⇒ Anschreiben Volontariat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ☆

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chuchuimbali
Beiträge: 1
Registriert: 26.11.2012, 12:29

⇒ Anschreiben Volontariat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ☆

Beitrag von chuchuimbali »

Schaut ihr mal drüber?

Bin gerade fertig mit dem Studium, bin eigentlich TV-Journalistin. Der Job wär trotzdem toll. Mitarbeiterin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einem Architekten.

...So und das ist mein Anschreiben als Mitarbeiterin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:


Sehr geehrte Frau Architektin,

nach dem erfolgreichen Abschluss meines Studiums der angewandten Medienwirtschaft Ende Oktober möchte ich nun beruflich durchstarten. Ihr Architekturbüro bietet mir hierfür genau die richtige Plattform. Ihre Projekte beeindrucken mich, allen voran die Harmonie in der Neugestaltung alter Gebäude. Sie schaffen es, dass vorhandene Potenzial zu erkennen und auf ihm aufzubauen. So entsteht am Ende ein Gesamtbild, das den Nerv der Zeit trifft, das neu und modern ist und trotzdem seine Geschichte erzählt. Diesen speziellen Stil verfolgen Sie in Ihren Projekten sicher. Mit genau dieser Stilsicherheit möchte ein Teil ihres Teams werden und ihr Büro nach außen vertreten.

Durch studienbegleitende Tätigkeiten und Praktika konnte ich bereits Erfahrungen in verschiedenen Medienunternehmen sammeln. In mehreren Print und TV-Redaktionen gehörten die Recherche, das verfassen von Texten, die Auswahl und Erstellung von visuellen Verstärkern sowie die Zusammenarbeit mit Werbekunden genauso zu meinen täglichen Aufgaben wie die Organisation und Umsetzung von Außenterminen. Auch die interne Kommunikation und das Abstimmen von Arbeitsabläufen mit Kollegen, sowie die Einhaltung von Abgabeterminen waren Teil meines Arbeitsalltages. Meine Fähigkeiten in der Gestaltung konnte ich bereits durch das entwerfen der Grafik für den Internetauftritt des Clown Colleges unter Beweis stellen (URL: xxx). Meine gestalterischen Kenntnisse und die darüber, wie in den verschiedenen Medienunternehmen mit eingehenden Informationen umgegangen wird, wird bei der Arbeit in Ihrem Büro von Vorteil sein. Im Bereich Architektur war ich bisher noch nicht tätig, ich bin jedoch sehr interessiert und freue mich auf diese neue Herausforderung. Meine engagierte Arbeitsweise ermöglichte es mir bisher immer, mich in kürzester Zeit in neue Aufgabenbereiche schnell und sicher einzuarbeiten, das breite Themenspektrum das ich bei der Arbeit in den verschiedenen Redaktionen behandelte ist ein Beleg dafür.

Ich fühle mich in der Medienwelt zu Hause. Die Arbeit mit vielen unterschiedlichen Situationen und Menschen macht mir sehr viel Spass. An der herausfordernden Position in Ihrem Büro reizt mich, dass ich die Möglichkeit habe, Teil eines Teams zu sein, das spannende Geschichten schreibt. So bin ich nicht länger diejenige, die als außen Stehende nur darüber berichtet.
Meine Gehaltsvorstellungen liegen zwischen geld und geld Euro brutto im Jahr. Ich stehe Ihnen ab sofort zur Verfügung.

Konnte ich Ihr Interesse wecken? Dann freue ich mich auf eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.


Mit freundlichen Grüßen
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FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12148
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN »

In dem Satz mit der Stilsicherheit fehlt noch ein "ich"... aber ansonsten finde ich es auch alles prima so... ;-)
darklo
Beiträge: 12
Registriert: 07.11.2012, 21:02

Beitrag von darklo »

hallo mir ist noch was aufgefallen Spaß wird nicht mit ss geschrieben, sondern mit ß. Weiß aber nicht woher du bist, denn im österreichisch kann man Spass auch so schreiben.
arthur_schnitzler
Beiträge: 5
Registriert: 13.05.2014, 16:14

⇒ Anschreiben Volontariat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ☆

Beitrag von arthur_schnitzler »

Hi,

also, dann versuch ich mal, möglichst alles einzuhalten, damit mein Posting nicht gelöscht wird. Zu meiner Situation: Ich bin 30 Jahre alt, habe kürzlich mein Studium der Soziologie und Germanistik beendet, nebenbei regelmäßig im Print- und Zeitungsjournalismus und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einer Landtagsabgeordneten gearbeitet. Außerdem habe ich ein Praktikum in einer Social Media Abteilung absolviert (6 Monate, Abteilung Marktfoschung). Jetzt suche ich den Einstieg in die Kommunikation/PR über ein Volontariat, möglichst bei einem größeren Unternehmen, nicht unbedingt auf Agenturseite. Im Folgenden das letzte verschickte Anschreiben anonymisiert:


Bewerbung um die Stelle als Volontär für interne und externe Kommunikation

Datum rechtsbündig

Sehr geehrte Frau X,

Sie suchen jemanden, der langjährige Erfahrungen in der PR, interner Kommunikation und journalistischer Arbeit mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen Onlinekommunikation und Marketing verbindet. Ich suche die Möglichkeit, meine bisher erworbenen Kenntnisse in diesen Bereichen einsetzen und weiter ausbauen zu können. Gerne bewerbe ich mich darum auf das von Ihnen ausgeschriebene Volontariat. Mir ist es wichtig, einen Arbeitgeber zu finden, mit dessen Zielen ich mich identifizieren kann und dessen Produkte für die Kunden einen echten Wert haben. Gerade bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit muss man hinter dem stehen können was man sagt und tut. Die X als international erfolgreicher Xhersteller mit regionalen Wurzeln ist daher für mich genau das Unternehmen, bei dem ich mir meine berufliche Zukunft vorstellen kann.

Während meinem Studium der Soziologie (Schwerpunkte waren Organisationsforschung und innerbetriebliche Kommunikationsprozesse) und Germanistik an der Universität Tübingen war es mir stets wichtig, meinen Horizont nicht nur durch Praktika, sondern durch zum Teil langjährige Mitarbeit zu erweitern. So konnte ich im Rahmen meiner Arbeit für die Landtagsabgeordnete X sowohl Einblicke in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, als auch in die innerparteiliche Kommunikation und die Konzeption und Umsetzung von Veranstaltungen gewinnen. Im Zeitungs- und Radiojournalismus habe ich die „andere Seite“ kennen gelernt und mich dabei mit unterschiedlichsten Themenbereichen beschäftigt. Außerdem kann ich seit kurzem durch meine ehrenamtliche Arbeit in der Öffentlichkeitsarbeit des Xmagazins reichhaltige Erfahrungen im Bereich der Wissenschaftskommunikation sammeln. In all diesen Tätigkeiten geht es darum, nahe am Menschen zu sein und komplexe Themen für mein Publikum aufzubereiten. Das ist es worin ich gut bin und was ich mit Freude zu meinem Beruf machen würde.

Besonders reizvoll ist für mich dabei die Verbindung von klassischen PR-Instrumenten, interner Kommunikation und Onlinekommunikation. Während meiner Arbeit in der Marktforschungsabteilung einer Social Media Agentur habe ich viel über die Möglichkeiten eines Unternehmens gelernt, die sich durch die Kommunikation im Web 2.0 ergeben. Hier kann eine ganz neue Ebene der Kundeninteraktion entstehen. Doch diese muss zuerst hergestellt werden, Onlinekanäle richtig genutzt werden. Als Soziologe weiß ich, wie wichtig es für ein Unternehmen ist, sich hier einheitlich und glaubwürdig zu präsentieren – ganz wie in persönlichen Interaktionen. Mit Interesse habe ich beispielsweise die Geschichte der X auf Ihrer Homepage gelesen. Hier ist X nicht mehr nur AG, sondern wird persönlich greifbar, eine Bindung entsteht. In unserer zunehmend globalisierten Welt ist dies für ein Unternehmen von unschätzbarem Wert. Dies auf allen Ebenen der Kommunikation, bspw. auch in Sozialen Medien, fortzusetzen, scheint mir sehr wichtig. Hier meine bisherigen Erfahrungen einzubringen und die X und mich dabei weiterzubringen – „gefällt mir“!

In diesem Sinne würde es mich freuen, zum XX.XX.XXXX die Stelle als Volontär in ihrem Hause antreten zu können. Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, freue ich mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

X
Die konkreten Frage lauten - obwohl ich natürlich auch für eine allgemeine Bewertung sehr dankbar bin:

So ist das genau eine Seite - bin ich genug darauf eingegangen, wieso ich für dieses Unternehmen arbeiten will? Die Motivation ergibt sich quasi daraus, dass es eben zum einen international tätig ist, seine regionalen Wurzeln aber beibehält - das gefällt mir und das habe ich auch im Abschluss nochmal aufgegriffen. Außerdem finde ich gut, dass das Unternehmen fest in der industriellen Produktion verwurzelt ist, tatsächliche "Produkte" verkauft, eben nicht nur Schall und Rauch oder irgendwelchen Nonsens - eben Produkte mit echtem Wert für die Kunden, also auch Produkte für die ich später ruhigen Gewissens "einstehen" könnte. Die Frage ist, kommt das rüber, ist das glaubwürdig formuliert und gehe ich damit ausreichend auf die Firma ein? Ich habe ein wenig das Problem, dass ich schon denke - auch wenn man den Lebenslauf ja nicht 1:1 runterbeten soll - dass ich meine verschiedenen Tätigkeiten und was ich daraus für die Firma einbringen kann, schon auch im Anschreiben ansprechen muss. Außerdem möchte ich die Social Media Affinität als "besonderes" Kennzeichen gerne herausheben, einfach weil das auch so ein wenig mein "Steckenpferd" ist. Insgesamt habe ich dann aber ein wenig die Sorge, dass einzelne Teile, z. B. wieso gerade dieses Unternehmen, im gesamten zu kurz kommen.

Also, was meint Ihr zu diesem Anschreiben? Ich habe auch noch weitere, die ich euch gerne zeigen würde, mache ich dafür ein neues Thema auf oder kann ich die hier später anhängen?

Vielen Dank und Grüße
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TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12777
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide »

Auf während folgt der Genitiv.

Ich finde dein Anschreiben sehr gut, gerade auch Dinge, die ich bei anderen eher kritisiere, sind hier gut gelöst (Sie suchen - ich suche; gerne bewerbe ich mich). Dass das Produkt ein industriell gefertigtes ist, habe ich erst in deiner Erklärung so richtig mitbekommen, hier könntest du evtl. noch nachbessern. Deine bisherigen Erfahrungen hast du m.E. perfekt eingebracht.
arthur_schnitzler
Beiträge: 5
Registriert: 13.05.2014, 16:14

Beitrag von arthur_schnitzler »

...meines Studiums.

Wow, das freut mich grade sehr, dass es soweit klar geht.

Danke dafür...
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