Ausbildung zum Chemikanten nach Studium

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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CDFuchs
Beiträge: 4
Registriert: 10.05.2011, 12:27

Ausbildung zum Chemikanten nach Studium

Beitrag von CDFuchs »

Hey Folks,

ich würde euch gerne mal mein Bewerbungsschreiben zeigen. Ich habs manchmal mit dem Komma, ich bitte um Nachsicht und freue mich auf eure Anregungen und Verbesserungsvorschläge.
Sehr geehrte Damen und Herren,

Über ein Internetportal bin ich auf Ihre Stellenausschreibung aufmerksam geworden.
Sehr gerne möchte ich mich bei Ihnen Bewerben und übergebe Ihnen meine ausführlichen Unterlagen.

Nach meinem erfolgreichen Kommunikations-Design Studium an der FH-Dortmund suche ich nach einer neuen beruflichen Orientierung. Bei meinen Wünschen nach Veränderung, nach einem Beruf mit Zukunft, nach Verantwortung und einem Beruf mit Nutzen für die Gesellschaft habe ich mich für die Arbeit als Chemikant entschieden.

Die umfangreichen Aufgaben und die spannenden Anforderungen des Chemikanten sind mir sehr gut bekannt. Da mein Vater 30 Jahre- und mein Bruder der 10 Jahre als Chemikant tätig war, habe ich den Berufstag des Chemikanten schon sehr früh miterleben dürfen.

Chemische Prozesse und die Beobachtung/Beeinflussung von Naturphänomen faszinieren mich und haben mich schon während meiner Schulzeit in ihren Bann gezogen. Schon damals kam der Wunsch in mir auf, den Beruf meines Vaters zu erlernen. Jedoch entschied ich mich nach meinem Schulabschluss vorerst gegen die angestrebte Ausbildung und für eine weiterführende Schule, für das Abitur und später für eine akademische Laufbahn.

Heute profitiere ich von meinem bisherigen Werdegang durch qualifizierte Fähigkeiten der Kommunikation, sowie einer überdurchschnittlicher schnellen Auffassungsgabe, Ehrgeiz hohe Ziele zu erreichen, Neugier, Ambitionen und Tatendrang.
Mein Ziel für die kommenden Jahre ist es, eine Chemikanten-Ausbildung mit überdurchschnittlichem Erfolg zu absolvieren und anschließend ein duales Studium und/oder Fortbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Schon heute bereite ich mich bestmöglich vor und lerne autodidaktisch Mathematik, Chemie und Physik aus Büchern und mit Kursen an Volkshochschulen.

XXXX steht für mich, für ein renommiertes, international erfolgreiches Unternehmen. Ich bin mir sicher, dass eine Ausbildung in Ihren Betriebsstätten das bestmögliche Fundament für mein Berufsziel darstellt. Sehr gerne möchte ich zu Ihrem beruflichen Erfolg beitragen und von Ihren marktführenden Kompetenzen profitieren. Als Gegenleistung biete ich Ihnen all meine Ressourcen an, um Ihren Erwartungen mehr als gerecht zu werden.

Ich würde mich freuen, wenn ich Ihr Interesse an mir wecken konnte und würde mich gerne persönlich bei Ihnen vorstellen.
Sehr gerne möchte ich Ihnen dann auch ausführlich Erläutern, wie es zu meinem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung kam.
CDFuchs
Beiträge: 4
Registriert: 10.05.2011, 12:27

Beitrag von CDFuchs »

Ich habe auch noch einen Zusatz angefertigt, den ich meiner Bewerbung beilegen möchte.
Was haltet Ihr davon:

Wie Ihnen wahrscheinlich aufgefallen ist, entspricht mein Fachhochschulzeugnis nicht den übrigen Leistungen, mit denen ich mich bei Ihnen bewerbe. Es ist mir ein dringendes Anliegen, aufzuklären unter welchen Umständen diese Leistungen entstanden.

Wie Sie meinem Berufsschulabschluss (Note: 2,5) und meinem Studienbescheid (1,5) entnehmen können, sind mir gute Leistungen wichtig und entsprechen meiner Persönlichkeit. Leider entstand mein Fachhochschulzeugnis (Note 3,5), das für meine spätere Laufbahn wichtig ist, unter erschwerten Umständen:

Im Jahr 2001 erkrankte mein Vater an einem Lungenkrebsleiden und verstarb im Laufe der kommenden Monate. Zu dieser Zeit war ich mich mit meinem Schulabschluss beschäftigt. Die plötzliche Erkrankung, die neuen Aufgaben in der Pflege, die finanziellen Schwierigkeiten die sich aus der Erkrankung ergaben und schließlich die psychische Belastung als junger Mensch ein Familienmitglied in den Tod zu begleiten, haben leider Spuren in meinen Lebenslauf hinterlassen. Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist es sehr schwer als Familienmensch einen so schweren Schicksalsschlag, wie das Leiden und den Tod des Vaters, mit den hohen Anforderungen des zweithöchsten Schulabschlusses zu kombinieren. Zu damaliger Zeit war es mir wichtig, und oft nicht anders Möglich, der Schule fernzubleiben um bei meiner Familie zu sein. Ganz besonders heftig hat sich das Fernbleiben auf meine Mathematiknote ausgewirkt, da der verpasste, anspruchsvolle Stoff nur sehr schwer allein aufzuarbeiten war. Ich versichere Ihnen, dass sich meine Noten vor der Erkrankung meines Vaters in guten bis befriedigenden Leistungsbereichen befunden haben. Sehr gerne, gebe ich Ihnen einen tieferen Einblick in meine schulische Laufbahn, bei einem persönlichen Gespräch.

Ein Fachhochschulzeugnis lässt sich nicht korrigieren aber durch autodidaktisches Lernen und das Besuchen der Volkshochschule versuche ich heute mein schulisches Wissen aufzubessern und meinen Wissensstand nicht nur auf den Stand der Mitbewerber, sondern noch darüber hinaus zu verbessern.
Ich versichere Ihnen, dass ich meine Ziele mit den stärksten Ambitionen verfolge und aus den Erfahrungen der geschilderten Situation gestärkt und sicher profitieren konnte.
Knightley
Bewerbungshelfer
Beiträge: 13502
Registriert: 16.03.2004, 18:52

Beitrag von Knightley »

Schon heute bereite ich mich bestmöglich vor und lerne autodidaktisch Mathematik, Chemie und Physik aus Büchern und mit Kursen an Volkshochschulen.
Was mir jetzt spontan auffällt, ist, dass du nichts über dein naturwissenschaftliches Können aus der Schulzeit schreibst. Bezieht sich das auf die Noten im Fachhochschulzeugnis? Es wäre sicherlich nicht verkehrt, wenn du auf die interessanten Experimente eingehen könntest. Die Noten erklärst du ja später.

Rein zeitmäßig wäre es unter Umständen auch eine Überlegung, gleich ein duales Studium mit Chemie-Bezug zu wählen, falls es diese Möglichkeit gibt.
CDFuchs
Beiträge: 4
Registriert: 10.05.2011, 12:27

Beitrag von CDFuchs »

Meine naturwissenschaftlichen liegen 10 Jahre zurück. Das Zeugnis reiche ich nicht mit. Es gibt mein FH-Zeugnis (Ohne naturwissenschaftlichen Fächer), Berufsausbilungszeugnis, sowie Notendurchschnitt meines Studiums.

Ich kann nicht mit Noten in den Naturwissenschaften glänzen (habe ja, wie in Post.2 erwähnt, eine 5 in Mathematik) Ich versuche zu punkten, mit Ehrgeiz und die Dinge zu lernen, die wichtig sind.

Der verlangte Abschluss ist ein Hauptschulabschluss. Ich weiß jetzt nicht was denen lieber ist, ein mittelmäßiger Hauptschulabschluss mit Naturwissenschaften im Zeugnis, oder sehr gute Leistungen in einer vorangegangen Ausbildung plus Studium. Noten sind ja immer so eine Sache.
MrChemie
Beiträge: 2
Registriert: 01.07.2011, 12:46

Beitrag von MrChemie »

die Mathenote ist an sich egal wenn du es zum Vorstellungsgespräch schaffst
dann musst du die von dir selber überzeugen :)
CDFuchs
Beiträge: 4
Registriert: 10.05.2011, 12:27

Beitrag von CDFuchs »

Anscheinend ist die Note doch nicht so egal: Es hagelt derzeit nur Absagen.
An meinem Anschreiben wird es wohl kaum liegen, als Werbetexter weiß ich ja, wie ich mich verkaufe. Ich stelle es trotzdem in Kürze online. Vielleicht seht Ihr ja etwas, dass ich nicht sehe.
Romanum
Bewerbungshelfer
Beiträge: 8988
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum »

Eventuell ist dein Zusatztext nicht so zielführend, da ziemlich lang und nichts mit dem Job zu tun hat.

Außerdem könntest du dem AG zu alt und viel zu erfahren für eine normale Ausbildung sein. Deshalb solltest du mal recherchieren, was dir an Möglichkeiten offen stehen, z.B. ein duales Studium mit Chemie-Bezug.
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