Arbeitgeber verweigert Urlaub für Vorstellungsgespräch

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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Diana2009
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Arbeitgeber verweigert Urlaub für Vorstellungsgespräch

Beitrag von Diana2009 » 27.02.2011, 19:31

Hallo zusammen,
eine Freundin sitzt gerade hier bei mir zu Hause und hat ein riesen Problem. Sie ist in ihrem aktuellen Job sehr unglücklich und auf der Suche nach etwas neuem. Nun hat es endlich mit einem Termin für ein Bewerbungsgespräch geklappt, das Unternehmen hat ihr sogar mehrere mögliche Termine genannt, aber leider liegen alle während ihrer Arbeitszeit. Aktueller Arbeitgeber weiß nicht und soll auch nicht wissen, dass sie etwas neues sucht, er würde ihr wenn er es wüsste alle nur möglichen Steine in den Weg legen.
Sie hat nun für einen Tag Uralub eingereicht, was abgelehnt wurde, da "die Abteilung momentan sehr viel Arbeit zu erledigen hat und jeder gebraucht wird". Sie ist nun total am verzweifeln. Hat zufällig jemand von euch eine Idee was sie noch machen könnte? "Krank machen" würde ja nun auffallen. Im Notfall würde es auch ein halber Tag tun, das Bewerbungsgespräch findet in der näheren Umgebung statt.

Schon einmal Danke und ich hoffe ihr könnt uns helfen.

Diana

Knightley
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Beitrag von Knightley » 27.02.2011, 22:08

Bei einem Tag Urlaub bricht die Abteilung ja wohl kaum zusammen. Allerdings verweigert der Arbeitgeber ja nicht den Urlaub, weil es für ein Vorstellungsgespräch gedacht ist, denn er weiß ja gar nichts davon.
Grundsätzlich besteht jedoch ein Vorrang der arbeitnehmerseitigen Urlaubsinteressen vor den betrieblichen Interessen. Dringende betriebliche Gründe stehen der Urlaubsbewilligung nur entgegen, wenn sie zu einer erheblichen betriebswirtschaftlichen Erschwerung führen.
http://www.ra-kotz.de/urlaub1.htm
Es reicht hier aber nicht, wenn Sie den Urlaubswunsch pauschal abwehren und einfach behaupten, dass die Erteilung des Urlaubs den betrieblichen Interessen widerspricht. Sie müssen vielmehr konkret werden (können).
http://www.4personaler.de/de/arbeitsrec ... 8ac8y.html

spook
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Begründung freier Tag für Vorstellungsgespräch

Beitrag von spook » 22.06.2011, 09:57

Ich möchte meine Stelle wechseln und hab jetzt ein Vorstellungsgespräch, dazu brauch ich aber einen freien Tag. Wie begründet man den? Ich würde ihn überhaupt nicht begründen, aber was wenn nachgefragt wird? Was sag ich dann, ohne dass es nach einer offensichtlichen Lüge klingt. Krank machen möchte ich nicht, oder ist das die einzige Lösung?

Hinzu kommt, dass ich den Termin am Montag hab und die Woche zuvor Urlaub hab. Allerdings geht es da nicht, weil die teilnehmende Person am Gespräch in dieser Woche auch Urlaub hat.

Wenn ich den Montag frei haben will, dann kommt vermutlich als erstes die Frage nach dem Warum. Was sag ich dann?

Danke

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Beitrag von Assistentin » 22.06.2011, 11:03

Wann ist das Gespräch - vormittags oder nachmittags?

Könntest du z.B. sagen, dass dein Vermieter handwerkliche Arbeiten veranlasst hat und dass du den Zugang zur Wohnung ermöglichen musst?

spook
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Beitrag von spook » 22.06.2011, 13:58

Das Gespräch ist um 10.
Grundsätzlich wär das möglich, aber ob man dafür gleich einen ganzen Tag frei braucht?


Muss mir mein Arbeitgeber überhaupt freigeben, wenn ich ihm sage dass ich mich woanders bewerben will? Ist ja vielleicht nicht unbedingt in seinem Interesse?

Wenn ich krank mache und das rauskommt, dann hab ich ein ordentliches Problem.

Frage ich nach einem freien Tag und bekomme ihn nicht, dann wäre es auch sehr sehr auffällig, wenn ich dann plötzlich krank bin.

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Beitrag von Assistentin » 22.06.2011, 14:13

Klar kannst du auch einfach so nach einem freien Tag fragen. Du solltest bloß damit rechnen, dass er eventuell sagt "am Montag brauche ich Sie dringend - wäre es auch an dem darauffolgenden Freitag möglich?". Nur, um ein Beispiel zu nennen.

Stimmt, krank machen solltest du auf keinen Fall.

veronipu
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Beitrag von veronipu » 22.06.2011, 15:08

Nun, da gibt es viele Gründe - der einfachste Grund wäre wohl ein Arzttermin oder eine Wohnungsbesichtigung weil du eventuell in Erwägung ziehst, umzuziehen :) oder deine Mutter muss ins Krankenhaus zu einer wichtigen Untersuchung und du möchtest sie dabei nicht alleine lassen.

confucius
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Beitrag von confucius » 28.06.2011, 12:56

Such dir einfach eine schöne Begründung (vielleicht das mit den Handwerkern/Schornsteinfeger sonst was, am besten etwas was mal gemacht wurde und du noch Details parat hast) und nimm nach Möglichkeit nur einen halben Tag frei. Das wär für deine/n Vorgesetzte/n wohl auch leichter zu verkraften.

Wenn du bereits in der Kündigungsfrist bist, hast du unter Umständen aber Anrecht auf freie Tage, um dich zu bewerben. Aber so wie deine Frage klingt, ist das wohl nicht so.

therese
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Beitrag von therese » 01.07.2011, 10:26

Hi,

ich habe einen meiner Verwandten sterben lassen ;) Das ist vielleicht nicht die feine Art, aber so etwas kann dir eigentlich niemand verwehren. Nur um sicher zu gehen. Falls das mit dem neuen Job nicht klappt, solltest du dir merken wer gestorben ist, falls evtl Fragen kommen. Es kann ja ein Onkel sein, der zwar nicht wichtig war, aber man hat von dir Anwesenheit erwartet.

Handwerker sind natürlich auch eine Möglichkeit, aber die sollten ja auch irgendwann weg sein (wobei ja jeder weiß, dass die nie pünktlich fertig sind).

Viel Erfolg beim Gespräch!

josi84
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Frei nehmen für Vorstellungsgespräch - wie?

Beitrag von josi84 » 19.08.2013, 08:07

Hallo Leute,

ich bins schon wieder :D

Kleine Vorgeschichte:
Ich arbeite in der Industrie im Büro. Wir sind 3 Damen in der Abteilung. Mit beiden habe ich so meine persönlichen Probleme. Was mir langsam auch gesundheitlich über den Kopf wächst, so dass ich jetzt endlich nach 5 Jahren (zzgll Ausbildung 3 Jahre in dieser Firma) die Reisleine ziehen muss und gehen will. Also bewerbe ich mich, aber aus meiner Firma weiß es keiner und das soll auch so bleiben bis ich meine Kündigung einreiche, denn ich habe das Gefühl, dass das Mobbing dann schlimmer wird.

Jetzt habe ich am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch und müsste dafür aber 2 Std. früher von der Arbeit nach Hause. Im Prinzip ist das eigentlich kein Problem, wir haben ja Gleitzeit.

Allerdings hat eine Kollegin von mir diese Woche kurzfristig Urlaub eingereicht, so dass ich mit meiner Vorgesetzten alleine bin. Die regt sich immer auf, wenn ich komme und frei haben möchte.

Was kann ich denn anbringen, dass sie mich gehen lassen Muss??
Arzttermin, Beerdigung (wo dummerweise wirklich an diesem Tag eine in der Familie meines Mannes ist)? Die Wahrheit will ich nicht sagen.

und vor allem was mach ich, wenn sie mich nicht gehen lässt?!

Habe Angst dass ich nicht früher gehen darf und mir dadurch alles versaue. Mein potentieller AG weiß dass ich in einem unbefr. Arbeitsverhältnis bin und in meiner Firma niemand was über die Bewerbung weiß und auch, dass meine Kollegin Urlaub hat. Deswegen hab ich ja schon den spätest möglichen Termin bekommen

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