▷ Betreuer für Menschen mit Behinderungen Bewerbung schreiben ✔

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pattek
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▷ Betreuer für Menschen mit Behinderungen Bewerbung schreiben ✔

Beitrag von pattek » 17.02.2018, 09:34

Ich habe längere Zeit Informatik studiert und jetzt zwei mal als Programmierer gearbeitet. Leider wurde ich beide male zum Ende der Probezeit gekündigt und musste einfach feststellen, dass der Beruf nichts für mich ist. Nun stehe ich vor der Frage mich beruflich neu zu orientieren.

Ich habe überlegt etwas im sozialen Bereich zu machen und werde mich als Betreuer für Menschen mit Behinderung bewerben. In der Einrichtung suchen sie auch explizit Quereinsteiger, trotzdem stellt sich die Frage warum sie mich als ehemaligen Informatiker nehmen sollten und nicht zum Beispiel jemanden der Sozialpadagogik studiert hat.

Ich habe in meinem Anschreiben versucht herrauszuarbeiten, dass ich während meines Studiums immer wieder mit Menschen gearbeitet habe, dass ich hieran großes Interesse habe und welche meiner Fähigkeiten ich dabei einsetzen musste. Es würde mich freuen wenn mal jemand drüber schauen kann und mir Rückmeldungen geben kann.

Hier mein Entwurft:

Sehr geehrte Frau ...,

ich möchte mich bei Ihnen als Betreuer für Menschen mit Behinderungen bewerben.
Interessant sind für mich die Stelle als Freizeitbegleiter, als Assistenten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder als Kita- und Schulassistent.

Im Rahmen von Schulpraktika in Kindergärten und in der Tätigkeit als Sozialberater im AStA der Uni Bonn habe ich schon erste Einblicke in den sozialen Bereich machen können. Auch während meines Studiums habe ich immer wieder gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen liegt. So habe ich lange Zeit als Tutor für Informatikvorlesungen gearbeitet. Verantwortung für andere Studierende zu übernehmen hat mir Freude bereitet und der Umgang miteinander war immer sehr angenehm. Es war mir wichtig auch über meine Verpflichtung hinaus Hilfestellung bei Problemen anzubieten. Nun möchte ich mich beruflich neu orientieren und herausfinden ob eine soziale Tätigkeit das richtige für mich ist.

Speziell mit Kindern habe ich als Nachhilfelehrer gearbeitet. Teilweise waren dies auch Kinder mit großen Lern- und Verhaltensauffälligkeiten. Hierbei war es wichtig Einfühlungsvermögen zu entwickeln und die Schüler zu motivieren. Es ist mir gelungen den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten und mit kleinen Spielen das Ganze aufzulockern. Ich habe also bereits Erfahrung darin mit Eigenheiten und Schwierigkeiten von Kindern umzugehen und besitze dabei viel Geduld. Ich konnte mich hierbei gut auf die Kinder einlassen und ihnen bei ihren Problemen helfen.

Auf die Lebenshilfe bin ich durch Bekannte aufmerksam geworden, die bereits bei Ihnen gearbeitet haben. So habe ich schon eine gute Vorstellung von der Tätigkeit als Assistenz. Ich würde mich über die Möglichkeit freuen eine Aufgabe, die zwar oft anstrengend aber dafür auch sehr sinnvoll und erfüllend ist, zu übernehmen. Grade die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen kann sicherlich belastend sein. Dies ist eine Herausforderung der ich mich gerne stellen möchte.

Auf neue Arbeitssituationen kann ich mich gut einstellen und erfülle die an mich gestellten Anforderungen schnell eigenständig. Hierbei erledige ich Wichtiges stets zuverlässig. Ein offener und ehrlicher Umgang mit Kollegen ist mir wichtig.

Zeitlich bin ich flexibel und wäre werktags auch spontan einsetzbar. Ich kann mir einen wöchentlichen Umfang von 10 – 25 Stunden vorstellen und würde hierzu gerne auch verschiedene Assistenzen kombinieren.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
P.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 17.02.2018, 10:41

Zu deinen Chancen kann ich dir freilich nichts sagen. Aber evtl. Quereinstieg als Informatik- (und ggf. Mathe-)Lehrer in die Schule? Die MINT-Fächer sind da ja gesucht.

https://www.schulministerium.nrw.de/doc ... index.html
pattek hat geschrieben:ich möchte mich bei Ihnen als Betreuer für Menschen mit Behinderungen bewerben.
Dass du dich bewirbst, steht im Betreff.
Interessant sind für mich die Stelle als Freizeitbegleiter, als Assistenten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder als Kita- und Schulassistent.
Versuche mal auf Wiederholungen zu verzichten.
Im Rahmen von Schulpraktika in Kindergärten und in der Tätigkeit als Sozialberater im AStA der Uni Bonn habe ich schon erste Einblicke in den sozialen Bereich machen können.
Als Argument tauglich, aber leider sprachlich danebengegangen.
Dass du Einblicke hast machen können ist a) unidiomatisch und b) eine schwache Formulierung. Du hast bereits sozial gewirkt!
Auch während meines Studiums habe ich immer wieder gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen liegt. So habe ich lange Zeit als Tutor für Informatikvorlesungen gearbeitet.
Weniger kompliziert: Im Studium habe ich als Tutor ... gearbeitet und verfüge somit über pädagogische Erfahrungen.

Verantwortung für andere Studierende zu übernehmen hat mir Freude bereitet und der Umgang miteinander war immer sehr angenehm. Es war mir wichtig auch über meine Verpflichtung hinaus Hilfestellung bei Problemen anzubieten. Nun möchte ich mich beruflich neu orientieren und herausfinden ob eine soziale Tätigkeit das richtige für mich ist.
Der unmarkierte Teil ist richtig gut, du machst ihn aber mit dem rot markierten Teil irgendwie kaputt. Einmal mehr: Lehramtsquereinstieg?!
Anstatt Neueinstieg[orientierung/i] und herausfinden handelt es sich doch eher um eine Rückkehr zu bereits Erprobtem!
Speziell mit Kindern habe ich als Nachhilfelehrer gearbeitet. Teilweise waren dies auch Kinder mit großen Lern- und Verhaltensauffälligkeiten.

Speziell mit Kindern, teilweise solchen mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, habe ich als Nachhilfelehrer gearbeitet.

Hierbei war es MIR wichtig

Du bewirbst DICH, also mach auch konkrete Aussagen über DICH und keine allgemeinen Bemerkungen.

Ich habe also bereits Erfahrung darin mit Eigenheiten und Schwierigkeiten von Kindern umzugehen und besitze dabei viel Geduld. Ich konnte mich hierbei gut auf die Kinder einlassen und ihnen bei ihren Problemen helfen.

pattek
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Beitrag von pattek » 17.02.2018, 11:36

Vielen Dank! Das war schon mal hilfreich. Ich hatte übrigens den Eindruck, dass es bei der Erstellung meines Threadsfehler gab und es deswegen mehrfach versucht. Ich bitte darum die mehrfachen Threads von mir zu löschen, wollte das hier nicht zumüllen.
TheGuide hat geschrieben:Zu deinen Chancen kann ich dir freilich nichts sagen. Aber evtl. Quereinstieg als Informatik- (und ggf. Mathe-)Lehrer in die Schule? Die MINT-Fächer sind da ja gesucht.

https://www.schulministerium.nrw.de/doc ... index.html
Das ist ein guter Tipp aber die Anforderungen dafür erfülle ich leider nicht.

Den Anfang habe ich jetzt mal so umformuliert:
Im Rahmen von Schulpraktika in Kindergärten und in der Tätigkeit als Sozialberater im AStA der Uni Bonn habe ich bereits sozial gewirkt. Im Studium habe ich als Tutor für Informatikvorlesungen gearbeitet und verfüge somit über pädagogische Erfahrungen. Verantwortung für andere Studierende zu übernehmen hat mir Freude bereitet und der Umgang miteinander war immer sehr angenehm. Es war mir wichtig auch über meine Verpflichtung hinaus Hilfestellung bei Problemen anzubieten. Ich möchte gerne hieran anknüpfend diese Fähigkeiten bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Speziell mit Kindern, teilweise solchen mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, habe ich als Nachhilfelehrer gearbeitet. Hierbei war es wichtig Einfühlungsvermögen zu entwickeln und die Schüler zu motivieren. Es ist mir gelungen den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten und mit kleinen Spielen das Ganze aufzulockern. Ich habe also bereits Erfahrung darin mit Eigenheiten und Schwierigkeiten von Kindern umzugehen und besitze dabei viel Geduld. So ist es mir gut gelungen mich auf sie einlassen und ihnen bei ihren Problemen zu helfen.
Vor allem ob die Formulierung am Ende des ersten Absatzes jetzt besser passt würde mich interessieren.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 17.02.2018, 11:51

pattek hat geschrieben:Hierbei war es MIR wichtig Einfühlungsvermögen zu entwickeln und die Schüler zu motivieren. Es ist mir gelungen den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten und mit kleinen Spielen das Ganze aufzulockern. Ich habe also bereits Erfahrung darin mit Eigenheiten und Schwierigkeiten von Kindern umzugehen und besitze dabei viel Geduld. So ist es mir gut gelungen mich auf sie einlassen und ihnen bei ihren Problemen zu helfen.

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