Bewerbung MFA

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sprachlos
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Bewerbung MFA

Beitrag von sprachlos » 10.02.2010, 15:18

hallo,

ihr hab mir schon bei meiner bewerbung für meine ausbildung geholfen. (DANKE NOCH MAL AN "FRAGEN" :-))nur noch 3 monate und dann habe ich prüfung. jetzt ich bin auf der suche nach einem job.
was haltet ihr von meiner jetztigen bewerbung?
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Bewerbung um einen Arbeitsplatz als Medizinische Fachangestellte


Sehr geehrte Frau Dr. XXX,

da ich mir vorstellen kann, dass Sie bereits mehrere Bewerbungen gelesen haben, die mit "Hiermit bewerbe ich mich ..." anfangen, versuche ich es einmal anders. Sie wünschen sich eine passende Bewerberin zu finden ... Nun, hier bin ich! Fest steht, ich suche eine Arbeitsstelle als Medizinische Fachangestellte und ich will zu Ihnen!

Zurzeit besuche ich die Berufsbildende Schule I in XXX und beende diese Anfang Mai 2010 mit dem Abschluss als Medizinische Fachangestellte. In meiner pneumologischen Ausbildungspraxis führe ich folgenden Aufgaben durch: Patientenannahme/Terminvergabe, sowie Lungenfunktion, Blutgasanalyse, Spiroergooxymetrie, außerdem auch Pricktest, venöse Blutentnahme, EKG schreiben und tägliche Verwaltungsaufgaben wie z. B. Befunde- und Patientenakten bearbeiten.

In meiner Ausbildungspraxis arbeiten wir mit der Software XXX, aber gerne bin ich bereit, den Umgang mit, für mich, neuen Geräten und Praxissoftware zu erlernen, um schnell selbstständig arbeiten zu können. Der Umgang mit dem MS Office-Programm Word bereitet mir keine Probleme, da ich in der Schule deren Hand-habung gelernt habe. Außerdem habe ich zwei Kurse über Verbände und Laboruntersuchungen bei der Ärztekammer belegt. Ein Lehrgang über Injektionen/
Infusionen folgt Ende Februar. Ich bin es gewohnt in einem Team zuarbeiten, deshalb können Sie Loyalität, Ehrlichkeit, aber auch Freundlichkeit, Belastbarkeit und Flexibilität bei mir voraussetzen.

Ich hoffe, Sie sind mit dem Lesen bis hierhin gekommen und ich darf mich auf ein Vorstellungsgespräch freuen.

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FRAGEN
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Re: Bewerbung MFA

Beitrag von FRAGEN » 10.02.2010, 23:43

Da bist Du ja wieder, sprachlos! An Deine Bewerbung erinnere ich mich noch gut... ;-)

Deinen jetzigen Anlauf finde ich auch schon gar nicht schlecht... aber der Reihe nach:

Die Einleitung erscheint mir nicht so glücklich. Sie hat zwar Originalität... aber leider eine, die im Endeffekt ins Leere geht. Die sofort geweckte Aufmerksamkeit wird inhaltlich nicht bedient... da ein ganzer Absatz zu Ende geht, ohne dass der Leser auch nur eine einzige konkrete Information bekommt. Aber weisst Du, was mir richtig gut gefällt? Die "Einleitung" Deines Threads! Wie wäre es denn mit DER als Einstieg?
sprachlos hat geschrieben:Sehr geehrte Frau Dr. XXX,

nur noch 3 monate und dann habe ich prüfung. jetzt ich bin auf der suche nach einem job.*

Zurzeit besuche ich die Berufsbildende Schule I in XXX...
Ein bisschen glätten könnte man das vielleicht noch... sodass es zwar den sympathischen Schwung behält... aber diese minimale Patzigkeit dabei verliert. Und da wo das "*" steht, wäre natürlich ein Argument für die konkrete Praxis schön... ;-)
sprachlos hat geschrieben:In meiner pneumologischen Ausbildungspraxis führe ich folgenden Aufgaben durch: Patientenannahme/Terminvergabe, sowie Lungenfunktion, Blutgasanalyse, Spiroergooxymetrie, außerdem auch Pricktest, venöse Blutentnahme, EKG schreiben und tägliche Verwaltungsaufgaben wie z. B. Befunde- und Patientenakten bearbeiten.
Dass Du in Deiner Ausbildungspraxis so viele verschiedene Sachen tun und lernen könntest, ist natürlich gut! Dass Du das schreibst, natürlich auch. Aber zu lesen ist solch eine lange Liste eher uncharmant. Ich würde da richtige Sätze draus machen! Im Grunde so, wie Du es auch im Folgeabsatz machst... schön lebendig - mit unterschiedlich langen und unterschiedlich aufgebauten Sätzen. Einfach so, dass die sachlichen Informationen einen angenehmen Fluss bekommen... ;-)
sprachlos hat geschrieben:Außerdem habe ich zwei Kurse über Verbände und Laboruntersuchungen bei der Ärztekammer belegt. Ein Lehrgang über Injektionen/Infusionen folgt Ende Februar.
Was hat es mit diesen Kursen auf sich? Sind die regulärer Teil der Ausbildung oder freiwilliger "Sondereinsatz" von Dir?
sprachlos hat geschrieben:Ich bin es gewohnt in einem Team zuarbeiten, deshalb können Sie Loyalität, Ehrlichkeit, aber auch Freundlichkeit, Belastbarkeit und Flexibilität bei mir voraussetzen.
Diesen Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Was hat das "Team" mit den genannten Eigenschaften zu tun? Mal abgesehen davon, dass wir es hier wieder mit so einer etwas lieblosen Liste zu tun haben... ;-)

Aber insgesamt klingt das schon so, als hättest Du in den letzten Jahren eine ganze Menge gelernt... ;-)

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Beitrag von sprachlos » 11.02.2010, 20:04

Hallo FRAGEN,

danke für deine Hilfe. Ich musste schmunzeln, als ich deine Zeilen gelesen habe. Du bist so unglaublich wortgewandt :D
Hier, meine überarbeitet Version.

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Sehr geehrte Frau Dr. XXX,

nur noch 3 Monate und dann habe ich Prüfung, deshalb bin ich jetzt auf der Suche nach einem Job. Ihre Praxis erscheint mir sehr passend und ich bewerbe mich auf Ihr Stellenangebot als Medizinische Fachangestellte.

Zurzeit besuche ich die Berufsbildende Schule I in XXX und beende diese Anfang Mai 2010 mit dem Abschluss als Medizinische Fachangestellte. In meiner pneumologischen Ausbildungspraxis führe ich folgenden Aufgaben durch: Patientenannahme und Terminvergabe, sowie Lungenfunktion und Blutgasanalyse. Außerdem gehört die venöse Blutentnahme, Pricktest und EKG schreiben zu meinen Tätigkeiten. Aber nicht zu vergessen sind die täglichen Verwaltungsaufgaben wie z. B. Befunde- und Patientenakten bearbeiten.

In meiner Ausbildungspraxis arbeiten wir mit der Software XXX, aber gerne bin ich bereit, den Umgang mit, für mich, neuen Geräten und Praxissoftware zu erlernen, um schnell selbstständig arbeiten zu können. Der Umgang mit dem MS Office-Programm Word bereitet mir keine Probleme, da ich in der Schule deren Handhabung gelernt habe. Außerdem habe ich freiwillig zwei Kurse über Verbände und Laboruntersuchungen bei der Ärztekammer belegt. Ein Lehrgang über Injektionen/Infusionen folgt Ende Februar. Da wir in meiner Praxis keine Verbände anlegen oder Infusionen durchführen, habe ich mich für diese Schulungen angemeldet, um Dinge zu lernen, die ich noch nie durchgeführt habe und um gerüstet zu sein, wenn ich in Ihrer Praxis anfange. Teamarbeit steht bei mir an erster Stelle und Sie können von mir voraussetzen, dass ich Ihre Patienten so behandele, wie ich auch behandelt werden möchte.

Ich hoffe, Sie sind mit dem Lesen bis hierhin gekommen und ich darf mich auf ein Vorstellungsgespräch freuen.

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Beitrag von FRAGEN » 11.02.2010, 21:43

sprachlos hat geschrieben:Du bist so unglaublich wortgewandt :D
Du aber auch, sprachlos! In Deiner Überarbeitung sind ja echte Perlen! Wenn auch noch nicht alle so richtig glänzen... ;-)
sprachlos hat geschrieben:Sehr geehrte Frau Dr. XXX,

nur noch 3 Monate und dann habe ich Prüfung. Deshalb bin ich jetzt auf der Suche nach einem Job. Ihre Praxis erscheint mir sehr passend und ich bewerbe mich auf Ihr Stellenangebot als Medizinische Fachangestellte.
Gefällt mir immer noch... wobei es vielleicht noch ein angemesseneres Wort für den "Job" gäbe. Angemessen in dem Sinne, dass Dein Respekt vor der Praxis darin zum Ausdruck kommt. Apropos: Das Adjektiv "passend" ist wirklich die minimalste aller Minimal-Lösungen für die AG-Individualisierung. Was ist daran denn "passend" in Bezug auf was? Und schön wäre an dieser Stelle sicher auch, wenn in der Formulierung deutlich würde, dass dieses "Passen" der Grund für die Bewerbung ist. Bislang stehen die beiden Fakten unverbunden nebeneinander... ;-)
sprachlos hat geschrieben:Zurzeit besuche ich die Berufsbildende Schule I in XXX und beende diese Anfang Mai 2010 mit dem Abschluss als Medizinische Fachangestellte. In meiner pneumologischen Ausbildungspraxis führe ich folgenden Aufgaben durch: Patientenannahme und Terminvergabe, sowie Lungenfunktion und Blutgasanalyse. Außerdem gehört die venöse Blutentnahme, Pricktest und EKG schreiben zu meinen Tätigkeiten. Aber nicht zu vergessen sind die täglichen Verwaltungsaufgaben wie z. B. Befunde- und Patientenakten bearbeiten.
Schon viel besser... und die "nicht zu vergessenden Verwaltungsaufgaben" sind einfach herrlich - und genauso freundlich-schwungvoll wie der Einstieg! Bei den ersten vier Stichpunkten finde ich die Reihung immer noch eigenartig. Sind das nicht jeweils zwei Zweiergruppen von Tätigkeiten, die relativ wenig miteinander zu tun haben? Und eine ganz blöde Laienfrage am Rande: Heisst das, was Du da machst, tatsächlich "Lungenfunktion"?
sprachlos hat geschrieben:In meiner Ausbildungspraxis arbeiten wir mit der Software XXX, aber gerne bin ich bereit, den Umgang mit, für mich, neuen Geräten und Praxissoftware zu erlernen, um schnell selbstständig arbeiten zu können. Der Umgang mit dem MS Office-Programm Word bereitet mir keine Probleme, da ich in der Schule deren Handhabung gelernt habe.
Hier würde ich einen Absatz machen, um das besonders gute Argument mit Deiner freiwilligen Zusatzleistung noch etwas stärker zu betonen!
sprachlos hat geschrieben:Außerdem habe ich freiwillig zwei Kurse über Verbände und Laboruntersuchungen bei der Ärztekammer belegt. Ein Lehrgang über Injektionen/Infusionen folgt Ende Februar. Da wir in meiner Praxis keine Verbände anlegen oder Infusionen durchführen, habe ich mich für diese Schulungen angemeldet, um Dinge zu lernen, die ich noch nie durchgeführt habe und um gerüstet zu sein, wenn ich in Ihrer Praxis anfange. Teamarbeit steht bei mir an erster Stelle und Sie können von mir voraussetzen, dass ich Ihre Patienten so behandele, wie ich auch behandelt werden möchte.
Das Rote hattest Du im Prinzip vorher schon gesagt. Das "gerüstet" ist dafür schon wieder ein genau so schönes Detail wie das "nicht zu vergessen". So etwas macht eine Bewerbung lebendig! Der Satz mit den Patienten ist ebenfalls klasse und ein äusserst würdiger Abschluss!

Wenn Du so weiter machst, darfst Du Dich bestimmt über eine Einladung freuen... ;-)

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Beitrag von sprachlos » 13.02.2010, 19:13

HAllo FRAGEN, :)

um dich aufzuklären: Bei der Lungenfunktion sitzen die Patienten in einer luftdichten Kabine und ich messe das Atemvolumen desjenigen. Fachsprachlich nennt man Lungenfunktion auch Bodyplethysmografie. Sollte ich lieber diesen Begriff nehmen??
Wieso findest du diese Anreihung eigentlich komisch. Im Grunde sind es völlig andere Untersuchungen von der Art und Weise, aber von der Diagnostik gehören sie zusammen, um bestimmte Erkrankungen festzustellen.

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Sehr geehrte Frau Dr. XXX,

nur noch 3 Monate und dann habe ich Prüfung. Deshalb bin ich jetzt auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Ihre Praxis erscheint mir nach dem angegebenen Stellenprofil der Arbeitsagentur sehr interessant und deshalb bewerbe ich mich auf Ihr Stellenangebot als Medizinische Fachangestellte.

Zurzeit besuche ich die Berufsbildende Schule I in XXX und beende diese Anfang Mai 2010 mit dem Abschluss als Medizinische Fachangestellte. In meiner pneumologischen Ausbildungspraxis führe ich folgenden Aufgaben durch: Patientenannahme und Terminvergabe, sowie Lungenfunktion und Blutgasanalyse. Außerdem gehört die venöse Blutentnahme, Pricktest und EKG schreiben zu meinen Tätigkeiten. Aber nicht zu vergessen sind die täglichen Verwaltungsaufgaben wie z. B. Befunde- und Patientenakten bearbeiten.

In meiner Ausbildungspraxis arbeiten wir mit der Software XXX, aber gerne bin ich bereit, den Umgang mit, für mich, neuen Geräten und Praxissoftware zu erlernen, um schnell selbstständig arbeiten zu können. Der Umgang mit dem MS Office-Programm Word bereitet mir keine Probleme, da ich in der Schule deren Handhabung gelernt habe.

Außerdem habe ich freiwillig zwei Kurse über Verbände und Laboruntersuchungen bei der Ärztekammer belegt. Ein Lehrgang über Injektionen/Infusionen folgt Ende Februar. Da wir in meiner Praxis keine Verbände anlegen oder Infusionen durchführen, habe ich mich für diese Schulungen angemeldet, um Dinge zu lernen, die ich noch nie durchgeführt habe und um gerüstet zu sein, wenn ich in Ihrer Praxis anfange. Teamarbeit steht bei mir an erster Stelle und Sie können von mir voraussetzen, dass ich Ihre Patienten so behandele, wie ich auch behandelt werden möchte.

Ich hoffe, Sie sind mit dem Lesen bis hierhin gekommen und ich darf mich auf ein Vorstellungsgespräch freuen.

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Beitrag von FRAGEN » 13.02.2010, 19:37

Und wieder bin ich ein kleines bisschen schlauer, sprachlos... ;-)
sprachlos hat geschrieben:um dich aufzuklären: Bei der Lungenfunktion sitzen die Patienten in einer luftdichten Kabine und ich messe das Atemvolumen desjenigen. Fachsprachlich nennt man Lungenfunktion auch Bodyplethysmografie. Sollte ich lieber diesen Begriff nehmen?
Ein bisschen Fachsprache ist unter Fachleuten selten verkehrt. Das war aber nicht das, was ich sagen wollte. Ich finde einfach, dass "Lungenfunktion" sich nicht nach einer Untersuchung anhört. Für mich persönlich wäre die "Lungenfunktion" das, was untersucht wird... und nicht die Untersuchung selbst. Die müsste für mich (sinngemäss) "Überprüfung der Lungenfunktion" o. ä. heissen. Bei einem Wort das mit "graphie" endet, ahnt man auch als Laie, dass es um ein Verfahren geht... bei einem Wort, das mit "funktion" endet, ahnt man das nicht. Es kann aber gut sein, dass ich da falsch liege. Bei dem Thema muss ich mich auf Dich verlassen... ;-)
sprachlos hat geschrieben:Wieso findest du diese Anreihung eigentlich komisch. Im Grunde sind es völlig andere Untersuchungen von der Art und Weise, aber von der Diagnostik gehören sie zusammen, um bestimmte Erkrankungen festzustellen.
Dem würde ich uneingeschränkt zustimmen! Vermutlich reden wir gerade von verschiedenen Sätzen. Ich sprach von dem, bei dem Du Untersuchungen ziemlich nahtlos mit administrativen Aufgaben gemischt hast:
sprachlos hat geschrieben:Patientenannahme und Terminvergabe, sowie Lungenfunktion und Blutgasanalyse..
Was so unter uns gesagt auch gar kein Satz ist... ;-)

Und einmal noch zur Einleitung: Das "Stellenprofil" ist wieder ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müsst man nur noch wissen, was Dich daran reizt... ;-)

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Beitrag von sprachlos » 14.02.2010, 14:21

Hallo FRAGEN,

schau mal, wie findest du diesen Versuch? Wenn ich dich nicht hätte, dann hätte ich noch lange nicht so eine gute Bewerbung wie jetzt.
Nun ja, wortgewandt würde ich micht nicht bezeichnen, aber ich bemühe mich immer wieder passende Sätze zu formen. :oops: :lol:
Ich danke Dir für deine seeeehr große Mühe mit mir.

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Sehr geehrte Frau Dr. XXX,

nur noch 3 Monate und dann habe ich Prüfung. Deshalb bin ich jetzt auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Ihre Praxis erscheint mir nach dem angegebenen Stellenprofil der Arbeitsagentur sehr interessant, weil es mit meinen Vorstellungen harmoniert und deshalb bewerbe ich mich auf Ihr Stellenangebot als Medizinische Fachangestellte.

Zurzeit besuche ich die Berufsbildende Schule I in XXX und beende diese Anfang Mai 2010 mit dem Abschluss als Medizinische Fachangestellte. In meiner pneumologischen Ausbildungspraxis führe ich folgenden Aufgaben durch: Ich bin tätig an der Anmeldung, ich nehme Patienten an und vergebe Termine. Wenn die Patienten in der Sprechstunde bleiben, führe ich eine Bodyplethysmografie durch und entnehme Kapillarblut zur Blutgasanalyse. Außerdem gehört die venöse Blutentnahme, Pricktest und EKG schreiben zu meinen Tätigkeiten. Aber nicht zu vergessen sind die täglichen Verwaltungsaufgaben wie z. B. Befunde- und Patientenakten bearbeiten.

In meiner Ausbildungspraxis arbeiten wir mit der Software XXX, aber gerne bin ich bereit, den Umgang mit, für mich, neuen Geräten und Praxissoftware zu erlernen, um schnell selbstständig arbeiten zu können. Der Umgang mit dem MS Office-Programm Word bereitet mir keine Probleme, da ich in der Schule deren Handhabung gelernt habe.

Außerdem habe ich freiwillig zwei Kurse über Verbände und Laboruntersuchungen bei der Ärztekammer belegt. Ein Lehrgang über Injektionen/Infusionen folgt Ende Februar. Da wir in meiner Praxis keine Verbände anlegen oder Infusionen durchführen, habe ich mich für diese Schulungen angemeldet, um Dinge zu lernen, die ich noch nie durchgeführt habe und um gerüstet zu sein, wenn ich in Ihrer Praxis anfange. Teamarbeit steht bei mir an erster Stelle und Sie können von mir voraussetzen, dass ich Ihre Patienten so behandele, wie ich auch behandelt werden möchte.

Ich hoffe, Sie sind mit dem Lesen bis hierhin gekommen und ich darf mich auf ein Vorstellungsgespräch freuen.

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Beitrag von FRAGEN » 14.02.2010, 15:08

Mit Dir ist das keine Mühe, sprachlos...

mit einer Ausnahme: Beim ersten Satz habe ich mittlerweile fast das Gefühl, dass Du mich (oder die Ärztin?) austricksen willst! Du redest in immer längeren Formulierungen um den Brei herum... zuerst "wolltest" Du nur zu ihr, dann war der Grund dafür, dass sie Dir "passend" erschien, dann war das "Angebot interessant", dann "harmonierte das auch mit Deinen Vorstellungen"... aber was diese sind, weiss man immer noch nicht. Jetzt mal ernsthaft die Hosen runter: Was gefällt Dir an der Praxis?

Der Absatz mit Deinen Tätigkeiten liest sich jetzt sehr gut - mit sinnvollen Gruppierungen der Aufgaben, Abwechslungsreichtum im Satzbau und Deinem immer wieder schönen "Schwung im Ernst" bzw. "Ernst im Schwung"... weiss gar nicht, wie ich das nennen soll... ;-)

In diesem Zusammenhang nur zwei Anmerkungen: Der Einstiegssatz "Ich bin tätig in der Anmeldung" macht fast den Eindruck, als würdest Du dort Deinen fachlichen Schwerpunkt sehen. Ist das so?

Der Satz mit den Aufgaben und dem Doppelpunkt kommt mir jetzt (wo Du die banale Aufzählung losgeworden bist) wie ein Überbleibsel vor. Eigentlich brauchst Du ihn nicht mehr... wobei mir das Detail mit der "pneumologischen Ausbildungspraxis" immer noch gefällt. Lässt sich das nicht anders einbauen?

Ansonsten wird das mal wieder eine sehr ansprechende Bewerbung, sprachlos... ;-)

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Beitrag von sprachlos » 14.02.2010, 16:34

Hallo FRAGEN,

ich stoße an meine Grenzen. Ich habe absolut keine Idee mehr, wie ich den Einleitungssatz anders formulieren kann. Ich habe einach keine Idee mehr. :(
Leider sind die Stelenangebote immer lieblos geschrieben und man kann nie viel herauslesen. Es ist alles sehr oberfächlich und wirkt wie ein Musterstellenprofil. Deshalb weiß ich nicht mehr was ich schreiben soll. :( :( :(

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Beitrag von FRAGEN » 14.02.2010, 17:43

sprachlos hat geschrieben:Leider sind die Stelenangebote immer lieblos geschrieben und man kann nie viel herauslesen. Es ist alles sehr oberfächlich und wirkt wie ein Musterstellenprofil.
Glaube ich Dir sofort, sprachlos! Ich wundere mich selbst immer noch und immer wieder, wie ähnlich sich die Menschen in ihrem Verhalten (und vor allem: ihrer Arbeitsweise) sind... weit über Berufs-, Alters- und Einkommensgrenzen hinweg. Wer es sich leisten kann, guckt meist erst einmal, wie weit er ohne Einsatz kommt... Anwesende natürlich ausgenommen... ;-)

Hmmmmmmm... was tun? Zunächst einmal würde ich das Scheinargument herausstreichen, um den Kopf frei zu bekommen. Wenn Du objektiv keinen Grund für die Praxis nennen kannst, solltest Du auch nicht so tun. Aber weisst Du was? Ich dachte die ganze Zeit, Du hättest einen! Bisher zwar sehr dezent angedeutet... aber im Hinterkopf doch da... oder?
sprachlos hat geschrieben:Da wir in meiner Praxis keine Verbände anlegen oder Infusionen durchführen, habe ich mich für diese Schulungen angemeldet, um Dinge zu lernen, die ich noch nie durchgeführt habe und um gerüstet zu sein, wenn ich in Ihrer Praxis anfange.

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Beitrag von sprachlos » 16.02.2010, 19:29

Nein, eigentlich habe ich gar keine Grund. :)

Ich danke dir noch mals für deine nette Hilfe!!!!

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