Berechnungsingenieur Anschreiben Muster ok?

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Antworten
dressman
Beiträge: 5
Registriert: 23.02.2015, 17:03

Berechnungsingenieur Anschreiben Muster ok?

Beitrag von dressman » 23.02.2015, 17:14

Hallo Zusammen,

vorab, Anschreiben formulieren war und ist nicht meine Stärke, daher würde ich mich über konstruktive Kritik freuen.

Danke im Vorraus.


Sehr geehrte Frau XX,

wie in unserem Telefonat besprochen, möchte ich mich hiermit als Berechnungsingenieur in Ihrem Unternehmen bewerben.

Meine ersten Erfahrungen im Bereich der numerischen Simulation konnte ich während meines Berufspraktischen Semester (BPS) sammeln. Schnell habe ich mich in die
unterschiedlichen FEM Programme eingearbeitet und in kurzester Zeit bereits Erfolge erzielt. Noch während meiner BPS-Phase wurde mir Angeboten auch meine Diplomarbeit
im Bereich der numerischen Simulation zuschreiben. Mein Tätigkeitsfeld befasste sich mit dem Aufbau und der Auswertung der Simulationsmodelle und anschließend mit der
Validierung zwischen Simulation und Realbauteil mittels optischer Messverfahren.

Durch Gruppen- und Konstruktionsarbeiten habe ich gelernt teamorientiert, verantwortungsvoll und engagiert zu arbeiten. Ein sofortiger Einstieg in Ihr Unternehmen
ist von meiner Seite möglich.

Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11969
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Berechnungsingenieur Anschreiben Muster ok?

Beitrag von TheGuide » 23.02.2015, 19:08

dressman hat geschrieben:wie in unserem Telefonat besprochen, möchte ich mich hiermit als Berechnungsingenieur in Ihrem Unternehmen bewerben.
Ja, es ist sinnvoll, sich auf ein gutes Telefonat zurückzubeziehen. Schade ist nur, dass fast alle Bewerber, die das tun, die Chance verstreichen lassen, in diesem Satz auch etwas sinnvolles mitzuteilen. Dass du dich bewirbst, musst du einfach als bekannt voraussetzen, wenn auch nicht unbedingt aus dem Telefonat, so doch aus der Betreffszeile.

Meine ersten Erfahrungen im Bereich der numerischen Simulation konnte ich während meines Berufspraktischen SemesterS (BPS) sammeln. Schnell habe ich mich in die
unterschiedlichen FEMBINDESTRICHProgramme eingearbeitet
und BEREITS in kÜrzester Zeit bereits Erfolge erzielt. Noch während meiner BPS-Phase wurde mir Angeboten auch meine Diplomarbeit im Bereich der numerischen Simulation zu_schreiben.

Durch Gruppen- und Konstruktionsarbeiten habe ich gelernt teamorientiert, verantwortungsvoll und engagiert zu arbeiten. Ein sofortiger Einstieg in Ihr Unternehmen
ist von meiner Seite möglich.
Das ist ein ziemlich harter Übergang, der allein durch Layouting (Absatz) schon gemildert werden könnte.

dressman
Beiträge: 5
Registriert: 23.02.2015, 17:03

Beitrag von dressman » 01.03.2015, 16:13

Hallo und danke für die schnelle Antwort.

Konnte leider die Woche nicht weiter am Anschreiben arbeiten. Studium gerade beendet und Papierkram zu erledigen.

Also das Telefonat hat noch gar nicht statt gefunden, ich will da erst anrufen, wenn ich das Anschreiben fertig habe.

Was mich interessiert ist, ob man ein Anschreiben so formulieren darf/kann oder ob es doof klingt.

dressman
Beiträge: 5
Registriert: 23.02.2015, 17:03

Beitrag von dressman » 22.04.2015, 16:17

Habe mal etwas am Anschreiben gearbeitet.

Es geht um eine Einstellung als Berechnungsingenieur im Automobilbereich.

Meine ersten praktischen Erfahrungen im Bereich der numerischen Simulation konnte ich während meines berufspraktischen Semesters (BPS) sammeln. Schnell habe ich mich in die unterschiedlichen FEM-Programme eingearbeitet und bereits in kürzester Zeit Erfolge erzielt. Da die XXXXXX AG eng mit der Automobilindustrie zusammenarbeitet, konnte ich an einigen dieser Projekte mitwirken, mein Wissen und meine Fähigkeiten einbringen. (((es handelt sich um ein Projekt von bzw. mit VW. Kann man das erwähnen oder lieber neutral lassen)))

Noch während meiner BPS-Phase wurde mir Angeboten auch meine Diplomarbeit im Bereich der numerischen Simulation zu schreiben. Hierbei handelte es sich um ein Projekt des Automobilzulieferers XXXX und der XXXXX AG. Es sollte geprüft werden inwieweit Standardmaterialmodelle sich für den neuentwickelten TWIP-Stahl eignen. Da TWIP-Stahl aufgrund seiner Legierungszusammensetzung über besondere Merkmale verfügt, war auch eine andere Sichtweise nötig, um die Ergebnisse aus der Simulation zu verstehen. Mein Tätigkeitsfeld befasste sich mit dem Aufbau und der Auswertung der Simulationsmodelle und anschließend mit der Validierung zwischen Simulation und Realbauteil mittels optischer Messverfahren.

Ich habe während dieser Zeit nicht nur mein aus der Studienzeit erlerntes Wissen einbringen und vertiefen können, auch konnte ich meine Teamfähigkeit, mein Verantwortungsbewusstsein und mein Engagement unter Beweis stellen, da immer wieder ein enger Kontakt zu internen und externen Mitarbeiter nötig (oder erforderlich?) war, um die Projekte erfolgreich abzuschließen.

Ein sofortiger Einstieg in Ihr Unternehmen ist von meiner Seite möglich.

Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11969
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 23.04.2015, 00:37

dressman hat geschrieben:Meine ersten praktischen Erfahrungen im Bereich der numerischen Simulation konnte ich während meines berufspraktischen Semesters (BPS) sammeln. Schnell habe ich mich in die unterschiedlichen FEM-Programme eingearbeitet und bereits in kürzester Zeit Erfolge erzielt. Da die XXXXXX AG eng mit der Automobilindustrie zusammenarbeitet, konnte ich an einigen dieser Projekte mitwirken, mein Wissen und meine Fähigkeiten einbringen. (((es handelt sich um ein Projekt von bzw. mit VW. Kann man das erwähnen oder lieber neutral lassen)))
Je konkreter desto leichter kann sich der Personaler in deine Tätigkeiten hineinversetzen.
Noch während meiner BPS-Phase wurde mir Angeboten auch meine Diplomarbeit im Bereich der numerischen Simulation zu schreiben. Hierbei handelte es sich um ein Projekt des Automobilzulieferers XXXX und der XXXXX AG. Es sollte geprüft werdenKOMMA inwieweit Standardmaterialmodelle sich für den neuentwickelten TWIP-Stahl eignen.


Ich halte nichts von Passiven in Bewerbungen, in diesem Falle ist er aber akzeptzabel. Schlimmer finde ich das zwar sachliche, aber zu distanzierte "es sollte geprüft werden..." - als würdest du über die Belegarbeit eines Fremden reden und nicht über deine.

Da TWIP-Stahl aufgrund seiner Legierungszusammensetzung über besondere Merkmale verfügt, war auch eine andere Sichtweise nötig, um die Ergebnisse aus der Simulation zu verstehen.

Wieder: Zwar sachlich aber zu distanziert.
Mein Tätigkeitsfeld befasste sich mit dem Aufbau und der Auswertung der Simulationsmodelle und anschließend mit der Validierung zwischen Simulation und Realbauteil mittels optischer Messverfahren.
Befasste sich das Tätigkeitsfeld oder hast du dich befasst? Bleibe das Subjekt, versteck dich nicht.
Ich habe während dieser Zeit nicht nur mein aus der Studienzeit erlerntes Wissen einbringen und vertiefen können, auch konnte ich meine Teamfähigkeit, mein Verantwortungsbewusstsein und mein Engagement unter Beweis stellen, da immer wieder ein enger Kontakt zu internen und externen Mitarbeiter nötig (oder erforderlich?) war, um die Projekte erfolgreich abzuschließen.
Das klingt so, als würdest du allein nicht zustandebringen. Sicher nicht das, was du aussagen wolltest.

nordlaender
Bewerbungshelfer
Beiträge: 293
Registriert: 04.12.2008, 22:16

Beitrag von nordlaender » 23.04.2015, 07:29

dressman hat geschrieben: Also das Telefonat hat noch gar nicht statt gefunden, ich will da erst anrufen, wenn ich das Anschreiben fertig habe.
Wenn man ein inhaltlich gutes Telefonat mit einer für den Entscheidungsweg relevanten Person hatte kann man sich gut darauf beziehen.

Wenn man einfach nur in der Personalstelle anruft um ein Telefonat zu führen, an das sich später niemand erinnert , kann man sich das Ganze sparen und sollte einen klassischen Einstieg wählen.

nordlaender
Bewerbungshelfer
Beiträge: 293
Registriert: 04.12.2008, 22:16

Re: Berechnungsingenieur Anschreiben Muster ok?

Beitrag von nordlaender » 23.04.2015, 07:40

dressman hat geschrieben:HaNoch während meiner BPS-Phase wurde mir Angeboten auch meine Diplomarbeit im Bereich der numerischen Simulation zuschreiben.
Das macht keinen guten Eindruc. Du wurdest gefragt und hast ja gesagt, das wirkt wenig dynamisch und planvoll.

Vielleicht besser:

Aufgrund der erfolgreichen Arbeit und der erzielten Ergebnisse im BPS wurde meinem Wunsch, in diesem Bereich auch meine Diplomarbeit zu schreiben gerne entsprochen.

Suicide13
Beiträge: 18
Registriert: 28.12.2016, 15:00

Bewerbungsanschreiben als Berechnungsingenieur

Beitrag von Suicide13 » 28.12.2016, 19:04

Guten Abend,

ich habe gerade eine Bewerbung für folgende Stellenanzeige fertig geschrieben und versucht diese so konkret und persönlich wie möglich zu formulieren. Außerdem habe ich versucht, die bisherigen Tips von anderen Bewerbungen hier im Forum einzubauen.

Ich muss aber zugeben, dass ich etwas verwirrt bin hinsichtlich des Aufbaus einer Bewerbung. Der erste Satz ist glaub ich wirklich wichtig, damit die Personaler die Bewerbung nicht sofort weglegen (übertrieben dargestellt). Am Besten wäre es, mit einer persönlichen Motivation für die Stelle zu beginnen. Bisher habe ich diese eher am Ende meiner Bewerbung hingeschrieben, so dass diese jetzt bei mir gefühlt doppelt vorkommt.. hat jemand Ideen wie ich das verbessern kann?

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich ein paar Meinungen/Verbesserungsvorschläge zu meiner Bewerbung kriegen könnte. Mir fällt das Schreiben von Bewerbungen echt schwer, obwohl ich schon einige geschrieben habe :(.

Stellenanzeige

Was erwartet Sie bei XX?
  • Spannende und anspruchsvolle Arbeiten in einem motivierten Team
    Chance, auch als junger Mitarbeiter schnell
    Verantwortung zu übernehmen
    Angenehmer Start in den Tag mit variablen Arbeitszeitmodellen und einem verkehrsarmen Arbeitsweg über Land
    Teamwork, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung
    Zukunftsorientierte Unternehmenskultur durch interne Workshops zur kontinuierlichen Verbesserung
    Persönliche Weiterentwicklung durch unser Kompetenzmanagement
    Mittagspause im Grünen
Wie sieht Ihr Arbeitstag aus?
  • Koordination und Bewertung aller internen und externen Berechnungen zu den Artikeln/Werkzeugen der XX-Gruppe
    Durchführung von Simulationen
    Ergebnisorientierte Ableitung von Bauteiloptimierungen
Was bringen Sie bestenfalls mit?
  • abgeschlossenes Ingenieursstudium evtl. mit dem Schwerpunkt FEM-Berechnung
    mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Automotive und Simulation wünschenswert
    Auch Berufseinsteiger/innen - hohes Engagement vorausgesetzt - sind willkommen
    Englisch- und Deutschkenntnisse in Wort und Schrift werden vorausgesetzt
Zuletzt geändert von Suicide13 am 30.12.2016, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11969
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Bewerbungsanschreiben als Berechnungsingenieur

Beitrag von TheGuide » 28.12.2016, 22:55

Suicide13 hat geschrieben:in meinem Praktikum bei XX habe ich die verschiedenen Vorzüge der numerischen Berechnung kennen gelernt, die mich auf Anhieb fasziniert haben.
Inwiefern haben sie dich finanziert?
Beispielsweise kann ich mithilfe der Finite-Elemente-Methode (FEM) Strukturen auf mögliche Schwachstellen untersuchen und dadurch Bauteiloptimierungen vornehmen, ohne reale Prototypen zu bauen.
Kannst du das noch ein wenig postiver ausdrücken? Inhaltlich mag das ja okay sein, aber Bewerbung ist Psychologie, daher würde ich auf Worte wie ohne verzichten.
Mit meinen bisherigen Erfahrungen in der FEM will ich Sie dabei unterstützen, Ihre Produkte im Bereich der Präzisionsdichtungen und Dichtungsmodule zu optimieren und somit die Zufriedenheit Ihrer Kunden zu garantieren.
Warum willst du das?
Zuletzt habe ich mein Maschinenbaustudium an der Universität XX erfolgreich abgeschlossen.
Dein Lebenslauf liegt doch bei, oder?
Der Schwerpunkt meines Studiums stellt die numerische Simulation mit der FEM dar. In meinem Praktikum und meiner Bachelorarbeit bei XX habe ich ein Hochauftriebssystem vernetzt und dabei Strukturuntersuchungen _vorgenommen.
Diese Erfahrungen will ich bei Ihnen gewinnbringend einsetzen und Ihr Team mit viel Leidenschaft bei der Durchführung und Auswertung von Berechnungsprojekten und Bauteiloptimierungen unterstützen.

S.o.: Warum willst du das? Welche emotionale Bindung hast du zu dem Unternehmen, dass du das willst? Es geht hier ja nicht mehr allein um fachliche Interessen...
Während meines ehrenamtlichen Engagements bei der „XX“ habe ich zusammen mit sieben anderen Mitgliedern am Standort XX im Jahr 2010 eine Firmenkontaktmesse mit 81 Firmen erfolgreich organisiert. Dabei habe ich die Öffentlichkeitsarbeit für die Messe koordiniert, indem ich ein Werbekonzept erstellt und die Umsetzung geleitet habe. Besonders die Zusammenarbeit im Team und die Übernahme von Verantwortung in diesem Rahmen hat mich persönlich weiterentwickelt und mich für die Arbeit bei Ihnen vorbereitet.
Achtung, im zweiten Teil dieses Abschnitts bist du nicht mehr das aktuve Subjekt!
Ihr Unternehmen spricht mich besonders an, da meine Recherchen mir den Eindruck vermittelt haben, dass Sie trotz Ihrer weltweiten Expansion viel Wert auf ein familiäres Miteinander legen und auch jungen Mitarbeitern schnell Verantwortung übertragen, was mir beides persönlich sehr wichtig ist.
Gut an diesem Abschnitt ist, dass du hier gleiche Werte betonst, wie das Unternehmen deiner Darstellung nach hat. Nicht so gut sind solche Aussdrücke, wie "Eindruck vermittelt haben".

Suicide13
Beiträge: 18
Registriert: 28.12.2016, 15:00

Beitrag von Suicide13 » 29.12.2016, 00:02

Guten Abend TheGuide,

in den anderen Threads habe ich schon oft deine Feedbacks gelesen und umso mehr freue ich mich, dass ich selber Hilfe von dir erhalte. Darum vielen Dank erstmal!
Ich: In meinem Praktikum habe ich die verschiedenen Vorzüge [...]. TheGuide: Inwiefern haben sie dich fasziniert?
Das Beispiel, das ich im nächsten Satz habe, sollte die Faszination eigentlich näher beschreiben. Um das klarzustellen, habe ich noch einen Satz hinzugefügt.
Mit meinen bisherigen Erfahrungen in der FEM will ich Sie dabei unterstützen, Ihre Produkte im Bereich der Präzisionsdichtungen und Dichtungsmodule zu optimieren und somit die Zufriedenheit Ihrer Kunden zu garantieren.
Deine Frage dazu war: Warum willst du das? Um ehrlich zu sein habe ich das geschrieben, da ich mich ja gut verkaufen will und dem Unternehmen zeige, dass ich einen Mehrwert bieten kann, den ich versucht habe zu formulieren. Mein persönlicher Anreiz wäre wohl, dass ich meine Kenntnisse im Gebiet der FEM durch die Arbeit erweitern kann, ich weiß nur nicht, ob das hier so passt.
Dein Lebenslauf liegt doch bei, oder?
Das ist eine gute Frage, die ich mir auch oft jetzt gestellt habe. Und zwar
wird in vielen Bewerbungsratgebern erwähnt, dass man seine jetzige Position kurz schildern sollte. Dieses macht aber mehr Sinn, wenn ich schon einen Job habe oder? Ich lass es einfach mal weg und geh gleich auf meinen Schwerpunkt ein.
In meinem Praktikum und meiner Bachelorarbeit bei XX habe ich ein Hochauftriebssystem vernetzt und dabei Strukturuntersuchungen _vorgenommen.
Deine Anmerkung an dieser Stelle verstehe ich nicht, fehlt da ein Wort oder etwas anderes?

Tut mir Leid für die vielen Fragen, das Schreiben von Anschreiben verwirrt mich sehr und ich habe langsam das Gefühl, in einem Dschungel zu sitzen. Ich habe die Änderungen eingebaut und fett markiert. Könntest du auf die Fragen und die neuen Änderungen eingehen? Sehr freuen tue ich mich auch auf ein generelles Feedback, wie das Anschreiben ankommt. Freuen tue ich mich natürlich auch auf Feedback und Korrekturen von anderen Nutzern! Ich würde gerne in den nächsten Monaten ein paar Vorstellungsgespräche eingeladen werden, da ich bald 1 Jahr nach meinem Studium einen Job suche und so langsam verzweifelt bin. Deshalb will ich auch mein Anschreiben und Lebenslauf so gut wie möglich gestalten, um die Chance zu erhöhen. Vielen Dank!

P.S.: Was mir gerade auffällt, das Anschreiben ist schon relativ lang, bestimmt passt das zusammen mit der Gehaltsvorstellung (ist verlangt in der Stellenanzeige) nicht mehr auf eine Seite :(
Zuletzt geändert von Suicide13 am 30.12.2016, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11969
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 29.12.2016, 00:33

Suicide13 hat geschrieben:
Mit meinen bisherigen Erfahrungen in der FEM will ich Sie dabei unterstützen, Ihre Produkte im Bereich der Präzisionsdichtungen und Dichtungsmodule zu optimieren und somit die Zufriedenheit Ihrer Kunden zu garantieren.
Deine Frage dazu war: Warum willst du das? Um ehrlich zu sein habe ich das geschrieben, da ich mich ja gut verkaufen will und dem Unternehmen zeige, dass ich einen Mehrwert bieten kann, den ich versucht habe zu formulieren. Mein persönlicher Anreiz wäre wohl, dass ich meine Kenntnisse im Gebiet der FEM durch die Arbeit erweitern kann, ich weiß nur nicht, ob das hier so passt.
Altruismus passt bei gemeinnützigen Organisationen aber nicht bei profitorientierten Unternehmen. Daher solltest du imer plausibel begründen, warum du einem Unternehmen etwas gutes tun willst.

Dein Lebenslauf liegt doch bei, oder?
Das ist eine gute Frage, die ich mir auch oft jetzt gestellt habe. Und zwar
wird in vielen Bewerbungsratgebern erwähnt, dass man seine jetzige Position kurz schildern sollte. Dieses macht aber mehr Sinn, wenn ich schon einen Job habe oder? Ich lass es einfach mal weg und geh gleich auf meinen Schwerpunkt ein.
IM Anschreiben geht es darum, deine EIgnung auseinanderzusetzen. Dazu kannst du dich des Lebenslaufs bedienen. Wenn du aber nur etwas aus dem Lebenslauf nacherzählst ohne dass das einen erkennbaren Nutzen für die Stelle hat, ist das Platz- und Zeitverschwendung.
In meinem Praktikum und meiner Bachelorarbeit bei XX habe ich ein Hochauftriebssystem vernetzt und dabei Strukturuntersuchungen _vorgenommen.
Deine Anmerkung an dieser Stelle verstehe ich nicht, fehlt da ein Wort oder etwas anderes?
Roter Unterstrich = Leerzeichen zuviel.

Tut mir Leid für die vielen Fragen, das Schreiben von Anschreiben verwirrt mich sehr und ich habe langsam das Gefühl, in einem Dschungel zu sitzen. Ich habe die Änderungen eingebaut und fett markiert. Könntest du auf die Fragen und die neuen Änderungen eingehen? Sehr freuen tue ich mich auch auf ein generelles Feedback, wie das Anschreiben ankommt. Freuen tue ich mich natürlich auch auf Feedback und Korrekturen von anderen Nutzern! Ich würde gerne in den nächsten Monaten ein paar Vorstellungsgespräche eingeladen werden, da ich bald 1 Jahr nach meinem Studium einen Job suche und so langsam verzweifelt bin. Deshalb will ich auch mein Anschreiben und Lebenslauf so gut wie möglich gestalten, um die Chance zu erhöhen. Vielen Dank!

Solltest du den Eindruck haben, dass dein Anschreiben schlecht sei: Abgesehen davon, dass ich es fachlich nicht bewerten kann, scheint es mir nicht so schlecht zu sein.



welche bei der Berechnung von runden Bauteilen einen Vorteil mit sich bringt.

Nämlich?


Während meines ehrenamtlichen Engagements bei der „XX“ habe ich zusammen mit sieben anderen Mitgliedern am Standort IN XX im Jahr 2010 eine Firmenkontaktmesse mit 81 Firmen erfolgreich organisiert.


Dabei habe ich die Öffentlichkeitsarbeit für die Messe koordiniert, indem ich ein Werbekonzept erstellt und die Umsetzung geleitet habe.

Dabei habe ich die Öffentlichkeitsarbeit für die Messe koordiniert, ein Werbekonzept erstellt und die Umsetzung geleitet.

Besonders dass ich im Team zusammengearbeitet und Verantwortung übernommen habe, hat mich persönlich weiterentwickelt und mich für die Arbeit bei Ihnen vorbereitet.

Aktiver ausdrücken. Du befindest dich hier in einer passiven Rolle.


Ihr Unternehmen spricht mich besonders an, da meine Recherchen ergeben haben, dass Sie trotz Ihrer weltweiten Expansion viel Wert auf ein familiäres Miteinander legen und auch jungen Mitarbeitern schnell Verantwortung übertragen, was mir beides persönlich sehr wichtig ist. Für die Arbeit als Berechnungsingenieur interessiere ich mich, da mir die hohe Komplexität gefällt, die der numerischen Simulation zugrunde liegt. Diese äußert sich beispielsweise in den unterschiedlichen Arten der Modellierung oder der Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Interpretation von Simulationsergebnissen. Im Rahmen dieser Auswertungen freue ich mich darauf, Ihnen Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Gestaltung von Bauteilen bieten zu können.

In diesem Abschnitt kommst du selbst zu wenig vor. Im Grunde genommen erklärst du dem Unternehmen sein auf seine Mitarbeiter gerichtetes "soziales" Engagement. Aber das wissen die schon selbst.

Suicide13
Beiträge: 18
Registriert: 28.12.2016, 15:00

Beitrag von Suicide13 » 29.12.2016, 10:31

Guten Morgen,

vielen Dank für das Feedback. Ich werde mir überlegen, wie ich das einarbeite. Teils muss ich aber darauf achten, nicht zu ausführlich zu werden, da ich das Problem mit der Überlänge haben werde.

Ich würde gerne noch die Meinung zu diesen drei Sätzen haben, die ich ergänzt habe, da dazu noch nichts geäußert worden ist:

in meinem Praktikum bei XX habe ich die verschiedenen Vorzüge der numerischen Berechnung kennen gelernt, die mich auf Anhieb fasziniert haben, da mit ihr unterschiedlichste Analysen möglich sind.
Mit meinen bisherigen Erfahrungen in der FEM will ich Sie dabei unterstützen, Ihre Produkte im Bereich der Präzisionsdichtungen und Dichtungsmodule zu optimieren und somit die Zufriedenheit Ihrer Kunden zu garantieren. Dadurch will ich gleichzeitig meine Kenntnisse in der numerischen Berechnung erweitern.
Diese Erfahrungen will ich bei Ihnen gewinnbringend einsetzen und Ihr Team mit viel Leidenschaft bei der Durchführung und Auswertung von Berechnungsprojekten und Bauteiloptimierungen unterstützen, um mich gleichzeitig fachlich und persönlich weiterzuentwickeln .
Passen diese Sätze bzw. ist es so besser?

Vielen Dank,
Suicide

BlackDiamond
Bewerbungshelfer
Beiträge: 659
Registriert: 12.06.2016, 13:37

Beitrag von BlackDiamond » 29.12.2016, 13:01

Ich kenne zwar die Materie überhaupt nicht, deshalb ist dein Anschreiben für mich nicht so leicht so verstehen, aber ich sehe auf jeden Fall, dass schon dein erstes Anschreiben deutlich besser ist als die üblichen Anschreiben, die man so von Berufsanfängern nach dem Studium liest. Ich bin sicher, dass du mit den Verbesserungen hier eine sehr hohe Einladungsquote haben wirst, sofern die fachliche Passgenauigkeit da ist. Ganz besonders gut gefällt mir, dass deine Leidenschaft für die Materie deutlich rüber kommt. Das will man sowohl als Personaler als auch als Fachvorgesetzter spüren.

Einzig beim Satz mit dem "ohne Prototypen zu bauen" bin ich anderer Meinung als TheGuide, da sich das "ohne" nicht auf dich oder deine Fähigkeiten bezieht, sondern im Gegenteil wahrscheinlich ein Thema ist, das deine Adressaten nur zu genau kennen und es wahrscheinlich ein buzzword sein wird. Ich würde den also so lassen.

Und den letzten Satz würde ich nochmal anschauen. Er wird nicht viel daran ändern, dass du eingeladen werden wirst, aber so wie es jetzt formuliert wird, wirkt es auf mich unfreiwillig überheblich, so als würde das Unternehmen erst von dir was über die Optimierungsmöglichkeiten bei der Gestaltung von Bauteilen lernen können.

Suicide13
Beiträge: 18
Registriert: 28.12.2016, 15:00

Beitrag von Suicide13 » 29.12.2016, 14:02

Vielen Dank für das nette Feedback, BlackDiamond!

Ich werde mich heute nachmittag noch einmal an meine Bewerbung ransetzen. Ich hätte noch eine Frage bezüglich des ersten Absatzes:
Mir fällt auf, dass dieser momentan mit den Verbesserungsvorschlägen relativ lang ist (ca. 6-7 Zeilen). Ist das nicht etwas zuviel bzw. gibt es Richtlinien für den ersten Absatz? Ich meine rausgelesen zu haben, dass es ganz gut ist, mit der eigenen Motivation für die Stelle anzufangen. Aber wenn man diese wirklich etwas weiter ausführen will, wie ich es hier getan habe, wird es ja automatisch etwas länger. Vor allem, wenn man einen Bezug zum Unternehmen und zur Stelle herstellen will.

Grüße

BlackDiamond
Bewerbungshelfer
Beiträge: 659
Registriert: 12.06.2016, 13:37

Beitrag von BlackDiamond » 29.12.2016, 18:36

Natürlich ist es optimal, wenn der Leser innerhalb von wenigen Sekunden Lesezeit versteht, dass du der optimale Bewerber bist. Das ist aber in der Praxis schwer zu realisieren. Schau nur zu, dass du keine Textwand kreierst, die zu sehr abschreckt. Und lass im Anschreiben nur das drin, was wirklich für diesen speziellen Job wichtig ist. Alles andere kannst du, wenn es dir wichtig ist, es aber für diesen Job keine Relevanz hat, auch in den LL schreiben.

Ivanova90
Beiträge: 3
Registriert: 13.07.2019, 12:23

Bewerbung als Berechnungsingenieurin

Beitrag von Ivanova90 » 13.07.2019, 16:03

Hallo, ich will mich auf eine Stelle als Berechnungsingenieurin bewerben. Dafür habe ich folgendes Anschreiben verfasst.
Ich bin mir nicht sicher ob das so in den Punkten Aufbau, Formulierung, Interessantheit aber auch Rechtschreibung okay ist.

Zur Stelle:

Berechnungsingenieur (m/w/d)


Ihre Aufgaben
  • Erstellen von Finite-Elemente-Modellen (Hypermesh/Ansys) zur Festigkeitsberechnung von Schienenfahrzeugkomponenten auf Basis von CAD-Daten und nach Vorgaben des AG
  • Durchführung und Auswertung von Festigkeitsanalysen
  • Festigkeitsertüchtigung und -optimierung der Komponenten auf Basis der Simulationsergebnisse in Zusammenarbeit mit den konstruierenden Abteilungen, Abstimmen von Detaillösungen
  • Dokumentation der Ergebnisse, mindestens in Form von PPT-Präsentationen und Kurzberichten

Unsere Anforderungen
  • Studium im Bereich Maschinenbau
  • Schwerpunkt: Finite Elemente Methode in Bezug auf Schalentheorie, Modellierung (Mittelflächenmodelle) und Bewertung von Schweißverbindungen, Schraubenverbindungen, Nietverbindungen
  • Technische Mechanik, Festigkeitslehre (Nennspannungskonzept)
  • Grundkenntnisse in FEM-Solver und ANSYS wünschenswert
  • Verhandlungssichere Deutsch- oder Englischkenntnisse


Mein Anschreiben:


Bewerbung als Berechnungsingenieurin

Sehr geehrte Frau xxx,

jetzt nach meinem erfolgreichen Maschinenbaustudium habe ich einen starken Antrieb, mit meinem breit gefächerten Know-how, beruflich in Ihrem Hause Fuß zu fassen. Für eine ökonomische Arbeitsweise bringe ich alle geistigen und praktischen Fähigkeiten mit, die ein positives Ergebnis meiner Tätigkeit als Berechnungsingenieurin garantiert. Es wäre mir deshalb eine große Freude, für Sie fleißig zu arbeiten, und empfehle mich als Mitarbeiterin Ihres renommierten Unternehmens.

In meinem Maschinenbaustudium sowie den Praktika bereitete ich mich gut auf die bevorstehenden Tätigkeiten vor, die meinen beruflichen Vorlieben entsprechen. In einem Labor war ich für die Herstellung von Sandwichkernen zuständig und arbeitete an der Optimierung des Herstellungsverfahrens. In einem Praktikum übernahm ich die Funktion der FEM- Berechnungsingenieurin. Hier arbeitete ich die verantwortliche Mitarbeiterin zu und berechnete verschiedene Bauteile und Baugruppen mit dem FEM–Programm „ANSYS Workbench“. Des Weiteren arbeitete ich an einem Projekt mit, welches der FEM-Abteilung unterstellt war. Für eine Landmaschine der XXX GmbH simulierte und optimierte ich unterschiedliche Spannstationen, Tröge und Antriebsstationen und führte deren FKM-Nachweis durch. Aufgrund der Aufbereitung und Vereinfachung der Geometrie wurde alle Blechteile für eine effiziente Berechnung als Mittelflächen modelliert.
Für die Antriebstrommel ist die maximale Kerbspannung in den Schweißnähten zu berechnen und die Schweißnaht anhand der Strukturspannungsmethode, statisch und bzgl. Ermüdung, auszuwerten.

Mit mir gewinnen Sie eine Mitarbeiterin, die in FEM Programme Erfahrungen gesammelt hat. Ich widme mich meinen neuen Aufgaben und Herausforderungen stets mit großer Motivation und vollem Einsatz. Außerdem sehe ich mich als jemand, die sehr flexibel, hochmotiviert sowie kommunikativ ist und der sich gut im Team integrieren kann. Meine Arbeitsweise ist zudem sehr organisiert und strukturiert.

Gerne würde ich meine Kenntnisse in Ihrem Unternehmen als Berechnungsingenieurin ab sofort erweitern und neue Erfahrungen sammeln.
In einem persönlichen Gespräch möchte ich Sie gerne von meinen Potenzialen überzeugen und freue mich auf Ihre Antwort. Meine Gehaltsvorstellung liegt bei XXX Euro im Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11969
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Bewerbung als Berechnungsingenieurin

Beitrag von TheGuide » 13.07.2019, 19:41

Ivanova90 hat geschrieben:
13.07.2019, 16:03
jetzt nach meinem erfolgreichen Maschinenbaustudium
Bis hierher gut.
habe ich einen starken Antrieb
Aber so redest du doch nicht im Alltag.

Das ist m.E. einer der Grundfehler in Bewerungen, dass die Bewerber anfangen, sich geschwollen auszudrücken.

Für eine ökonomische Arbeitsweise bringe ich alle geistigen und praktischen Fähigkeiten mit, die ein positives Ergebnis meiner Tätigkeit als Berechnungsingenieurin garantiert. Es wäre mir deshalb eine große Freude, für Sie fleißig zu arbeiten, und empfehle mich als Mitarbeiterin Ihres renommierten Unternehmens.
Wiederholungen, roter Markierung Schleimerei, z.T. (es wäre mir eine Freude, für Sie fleißig zu arbeiten) selbstausbeuterisches zu-Markte-tragen.
Hier arbeitete ich die verantwortliche Mitarbeiterin zu
...arbeitete ich der verantwortlichen Mitarbeiterin zu...
und berechnete verschiedene Bauteile und Baugruppen
...Bauteile und -gruppen...
Aufgrund der Aufbereitung und Vereinfachung der Geometrie wurde alle Blechteile für eine effiziente Berechnung als Mittelflächen modelliert.
Ich verrate dir nicht, dass ein -n fehlt, weil der Satz eh nichts über dich preisgibt.
Für die Antriebstrommel ist die maximale Kerbspannung in den Schweißnähten zu berechnen und die Schweißnaht anhand der Strukturspannungsmethode, statisch und bzgl. Ermüdung, auszuwerten.
Keine Aussage über dich.
Mit mir gewinnen Sie eine Mitarbeiterin, die in FEM Programme Erfahrungen gesammelt hat.
...mit xxx-Programmen Erfahrungen gesammelt hat...
Du distanzierst dich natürlich von dir selbst wenn du von dir in der dritten Person sprichst.
Außerdem sehe ich mich als jemand, die sehr flexibel, hochmotiviert sowie kommunikativ ist und der sich gut im Team integrieren kann.
Erster Satzteil unterstreich hochgradige Subjektivität, zweiter Satzteil wieder diese Distanzierung von dir selbst.

Antworten