Bewerbung als Disponent

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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MoppiS
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Registriert: 25.02.2013, 22:43

Bewerbung als Disponent

Beitrag von MoppiS » 25.02.2013, 23:20

Hallo,

als erstes möchte ich euch etwas Hintergrundwissen zu mir geben und hoffe das langweilt euch nicht zu stark.

Ich bin zwischen Mitte und Ende 20 Jahre alt und gelernter Bürokaufmann. Bei meinem damaligen Ausbildungsbetrieb, bei welchem ich nach meiner Ausbildung auch 3 Jahre als Sachbearbeiter gearbeitet habe, habe ich neben Buchhaltungsarbeiten auch das Fuhrparkmanagement übernommen. Das hat mir immer wahnsinnig viel Spaß gemacht, da es einfach viel mit Organisation und dem Umgang mit Menschen d.h. Kommunikation zu tun hatte. Da war halt immer Abwechslung angesagt. Abgesehen davon sind Autos einfach meine Welt. Na ja, vor geraumer Zeit -knapp 3 Jahren- bin ich dann aus der Privatwirtschaft in die öffentl. Verwaltung in den Finanzbereich gewechselt. Wirtschaftlich war das ok, aber dort ticken die Uhren halt doch etwas anders und ich spüre einfach nicht mehr die nötige innere Erfüllung und Überzeugung bei der Ausübung meines Jobs und denke, dass ich für mich selbst entweder jammern kann, was die Situation nicht ändert, oder selber versuchen kann die Situation zu ändern und mich nach Alternativen umschaue. Berufsbegleitend habe ich mich zum "Betriebswirt XXX" weitergebildet und habe im März meine letzte mündl. Prüfung. Nun habe ich die Anzeige eines priv. Arbeitsvermittlers gelesen und darf diesem nach Rücksprache per Mail meine Unterlagen zukommen lassen. Nachteil: ich weiß noch nicht wirklich was über seinen Auftraggeber, außer das es sich um das Aufgabengebiet der Disposition und Buchhaltung eines Autohauses handelt. Würde mir von den Aufgaben her gut gefallen.

Jetzt hab ich nach knapp 3 Jahren das erste Mal wieder die Aufgabe eine Bewerbung zu schreiben und freue mich auf euer Feedback und Verbesserungsvorschläge. Jetzt kommt die Bewerbung:

Sehr geehrte Frau XXX,

für die Anliegen der Kunden da zu sein hat für Ihren Auftraggeber ebenso große Bedeutung wie durch effiziente Prozesse und sinnvolle organisatorische Entscheidungen zur Kundenzufriedenheit und Unternehmensnachhaltigkeit beizutragen. Ich möchte Ihren Auftraggeber mit meinem organisatorischen Geschick und meinem betriebswirtschaftlichen Denken und Handeln dabei bestmöglich unterstützen.

Als Sachbearbeiter im Bereich XXX des XXXX bin ich für die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung ebenso wie für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zuständig. Darüber hinaus gehört auch die Mitwirkung an der Erstellung des jährlichen Wirtschaftsplanes ebenso zu meinem Aufgabenbereich wie die Durchführung der Jahresabschlussarbeiten. In meiner vorangegangenen Tätigkeit als Sachbearbeiter im Bereich XXX der XXX oblag mir die Verantwortung für die Beschaffung und Verwaltung eines Fuhrparks von ca. 30 Fahrzeugen. Die Beratung der Dienstwagennutzer, Verhandlungen mit Leasinggesellschaften und Autohäusern, die Kontrolle der ausgelösten Bestellungen und Leasingverträge, das Führen der Fahrzeugakten sowie das Anfertigen der Dienstwagenverträge gehörte zu meinem damaligen Aufgabengebiet. Kenntnisse im Bereich der Organisation von Interimsfahrzeugen und Fahrzeugauslieferungen prägen mein Profil.

Gern möchte ich Ihren Auftraggeber im Bereich bei der Disposition und im Finanzwesen unterstützen. Bei der Korrespondenz und Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern besitze ich ein sicheres Auftreten und überzeuge durch Kommunikationsstärke. Mein berufsbegleitendes Studium zum „Betriebswirt XXX“ an der XXX werde ich im März erfolgreich mit umfassenden Kenntnissen der Betriebswirtschaft, des Marketings sowie der Rechtswissenschaften beenden und möchte mich mit diesem Wissen dann bei Ihrem Auftraggeber einbringen.

Warum Ihr Auftraggeber gerade mich als Disponent einstellen sollte? Weil meine Stärken in der Organisation und Kommunikation liegen. In Situationen, in denen ungeplante Ereignisse meinen Alltag beeinflussen, bewahre ich einen kühlen Kopf und richte meinen Blick auf eine nachhaltige und störungsfreie Dienstleistungserbringung. Zudem prägen mich die nötige Affinität für Automobile sowie umfangreiche Kenntnisse im Bereich Finanzen / Controlling.

Ich freue mich schon jetzt auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen und Ihrem Auftraggeber sowie der damit verbundenen Möglichkeit mehr über Ihren Auftraggeber zu erfahren.

Mit freundlichen Grüßen aus Köln

Was meint Ihr? Tatsache ist auf jeden Fall, dass der ganze Text nur ganz knapp noch auf eine Seite passt. Was meint Ihr inhaltlich?

Freue mich auf euer Feedback!

MoppiS

MoppiS
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Beitrag von MoppiS » 26.02.2013, 14:26

Hallo liebe Forengemeinde,

hat denn keiner eine Meinung oder Feedback zu meinem Anschreiben?

Viele Grüße an alle Leser

MoppiS

MiMij
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Registriert: 26.02.2013, 09:42

Beitrag von MiMij » 26.02.2013, 14:56

Hallo,

da ich selber noch in den Anfaengen stecke was das Anschreiben angeht (mit also hauptsaechlich mit der Einleitung so eines Anschreibens beschaeftigt habe), kann ich dir nicht so viel Feedback geben. Aber wenigstens ein wenig :)

Das einzige was mir auffaelt ist das du mit dem Auftraggeber anfaengst, anstatt mit dir...
für die Anliegen der Kunden da zu sein hat für Ihren Auftraggeber ebenso große Bedeutung wie durch effiziente Prozesse und sinnvolle organisatorische Entscheidungen zur Kundenzufriedenheit und Unternehmensnachhaltigkeit beizutragen.
Soweit ich es bisher immer wieder gelesen hab, soll man direkt mit den eigenen Staerken anfangen, da es ja eine Eigenwerbung ist.

Viel Glueck mit deiner Bewerbung.

Hazet
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Beitrag von Hazet » 26.02.2013, 16:57

Insgesamt ist das doch schon ganz gut.

Ich schreibe meine Bewerbung immer so, als wenn ich das Unternehmen direkt anschreiben würde.
Also: ihr auftraggeber....würde ich rauslassen.

Ebenso der letzte Satz:
Ich freue mich schon jetzt auf ein persönliches....usw
den lass mal weg.
Warum Ihr Auftraggeber gerade mich als Disponent einstellen sollte?
zähl deine Stärken auf, stell keine Fragen.
Die kommen im Gespräch...hehe

MoppiS
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Beitrag von MoppiS » 26.02.2013, 17:03

Huhu,

schön zu lesen, dass jemand seine Meinung schreibt. Na ja, mein Problem ist halt nur, dass ich das Unternehmen nicht direkt ansprechen kann - da ich ja nicht weiß wer das Unternehmen ist und das alles über den Arbeitsvermittler läuft. Soll ich das dann wirklich anders formulieren?

Zum Absatz: Warum Ihr Auftraggeber gerade mich als Disponent einstellen sollte? Danach wollte ich eigentlich meine Stärken geschrieben haben. Kommt das net so richtig rüber?

Freue mich auf Antworten und weiteres Feedback und an die bisherigen Antworter - Danke!

MoppiS

Hazet
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Beitrag von Hazet » 26.02.2013, 17:43

Die sind doch nur Vermittler und geben deine Bewerbung später weiter.
Der Unternehmer liesst deine Bewerbung später dann doch auch.

Bzw eventuelle stellen die dich ja ein, dann ist die Bewerbung direkt an die gerichtet.

Stärken aufzählen ist gut, lass nur die Frage selber weg...

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