Arbeiter Arbeitszeugnis bewerten

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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mokaka111
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Arbeiter Arbeitszeugnis bewerten

Beitrag von mokaka111 » 02.11.2011, 14:00

Hallo zusammen,

diesmal geht es mir nicht um ein Bewerbungsanschreiben. Die "kann" ich inzwischen wohl ganz gut. Zumindest sind die potentiellen AG der Leute in meiner Umgebung immer ganz angetan von dem, was ich mit den Leuten erarbeitet habe.

Heute habe ich das Zeugnis meines Mannes hier liegen und bitte Euch um eine Bewertung. Ich habe mir da zwar schon einige Gedanke zu gemacht, möchte Euch in Eurer Bewertung aber nicht beeinflussen. 8)


Zeugnis


Herr Mustermann, geb. am 20.02.1900, wohnhaft Musterstraße 1, 12345 Musterhausen, war in der Zeit vom 05. Juli 2006 bis 22. September 2011 in unserem Unternehmen als Arbeiter beschäfigt.

Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage. Außerdem hat er den Schlossern bei den Reparaturen geholfen sowie kleinere Wartungsarbeiten selber erledigt. Durch seine kooperative Art und sorgfältige Arbeitsweise hat er die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

Wir haben Herrn Mustermann als sehr einsatzfreudigen und belastbaren Mitarbeiter kennen gelernt und waren mit seinen Leistungen voll und ganz zufrieden.

Das korrekte Verhalten und Auftreten bei seinen Vorgesetzten und Kollegen wurde sehr geschätzt.

Herr Mustermann verlässt uns auf eigenen Wunsch.

Wir danken Herrn Mustermann für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen




Musterfirma
Musterort, den 22. September 2011


i.A. Unterschrift
Also, wie schauts aus, was sagt Ihr dazu?

LG
Mokaka

mokaka111
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Beitrag von mokaka111 » 03.11.2011, 12:00

Schon so viele Leute haben geschaut aber keiner hat eine Meinung dazu?

Ihr braucht es ja nicht alles einzeln auseinander zu nehmen und zu bewerten. Ich hätte eigentlich nur gerne Eure Meinung zu Verbesserungsmöglichkeiten und Eurem Gesamteindruck.

Ich finde, insgesamt ist es ca. eine 2,5. Wie seht Ihr das?

DasBewerbungsTeam
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Beitrag von DasBewerbungsTeam » 03.11.2011, 22:05

Hallo mokaka111,

ich halte Deine Einschätzung für etwas zu pessimistisch.
Herr Mustermann, geb. am 20.02.1900, wohnhaft Musterstraße 1, 12345 Musterhausen, war in der Zeit vom 05. Juli 2006 bis 22. September 2011 in unserem Unternehmen als Arbeiter beschäfigt.
formal okay
Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage. Außerdem hat er den Schlossern bei den Reparaturen geholfen sowie kleinere Wartungsarbeiten selber erledigt. Durch seine kooperative Art und sorgfältige Arbeitsweise hat er die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
Ist diese Aufzählung vollständig?
Wir haben Herrn Mustermann als sehr einsatzfreudigen und belastbaren Mitarbeiter kennen gelernt und waren mit seinen Leistungen voll und ganz zufrieden.
= 2

Das korrekte Verhalten und Auftreten bei seinen Vorgesetzten und Kollegen wurde sehr geschätzt.
= 2
Herr Mustermann verlässt uns auf eigenen Wunsch.
Wir danken Herrn Mustermann für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.
= 3

Ich denke, dass es sich um einen relativ kleinen Betrieb handelt und dieses Zeugnis von jemandem geschrieben worden ist, der das nicht sehr oft tut.

Daher wird an anderer Stelle niemand mit einem Profizeugnis rechnen und, wenn eines käme, wohl eher irritiert sein.

Das Zeugnis Deines Mannes ist in seiner Gesamtstruktur sehr einfach, aber aussagekräftig.

Es wird ihm bei seinen weiteren Bewerbungsbemühungen keine Steine in den Weg legen.

Und das ist ja schlussendlich, was zählt.

Gruß

Andreas J. Weber

mokaka111
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Beitrag von mokaka111 » 04.11.2011, 13:02

Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage.
Ich dachte da eher an
Seine Aufgabe auf der Halde war die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage.
Sooooo klein ist die Firma nicht. Auf der Halde arbeiten ca. 20 Leute, in der Spedition ca. 50, im Büro ca. 10 und im Nachbarort nochmal ca. 20. Zusammen mit den insgesamt 10 überall tätigen Elektrikern, Schlossern u. ä. wäre ich dann bei ca. 110 Mitarbeitern. Zählt das zu klein oder mittel?

Allerdings ist der Personaler ein Franzose. Zwar mit guten Deutschkenntnissen, aber eben nicht mit herausragenden.

Aber ein 2er-Zeugnis liest sich schonmal gut. Die früheren liegen eher so bei 3-4..... :oops:

DasBewerbungsTeam
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Beitrag von DasBewerbungsTeam » 04.11.2011, 20:32

Hallo Mokaka111,

naja .. eigentlich zählt das bereits zu der Betriebsgröße, bei der ich professionellere Zeugnisse erwarte. Aber der Hinweis auf einen französischen Chef kann auch einiges erklären.

Die deutsche Zeugnissprache ist für einen Fremdsprachler zweifellos eine enorme Herausforderung.

Ich finde es etwas schade, dass er sich für ein so wichtiges Thema keine Unterstützung holt.

Gäbe es denn die Möglichkeit zur Nachbesserung?

Das schlicht falsche Deutsch in Deinem Zitat wäre doch schon mal ein Ansatz.

Gruß

Andreas J. Weber

Kroschka
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Beitrag von Kroschka » 04.11.2011, 22:42

Hallo mokaka111
Umfasste ist schon ok aber ich sehe es sonst genau so wie Herr Andreas J. Weber. Das Zeugnis soll geändert werden.
Zbs.:
wohnhaft Musterstraße 1, 12345 Musterhausen
muss raus.
als Arbeiter beschäfigt
gibst keine andere Bezeichnung als Arbeiter? Und war tätig klingt besser.
Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste

Ok, dann soll sein Ausgabengebiet aufgezählt werden.

....Absatz...

erst später kommt Leistungbeurteilung.
Herr Mustermann verlässt uns auf eigenen Wunsch.

Wir danken Herrn Mustermann für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.
Kein Absatz.

Herr Mustermann verlässt uns auf eigenen Wunsch was wir sehr bedauern. Wir danken Herrn Mustermann für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm auf dem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Wenn dein Mann es freundlich fragt, bekommt der vielleicht eine Möglichkeit selbst ein Zeugnis zu schreiben.
Melde dich dann wieder. :wink:

mokaka111
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Beitrag von mokaka111 » 05.11.2011, 12:07

Danke Ihr beiden.

Das Zeugnis zu ändern dürfte kein Problem sein. Das ist ja schon die Zweitfassung. Monsieur l.T. meinte beim Telefonat dazu: "Frau K. und ich waren uns nicht so sicher, wie wir das am besten schreiben. Aber die Frau O. wird sich bestimmt melden, wenn was geändert werden soll. :-)"

Das erste sah so aus:

Zeugnis


Herr Mustermann, geb. am 20.02.1900, wohnhaft Musterstraße 1, 12345 Musterhausen, war in der Zeit vom 05. Juli 2006 bis 22. September 2011 in unserem Unternehmen als Arbeiter beschäftigt.

Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage. Durch seine kooperative Art und sorgfältige Arbeitsweise hat er die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

Wir haben Herrn Mustermann als sehr einsatzfreudigen und belastbaren Mitarbeiter kennen gelernt und waren mit seinen Leistungen voll und ganz zufrieden.

Wir danken Herrn Mustermann für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen




Musterfirma
Musterort, den 17. Okt. 2011


i.A. Unterschrift
Ich habe hier in unserer Region noch kein Arbeitszeugnis ohne Adresse gesehen. Ich denke, wenn wir die rausnehmen lassen, wirkt das eher nach schlechter Gegend, als wenn wir unsere "gute" Gegend drinstehen lassen.

Für die Tätigkeit gibt es keine Berufsbezeichnung, die wirklich passt. Maschinenbediener passt nicht richtig, weil ja die Sortierung im Vordergrund steht. Das Bedienen beschränkt sich auf 2 Geschwindigkeiten für die Bänder und AN/AUS. Ist das überhaupt eine "richtige" Bezeichnung? Maschinenführer ist doch mit bestimmten Qualifikationen verbunden. Oder? Außerdem passt es eh nicht, weil Sortierung...

Naja, der "Chef" der Personalabteilung ist Franzose, der Firmenchef schon Deutscher. Monsieur l.T. arbeitet ganztags, Frau K. Teilzeit. Das war auch schon die ganze Abteilung. Und eine Änderung dürfte wirklich kein Problem sein. Reine Umformulierungen hätte er auch direkt ohne "Erlaubnis" vom Chef geändert. Aber die erweiterten Tätigkeiten hat er dann doch lieber abgesprochen. War ja kein Problem.

Ich habe nochmal meinen Mann gefragt, ob das wirklich alle Tätigkeiten waren. Naja, ab und zu musste er -wie alle anderen auf der Halde auch- Tennismehl absacken und auf Paletten stapeln. Aber weil es nur so 2-4 Wochen insgesamt im Jahr waren, sieht er es nicht als erwähnenswert an.

Was haltet Ihr von
Sein Aufgabenbereich auf der Halde war die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage. Außerdem half er den Schlossern bei Reparaturen und erledigte kleinere Wartungsarbeiten selbstständig.

Durch seine kooperative Art und sorgfältige Arbeitsweise hat er die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
?

P.Raab
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Beitrag von P.Raab » 05.11.2011, 16:23

Hallo Mokaka,
mokaka111 hat geschrieben: Ich habe hier in unserer Region noch kein Arbeitszeugnis ohne Adresse gesehen. Ich denke, wenn wir die rausnehmen lassen, wirkt das eher nach schlechter Gegend, als wenn wir unsere "gute" Gegend drinstehen lassen.
Das hat nichts mit gute Gegend/schlechte Gegend zu tun, viel mehr geht es darum dass das Benennen der Adresse des ausscheidenden Mitarbeiters als Hinweis auf ein anhängiges Arbeitsrechtverfahrens verstanden werden kann. Diese Unterstellung kann im Übrigen auch durch das späte Ausstellungsdatum mitgetragen werden.

Ansonsten sollte sich dieses Zeugnis an der für Arbeitszeugnisse üblichen Schreibweise orientieren, das Unternehmen ist groß genug als dass der Leser dies erwarten kann, die Herkunft des Personalers ist unerheblich.
mokaka111 hat geschrieben:

Zeugnis


Herr Mustermann, geb. am 20.02.1900, wohnhaft Musterstraße 1, 12345 Musterhausen, war in der Zeit vom 05. Juli 2006 bis 22. September 2011 in unserem Unternehmen als Arbeiter beschäfigt.
Unschöner Einstieg, "beschäftigt" verwendet man üblicherweise bei wenig initiativen Mitarbeitern.
mokaka111 hat geschrieben: Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage. Außerdem hat er den Schlossern bei den Reparaturen geholfen sowie kleinere Wartungsarbeiten selber erledigt. Durch seine kooperative Art und sorgfältige Arbeitsweise hat er die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
Es ist es durchaus von Vorteil auch eher selten ausgeführte Tätigkeiten (hier 4 Wochen/Jahr) anzuführen.
mokaka111 hat geschrieben: Wir haben Herrn Mustermann als sehr einsatzfreudigen und belastbaren Mitarbeiter kennen gelernt und waren mit seinen Leistungen voll und ganz zufrieden.
Eine sehr kurze, unvollständige und darum ungute Beurteilung. Bedenke dass jeder relevante Aspekt der keine positiv Würdigung erfährt als nicht erwähnenswert = schlecht Beurteilt wird.
mokaka111 hat geschrieben: Das korrekte Verhalten und Auftreten bei seinen Vorgesetzten und Kollegen wurde sehr geschätzt.
Das "bei" klingt merkwürdig.
mokaka111 hat geschrieben: Herr Mustermann verlässt uns auf eigenen Wunsch.

Wir danken Herrn Mustermann für seine engagierte Mitarbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.
Was nicht bedauert wird?
mokaka111 hat geschrieben:Mit freundlichen Grüßen
Die haben hier nun wirklich überhaupt nichts verloren. ;)
mokaka111 hat geschrieben:

Musterfirma
Musterort, den 22. September 2011


i.A. Unterschrift



Fakt ist dass man deinem Mann ein gutes Zeugnis ausstellen möchte, dies aber nicht umsetzen kann. Warum lasst ihr denn dann den Zeugnistext nicht professionell erstellen?

Kroschka
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Beitrag von Kroschka » 05.11.2011, 22:31

P.Raab hat geschrieben:Fakt ist dass man deinem Mann ein gutes Zeugnis ausstellen möchte, dies aber nicht umsetzen kann. Warum lasst ihr denn dann den Zeugnistext nicht professionell erstellen?
Und was fehlt noch P.Raab ?...ich sag es dir : :D
Wenn dir diese Möglichkeit eingeräumt wird -und davon gehe ich aus- dann nutze diese Chance zu deinem Vorteil und investiere in die Arbeit eines, auf das Erstellen von Arbeitszeugnissen spezialisierten Ghostwriter. So bist du dann auf der sicheren Seite und erhältst ein fachgerecht und nach gängiger Schreibweise erstelltes, deinem beruflichen fortkommen dienliches, qualifiziertes Zeugnis.

Wenn du möchtest kannst du mich in diesem Zusammenhang gerne direkt per E- Mail, unter Ghostwriter N.:1 @online.de kontaktieren.

mokaka111
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Beitrag von mokaka111 » 06.11.2011, 16:20

@ P.Raab: Seltsamerweise steht nur in dem einen Zeugnis, bei dem es einen Arbeitsrechtsstreit gab, die Adresse nicht mit drin. Aber es ist sicher absolut kein Problem, die rausnehmen zu lassen. Das Ausstellungsdatum ist in der neueren Version ja schon auf den letzten Arbeitstag geändert worden.

Die Erklärung zum Personaler war ja auch eher für Euch gedacht.

Naja, "beschäftigt" war er bis jetzt laut jedem Arbeitszeugnis. Und er "führte die ihm übertragenen Arbeiten mit großem Eifer, selbständig und zu unserer vollen/vollsten (je nach Arbeitgeber) Zufriedenheit aus". Er hatte allerdings auch kaum Möglichkeiten, Initiative zu zeigen in den Bereichen, in denen er gearbeitet hat.

Was sollte ausser Kooperation, Sorgfalt, Einsatzfreude und Belastbarkeit denn noch beurteilt werden, damit das Bild stimmt?

Fakt ist aber leider auch, dass wir uns die professionelle Erstellung nicht leisten können und der Chef sie sich garantiert nicht leisten will.

Kroschka
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Beitrag von Kroschka » 07.11.2011, 08:20

mokaka111 hat geschrieben:Was sollte ausser Kooperation, Sorgfalt, Einsatzfreude und Belastbarkeit denn noch beurteilt werden, damit das Bild stimmt?
*Arbeitsbereitschaft (Wollen)
Identifikation, Engagement, Initiative, Dynamik, Elan, Pflichtbewusstsein, Zielstrebigkeit, Energie, Fleiß, Interesse, Einsatzwille, Mehrarbeit
*Arbeitsbefähigung (Können)
Ausdauer, Belastbarkeit, Flexibilität, Stressstabilität, Optimismus, Auffassungsgabe, Denkvermögen, Urteilsvermögen, Konzentration, Organisationstalent, Kreativität
*Fertigkeiten, Fachkenntnisse und Weiterbildung (Wissen)
Inhalt, Aktualität, Umfang, Tiefe, Anwendung, Nutzen / Eigeninitiative der Weiterbildung, Bildungserfolg, Zertifikate
*Arbeitsweise und Arbeitsstil
Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Planung, Systematik, Methodik, Sicherheit, Sauberkeit, Hygiene
*Arbeitserfolg und Ergebnisse
Qualität, Verwertbarkeit, Quantität, Tempo, Intensität, Produktivität, Umsatz, Rendite, Termintreue, Zielerreichung, Sollerfüllung
*Konkrete herausragende Arbeitserfolge
Beschreibung besonderer Erfolge

mokaka111
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Beitrag von mokaka111 » 07.11.2011, 10:27

Danke schön, Kroschka.

Ich muss mir das mal in Ruhe genauer anschauen. Aber auf den ersten Blick sehe ich da kaum etwas, das auf diese Stelle passen würde.

*Arbeitsbereitschaft (Wollen)
Pflichtbewußtsein, Fleiß, Einsatzwille, Mehrarbeit


Es ist stupide Arbeit und ich glaube, mein Mann hat da eher Pflichterfüllung als Fleiß walten lassen. Aber das ist für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Ist es nicht negativ, wenn solche Sachen als vorhanden bewertet werden?

Einsatzwille ist ja erwähnt.

Mehrarbeit hat er so gut wie nie gemacht. Falls er mal vom Chef gefragt wurde, hat er aber schon samstags gearbeitet. Wegen unserer kleinen Kinder und weil die Anlage aufgrund der Lautstärke samstags nur im absoluten Ausnahmefall läuft, ist das aber so gut wie nie vorgekommen.


*Arbeitsbefähigung (Können)
Ausdauer, Belastbarkeit, Stressstabilität, Konzentration


Er hat täglich 9,5 h reine Arbeitszeit gehabt. Und diesen Job so lange durchgezogen. Zählt das als Ausdauer?

Belsatbarkeit ist ja wieder erwähnt.

Zu Hochbetriebszeiten hat er weiterhin seine Arbeit sorgfältig gemacht. Zählt das als Streßstabilität?

Nunja, es ist halt ständige Aufmerksamkeit auf ein und dieselbe Sache erforderlich bei dieser Tätigkeit. Ich denke, da muss man sich schon ganz schön konzentrieren können.


*Fertigkeiten, Fachkenntnisse und Weiterbildung (Wissen)

Da gab es nix.


*Arbeitsweise und Arbeitsstil
Selbständigkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Sicherheit


Ist mit Sicherheit die Einhaltung der Arbeitssicherheit gemeint?

Sorgfalt ist ebenfalls erwähnt.

Zuverlässigkeit empfinde ich wieder als selbstverständlich.

Selbständigkeit? Naja, er ist halt kurz eingearbeitet worden und hat ab da alleine die komplette Anlage gefahren inkl. Sortierung und grobem Säubern der Anlage.


*Arbeitserfolg und Ergebnisse
Quantität, Tempo


Hingen beide von der Qualität des angelieferten Bauschutts ab.


*Konkrete herausragende Arbeitserfolge

Wieder nix.


Ein paar Dinge sind es ja doch geworden. :-)

Kroschka
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Beitrag von Kroschka » 07.11.2011, 13:12

Ein paar Dinge sind es ja doch geworden. :)
Gut! :D
Da du dir Profi nicht leisten kannst habe ich versucht eins zu schreiben aber ob es so zu dein Mann passt muss du selbst schauen. Du kannst natürlich was streichen. Tätigkeitsbeschreibung gefällt mir überhaupt nicht aber ich habe auch Plan wie man es besser umschreiben könnte.

Herr Mustermann, geb. am 20.02.1900, war in der Zeit vom 05. Juli 2006 bis 22. September 2011 in unserem Unternehmen als Arbeiter tätig.

Seine Aufgabenbereiche auf der Halde umfasste die Sortierung von Bauschutt an der Brecheranlage. Außerdem hat er den Schlossern bei den Reparaturen geholfen sowie kleinere Wartungsarbeiten selber erledigt.

Wir haben Herrn XXX als ein sehr einsatzfreudigen und eigenverantwortlich arbeitenden Mitarbeiter kennen gelernt. Aufgrund seiner sehr guten Auffassungsgabe arbeitete er sich schnell und erfolgreich in neue Aufgaben ein. Seine Arbeitsweise war jederzeit sehr gut geplant, zügig und ergebnisorientiert. Besonders zeichnete er sich durch überdurchschnittliche Belastbarkeit und Initiative aus. Die Qualität und Quantität seiner Arbeitsergebnisse lag, auch bei schwierigen Aufgaben und bei Termindruck, weit über den Anforderungen. Herr XXX führte alle Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus.

Wir erlebten Herr XXX als einen loyalen und höchst engagierten Mitarbeiter, der sich sehr gut im Team integrierte. Er wurde von Vorgesetzten und Kollegen als fleißiger und freundlicher Mitarbeiter sehr geschätzt. Sein Verhalten war jederzeit vorbildlich.

Herr XXX hat das Arbeitsverhältnis fristgerecht zum XY gekündigt, um sich einer neuen Aufgabe zu stellen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr, da wir einen sehr guten Mitarbeiter verlieren. Wir danken Herrn XXX für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm auf seinem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

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Beitrag von mokaka111 » 09.11.2011, 09:02

Danke für Deine Hilfe.

Aber das Zeugnis geht leider meilenweit an der Realität vorbei. Es ist eine gaaaaanz einfach Anlerntätigkeit für Helfer gewesen. Wenn man die nach kurzem Zeigen nicht verstanden hat, dann ist man wirklich jenseits von Gut und Böse. Und das Band hat nur 2 Geschwindigkeiten, also kann er auch nicht weit über irgendwelchen Anforderungen liegen. Es gab kein Team zum Integrieren. Und planbar war bei der Arbeitsweise höchstens, dass er erst den Generator anmacht, bevor er den Brecher anstellt. Das einzig ergebnisorientierte war, dass vorne Bauschutt reinkommt und hinten Recycling-Schotter raus. *mirfehltder :keine_ahnung: Smiley*

Trotzdem Danke für alle Eure Gedanken und Mühen!

Jetzt muss er erstmal mit diesem Zeugnis zu einem Vorstellungsgespräch. Denn bis Montag bekommen wir es nicht mehr geändert. Aber ich werde mir mal Gedanken über eine verbesserte Tätigkeitsbeschreibung machen. Ich denke, das würde das Zeugnis schon mal aufwerten.

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