Ueberall und besonders Im technisch-handwerklichen Bereich und Industrieberufen wird seit Jahren lautstark ueber den Fachkraeftemangel geklagt und ueber den starken Personalabgang der Babyboomer gejammert. Gleichzeitig spueren immer mehr Aeltere die Vorbehalte ihnen gegenueber, der sich wie latenter Altersrassimus anfuehlt.
Anbei empfiehlt die Rentenkommission, dass wir kuenftig bitte bis 70 oder darueber hinaus arbeiten sollen - nur wie wird verschwiegen. Brauchen wir eine genaue Definition des Grad der Altersbehinderung (GdAb) mit entsprechenden Quoten in den Betrieben? Also diejehnigen, die die Quote nicht erfuellen zahlen eine Abgabe in einen Topf ein, von dehnen die diese ueberfuellen eine Unterstuetzung bekommen, um auch die Arbeitsplaetze entsprechend herrichten zu koennen, damit die AN tatsaechlich in der Lage waeren,bis 70 zu abeiten?
Dies stelle ich hier mal zu Diskussion.
Denn ohne eine Reform des Arbeitsmarktes, wo aeltern AN auch die Moeglichkeit zu Teilhabe am
auskoemmlichen Erwebsleben gegeben wird, bleibt die Rentenreform in Wahrheit eine Rentenkuezung!
Modulierte Berechnungsformel fuer Einstellungshemmnisse (Grad der Altersbehinderung) aelterer Personen ab 45 Jahren ggue. einem identisch qualifizierten 30-jaehrigen
GdAb eines AN(a) gegenueber eines identisch qualifizierten 30-jaerigen hat geschrieben:
- Arbeitsbereich: . . . . . . .Formel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurzbegruendung
IT / Digital . . . . . . . . . . GdAb(a) =100/(1+e^(-0.45(a-48))) . . Sehr frueher und steiler Anstieg durch
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . hohe Technologiezyklen, Substitution
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . und schnelle Abloesung aelterer Systeme.
Technische Industrie . . . . GdAb(a)=100/(1+e^(-0.30(a-54))) . . .Spaeterer, aber weiterhin steiler Anstieg
/ MINT-Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . durch hohe IT-Durchdringung,
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Spezialisierung und Prozesslastigkeit.
Handwerklich-technische . GdAb(a)=90/(1+e^{-0.30(a-50)}) . . . Frueherer Anstieg durch koerperliche
Berufe (HT) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Belastung und Industrialisierung des
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Bauens; gedaempft durch Fachkraeftemangel.
Soziale Betreuung / . . . . . GdAb(a)=80/(1+e^(-0.18(a-53))) . . . Flacher Verlauf. Soziale Kompetenz
Pflege Betreuung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . wirkt positiv, koerperliche und
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . psychische Belastungen wirken negativ.
Gesundheit / medizinisch- .GdAb(a)=70/(1+e^(-0.20(a-55))) . . . Wissens‑ und erfahrungsorientiert;
technische Berufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . moderater Altersanstieg, koerperliche
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Belastung je nach Taetigkeit unterschiedlich.
Gesundheit / koerperlich . . GdAb(a)=90/(1+e^(-0.30(a-50))) . . . Hohe koerperliche Belastung,
belastende Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schichtdienst, Heben/Transfer von Patienten,
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . steiler Anstieg der Altershemmnisse.