Bewerbung Kfz-Sachverständiger

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
Antworten
H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Bewerbung Kfz-Sachverständiger

Beitrag von H7-25 » 05.02.2010, 20:10

Hallo,
ich habe von einem ehemaligen Arbeitskollegen erfahren, dass die Intern eine Stellenausschreibung haben. Auf diese möchte ich mich bewerben.
Was haltet ihr von diesem Anschreiben?

Bewerbung als Kraftfahrzeug-Sachverständiger

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich erfahren habe, haben Sie eine Stelle als Kraftfahrzeug-Sachverständiger zu besetzen.
Da ich mit der XXX als Arbeitgeber Qualität, Tradition und Sicherheit verbinde bewerbe ich mich um diese Stelle.

Meine Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks habe ich im Oktober 2009 an der Handwerkskammer XXX mit gutem Erfolg abgeschlossen und suche jetzt eine neue berufliche Herausforderung.

Ich bin Kraftfahrzeugtechnikermeister und befinde mich zurzeit in ungekündigter Anstellung als Kraftfahrzeugelektriker und Stellvertretender Werkstattmeister einer Außenstelle.

Durch meine Berufliche Qualifikation und Weiterbildungen, bringe ich umfangreiches Wissen für den Beruf des Kraftfahrzeug-Sachverständigen mit und würde gerne Ihr Team bei der Bearbeitung von Schäden an den Kfz tatkräftig unterstützen.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte, würde ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen



Gruß Klaus

Benutzeravatar
TWend
Bewerbungshelfer
Beiträge: 319
Registriert: 31.07.2009, 15:44

Gute Chancen auf Erfolg wenn...

Beitrag von TWend » 05.02.2010, 22:38

Hallo Klaus,
Sie haben durchaus gute Erfolgschancen, aber nur wenn Sie in Ihrem Anschreiben konkret auf die Anforderungen der internen Stellenausschreibung eingehen und Ihre reichlich und sehr gut vorhandenen Qualifikationen punktgenau bewerben.

Im Moment ist Ihr Anschreiben viel zu allgemein gehalten. Da werden Ihre Mitbewerber leichtes Spiel haben, wenn sie schon mal anführen mit welcher Fähigkeit bzw. Qualifikation sie eine bestimmte Anforderung erfüllen werden.

Schreiben Sie also schon sinngemäß im ersten Satz:

Weil Sie einen langjährig erfahrenen Mitarbeiter suchen, der [Anforderung] erfüllt/gewährleistet, biete ich Ihnen mit dieser Initiativbewerbung meine [Qualifikation/Fähigkeit] zum weiteren Erfolg Ihres Unternehmens an.

oder:

Ich habe von Ihrer internen Stellenausschreibung erfahren. Die darin enthaltenen Anforderungen passen nahezu identisch mit meinen Qualifikationen und langjährigen Erfahrungen überein. So kann ich Ihre [Anforderung] durch [Qualifikation/Fähigkeit] ganz zum weiteren Unternehmenserfolg gewährleisten.

Schreiben Sie immer im Sinne des Unternehmenserfolges. Da stoßen Sie bei jedem Personaler auf weit geöffnete Augen und Ohren!

Bewirb-dich-erfolgreich

Tilo

H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Beitrag von H7-25 » 06.02.2010, 11:44

Danke für Ihre Tips.
Leider kenne ich den Inhalt der Stellenausschreibung nicht.
Ich kann also nicht auf enthaltene Anforderungen eingehen.

Ich glaube, dass ich den Satz mit den Qualifikationen weg lassen werde, da ich eigentlich nicht die passenden Qualifikationen mitbringe und das beim Vorstellungsgespräch nicht so gut ankommen würde.

Ich hoffe, dass meine Chance die ist, dass ich mich auf eine Interne Stelle bewerbe bevor die Stelle öffentlich ausgeschrieben wird und ich deutlich mehr Konkurenz bekomme.

edit:
Hab etwas überarbeitet:

Bewerbung als Kraftfahrzeug-Sachverständiger

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich mit der XXXX als Arbeitgeber Qualität, Tradition und Sicherheit verbinde, habe ich mit großem Interesse von Ihrer internen Stellenausschreibung erfahren und würde gerne mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen am Erfolg Ihres Unternehmens beitragen.

Meine Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks habe ich im Oktober 2009 an der Handwerkskammer XXX mit gutem Erfolg abgeschlossen und suche jetzt eine neue berufliche Herausforderung.
Ich bin Kraftfahrzeugtechnikermeister und befinde mich zurzeit in ungekündigter Anstellung als Kraftfahrzeugelektriker und Stellvertretender Werkstattmeister einer Außenstelle.

Durch meine Berufliche Qualifikation und Weiterbildungen, bringe ich umfangreiches Wissen für den Beruf des Kraftfahrzeug-Sachverständigen mit und würde gerne Ihr Team bei der Bearbeitung von Schäden an den Kfz tatkräftig unterstützen.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte, würde ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
----------

Kann man der einleitungssatz so stehen lassen? Mir gefällt das nicht ganz so gut, finde aber keine andere Alternative.

Gruß Klaus

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12157
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 06.02.2010, 12:52

H7-25 hat geschrieben:Leider kenne ich den Inhalt der Stellenausschreibung nicht.
Du kennst aber den Kollegen, der Dir davon erzählt hat, oder? Kann der nicht noch etwas mehr in Erfahrung bringen? Dieses erkennbare "Stochern im Nebel", was mein Vorredner schon ansprach, kann den vermeintlichen Vorteil der "frühen Bewerbung" leicht zunichte machen. Der ist ja nur dann gegeben, wenn Du auf den ersten Blick so genau "passt", dass man sich andere quasi gar nicht mehr anzusehen braucht. Das wiederum kann aber nur gelingen, wenn Du SEHR genau weisst, worum es da geht... um halt entsprechend punktgenau argumentieren zu können...

H7-25 hat geschrieben:da ich mit der XXXX als Arbeitgeber Qualität, Tradition und Sicherheit verbinde, habe ich mit großem Interesse von Ihrer internen Stellenausschreibung erfahren und würde gerne mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen am Erfolg Ihres Unternehmens beitragen.
H7-25 hat geschrieben:Kann man der einleitungssatz so stehen lassen? Mir gefällt das nicht ganz so gut, finde aber keine andere Alternative.
M. E. ist der schlechter als die erste Version. Erstens wegen des falschen Kausalistätsbezugs (Du hast ja nicht deshalb von der Ausschreibung erfahren, weil Du mit der Firma irgend etwas verbindest), zweitens wegen dem umständlichen Satzbau... und drittens wirkt das "Erfahren von der internen Stellenausschreibung" rein atmosphärisch eher wie Schnüffelei als Engagement... mal abgesehen davon, dass "am Erfolg beitragen" falsches Deutsch ist... ;-)

Jetzt fragst Du mich, was denn ein "guter Satz" wäre... und ich kann Dir derzeit nicht mehr dazu sagen, als dass er sehr unmittelbar mit dieser einen ganz speziellen Stelle zu tun haben müsste... ;-)

H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Beitrag von H7-25 » 06.02.2010, 13:00

Ja, den kenne ich, Er hat mir von der Stelle erzählt, aber so wirklich helfen will er auch nicht.
Ich frage trotzdem nochmal nach, ob er mir nicht mehr Infos geben kann/will.
Ansonsten hier noch mal eine Überarbeitung.
Ich habe den Einleitungssatz wieder geändert, da ich das so genau so sehe. Umständlich und komisch zu lesen.

Bewerbung als Kraftfahrzeug-Sachverständiger

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich erfahren habe, haben Sie eine Stelle als Kraftfahrzeug-Sachverständiger zu besetzen.
Da ich mit der XXXX als Arbeitgeber Qualität, Tradition und Sicherheit verbinde bewerbe ich mich um diese Stelle.

Meine Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks habe ich im Oktober 2009 an der Handwerkskammer XXXX mit gutem Erfolg abgeschlossen und suche jetzt eine neue berufliche Herausforderung.

Ich bin Kraftfahrzeugtechnikermeister und befinde mich zurzeit in ungekündigter Anstellung als Kraftfahrzeugelektriker und stellvertretender Werkstattleiter einer Außenstelle.
Erfahrungen in der Unfallinstandsetzung konnte ich abteilungsübergreifend sammeln und ausbauen. Das Erstellen von Kostenvoranschlägen gehört unter anderem zu meinem Aufgabengebiet als Werkstattleiter.

Durch meine berufliche Qualifikation und meine Weiterbildungen, bringe ich ein umfangreiches Wissen für den Beruf des Kraftfahrzeug-Sachverständigen mit. Ich würde gerne Ihr Team bei der Bearbeitung von Schäden an den Fahrzeugen tatkräftig unterstützen.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte, würde ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

-------------
Geht das so? Wenn ja, würde ich das dann so abschicken, wenn ich keine genaueren Infos zu der Stellenauschreibung bekommen würde.

Gruß klaus

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12157
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 06.02.2010, 13:20

Wenn ich keine weiteren Informationen bekäme, würde ich persönlich es wohl anders angehen: Als reine Initiativbewerbung... die aus Sicht des Lesers dann halt nur "zufällig" gerade passt. So hast Du eher ein positives Überraschungsmoment auf Deiner Seite... anstelle des momentan eher zweischneidigen Gefühls von "Gerüchteküche"... und die dann noch nicht einmal richtig... ;-)
H7-25 hat geschrieben:Bewerbung als Kraftfahrzeug-Sachverständiger

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks habe ich im Oktober 2009 an der Handwerkskammer XXXX mit gutem Erfolg abgeschlossen. Jetzt suche ich eine neue berufliche Herausforderung.
Dann weiter mit Deinen verschiedenen Erfahrungen... und endend mit der Frage, ob es in diesem Unternehmen eine Entwicklungs-Perspektive für solch einen Auto-Fachmann gibt... ;-)

H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Beitrag von H7-25 » 06.02.2010, 13:42

FRAGEN hat geschrieben:Wenn ich keine weiteren Informationen bekäme, würde ich persönlich es wohl anders angehen: Als reine Initiativbewerbung... die aus Sicht des Lesers dann halt nur "zufällig" gerade passt. So hast Du eher ein positives Überraschungsmoment auf Deiner Seite... anstelle des momentan eher zweischneidigen Gefühls von "Gerüchteküche"... und die dann noch nicht einmal richtig... ;-))
Da hast du gar nicht mal so unrecht. Soweit habe ich gar nicht gedacht.
Ich denke mal das ist das beste, weil mein Ex Kollege auf diesem Gebiet keine Große Hilfe ist.
Ich kenne viele Kfz Meister die den Betriebswirt haben und als Kfz Sachverständiger arbeiten. Das war mit ein Grund, wieso ich dieses Weiterbildung gemacht. Ich erhoffe mir davon höhere Chancen.
Ob es überhaupt eine Entwicklungsperpektive in dieser Firma oder in einer anderen gibt, kann ich nicht beantworten. Leiter der Schadensabteilung wäre eine Möglichkeit.

edit:
Montag bekomme ich die Interne Stellenausschreibung

H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Beitrag von H7-25 » 06.02.2010, 15:56

Wir hatte mal Unternehmensberater im Unternehmen.
Diese sagten dann zu mir:
Wir haben sie und ihre Kollegen beobachtet und dabei ist uns aufgefallen, das sie stets in stressigen und hektischen Situationen einen kühlen Kopf behalten und die Ruhe in Person sind.

Sollte man sowas unter persönliche Stärken noch einbauen?

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12157
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 06.02.2010, 16:50

Hmmm... eine grosse Stärke ist es auf jeden Fall. Welche Aspekte Du jeweils ins Feld führst, ist natürlich stark von der konkreten Stelle abhängig. Bei einem Job in der Werkstatt z. B. würde ich sie auf jeden Fall bringen. Wenn Du Dich als "Sachverständiger" bzw. "Gutachter" vorstellst, fände ich sie weniger hilfreich. Man könnte sich bei solchen (von Natur aus grundsätzlich eher "ruhigen" Tätigkeiten) sogar fragen, wie es überhaupt passieren kann, dass bei diesem speziellen Bewerber überhaupt Hektik ins Spiel kommt... während viele seiner Konkurrenten vermutlich nie auf die Idee kämen, dass so etwas überhaupt sein könnte... ;-)

Du solltest Dir diese Begebenheit aber auf jeden Fall notieren... und sei es nur für Vorstellungsgespräche. Schön auch, dass es sich dabei nicht um eine Selbsteinschätzung, sondern um eine externe handelt... und dann noch um die eines Profis... der von dieser Aussage keinerlei Vorteile zu erwarten hat... ;-)

H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Beitrag von H7-25 » 06.02.2010, 17:04

Und schon wieder nicht weit genug gedacht.
Klar ist es in einer Werkstatt stressiger als im Büro.
Aber jetzt in der Winterzeit sind natürlich deutlich mehr Unfälle vorhanden, die zügig bearbeitet werden müssen. Also kann auch hier Stress und Hektik entstehen.

Aber ich denke du hast recht. Bei dieser Bewerbung besser weglassen. Nur weil es mal zu extremen Situationen kommen kann, kann man nicht immer von diesen ausgehen.

Sollte man so einen Satz auch noch bringen?
Zu meinen persönlichen Stärken zähle ich mein überdurchschnittliches Engagement und meine hohe Motivation. Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und das selbstständige Arbeiten sowie das Arbeiten im Team sind für mich selbstverständlich. (In stressigen Situationen bleibe ich ruhig und behalte den Überblick.) <--- Hmmm. Kann mich nicht entscheiden. Schreiben oder nicht?

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12157
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 06.02.2010, 17:38

M. E. sind wir hier gerade in einer ziemlich kritischen Phase: Du lässt Dich hier gerade offenbar sehr reichlich inspirieren... und läufst dabei Gefahr, mit vorgefundenen Versatzstücken aus vollkommen anderen Zusammenhängen Deine (bislang im positiven Sinne "knochentrockene") Bewerbung völlig zu verwässern. Und so vollkommen scheinst Du Dein Berufsziel auch noch nicht verinnerlicht zu haben... bzw. in Gedanken immer noch quasi im Blaumann zu stecken... ;-)

Selbständigkeit z. B. ist für einen Gutachter eine derart elementare Voraussetzung, dass die Erwähnung schon wieder verdächtig wirkt. Bei der "Teamarbeit" wiederum hätte ich so meine Zweifel, ob sie bei dem angestrebten Berufsbild überhaupt gegeben ist. In solchen Fällen können solch schöne Wörter m. E. nach hinten losgehen... vor allem dann, wenn die "Selbstverständlichkeit" in der Formulierung noch einen indirekten Anspruch formuliert. Ein Experte ist ein Experte. Den holt man dann, wenn die anderen nicht weiter wissen. Der soll dann nicht gross diskutieren, sondern sagen, was Sache ist... ;-)

Engagement und Motivation sind zwar nie verkehrt... von daher allerdings auch von Hinz & Kunz bis zum Gotterbarmen durchgeritten... und dies in aller Regel nicht der Wahrheit entsprechend. Wer WIRKLICH engagiert ist, benutzt nicht dieses Wort... sondern nennt die konkreten Ergebnisse dieses Engagements. Genau das hast Du mit Meistertitel und Betriebwirt lehrbuchmässig abgehandelt. So macht man das. Die Redensarten überlässt man denen, die nichts anderes zu bieten haben... ;-)

H7-25
Beiträge: 35
Registriert: 26.09.2008, 20:51

Beitrag von H7-25 » 06.02.2010, 17:49

Wenn ich dich nicht hätte.

Danke für deine Direktheit.

Der Teufel steckt nunmal im Detail.

Benutzeravatar
TWend
Bewerbungshelfer
Beiträge: 319
Registriert: 31.07.2009, 15:44

Das Wesen einer Initiativbewerbung

Beitrag von TWend » 06.02.2010, 22:15

Hallo,
ich melde mich noch einmal gern zu Wort, um etwas zu dieser speziellen Initiativbewerbung (IB) zu sagen.

Zunächst:
Einer IB wohnen große Vorteile aber auch Nachteile inne.
Der größte Vorteil besteht darin, dass man in der Regel keine Konkurrenten zu befürchten hat.
Der Nachteil allerdings ist eben das fehlende Stellenangebot mit den konkreten Anforderungen an die Qualifikationen und Fähigkeiten des Bewerbers.

Deshalb kann eine IB nur dann wirklich Erfolg haben, wenn der Bewerber herausbekommt, was denn konkret verlangt wird.
Wie das geht?

Nichts einfacher als das: Beim Personalchef anrufen!

Nun ja, so ein Anruf kann aber kontraproduktiv sein, wenn man sich nicht gründlich genug darauf vorbereitet hat.

Ziel des Anrufes ist ja, herauszubekommen, ob es das interene Stellenangebot in der Tat gibt bzw. noch gültig ist und - vor allem - welche Anforderungen konkret gestellt werden.

Der Personaler wird bereitwillig darüber Auskunft geben, aber nur dann, wenn er schnell zur Überzeugung gelangt, dass der Anrufer sich auch WIRKLICH für den Job interessiert. Das wird er auch schnell sein, wenn der Bewerber mit DETAIL-Informationen am Telefon aufwartet, die er sich in gründlicher Recherche auf den Webseiten des Unternehmens informiert hat.

In etwa so: "Sie informieren auf Ihrer Website, dass Sie trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise Ihre Mitarbeiterzahl halten und sogar Ihren Umsatz um ... % steigern konnten. Das ist sehr imponierend und bestärkt mich in der Überzeugung, dass Ihr Unternehmen auch in Krisenzeiten auf einem festen wirtschaftlichen Fundament steht. Das können ja nur wenige Firmen heute von sich behaupten."

Der Personaler wird "mit den Ohren schlackern", wenn er sowas hört. Denn welcher Bewerber sagt sowas schon! Alle wollen doch nur irgendwie schnell einen Job bekommen, ohne sich vorher großartig mit einer Bewerbung anzustrengen.

Aber, mit der Bewerbung beginnt eigentlich der erste Arbeitstag für und im gewünschten Unternehmen. Deshalb ist es so wichtig, seine Bewerbung zielgenau auch auf den Job auszurichten, den man haben will.

Das Bewerbungsschreiben ist nur Teil der Gesamtbewerbung - dafür aber das Herzstück. Schon immer unterliegt es Regeln, die sich immer mal wandeln, aber an die sich jeder Bewerber halten muss. Das ist wie im Sport: wer die Regeln nicht einhält, bekommt erstmal Gelb oder fliegt gleich aus dem Spiel.

Wer die Regeln eines heutigen Bewerbungsschreibens nicht kennt, sollte sie erlernen. Literatur darüber gibt es genug.

Selbst für das Anschreiben für eine IB kann man sich vielerlei Unterlagen besorgen. In allen guten Ratgebern wird sinngemäß drinstehen: Rufen Sie an und machen Sie sich schlau, was die konkreten Anforderungen sind. Bereiten Sie Ihren Anruf aber gut vor!

Fazit:
Mit hohen Qualifikationen und langjährigen Berufserfahrungen sind Initiativbewerbungen äußerst erfolgreich, wenn man die Regeln einer IB streng einhält.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

Antworten