Bewerbung Einstiegsqualifizierung Steuerfachangestellte

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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lillie0789
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Bewerbung Einstiegsqualifizierung Steuerfachangestellte

Beitrag von lillie0789 » 27.08.2012, 19:02

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin im Moment dabei mich um ein EQJ zu kümmern und habe schon einmal angefangen an einem Bewerbungsschreiben zu basteln.
Da ich jedoch schon eine Weile aus der Schule raus bin und mich erst wieder in das ganze Prozedere hineinfinden muss, hoffe ich auf eure Hilfe.

Jeder kleinste Hinweis wäre für mich wirklich sehr hilfreich.
Einen ganz lieben Dank schon mal im Voraus.

Hier also mein erster Entwurf (ohne Adresszeilen):


Bewerbung zur Einstiegsqualifizierung für eine Ausbildung als Steuerfachangestellte


Sehr geehrte/r … ,

für den Ausbildungsbeginn August/September 2013 strebe ich den Beruf der Steuerfachangestellte an und möchte vorab schon praktische Erfahrungen sammeln.
Aus diesem Grund bewerbe ich mich für eine Einstiegsqualifizierung (EQJ)
ab dem 08.Oktober 2012 in ihrem Betrieb.

Meinen erweiterten Realschulabschluss (Mittlere Reife) habe ich 2006 an der Sekundarschule „Pablo Neruda“ in Schönebeck an der Elbe gemacht.
Durch Praktika und ein festes Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit verfüge ich über vielfältige praktische Erfahrungen, die ich gern in ihrem Betrieb unter beweis stellen möchte.

Als besondere Erfahrung sehe ich die Ausübung der Ausstellungsbegleitung, bei der Wanderausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ an. In einem 2-tägigen Trainingsseminar lernte ich, meine Mitmenschen zu begeistern und zu leiten.
Die erlernten Qualifikationen wendete ich bei der Begleitung von Besuchergruppen praktisch an und baute diese eigenverantwortlich aus. In dieser Zeit eignete ich mir ein selbstbewusstes und gefestigtes Auftreten an, lernte mich auf verschiedene Situationen und Menschen einzustellen und weitete meine Fähigkeiten zur Vorbereitung und Organisation aus.

Des Weiteren absolvierte ich ein Praktikum im Kreiskrankenhaus Schönebeck/Elbe.
Auf der chirurgischen Station erlernte ich den Umgang mit Menschen, die verschiedenste Leiden ertrugen und erlangte so Fähigkeiten, wie Einfühlungsvermögen, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer.

Seit 03. Oktober 2011 arbeite ich als Interviewerin in einem Markt- und Meinungsforschungsinstitut, in welchem ich durch mehrere Lehrgänge meine Präsens am Telefon verbesserte und zu einer klaren, sicheren Telefonstimme gelangte. Genauigkeit und Einfühlungsvermögen gehören dabei genauso zu den notwendigen Fertigkeiten, wie Seriosität und ein freundliches Auftreten.

Aufgrund meiner bisherigen praktischen Erfahrungen und meines besonders starkem und schon in der Schulzeit vorhandenen Interesses an Wirtschaft und Mathematik, habe ich mich für den Beruf der Steuerfachangestellten entschieden.
Über die Möglichkeit zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen




Danke noch mal
Lilly

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 28.08.2012, 16:07

Hallo lillie0789,

bei einem EQJ interessiefrt, ähnlich wie bei einer ausbildung, in erster Linie die Motivation der Bewerberin, also die Frage, warum will sie gerade ein EQJ in diesem Berufsbild machen. Leider gehst Du auf diesen Punkt erst ganz am Ende ein. Und die Begründung, die Du angibst, Wirtschaft und Mathematik haben nur ansatzweise etwas mit dem beruf der Steuerfachangestellten zu tun.

Was sind Deine fünf Gründe für diese Berufswahl?

Viele Grüße aus Duisburg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 28.08.2012, 17:02

Meinen erweiterten Realschulabschluss (Mittlere Reife) habe ich 2006 an der Sekundarschule „Pablo Neruda“ in Schönebeck an der Elbe gemacht. Das steht schon im Lebenslauf. Außerdem wird dadurch die Frage aufgeworfen, was du seit 2006 gemacht hast.
Durch Praktika und ein festes Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit verfüge ich über vielfältige praktische Erfahrungen, die ich gern in ihrem Betrieb unter beweis stellen möchte. Aber nicht im Bereich Steuern/ Recht?
Als besondere Erfahrung sehe ich die Ausübung der Ausstellungsbegleitung, bei der Wanderausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ an. In einem 2-tägigen Trainingsseminar lernte ich, meine Mitmenschen zu begeistern und zu leiten. Ob man das nun in 2 Tagen lernt, bezweifle ich. Außerdem hat das wenig mit deinem Berufswunsch zu tun.
und schon in der Schulzeit vorhandenen Interesses an Wirtschaft und Mathematik Näher darauf eingehen.

Setze dich auch noch mehr mit der Anschreiben-Gestaltung auseinander. Und hier noch ein Musteranschreiben:

Bild

lillie0789
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Beitrag von lillie0789 » 31.08.2012, 09:03

Danke für eure Antworten.
Ich werde mir noch einmal Gedanken dazu machen und mich dann wieder melden. Diese Woche fehlt mir leider die Zeit auf Grund von Hochzeitsvorbereitungen :)


LG Lilly

lillie0789
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Beitrag von lillie0789 » 03.09.2012, 17:37

Ich habe mich noch einmal ran gesetzt und mir Informationen über die Kanzlein/Steuerberatungsgesellschaften eingeholt.

Hier also die neuste Version mit Bezug zum Betrieb.


Bewerbung zur Einstiegsqualifizierung für eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten


Sehr geehrter Damen und Herren,

über die Steuerberaterkammer von Mecklenburg-Vorpommern habe ich in Erfahrung gebracht, dass es in Ihrer Steuerberatungsgesellschaft möglich ist, ausgebildet zu werden.
Zum Ausbildungsbeginn 2013 strebe ich den Beruf der Steuerfachangestellten an und würde dazu gern die Möglichkeit eines Einstiegsqualifizierungsjahres nutzen, das ich zum nächst möglichen Termin bei Ihnen beginnen würde.

In einem Gespräch mit einer angehenden Steuerfachangestellten habe ich mich eingehend über die Arbeitsbedingungen und den beruflichen Alltag in dieser Branche informiert und festgestellt, dass meine persönlichen Stärken und Interessen bestens in dieses Berufsfeld passen.
Ihre Internetpräsens hat mich weiter in meiner Entscheidung zu einer Ausbildung als Steuerfachangestellte bestärkt, da ich sicher bin, von einer Steuerberatungsgesellschaft, die seit 1886 besteht, viel Praxiserfahrung und Fachwissen übernehmen zu können.

Neben meiner Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen, habe ich vor allem meine Fähigkeiten zu eigenverantwortlichem und sorgfältigem Arbeiten bei einem Seminar mit anschließender zweiwöchiger Arbeit als Ausstellungsbegleiterin von Besuchergruppen in der Wanderausstellung „Anne Frank – Eine Geschichte für Heute“ bewiesen.

An dem Beruf der Steuerfachangestellte begeistert mich vor allem, dass mein Interesse an Rechnungswesen und wirtschaftlichen Rechtsfragen, sowie Mathematik angeregt wird, welches sich schon in meiner Schulzeit herauskristallisierte. Jedoch fasziniert mich auch, dass das kundenorientierte Arbeiten genauso gefragt ist, wie ausgefeilte Computerkenntnisse.

Ein weiterer wichtiger Grund für meine Berufsentscheidung ist die Aussicht mich beruflich weiterentwickeln zu können und eine Prüfung als Steuerfachwirtin oder gegebenenfalls sogar als Steuerberaterin zu absolvieren.

Ich möchte, wie Sie sagen „Karriere machen bei einem, der weiß, wie das geht“, daher freue ich mich auf ein Vorstellungsgespräch bei ihrer Steuerberatungsgesellschaft.



Mit freundlichen Grüßen
xxx

Rhodus
Bewerbungshelfer
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Beitrag von Rhodus » 04.09.2012, 15:39

Hallo lillie0789,

bei deinem Anschreiben habe ich nicht wirklich das Gefühl, dass Du Dich wirklich über den Beruf der Steuerfachangestellten erkundigt hast. "Wirtschaftliche Rechtsfragen"?

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Steuerfachangestellte haben hauptsächlich folgende Aufgaben:

Buchführung für Mandanten erledigen
- Unterlagen der Mandanten überprüfen, z.B. Kassenbuch, Rechnungen, Bankbelege
- Geschäftsvorfälle der Mandanten zu einer ordnungsgemäßen Buchführung verarbeiten
- bereits außerhalb erstellte Buchführungen rechnerisch und sachlich kontrollieren
- Jahresabschlüsse vorbereiten und erstellen

Steuererklärungen für Betriebe und Privatpersonen vorbereiten
- Steueranmeldungen erstellen
- bei der Erstellung von Lohnsteueranmeldungen, Umsatzsteuervoranmeldungen, Umsatzsteuerjahreserklärungen sowie Einkommensteuer- und Gewerbesteuererklärungen mitwirken
- Steuerbescheide bearbeiten
- ggf. Einspruch beim Finanzamt einlegen
- Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Betriebe durchführen
- Lohn- und Gehaltsabrechnungen erstellen
- Arbeitnehmer bei den Sozialversicherungsträgern an- und abmelden
- Lohnsteuerkarten und Versicherungsnachweise führen
- Lohnsteuer, Kirchensteuer und Sozialabgaben berechnen

Darüber hinaus führen sie auch folgende Tätigkeiten aus:
- allgemeine Büroarbeiten ausführen
- Postein- und -ausgang bearbeiten
- Akten, Register sowie Termin- und Fristenkalender anlegen und führen
- Schriftsätze ausarbeiten
- Unterlagen für Gesprächstermine vorbereiten

Meines Erachtens solltest du konkreter auf die tatsächlichen Aufgaben eingehen.

Viele Grüße aus Duisburg

lillie0789
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Beitrag von lillie0789 » 05.09.2012, 13:22

Ich muss mal eben Widersprechen :)
Natürlich habe ich mich ausführlich über den Beruf der Steuerfachangestellten informiert. Sogar über die Ausbildungsinhalte in den einzelnen Lehrjahren und die Prüfungsinhalt habe ich Informationen eingeholt. Anders hätte ich gar nicht feststellen könne, ob dieser Beruf etwas für mich ist. :)

Natürlich habe ich versucht mich daran zu orientieren, aber innerhalb von einer Din A4 Seite auf alles einzugehen ist schwierig.
Zumal ich mich ja für eine Einstiegsqualifizierung (also ein Langzeitpraktikum) bewerbe, um mich auf die Ausbildung vorzubereiten.

Ich hab keine großen Erfahrungen in dieser Richtung, also kann ich auch noch nicht damit "werben".
Natürlich habe ich interesse an wirtschaftlichen Rechtsfragen, zum Wirtschaftsrecht gehört unter anderem auch das Steuerrecht, sowie Güterrecht oder Insolvenzrecht, also einige Rechtszweige, in denen sich auch Steuerfachangestellte auskennen sollten. Immerhin schreiben diese ja nicht nur Steuererklärungen, sondern auch Bilanzen, erledigen die Buchaltung und auch Finanzierungsmöglichkeiten bzw Unternehmensberatung gehört dazu. Zusammengefasst sollten sie sich im Wirtschaftsrecht also auskennen.


Es kann natürlich sein, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe, aber ich hab keine Ahnung, wie ich das noch besser schreiben sollte.
Über Vorschläge freue ich mich natürlich auch weiterhin.

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