Bewerbung Maschinenbau Technischer Außendienst

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Stefan aus R.
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Bewerbung Maschinenbau Technischer Außendienst

Beitrag von Stefan aus R. » 05.02.2010, 18:16

Hi,

folgende Stellenausschreibung fand ich am Samstag in der Zeitung

Technischer Außendienst

Tätigkeiten:
Kundenbetreuung und -akquise
Projektarbeit
kreative Erschließung neuer Anwendungsgebiete

Profil
Maschinenbauingenieur
Konstruktiuonserfahrung
selbstständiges arbeiten
Verhandlungs-und Verkaufsgeschick

Ich würde mich freuen wenn ihr kurz Stellung zu meinem Anschreiben nehmen könnte. DANKE

Mein Anschreiben dazu sieht folgendermaßen aus:

Sehr geehrte Frau XXX,
vielen Dank für das nette und sehr interessante Telefonat vom … Wie besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für die Stelle im technischen Außendienst.

Im März werde ich mein Studium des Maschinenbaus in der Vertiefungsrichtung Fertigungstechnik mit der Abgabe meiner Diplomarbeit erfolgreich beenden. Die Diplomarbeit erstelle ich zum Thema „Technischen Vergleich von Stirnradgetriebemotoren“ bei der XXX GmbH antriebstechnik in Musterstadt.

Praxiserfahrung in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion kann ich durch diverse Praktika vorweisen. Bei XYZ war ich eingebunden in ein Benchmark über Nadellager. Meine Aufgabe bestand darin Fertigungstoleranzen der Lager zu erfassen, auszuwerten und innerhalb des Abschlussberichts einzufügen. Hierbei konnte ich tiefergehende Einblicke im Bereich der Wälzlagertechnik gewinnen.
Durch mein fünfmonatiges Praktikum bei ADC in den USA kann ich Erfahrungen in der Konstruktion von Sondermaschinen vorweisen. So war ich für die Erstellung einzelner Baugruppen und Zeichnungen zuständig. Doch nicht nur fachlich konnte ich mich weiterentwickeln, sondern auch sprachlich und persönlich. So bringe ich gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift mit. Desweitern lernte ich in den USA mein Leben selbstständig zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen und auf Menschen selbstbewusst zuzugehen.

Für mich stellt der technische Außendienst das Bindeglied zwischen Kunde, Konstruktion und Produktion dar. Präzise Lösungen zur Zufriedenheit von Kunde und Hersteller stellt dabei oftmals eine große Herausforderung dar. Gerne würde ich mich dieser Herausforderung stellen und mit meine Fähigkeiten und Kenntnissen zur Fortsetzung der seit über 50jährigen Erfolgsgeschichte der Firma XXX beitragen.

Wenn Sie einem Absolventen auf dieser Position eine Chance bieten, freue mich sehr auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

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TWend
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Beitrag von TWend » 05.02.2010, 23:10

Hallo Stefan,
sehr gut, dass Sie voher bei der Firma angerufen haben und mit Frau XXX einen persönlichen Kontakt erstellen konnten. Damit haben Sie sich einige Bonuspunkte verschafft, auf die viele Ihrer Mitbewerber einfach so verzichten.

Sie schreiben vom erfolgreichen Ende Ihres Studiums, führen an, welche Tätigkeiten und Erfahrungen Sie in diversen Praktika durchführten und gewannen und dass Sie in den USA einen große Persönlichkeitsentwicklung nahmen.

Das sind alles sehr gute Voraussetzungen für Ihren angestrebten Job!
Deshalb sollten Sie alle diejenigen Fähigkeiten der Frau XXX so präsentieren, dass sie damit die Anforderungen im Anforderungsprofil als begründet sieht.

Schreiben Sie also nicht nur was Sie gelernt haben, sondern schreiben Sie vorrangig, dass Sie neue Kunden deswegen gewinnen werden (nicht "können"!), weil Sie die Fachkompetenz und die dafür notwendige Persönlichkeit besitzen.

Das ist nicht einfach aber überaus wirkungsvoll und somit erfolgreich!

Und noch ein kleiner Tipp:
Gehen Sie immer persönlich auf Frau XXX ein (an sie ist ja Ihr Anschreiben adressiert). Schreiben Sie also nicht von "der" Firma, sondern von "Ihrer" Firma. Und wenn Sie sich im Internet ausführlich über die Firma informieren, werden Sie mit Sicherheit Infos finden, die vielleicht unscheinbar sind. Geben Sie dann in Ihrem Anschreiben eine dieser gewonnen Infos der Frau XXX im Anschreiben mit. Darüber wird sie sich gewaltig freuen, weil sie überzeugt ist, Sie interessieren sich nicht nur durch Ihren Anruf so sehr für dieses Unternehmen. Das sind alles "Kleinigkeiten" mit brisanter Wirkung.

Bewirb-dich-erfolgreich

Tilo

Stefan aus R.
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Beitrag von Stefan aus R. » 08.02.2010, 20:23

Hi TWend und all die anderen:-)

vielen Dank für deine Tipps. Ich änderte ein paar Kleinigkeiten, dennoch bin ich weitere Korrekturen/Verbesserunbgsvorschläge sehr dankbar.
Vor allem deine Anregung die ganze Geschichte die Kundenbetreuung und -akquise voran zu stellen, finde ich sehr interessant. Leider gestaltet sich dies nicht einfach. Aber ich bleib dran.


Sehr geehrte Frau XXX,
vielen Dank für das nette und sehr interessante Telefonat vom … Wie besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für die Stelle im technischen Außendienst.

Im März werde ich mein Studium des Maschinenbaus in der Vertiefungsrichtung Fertigungstechnik mit der Abgabe meiner Diplomarbeit erfolgreich beenden. Die Diplomarbeit erstelle ich zum Thema „Technischen Vergleich von Stirnradgetriebemotoren“ bei der XXX GmbH antriebstechnik in Musterstadt.

Praxiserfahrung in den Bereichen Entwicklung und Konstruktion kann ich durch diverse Praktika vorweisen. Bei XYZ war ich eingebunden in ein Benchmark über Nadellager. Meine Aufgabe bestand darin Fertigungstoleranzen der Nadellager zu erfassen, auszuwerten und innerhalb des Abschlussberichts einzufügen. Hierbei konnte ich tiefergehende Einblicke im Bereich der Wälzlagertechnik gewinnen.
Durch mein fünfmonatiges Praktikum bei ADC in den USA sammelte ich Erfahrungen in der Konstruktion von Sondermaschinen. So war ich für die Erstellung einzelner Baugruppen und Zeichnungen zuständig. Neben meiner fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung eignete ich mir gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift an. Desweiteren lernte ich in den USA mein Leben selbstständig zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und auf Menschen selbstbewusst zuzugehen.

Für mich stellt der technische Außendienst das Bindeglied zwischen Kunde, Konstruktion und Produktion dar. Präzise Lösungen zur Zufriedenheit von Kunde und Hersteller stellt dabei oftmals eine große Herausforderung dar. Gerne werde ich mich den Herausforderungen in Ihrem Unternehmen stellen und meine Fähigkeiten und Kenntnissen zur Fortsetzung der über 50jährigen Erfolgsgeschichte einsetzen.

Wenn Sie einem Absolventen auf dieser Position eine Chance bieten, freue mich sehr auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

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TWend
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Beitrag von TWend » 08.02.2010, 23:22

Hallo Stefan,

Sie sind noch immer zu stark dem "Ich-Syndrom" verfallen. Aber das sind wohl über 90% aller anderen Bewerber auch.
Alle schreiben immerzu: "Ich habe...", "Ich kann...", "Ich bin..."

Klar, es gehört eine gewisse Distanz zum Ansprechpartner (dem Personaler) in ein Bewerbungsschreiben. Trotzdem sollte man ihn so oft es geht mit aller Freundlichkeit und Höflichkeit ansprechen.

Das beginnt schon im ersten Satz.

Sie machen es richtig und sprechen Frau XXX direkt auf das Telefonat an.
Aber damit fallen Sie vielleicht etwas zu schnell mit der Tür ins Haus.

besser ist allemal ein Bezug zu den Anforderungen im Stellenangebot und erst danach der Hinweis auf das (so wichtige!) Telefongespräch.

So würde ich an Ihrer Stelle wie folgt beginnen:

Sehr geehrte Frau XXX,

mit dieser Bewerbung schreibt Ihnen ein junger, dynamischer Absolvent der [Bildungseinrichtung XYZ], der im Technischen Außendienst mit Verhandlungs- und Verkaufsgeschick Ihren bestehenden Kundenstamm rundum betreuen und erweitern kann.

Zunächst bedanke ich mich noch einmal für das freundliche und aufschlussreiche Telefonat mit Ihnen. Es hat mich vollends überzeugt, mit meinen Qualifikationen und Fähigkeiten zum weiteren Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen.

Sie erwähnten darin, dass [die kreative Erschließung neuer Anwendungsgebiete] die Wettbewerbsvorteile Ihres Unternehmens sichern soll. Nun, durch mein fünfmonatiges Praktikum bei ADC in den USA kann ich Erfahrungen in der Konstruktion von Sondermaschinen vorweisen. Das ist sicher eine Komponente, die den zukünfigen Erfolg Ihres Unternehmens begründen wird.

Sehen Sie: einerseits wird die gute Frau XXX immer angesprochen, andererseits werden die Anforderungen an den Job mit den eigenen Qualifikationen und Fähigkeiten verbunden.

Das sollte sich wie ein roter Faden durch Ihr Anschreiben (und aller anderen auch) ziehen. Denn damit demonstrieren Sie schon eine gewisse Verbundenheit mit dem Unternehmen, und der angepriesene Erfolg, den Sie in das Unternehmen einbringen wollen, wirkt dann auch ehrlich und aufrichtig.

Haben Sie vielleicht exklusiv eine Anforderung an diesen Job am Telefon erfahren, die nicht im Stellenangebot so konkret drin steht? Wenn ja, dann haben Sie ein Goldkorn in der Hand, das Sie gleich im ersten Satz "verkaufen" können.

"Weil Sie einen Mitarbeiter suchen, der [die exklusive Anforderung] erfüllt, wird Sie meine vorliegende Bewerbung sehr interessieren..."

Das ist eben Sinn und Zweck eines Anrufes, bevor man sich an die Arbeit zur Bewerbung macht. Und solche Bewerber haben dann immer auch gleich einen "Sonderstatus" beim Personaler - erst recht, wenn die Bewerbung alle Regeln einhält und professionell, nahezu perfekt, erstellt wurde.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

Stefan aus R.
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Beitrag von Stefan aus R. » 09.02.2010, 13:03

Hallo Tilo und alle anderen,

hab ich dir schon gesagt das du der Beste bist :D
Hab wieder ein bischen was verändert.
Verbesserungsvorschläge, Kritik sind sehr willkommen
Vielen Dank dafür

Sehr geehrte Frau XXX,
mit dieser Bewerbung schreibt Ihnen ein angehender junger, dynamischer Absolvent der Georg-Simon Ohm Hochschule in XXXXX, der im technischen Außendienst mit Verhandlungs- und Verkaufsgeschick Ihren Kundenstamm rundum betreuen und erweitern kann.
Zunächst bedanke ich mich nochmal für das nette und aufschlussreiche Telefonat von Dienstagvormittag.

Sie suchen jemanden der mit Kreativität neuer Anwendungsbereiche erschließt und mit Kunden an technische Lösungen in der Antriebstechnik von Sondermaschinen arbeitet.

Nun, durch meine Diplomarbeit die ich derzeit zum Thema „Technischer Vergleich von Stirnradgetriebemotoren der XXX GmbH antriebstechnik in Musterstadt verfasse, kann ich Kenntnisse in der Antriebstechnik vorweisen.
Weiterhin bringe ich durch mein fünfmonatiges Praktikum bei ADC in den USA Erfahrungen in der Konstruktion von Sondermaschinen mit. Neben meiner fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung eignete ich mir gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift an. Desweiteren lernte ich in den USA mein Leben selbstständig zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und auf Menschen selbstbewusst zuzugehen.
Tiefergehende Einblicke in die Wälzlagertechnik sammelte ich mit einem Praktikum bei AFR in Musterbach. Dort war ich in ein Benchmark über Nadellager eingebunden.

Dies sind sicher alles Komponenten, die ich für den zukünftigen Erfolg Ihres Unternehmens einbringen kann. Gerne stelle ich mich der Herausforderung meinen Beitrag zur Fortführung der 50jährigen Erfolgsgeschichte der Firma QWEET zu leisten.

Mit der Abgabe meiner Diplomarbeit zum 12.März 2010 stehe ich Ihnen ab 1.April zu Verfügung.

Wenn Sie einem Absolventen auf dieser Position eine Chance bieten, freue mich sehr auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

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TWend
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Ein kompletter Vorschlag für das Anschreiben

Beitrag von TWend » 09.02.2010, 22:44

Hallo Stefan,

über das Kompliment habe ich mich sehr gefreut. Vielen Dank dafür.
Ich freue mich aber noch mehr, wenn ich - soweit wie es meine Zeit erlaubt - allen Bewerbern eine gute Hilfe geben kann. Ich habe ja selber mal eine Absage auf die andere erhalten und wusste nie so richtig, woran es lag. Bis ich mich dann mal sozusagen schlau machte: mit Literatur und Seminaren. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich erkannte, dass meine eigenen Anschreiben, ja die ganzen Bewerbungen überhaupt, mit Fehlern überladen waren. Man sollte heute ein neues Fach an den Schulen und Unis einführen: "die hohe Kunst des Bewerbens", das nur von äußerst erfahrenen und bestens psychologisch ausgebildeten Personalern unterrichtet wird. Dann wissen viel mehr Leute ihr Leben lang, wie sie sich selber immer optimal "verkaufen" können.

Nun zu deinem Anschreiben:
Es ist dir gut, ja, fast sehr gut gelungen. Daraus liest man, dass du dir viele Gedanken gemacht und nicht bloß drau los geschrieben hast. Sowas spüren gute Personaler auch gleich, und dann ist es für sie zweitrangig, ob nicht der eine oder andere Satz noch hätte besser formuliert werden können.

Da du dir aber in der Tat "einen Kopf gemacht hast", habe ich mir das Anschreiben mal im Ganzen vorgenommen und noch etwas umformuliert. Ich hoffe, es wird dir gefallen. Jedenfalls wird das kein Personaler völlig achtlos wieder beiseite legen.

Sehr geehrte Frau XXX,

mit dieser Bewerbung schreibt Ihnen ein junger, dynamischer Absolvent der Georg-Simon Ohm Hochschule in XXXXX, der im technischen Außendienst mit Verhandlungs- und Verkaufsgeschick Ihren Kundenstamm rundum betreuen und erweitern kann.

Zunächst bedanke ich mich noch einmal für das nette und aufschlussreiche Telefonat vom [Dienstagvormittag] (oder Datum).

Sie sind sehr an einem neuen Mitarbeiter interessiert, der mit Kreativität neue Anwendungsbereiche erschließt und Ihren Kundenstamm mit technischen Lösungen in der Antriebstechnik von Sondermaschinen fest an Ihr Unternehmen bindet und ebenso ausbaut.

Nun, in meiner Diplomarbeit zum Thema „Technischer Vergleich von Stirnradgetriebemotoren der XXX GmbH Antriebstechnik“ kann ich entsprechende Kenntnisse vorweisen und bin zudem hoch motiviert, diese zum Erfolg Ihres Unternehmens anzuwenden.

Ich hatte zudem die wertvolle Gelegenheit zu einem Praktikum in den USA bei der Firma ADC. In diesen fünf Monaten sammelte ich umfangreiche Erfahrungen in der Konstruktion von Sondermaschinen. Neben dieser fachlichen Weiterbildung konnte ich auch mein Englisch in Wort und Schrift entscheidend verbessern. Diese Zeit gab auch meiner Persönlichkeitsentwicklung enorme Impulse, weil ich es lernte, mein Leben durchweg selbständig zu organisieren und vor allem Verantwortung zu übernehmen, sowie auf Menschen selbstbewusst einzugehen.

In meinem Praktikum bei der Firma AFR in Musterbach war ich in ein Benchmark über Nadellager eingebunden. So konnte ich mein Wissen und meine Erfahrungen über Wälzlagertechnik bedeutend erweitern.

Ich bin mir sicher, als Hochschulabsolvent mit diesem Wissens- und Erfahrungsstand zum zukünftigen Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen. Denn hoch motiviert stelle ich mich gern der Herausforderung, meinen Beitrag zur Fortführung der bereits 50-jährigen Erfolgsgeschichte Ihres Unternehmens zu leisten.

Nach der erfolgreichen Verteidigung meiner Diplomarbeit kann ich bereits am 1. April in Ihrem Unternehmen meine Berufslaufbahn beginnen.

Geben Sie bitte einem Hochschulabsolventen diese Chance und überzeugen Sie sich von meinen Qualifikationen und meiner Persönlichkeit in einem persönlichen Gespräch. Unter meiner Handy-Nr. [0123 456789] bin ich für einen Termin nahezu immer erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen aus [meinem Wohnort]

Vorname Nachname


Du siehst, Stefan, ich habe auch inhaltlich ein paar Kleinigkeiten verändert (z.B. die Verteidigung der Diplomarbeit).

Ich bin nun gespannt auf deine Antwort.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

Stefan aus R.
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Beitrag von Stefan aus R. » 10.02.2010, 21:04

Hi Tilo,

nochmals herzlichen Dank für deine Hilfe. Habe wiederrum eine paar Passagen übernommen.
Mein Anschreiben ist jetzt um viele Ecken besser als vorher. Merci.

Ich denke ich hab hier jetzt was ziemlich erfolgversprechendes und werde die Bewerbung mit diesem Anschreiben abschicken.

Sehr geehrte Frau XXX,
mit dieser Bewerbung schreibt Ihnen ein angehender junger, dynamischer Absolvent der Georg-Simon Ohm Hochschule in XXX, der im technischen Außendienst mit Verhandlungs- und Verkaufsgeschick Ihren Kundenstamm rundum betreuen und erweitern kann.
Zunächst bedanke ich mich nochmal für das nette und aufschlussreiche Telefonat von Dienstagvormittag.

Sie sind sehr an einem neuen Mitarbeiter interessiert, der mit Kreativität neue Anwendungsbereiche erschließt und Ihren Kundenstamm mit technischen Lösungen in der Antriebstechnik von Sondermaschinen fest an Ihr Unternehmen bindet und ebenso ausbaut.

Nun, durch meine Diplomarbeit die ich derzeit zum Thema „Technischer Vergleich von Stirnradgetriebemotoren“ bei der XXXX in Musterbach verfasse, kann ich entsprechende Kenntnisse in der Antriebstechnik vorweisen.

Ich hatte zudem die wertvolle Gelegenheit zu einem Praktikum in den USA bei ADC. In diesen fünf Monaten sammelte ich umfangreiche Erfahrungen in der Konstruktion von Sondermaschinen. Neben dieser fachlichen Weiterbildung konnte ich auch meine Englischkenntnisse in Wort und Schrift entscheidend verbessern. Diese Zeit gab auch meiner Persönlichkeitsentwicklung enorme Impulse, weil ich es lernte, mein Leben durchweg selbständig zu organisieren und vor allem Verantwortung zu übernehmen, sowie auf Menschen selbstbewusst zuzugehen.

Während meines Praktikums bei XYZ in Musterstadt war ich in ein Benchmark über Nadellager eingebunden. So konnte ich mein Wissen über die Wälzlagertechnik bedeutend erweitern

Dies sind sicher alles Komponenten, die ich für den zukünftigen Erfolg Ihres Unternehmens einbringen kann. Gerne stelle ich mich der Herausforderung meinen Beitrag zur Fortführung der 50jährigen Erfolgsgeschichte von QWE zu leisten.

Mit der Abgabe meiner Diplomarbeit zum 12.März 2010 stehe ich Ihnen ab 1.April zu Verfügung.

Geben Sie einem Hochschulabsolventen diese Chance und überzeugen Sie sich von meinen Qualifikationen und meiner Persönlichkeit in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen


P.S. mein Telfonanruf war "Gold" wert, so erhielt ich die e-mail Adresse der Personalerin, (mit dem Hinweis dass dies bewusst nicht angegeben wurde) und muss meine Unterlagen nicht mit der Post schicken. Auch wenn das Gespräch nicht so dolle war, aber immerhin

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TWend
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Beitrag von TWend » 10.02.2010, 22:31

Hallo Stefan,

ja, so kannst du das Anschreiben guten Gewissens abschicken.

Korrigiere aber bitte noch diese paar Rechschreibfehler:

Gerne stelle ich mich der Herausforderung, (Komma!) meinen Beitrag zur Fortführung der 50-jährigen (Bindestrich!) Erfolgsgeschichte von QWE zu leisten.

Mit der Abgabe meiner Diplomarbeit zum 12. März 2010 stehe ich Ihnen ab 1. April zu Verfügung. (Leerzeichen zwischen Tag und Monat!)

Im letzten Satz würde ich noch das Zauberwort "Bitte" voransetzen:
Bitte geben Sie...

Möchtest du wirklich auf die "hohe Motivation" verzichten? Ich würde das reinschreiben. Denn Absolventen sind in der Tat immer hoch motiviert, wenn es um den ersten richtigen Job im Leben geht. Das ist somit nicht geheuchelt, sondern die Wahrheit. Und Personaler lesen vor allem bei jungen Leuten solche Aussagen mit Wohlwollen.

Bevor du deine Bewerbung per E-Mail absendest noch ein paar Tipps:

1. Kontrolliere den Lebenslauf sehr gewissenhaft auf Vollständigkeit in der Chronologie und auch auf ausreichende Gewichtung in Bezug auf die Anforderungen im Stellenangebot.

2. Fertige auch ein Deckblatt mit einem sehr netten Bewerberfoto an.

3. Sende das Anschreiben und die Bewerbungsunterlagen (Deckblatt, Lebenslauf, Zeugnisse, Nachweise etc.) als zwei getrennte PDF-Dateien im E-Mail-Anhang mit. Die oberste Grenze der Dateigröße sind 2 MB!

4. Benutze eine überaus seriöse E-Mail-Adresse (z.B. vorname.name@provider.de)

Dann wünsche ich dir maximalen Erfolg. Für weitere Tipps kannst du mich auch per E-Mail kontaktieren.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

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