Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

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JohnPublico
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Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von JohnPublico » 03.09.2020, 08:10

Guten Tag,
ich bin ganz neu hier und bewerbe mich momentan bei diversen Firmen. In diesem Post geht es konkret um mein Anschreiben. Zusammen mit meinem Lebenslauf und Zeugnissen werde ich es in kürze an eine Firma schicken.

Noch ein paar Hintergrundinformationen: Ich bin Ingenieur, ungekündigt und möchte den Arbeitgeber wechseln, da ich mit dem jetzigen nicht zufrieden bin. Meine Unzufriedenheit rührt von mangelnden Entwicklungsmöglichkeiten her und vom Unwillen/Geldmangel des AG mir sinnvolle bzw. notwendige Schulungen zu bezahlen. Dazu die erste Frage: Soll ich diese Tatsache im Anschreiben erwähnen? Z.B. mit einer Formulierung wie "ich möchte mich weiterentwickeln über die Möglichkeiten hinaus, die mein jetziger Arbeitgeber bietet" o.ä.

Zu der Firma, bei der ich mich bewerbe, möchte ich noch folgendes erwähnen: Es handelt sich um einen Personaldienstleister in meiner Region. Die Eigendarstellung der Frima im Internet ist gut und vielversprechend. Im Mai diesen Jahres habe ich mich bereits bei dieser Firma auf eine andere Stelle beworben, habe jedoch eine Woche später eine Absage erhalten. Auf meine Frage, was der Grund für die Absage ist, erhielt ich nur die Antwort, dass die Stelle bereits vergeben sei. Dass Personaldienstleister öfter mal "Proforma"-Stellen ausschreiben, die es aktuell gar nicht zu besetzen gibt, ist mir bewusst.
Nichtsdestotrotz versuche ich es nochmal und in diesem Posting geht es nun um mein Anschreiben.
Ich versuche mich im Anschrieben kurz zu fassen. Mein Lebenslauf ist dafür umso ausführlicher (2 Seiten). Die Bewerbung werde ich per Email verschicken.

Nun mein Anliegen an Euch: Bitte lest mein Anschreiben durch. Bitte beachtet meine oben gestellte Frage.
Und noch eine Frage: Ist die Argumentation, warum ich für die Stelle geeignet bin, schlüssig?
Hilft Euch die Original-Stellenbeschreibung bei diesem Thema? Wenn ja, dann poste ich es auch noch.


Meine Adresse

XY Personaldienstleistungen GmbH
Straße
Stadt


Bewerbung auf die Stelle "Versuchsingenieur (m/w/d) im Bereich E-Mobiliät" in XY-Stadt - Ihre Ausschreibung auf Ihrer Webseite

MeineStadt, 3.9.2020

Sehr geehrter Herr XY,

ich bewerbe mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Versuchsingenieur. Ihre Anforderungen decken sich gut mit meinen Kenntnissen, da ich in den letzten Jahren im Prüffeld für mechatronische Systeme gearbeitet habe und zudem zwei abgeschlossene Studiengänge (XYtechnik und XYbau) vorweisen kann. Daher denke ich, dass ich für diese Stelle sehr geeignet bin, und darüber hinaus auch für andere Stellen in Frage käme.

Momentan bin ich bei der ZYX AG in Dingsstadt angestellt als Spezialist im Bereich Versuch XYXY (Automotive). Meine Aufgaben sind die Planung von Versuchen an XXX-Maschinen, der Aufbau, die Durchführung, die Auswertung und die Dokumentation der Versuche. Ich möchte weiterhin in diesem Umfeld (Testing, Programmierung, Messtechnik) tätig sein.

Wichtig ist mir eine kreative, produktive, schöpferische Aufgabe, bei der ich meine Kenntnisse aus bisherigen Tätigkeiten im Bereich Entwicklung und Versuch einbringen und weiter ausbauen kann.

Sehr gerne stelle ich mich bei Ihnen vor und freue mich von Ihnen zu hören.


mit freundlichen Grüßen


Dipl.-Ing. (FH) MeinName

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von TheGuide » 03.09.2020, 21:46

JohnPublico hat geschrieben:
03.09.2020, 08:10
ich bewerbe mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Versuchsingenieur.
Eine überflüssige Wiederholung des Betreffs.
Ihre Anforderungen decken sich gut mit meinen Kenntnissen
Das sollte die Quintessenz deines Anschreibens sein. Explizit schreiben musst du das nicht.
Daher denke ich
Markiert Spekulation.
dass ich für diese Stelle sehr geeignet bin, und darüber hinaus auch für andere Stellen in Frage käme.
Momentan bin ich bei der ZYX AG in Dingsstadt angestellt als Spezialist im Bereich Versuch XYXY (Automotive).
:arrow: Lebenslauf
Meine Aufgaben sind die Planung von Versuchen an XXX-Maschinen, der Aufbau, die Durchführung, die Auswertung und die Dokumentation der Versuche. Ich möchte weiterhin in diesem Umfeld (Testing, Programmierung, Messtechnik) tätig sein.
und deswegen bewirbst du dich? Wo ist denn da die Veränderung?
Wichtig ist mir eine kreative, produktive, schöpferische Aufgabe, bei der ich meine Kenntnisse aus bisherigen Tätigkeiten im Bereich Entwicklung und Versuch einbringen und weiter ausbauen kann.
Das gehört in den ersten Satz.

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von JohnPublico » 07.09.2020, 09:21

Hallo und Danke für die Kritik und die Verbesserungsvorschläge, welche ich größtenteils umgesetzt habe.

Der einleitende Satz ist schwierig. Ich bewerbe mich, sollte das aber so nicht schreiben. Ein Dilemma, gerade für einen Ingenieur, der klare Formulierungen liebt.
Seit einer halben Stunde versuche ich eine verschwurbelte Einleitung zu finden, obwohl es so einfach wäre: "Ich bewerbe mich" Einfach, klar und ohne Umstände, für einen Ingenieur angemessen. Wenn der Personaler nun deswegen meine Bewerbung weglegt, dann soll's mir recht sein.
Ich respektiere die Tips zum Anschreiben und bin dennoch einfach ich selbst. Der Standardsatz "Ich bewerbe mich" spiegelt meinen (geringen) Grad an Individualität wieder und drückt aus, dass ich Uniformität gut finde. Bitte nehmt es mir nicht übel.
Etwas individuelles hab ich in die Grußformel reingepackt ;-)

Meine aktuellen Aufgaben erwähne ich im Anschreiben deswegen, da sie sich mit der ausgeschriebenen Stelle sehr gut decken. Im Lebenslauf ist die aktuelle Aufgabe noch etwas detailierter beschrieben. Meinen Grund zum Veränderungswunsch habe ich nun im Anschreiben angegeben.

Hier nun der überarbeitete Text. Für weiteres Feedback bin ich offen.



Sehr geehrter Herr XY,

ich bewerbe mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle. Wichtig ist mir eine produktive, schöpferische Aufgabe, bei der ich meine Kenntnisse aus bisherigen Tätigkeiten im Bereich Entwicklung und Versuch einbringen und weiter ausbauen kann. In den letzten Jahren habe ich im Prüffeld für mechatronische Systeme gearbeitet und kann zudem zwei abgeschlossene Studiengänge (XYtechnik und XYbau) vorweisen. Daher bin ich für diese Stelle sehr geeignet, und darüber hinaus käme ich auch für andere Positionen in Frage.

Meine aktuellen Aufgaben bei der XY AG sind die Planung von Versuchen an XXX-Maschinen für mechatronische Systeme, der Aufbau, die Durchführung, die Auswertung und die Dokumentation der Versuche. Ich möchte weiterhin in diesem Umfeld (Testing, Programmierung, Messtechnik) tätig sein und mich darüber hinaus weiterentwickeln, was bei meinem jetzigen Arbeitgeber leider nicht möglich ist.

Sehr gerne stelle ich mich bei Ihnen vor und freue mich von Ihnen zu hören.


mit bayrisch-freundlichen Grüßen


Dipl.-Ing. (FH) MeinName

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von JohnPublico » 08.09.2020, 18:31

Nachdem ich keine Antwort auf meinen letzten Beitrag erhalte, vermute ich, dass mein Anschreiben nun okay ist?

Vielleicht fällt mir noch ein besserer Anfang ein.

Wie wäre es mit folgender Einleitung?

"Sie suchen jemanden, der sich um Arbeit drückt, für das Scheitern von Projekten verantwortlich ist, für schlechte Stimmung sorgt und obendrein keine nennenswerte Kompetenzen hat? Dann legen Sie lieber diese Bewerbung beiseite, denn damit kann ich nicht dienen. Meine Stärken liegen eher im Bereich ... "

:)

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von TheGuide » 09.09.2020, 16:01

Der Frageeinstieg verbietet sich bei Reaktivbewerbungen. Ich bewerbe mich beinhaltet bereits zwei Grundfehler einen Bewerbung: Der Satzstart mich ich, und eben, dass du dich bewirbst. Letzteres ist dem Leser klar. Das wäre so, wie wenn du jede Statikberechnnung beginnen würdest mit: Ich berechne jetzt mal die Statik. Da würden sich spätestens beim dritten Mal deine Mitarbeiter mit hochgezogenen Brauen ansehen.

Du musst den ersten Satz deiner Bewerbung als WICHTIGSTEN Satz der Bewerbung verstehen. Was würde darin stehen, wenn du nur den einen Satz hättest?

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von JohnPublico » 09.09.2020, 17:48

Danke für den Hinweis. Ja, mittlerweise habe ich verstanden, dass der erste Satz der wichtigste ist, auch wenn mir es schwerfällt das einzugestehen.

Mir fallen momentan nur Sätze ein, die entweder too much sind für einen Ingenieur oder too langweilig.

Zwei Beispiele:

Kompetent ist der Ingenieur den Sie suchen, kompetent bin auch ich.
Damit hoffe ich Ihre Aufmerksamkeit geweckt zu haben und möchte selbige auf meine Bewerbung lenken....


- - - -

Gute Nachrichten! Ihre ausgeschriebene Stelle als Versuchsingenieur ist besetzt.... mit mir. Ich nehm sie!
Gehe ich Recht in der Annahme, dass Sie mich vorher persönlich kennen lernen möchten? ...


:shock:
Hmmm.... Nein! :roll:
Nochmal einen Schritt zurück... was will ich mitteilen?
Folgendes will ich ausdrücken: Ich suche einen neuen, attraktiveren Arbeitgeber. Die Firma, bei der ich mich bewerben möchte, bietet eine Tätigkeit, die mir gefällt, und zu 90% decke ich die Anforderungen ab. Über die restlichen 10% sollte man reden.

Verwurstet in einen ersten individuell-persönlichen Bewerbungs-Satz kommt in etwa folgendes raus:

Eine interessante Stelle bei einem attraktiven Arbeitgeber für einen kompetenten Ingenieur, der nicht nur Erfahrung mitbringt, sondern auch Ihre Anforderungen abdeckt - "basst!" wie der Franke sagt. Darf ich mich vorstellen? Dipl.-Ing. (FH) MeinName aus Bayernkaffhausen, 42, verheiratet mit einer Frau, ausreichend bekindert (zwei), arbeitgeberwechselwillig und nicht auf den Mund gefallen.
Wichtig ist mir eine produktive, schöpferische Aufgabe ...
(usw, wie zuvor)

Sag ehrlich, würde ein Personaler so jemanden einladen?

P.S. die Anspielung auf Heinos Lied beim ersten Beispiel kommt rüber?

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von TheGuide » 09.09.2020, 19:00

JohnPublico hat geschrieben:
09.09.2020, 17:48
Kompetent ist der Ingenieur den Sie suchen, kompetent bin auch ich.
Damit hoffe ich Ihre Aufmerksamkeit geweckt zu haben und möchte selbige auf meine Bewerbung lenken....
Das Wort Bewerbung, bewerben etc. musst du nicht bringen. Das steht einimal im Betreff und das reicht dann. Echt.
Du musst denen auch nicht sagen, wen sie suchen, das wissen die. Sich selnst als kompetent zu bezeichnen, selbst, wenn es objektiv stimmt, klingt für mich irgendwie wirklich too much.


Gute Nachrichten! Ihre ausgeschriebene Stelle als Versuchsingenieur ist besetzt.... mit mir. Ich nehm sie!
Gehe ich Recht in der Annahme, dass Sie mich vorher persönlich kennen lernen möchten? ...
Niemals Fragen stellen, die man mit ja/nein beantworten kann. Und wer die Stelle besetzt, die Entscheidung obliegt dem Adressaten, nicht dir.


Verwurstet in einen ersten individuell-persönlichen Bewerbungs-Satz kommt in etwa folgendes raus:
Eine interessante Stelle bei einem attraktiven Arbeitgeber für einen kompetenten Ingenieur, der nicht nur Erfahrung mitbringt, sondern auch Ihre Anforderungen abdeckt - "basst!" wie der Franke sagt. Darf ich mich vorstellen? Dipl.-Ing. (FH) MeinName aus Bayernkaffhausen, 42, verheiratet mit einer Frau, ausreichend bekindert (zwei), arbeitgeberwechselwillig und nicht auf den Mund gefallen.
Wichtig ist mir eine produktive, schöpferische Aufgabe ... (usw, wie zuvor)
Bei bekindert habe ich tatsächlich zunächst behindert gelesen! Name und Adresse ist deiner Absendeadresse zu entnehmen, die ja oben im Briefkopf steht. Dein Alter steht im Lebenslauf und ist genauso wenig ein EInstellungsgrund, wie dein Familienstand, das gehört alles in den Lebenslauf. Im Anschreiben argumentierst du für deine Einstellung (und zwar nicht als Bittsteller sondern als Leistungsträger).
P.S. die Anspielung auf Heinos Lied beim ersten Beispiel kommt rüber?
Bei mir nicht, da ich keine Texte von Heino kenne. Daher kann ich das nicht beurteilen.

Das mit dem bekindert: Das Wort selbst ist natürlich wg. behindert eher ungeschickt, aber diese sprachliche Kreativität ist durchaus schon mal gut.
Vielleicht stellst du dir deinen Adressaten mal anders vor: wie würdest du deiner Frau oder - so diese nicht vom Fach ist - einem befreundeten ehemm. Kommilitonen begründen, dass du für dieses eine Unternehmen arbeiten möchtest. Was machen die, was zu dir so gut passt? Oder umgekehrt: was erzählst du deinem Kommilitonen macht es aus, dass du dich mit deinen speziellen Kompetenzen bei denen bewirbst?

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von JohnPublico » 09.09.2020, 20:36

Danke für das Feedback.
Bei meinen Beispielen habe ich etwas übertrieben. Und "bekindert" klingt lustig, finde ich. Es ist aber, wie Du bereits erwähnt hast, wegen der Verwechslungsgefahr mit "behindert" im Schriftverkehr wohl nicht angebracht.
Zu Heinos Lied: "Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich. Schwarzbraun muss mein Mädel sein, gerade so wie ich!" Das könnte man kennen auch ohne Heino zu hören. In Otto Walkes Film taucht es zum Beispiel auf. Oder wenn man alt genug ist, hat man es vielleicht als Soldatenlied gesungen... (bis 1945) :?

Anknüpfend an mein letztes Beispiel ein neuer Versuch:

Eine interessante Stelle bei einem attraktiven Arbeitgeber für einen wechselwilligen Ingenieur, der nicht nur Erfahrung mitbringt, sondern auch Ihre Anforderungen abdeckt - "basst!" wie der Franke sagt. Ich bin für diese Stelle geeignet. Und darüber hinaus käme ich auch für andere Positionen in Frage, da ich in den letzten Jahren im Prüffeld an verschiedenen mechatronischen Systemen und gängigen Steuerungen gearbeitet habe und zudem zwei abgeschlossene Studiengänge (XYtechnik und XYbau) vorweisen kann.

Wichtig ist mir eine produktive, schöpferische Aufgabe, bei der ich meine Kenntnisse aus bisherigen Tätigkeiten im Bereich Entwicklung und Versuch einbringen und weiter ausbauen kann. Meine aktuellen Aufgaben bei der XY AG sind die Planung von Versuchen an XXX-Maschinen für mechatronische Systeme, der Aufbau, die Durchführung, die Auswertung und die Dokumentation der Versuche. Ich möchte weiterhin in diesem Umfeld (Testing, Programmierung, Messtechnik) tätig sein und mich weiterentwickeln, was bei meinem jetzigen Arbeitgeber leider nicht möglich ist.

Sehr gerne stelle ich mich bei Ihnen vor und freue mich von Ihnen zu hören.


mit freundlichem Gruße


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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von theodor111 » 11.09.2020, 17:36

Servus,
als ich hier angefangen habe zu schreiben, da hatte ich die gleichen Probleme wie Du..... jahrelang eingeschliffene Routinen sind nicht so einfach zu ändern und klingen zuerst mal komisch...
Eine interessante Stelle bei einem attraktiven Arbeitgeber für einen wechselwilligen Ingenieur, der nicht nur Erfahrung mitbringt, sondern auch Ihre Anforderungen abdeckt - "basst!" wie der Franke sagt. Ich bin für diese Stelle geeignet. Und darüber hinaus käme ich auch für andere Positionen in Frage, da ich in den letzten Jahren im Prüffeld an verschiedenen mechatronischen Systemen und gängigen Steuerungen gearbeitet habe und zudem zwei abgeschlossene Studiengänge (XYtechnik und XYbau) vorweisen kann.
Klingt für mich wie: Egal was, gebt mir irgendeinen Job...

Versuch doch mal im ersten Satz eine oder gar zwei der wichtigsten Anforderungen aus der Stellenbeschreibung in Zusammenhang mit Deinen Fähigkeiten zu bringen, damit der Leser gleich sieht "Hey, der passt ja gut zu uns"...

Beispiel bei mir im Vertrieb:

Sehr geerhte(r) Frau/Herr XY,

für die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Sales Manager für Hochhäuser kann ich meine nun 15-jährige Vertriebserfahrung in diesem Gebiet gepaart mit den fundierten Kenntnissen aus meinem Bauingenieurstudium in die Waagschale werfen.


Da entnimmt der Leser:
Der kann verkaufen und kennt sich auch mit dem Produkt gut aus.... -> Interessant !!!

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von JohnPublico » 17.09.2020, 20:17

Hallo Theodor,
danke für Deinen Vorschlag, er gefällt mir ziemlich gut. Ich formulier es mal etwas um:

Sehr geehrter Herr XXYZ,

für die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Versuchsingenieur passt meine X-jährige Erfahrung als Prüfingenieur wie ein Laborstecker in eine Bananenbuchse. Zusammen mit meinen breitgefächerten Kenntnissen aus meinen beiden abgeschlossenen Studiengängen zum X- und Y-Ingenieur bleibt fast keine Anforderung unerfüllt...


oder soll ich statt "wie ein Laborstecker in eine Bananenbuchse" lieber "wie Ars*h auf Eimer" setzen? :wink: (bitte nicht ernst nehmen)

Ich berichte.
schönen Abend

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Re: Bewerbung als Versuchsingenieur - mein Anschreiben

Beitrag von TheGuide » 17.09.2020, 21:55

JohnPublico hat geschrieben:
17.09.2020, 20:17
für die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Versuchsingenieur passt meine X-jährige Erfahrung als Prüfingenieur wie ein Laborstecker in eine Bananenbuchse. Zusammen mit meinen breitgefächerten Kenntnissen aus meinen beiden abgeschlossenen Studiengängen zum X- und Y-Ingenieur bleibt fast keine Anforderung unerfüllt...
Dass mit Laborstecker und Bananenbuchse finde ich super! Das bleibt dem Adressaten auf jeden Fall präsent!
Was ich rot markiert habe, ist negative Argumnetation. Bitte argumentiere ausschließlich positiv. Auch wenn mathematisch Minus mal Minus plus ergibt, hier bleibt am Ende womöglich unerfüllt hängen.

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