Bewerbung als Rechtsanwaltsfachangestellte

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Gesperrt
JK22
Beiträge: 6
Registriert: 07.02.2010, 22:25

Bewerbung als Rechtsanwaltsfachangestellte

Beitrag von JK22 » 10.02.2010, 04:03

Ich habe eine Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte erfolgreich beendet,mich aber dann beruflich neu orientiert und erst eine Ausbildung als Altenpflegerin angefangen, mich dann von meinem Mann getrennt und das Bundesland gewechselt. Dort durfte ich die Ausbildung nicht fortsetzen und musste mit einer Weiterbildung als Altenpflegerin neu beginnen.

Im November 2009 hatte ich einen unverschuldeten Unfall, war bis Anfang Februar krank geschrieben und kann nun meine Weiterbildung nicht fortsetzen. Achso ich bin ab Mitte Februar 25 Jahre alt.

Daher bewerbe ich mich nun auf Stellen im Büro oder wieder als Rechtsanwaltsfachangestellte. Konkret hat jemand bei der Bundesagentur für Arbeit eine Stelle als Rechtsanwaltsfachangestellte inseriert, aber keine genauen Angaben über die Voraussetzungen gemacht, außer das Erfahrung im Mahnwesen erwünscht ist.

Damals (direkt nach der Ausbildung 2007) war ich in einem kleinen Anwaltsbüro tätig und wurde sozusagen als Bürovorsteherin angestellt, im März war ich 4 Wochen in Brandenburg zum Einlernen, musste dann ab April alleine und ohne Hilfe das Büro führen. Es gab massig Überstunden. Ab Mitte Juli war dann eine Arbeitskollegin da, die ich einlernte (meine Klassenkameradin). Wir arbeiteten im 2-Schicht-System.
2008 Mai wurde mir nahe gelegt, das Büro zu verlassen, mein alkoholisierter Ehemann tauchte mehrfachst dort auf. Im Zeugnis steht drin, verließ auf eigenen Wunsch. Zeugnissnote ist 1- bis 2+.



Im Bewerbung formulieren bin ich leider nicht gut. Ich habe lange an folgendem Anschreiben gesessen und bin unzufrieden damit:


Bewerbung um einen Arbeitsplatz als Rechtsanwaltsfachangestellte
Ihre Stellenausschreibung auf Arbeitsagentur.de


Sehr geehrte Damen und Herren,

Bezug nehmend auf Ihre Internetanzeige bewerbe ich mich hiermit um einen Arbeitsplatz im vorgenannten Bereich.

Meine Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte habe ich 2007 nach 2,5-jähriger Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Danach war ich in einer kleinen Anwaltskanzlei in Freiburg tätig.

Neben den allgemeinen Sekretariatsaufgaben wie Telefondienst, Mandantenempfang und Überwachung von Fristen/Wiedervorlagen sowie Terminen, gehörte die taggenaue Buchhaltung zu meinen Aufgaben. Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag in der Bearbeitung des Mahn- und Vollstreckungswesen inkl. des Betreibungsverfahrens in der Schweiz.

Ein sicherer Umgang mit Mandanten ist für mich ebenso selbstverständlich, wie auch die Beherrschung außergewöhnlicher Situationen und Diskretion.

Im Jahre 2008 orientierte ich mich beruflich neu und begann eine Ausbildung als Altenpflegerin. Bedingt durch eine private Veränderung und meinen Umzug nach Chemnitz, begann ich eine Weiterbildung zur Altenpflegerin im Jahre 2009, da ich die Ausbildung in Sachsen nicht weiterführen konnte. Auf Grund eines Unfalles und der entstandenen Verletzung, kann ich meine Weiterbildung als Altenpflegerin nicht fortsetzen.

Durch meine ausgeprägte Willensstärke und mein Durchhaltevermögen auch in schwierigen Situationen, wird es mir nicht schwer fallen, mich wieder in meinen erlernten Beruf einzuarbeiten.

Alles Weitere würde ich mich freuen, in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen erörtern zu dürfen. In der Hoffnung auf ein Solches verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen



Hier mal meine Gedanken zu dem Text.

1. Einleitunssatz: Dieser Satz gefällt mir nicht, mir fallen aber keine Einleitungssätze ein

...mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen. Meine Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte habe ich 2007 nach 2,5-jähriger Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Danach war ich in einer kleinen Anwaltskanzlei in Freiburg tätig.

2. Kann mir auch die Formulierung für den Absatz vorstellen:

Neben den allgemeinen Sekretariatsaufgaben wie Telefondienst, Mandantenempfang und Überwachung von Fristen/Wiedervorlagen sowie Terminen, gehörte die taggenaue Buchhaltung ebenso zu meinen Aufgaben wie die Bearbeitung des Mahn- und Vollstreckungswesen inkl. des Betreibungsverfahrens in der Schweiz.)

3. Mit der Umorientieren muss das genauer beschrieben werden oder das mit dem Unfall anders?

Kann man das so schreiben oder ist das sehr unglücklich ausgedrückt? Ich bin ja jetzt nicht irgendwie eingeschränkt im Bürobereich, sondern einfach nicht mehr geeignet als Altenpflegerin zu arbeiten.


Ganz konkret wünsche ich mir Hilfe, wie man einen guten Einleitungssatz schreibt. Dann frage ich mich, welche Formulierung für die Absätze besser ist.

Würdet ihr das mit dem Unfall erwähnen, muss die Trennung vom Ehemann da noch irgendwie rein?


Ich danke euch für eure Hilfe.

Benutzeravatar
Knightley
Bewerbungshelfer
Beiträge: 13516
Registriert: 16.03.2004, 18:52

Beitrag von Knightley » 10.02.2010, 19:24

Kann man das so schreiben oder ist das sehr unglücklich ausgedrückt? Ich bin ja jetzt nicht irgendwie eingeschränkt im Bürobereich, sondern einfach nicht mehr geeignet als Altenpflegerin zu arbeiten.
Ich weiß jetzt nicht so genau, ob man die Altenpflegerin-Ausbildung so detailliert erwähnen sollte, zumal es sich ja anscheinend um eine berufliche Umorientierung handelt. Das wirft dann, unabhängig davon, ob diese zweite Ausbildung beendet wurde, warum und wie lange du jetzt in deinem ersten Beruf arbeiten willst. Es entshet ja wirklich der Eindruck, dass du mit deinem alten Beruf aus bestimmten Gründen nicht mehr zufrieden warst. :?
Damals (direkt nach der Ausbildung 2007) war ich in einem kleinen Anwaltsbüro tätig und wurde sozusagen als Bürovorsteherin angestellt, im März war ich 4 Wochen in Brandenburg zum Einlernen, musste dann ab April alleine und ohne Hilfe das Büro führen. Es gab massig Überstunden. Ab Mitte Juli war dann eine Arbeitskollegin da, die ich einlernte (meine Klassenkameradin). Wir arbeiteten im 2-Schicht-System.
Das Markierte könntest du dann ja auch noch mehr in das Anschreiben übernehmen.
1. Einleitunssatz: Dieser Satz gefällt mir nicht, mir fallen aber keine Einleitungssätze ein
Die Einleitung ist wirklich noch etwas verbesserungswürdig. Die untere Variante ist dann schon etwas besser.

Eventuell gleich miteinbringen, dass man die geforderten Kenntnisse im Mahnwesen hat:

"... da ich über fundierte Erfahrungen im Mahnwesen verfüge, habe ich mit großem Interesse Ihre Stellenausschreibung gelesen. Meine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten habe ich 2007 nach 2,5-jähriger Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Danach sammelte ich in einer kleinen Anwaltskanzlei in Freiburg weitere berufsrelevante Erfahrungen. Nun..."

JK22
Beiträge: 6
Registriert: 07.02.2010, 22:25

Beitrag von JK22 » 10.02.2010, 19:52

Danke vielmals.

Werde Änderungen vornehmen und dann hier reinstellen.

Habe heute erfahren, dass auch noch eine Immobilienfirma und ein Inkassounternehmen Leute suchen und bei beiden soll ich mich bewerben.

Gesperrt