Anschreiben zur Gesundheits- und Krankenpflegerin

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freizeichen
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Anschreiben zur Gesundheits- und Krankenpflegerin

Beitrag von freizeichen » 26.02.2010, 14:12

hallo ihr lieben, auch hier erst einmal ein riesen dankeschön an all die guten ratschläge zu den vielen foren beiträgen. das ganze hat mir schon mal eine riesen hilfestelle gegeben, dennoch bin ich mir mit meinem anschreiben sehr unsicher und würde mich freuen, wenn ihr einmal rüberschauen könntet.

also erst einmal zu meiner person, ich bin mitlerweile 23 jahre alt und möchte nun noch einmal eine ausbildung beginnen. ich habe nach meinen realschulabschluss eine schulische ausbildung zur technischen zeichnerin gemacht und danach ein jahr fachhochschulreife rangehängt. dann entschloss ich mich zu einem architekturstudium und habe es auch letzten sommer recht gut bestanden, also den bachelor. dennoch war ich während meines studiums nie so recht zufrieden, es war einfach nicht dass, was ich mein ganzes leben machen wollte. ich denke es war dann doch eher ein hobby. während meines studiums und auch schon vorher habe ich mich meiner zweiten leidenschaft gewidmet und in den ferien/semsterferien praktikas oder ehrenamtliche arbeiten in kindergärten und ferienlager gemacht. um mich erst einmal neu zu orientieren und herrauszufinden was ich wirklich möchte mache ich momentan ein jahr au pair in england. mein großer wunsch wäre es jetzt als quereinsteiger eine ausbildung im sozialen bereich zu machen und besonders interessiert mich dabei gesundheits- und kranken bzw. kinderkrankenpflegerin. ich mag den umgang mit menschen, ihnen zu helfen und ihnen in wichtigen lebenssituationen beizustehen .
ich weiß, dass ich es wohl etwas schwer haben werde, da ich überhaupt keine erfahrungen in dem bereich nachweisen kann, dennnoch möchte ich es probieren, um später nichts zu bereuen.


Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ab September 2010


Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive bin und Ihr Klinikum als eine sehr gute Ausbildungsstelle gilt, möchte ich mich Ihnen vorstellen.

Im Sommer 2009 habe ich mein Architekturstudium mit dem Bachelor- Abschluss beendet und mich daraufhin entschieden für ein Jahr als Au pair, zur beruflichen Neuorientierung, ins Ausland zu gehen.
Dieser Aufenthalt gibt mir nicht nur die Möglichkeit meine sprachlichen Kenntnisse zu verbessern, sondern auch eine andere Kultur und Mentalität kennenzulernen. Ich denke dass genau diese Punkte, sich mit vielen unterschiedlichen Menschen auseinanderzusetzen, sie verstehen und ihnen zu helfen, eine wichtige Rolle in dem Beruf als Gesundheits- und Krankenpflegerin darstellt.
Während meines Studiums hat mir der persönliche Kontakt zum Menschen und die Praxis im Beruf gefehlt, dennoch habe ich festgestellt das ich Durchhaltevermögen und großen Ehrgeiz vorweisen kann.
Es ist mein Anliegen, möglichst vielen Menschen durch meine Arbeit zu helfen, so dass die enge Zusammenarbeit mit Menschen Hauptbestandteil meiner zukünftigen Berufstätigkeit werden sollte. Ihnen in schwierigen Situationen beizustehen und sie bei allen Entscheidungen zu unterstützen liegt mir dabei sehr am Herzen. Das Berufsbild einer Gesundheits- und Krankenpflegerin ist breit gefächert und bietet jeden Tag neue und spannende Herausforderungen, denen ich mich gerne stellen würde.
Zu meinen Stärken gehören unter anderem Einfühlungsvermögen, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit, welche ich in meiner Au pair Tätigkeit und den Ferienbetreuungen unter Beweis stellen konnte.
Ich gehe offen und ohne Vorurteile auf Menschen zu und bin der Meinung, dass ich aufgrund meiner sozialen Einstellung für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin bestens geeignet bin.

Sollte ich Interesse an meiner Person geweckt haben, würde ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen



XXX


ich bin ziemlich am verzweifeln, der anfang ist ziemlich schwimmig und einen roten faden sehe ich auch nicht richtig, aber vielleicht könnt ihr mir ja trotzdem ein wenig weiterhelfen. danke schon mal

freizeichen
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Beitrag von freizeichen » 26.02.2010, 20:49

ist es so hoffnungslos ja, oh je....

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 28.02.2010, 11:39

Hallo freizeichen!

Zunächst einmal: Hut ab vor Deinem Werdegang! Ich finde es (mal ganz abgesehen von Deiner "wahren" Berufung) zunächst einmal toll, was Du Dir Schritt für Schritt erarbeitet hast! Insofern kann von "Hoffnungslosigkeit" im Allgemeinen sicher keine Rede sein...

Was mich trotzdem nachdenklich stimmt, sind zwei Dinge: Erstens klingt es ungewöhnlich (und aus Sicht eines Arbeitgebers tendenzielll verdächtig), dass jemand, dessen bisheriger Werdegang eine einzige "Aufstiegsgeschichte" darstellt, plötzlich ohne Not so deutlich "zurückstecken" möchte. Du bewirbst Dich nun als Absolventin eines Studiums um einen Job, für den m. W. überhaupt keine Zugangsvoraussetzungen bestehen. Siehst Du keine Möglichkeiten sozialer Tätigkeiten auf "Deinem" Niveau?

Damit zusammenhängend Punkt 2: Krankenpflege ist schon etwas Kindergarten und Ferienlager... mít z. T. schon relativ deutlich anderen Anforderungen. Ist Dir das bewusst? Ich frage das auch deshalb, weil Du auf gerade diese krankenspezifischen Aspekte überhaupt nicht eingehst. Zufall?

freizeichen
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Beitrag von freizeichen » 01.03.2010, 23:21

hallo FRAGEN, erst einmal vielen dank für deine antwort und natürlich für das kompliment. da bin ich ja beruhigt, dass es nun doch nicht ganz hoffnungslos ist.

ja da hast du schon recht, ich habe mein studium beendet und will nun noch mal von ganz vorne anfangen. ich habe mich auch schon gefragt, ob ich dafür nicht schon zu alt bin ;) aber ich denke das ist wohl mein kleinstes problem, schließlich fangen andere noch viel später mit einem neuanfang an. dennoch würde ich unheimlich gerne diese ausbildung machen, ich gehe lieber noch einmal drei jahre zur schule und fang von vorne an, hab dann aber etwas fürs leben, das mich glücklich macht, als mein studium weiter zu machen und zu wissen, dass es nichts für mich ist. und etwas auf meinem niveau :) hab ich leider auch nicht gefunden, mir ist zumindest nichts aufgefallen, was ähnlich ist und mir mein abschluss weiterhelfen würde. studieren möchte ich erst einmal nicht mehr, ich möchte nun endlich einmal etwas handfestes machen und alles gleich in die praxis umsetzen.

und zum letzten punkt, es ist mir schon bewusst, dass es komplett andere anforderungen sind im einen ferienlager zu arbeiten, als in einem krankenhaus zu arbeiten. da ich ja aber leider keinerlei vorerfahrungen habe, wollte ich einfach mit reinbringen, dass ich wenigstens im sozialen bereich schon ein wenig erfahrungen habe. wenigstens in ein paar punkten stimmt es ja in beiden überein, so z.b. geduld, einfühlungsvermögen, organisation. das sind halt schon dinge, die ich auch immer anwenden musste. und zur zeit versuche ich hier in london noch ein kleines praktikum nebenbei zu bekommen, dass ich wenigstens ein wenig einblick in den krankenhaus ablauf bekomme. es wären wahrscheinlich nicht viele stunden insegsamt, da ich ja nebenbei noch arbeite, aber ich hoffe, dass es klappt und mir einen überblick verschaft.

achso, ich hatte mein anschreiben noch ein wenig umgestellt und den satz "das mich der medizinische aspekt der ausbildung sehr interessiert" mit reingenommen und zum schluss habe ich noch geschrieben, dass "Da ich im medizinischen Bereich leider noch keinerlei Vorbildung habe, würde ich mich auch gerne vorab für ein Praktikum ab August zur Verfügung stellen."

ja so sieht es momentan aus. liebe grüße :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 02.03.2010, 22:48

Wenn man den ersten Beitrag so liest, dann wären solche Berufe wie Heilerziehungspflegerin, Logopädin oder Ergotherapeutin naheliegender.

Wirklich helfen kann man als Krankenschwester den Patienten im Krankenhaus nicht. :(

freizeichen
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Beitrag von freizeichen » 10.03.2010, 11:38

hu hu, ich noch mal. vielleicht könntet ihr jetzt noch einmal drüber lesen. es wird irgendwie immer länger und passt leider auch nicht mehr auf eine seite, vielleicht könnt ihr ja als außenstehende mal sagen, was vielleicht nicht so wichtig ist. vielen dank :)

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin ab November 2010


Sehr geehrte Frau XXX, sehr geehrte Frau XXX,

da ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive bin und Ihr Klinikum als eine sehr gute Ausbildungsstelle gilt, möchte ich mich Ihnen vorstellen.

Es ist mein Anliegen, möglichst vielen Menschen durch meine Arbeit zu helfen, so dass die enge Zusammenarbeit mit Menschen Hauptbestandteil meiner zukünftigen Berufstätigkeit werden soll.

................

Knightley
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Beitrag von Knightley » 11.03.2010, 16:28

Das mit den Nachvorlesungen kann eigentlich raus. Im 2. Absatz habe ich einen weiteren Satz weggenommen:
Sehr geehrte Frau XXX, sehr geehrte Frau XXX,

da ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive bin und Ihr Klinikum als eine sehr gute Ausbildungsstelle gilt, möchte ich mich Ihnen vorstellen.

Es ist mein Anliegen, möglichst vielen Menschen durch meine Arbeit zu helfen, so dass die enge Zusammenarbeit mit Menschen Hauptbestandteil meiner zukünftigen Berufstätigkeit werden soll. Besonders den Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen und ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, finde ich dabei wichtig. Genauso interessant und spannend finde ich den medizinischen Aspekt der Ausbildung. Das Berufsbild einer Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin ist breit gefächert und bietet jeden Tag neue und spannende Herausforderungen, denen ich mich gerne stellen würde.

Im Sommer 2009 habe ich mein Architekturstudium mit dem Bachelor-Abschluss beendet, und mich daraufhin entschieden, für ein Jahr als Au-pair, zur beruflichen Neuorientierung, ins Ausland zu gehen. Während meines Studiums habe ich schon früh bemerkt, dass mir der persönliche Kontakt zum Menschen und die Praxis gänzlich fehlen, dennoch habe ich Durchhaltevermögen und großen Ehrgeiz vorweisen können. Der Au-pair-Aufenthalt gibt mir nicht nur die Möglichkeit, meine sprachlichen Kenntnisse zu verbessern, sondern auch eine andere Kultur und Mentalität kennenzulernen. Ein Kind ein ganzes Jahr zu begleiten, es zu fördern und anzuleiten, ist nicht immer einfach, aber bereitet mir jeden Tag wieder große Freude.

Zu meinen Stärken gehören unter anderem Einfühlungsvermögen, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit, welche ich in meiner Au-pair-Tätigkeit und den Ferienbetreuungen unter Beweis stellen konnte. Ich gehe offen und ohne Vorurteile auf Menschen zu und bin der Meinung, dass ich aufgrund meiner sozialen Einstellung für den Beruf bestens geeignet bin. Da ich im medizinischen Bereich leider noch keinerlei Vorbildung habe, würde ich mich auch gerne vorab für ein Praktikum ab August zur Verfügung stellen.

Sollte ich Interesse an meiner Person geweckt haben, würde ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

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