudenten der Naturwissenschaften während des Studiums festigen.

Da ich im Moment in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehe, habe ich eine 4wöchige Kündigungsfrist zum 15. bzw. dem Ende des Monats zu berücksichtigen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich und verbleibe bis dahin

mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 31.03.2012, 13:26

ka-ni hat geschrieben:Hört sich das zu gestelzt an?
Ein kleines Bisschen gestelzt finde ich die Passage mit den digitalen Medien... die mir im Gesamtgefüge ohnehin ein wenig überrepräsentiert vorkommt. M. E. gibst Du diesem Thema mehr Raum als es seiner Bedeutung für den Job entsprichst. Wenn Du da ein bisschen verdichtest, wird sich die "Stelzung" wohl nebenbei erledigen... ;-)
ka-ni hat geschrieben:Im Moment müsste ich noch ein wenig kürzen, da die letzten 2 Sätze sowie meine Unterschrift auf der 2. Seite liegen...
Kein Problem. Das erste, was ich - neben besagter Verdichtung - streichen würde, ist die Sache mit der Kündigungsfrist. Die klingt mit ihrem Behörden-Touch nicht nur rein sprachlich wie ein Stolperstein in Deinem ansonsten schönen Fluss... sondern hilft Dir auch inhaltlich nicht weiter. Die suchen jemanden für SOFORT... und ein grosser Teil der Leute, die sich darauf bewerben, wird wohl auch sofort verfügbar sein. So gesehen erfindest Du ja quasi einen Wettbewerbs-Nachteil aus der Luft...
ka-ni hat geschrieben:Wie sieht es eigentlich mit der Betreffzeile aus? [...] stimmt das oder ist das dem eigenen Sprachgefühl überlasen?
Im Grunde ist so ziemlich alles Deinem eigenen Sprachgefühl überlassen - insbesondere, wenn "Kommunikation" Dein Thema ist. M. E. ist für Dich mit dem Erfüllen von "Standards" sprachlicher Art grundsätzlich nichts zu gewinnen. Wenn es so wäre, könnte die Sekretärin, die sie eh schon haben, das bisschen "Kommunikation" ja noch gleich mit erledigen... ;-)

Insofern gefällt mir dieses leicht aparte "zur" unabhängig von der sprachlichen Korrektheit ziemlich gut... dieses kleine bisschen "Mehr" an Stil... ;-)

Ich persönlich finde übrigens auch den Eingangssatz verzichtbar:
ka-ni hat geschrieben:hier schreibt Ihnen eine junge, dynamische Diplom-Biologin, die Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gerne chancenreich in einem innovativen Unternehmen wie XXX einsetzen und erweitern möchte.
Der mag zwar ein kleines bisschen advanceder sein als manches andere, was so an Einstiegen in Umlauf ist... aber eigentlich doch nichts im Vergleich zu dem, der DANACH kommt, oder? Die klassische Doktoranten-Stelle, die nicht zu Dir passt, wäre für mich ein echter Kracher-Einstieg, der aus dem Stand RICHTIG neugierig macht...

Hmmmm... da müsstest Du doch allmählich bei Deiner einen Seite sein, oder?

ka-ni
Beiträge: 23
Registriert: 04.11.2011, 12:44

Beitrag von ka-ni » 31.03.2012, 13:46

yeah, ich habe nur noch eine Seite :wink: ob der Inhalt überzeugt? ich bin im Moment eigentlich ganz zufrieden, mit der Anmerkung zum Absatz der digitalen Medien hattest du vollkommen recht, durch das Rausnehmen des mittleren Satzes liest es sich gleich flüssiger und ist dennoch aussagekräftig genug, zumindest für mein Empfinden...

wie sieht es aus, mit dem Weglassen der Kündigungsfrist? Es ist ja in der Ausschreibung nicht verlangt, kann dass dann bei einem evtl. Vorstellungsgespräch negativ auffallen, wenn ich sage, ich habe eine 4wöchige Kündigungsfrist einzuhalten? Obwohl ich das ganze Abschwächen könnte, da evtl. ein Aufhebungsvertrag möglich ist... vielleicht sollte ich mir darüber erst Gedanken machen, wenn eine Einladung vorliegt... :lol:

Bewerbung zur Volontärin im Bereich Gesundheitskommunikation

Sehr geehrter Herr XXX,

nach meinem Studium stand für mich fest, dass der klassische Weg einer Doktorandenstelle und die Spezialisierung in einem engen Fachbereich der Biologie nicht zu mir passen.

Schon während des Studiums eignete ich mir ein breitgefächertes Wissen an, daher sind auch meine Nebenfächer in den Bereichen Verhaltensbiologie, Ökophysiologie und Ernährungstoxikologie gewählt. Im Laufe des Schreibens meiner Diplomarbeit, entdeckte ich, dass mir die Recherche und das Aufbereiten wissenschaftlicher Veröffentlichung Spaß macht und auch liegt. Gerne verbinde ich mein Interesse an der aktuellen Forschung auf dem Gebiet Gesundheit und Psychologie mit der entdeckten Freude des Schreibens zur besseren Information von Ärzten und auch Patienten. Hierbei finde ich die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Fachbereichen spannend, da ich aus Erfahrungen im Studium weiß, dass der Informationsaustausch hierbei vielfältiger ist.

Bereits im Studium habe ich neben den klassischen Medien auch gerne die digitalen Medien als Informationsweg genutzt, da besonders im Bereich der aktuellen Veröffentlichung von Studien und Forschungsergebnissen hier klare Vorteile bestehen. Dieser Weg der Kommunikation ist also kein Neuland für mich und sowohl im beruflichen als auch privaten Alltag fest integriert.

Ich selber bin ein offener Mensch, der sich durch eine selbstständige, strukturierte Arbeitsweise auszeichnet, sich aber auch nicht scheut, um Hilfe zu fragen, wenn es nötig ist. Durch mein Interesse an Fotografie, können Sie neben der Beherrschung der gängigen MS-Office Produkte auch ein Basiswissen in der digitalen Bildbearbeitung mittels Adobe Photoshop und Corel Draw voraussetzen. Meine guten Englischkenntnisse konnte ich neben der englischsprachigen Literaturrecherche auch durch die Betreuung von Austauschstudenten der Naturwissenschaften während des Studiums festigen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich und verbleibe bis dahin

mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12152
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 31.03.2012, 14:21

ka-ni hat geschrieben:Obwohl ich das ganze Abschwächen könnte, da evtl. ein Aufhebungsvertrag möglich ist...
Keine "Abschwächung" kann so gut sein wie das Umgehen des Problems... ;-)
ka-ni hat geschrieben:vielleicht sollte ich mir darüber erst Gedanken machen, wenn eine Einladung vorliegt... :lol:
Sehe ich auch so... und finde die Bewerbung im Übrigen prima so! Das macht von vorne bis hinten Spass zu lesen!

Antworten