Diplom Sozialpädagogin Bewerbung

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Rechtschreibheldin
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Diplom Sozialpädagogin Bewerbung

Beitrag von Rechtschreibheldin » 21.11.2009, 02:52

Hallo,

ich bin gerade aus England zurueck, und sehr aus der Uebung mit meinen Formulierungen. Was haltet ihr von dem Anschreiben? Sehr schrecklich?

Sehr geehrte XXX,

ich möchte mich noch einmal für unser freundliches und informatives Telefonat vom heutigen Tag bedanken, und möchte mich hiermit gerne auf den zum Ende des Jahres freiwerdenden Arbeitsplatz als Diplom Sozialpädagogin in Ihrer Einrichtung bewerben.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen die ich bislang in der sozialpädagogischen Arbeit, insbesondere in der sozialpädagogischen Betreuung und Berufsberatung von Klienten, gesammelt habe, habe ich sehr großes Interesse an dem von Ihnen beschriebenen Arbeitsfeld.
Meine Arbeitserfahrungen und Kenntnisse im Berufsbildungsbereich würde ich gerne in die Arbeit Ihrer Einrichtung mit einbringen und ausbauen.

Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, habe ich zuletzt in einer Anlaufstelle für Wohnungs- und Arbeitslose Menschen im Zentrum von London gearbeitet, und war in dem Projekt “XXX” als Berufsberaterin tätig.
Zu meinem Aufgabengebiet gehörte dabei die Ressourcen-, Lösungs- und Sozialraumorientierte Betreuung und Beratung der Klienten.

Weiterhin habe ich mich eigenverantwortlich um die Akquisition von Stellen und Weiterbildungsmöglichkeiten gekümmert, und habe im Netzwerk mit anderen Einrichtungen dieses Ziel weiterverfolgt.

Ich habe ein sehr genaues Bild davon, was mich in meinem neuen Aufgabengebiet erwartet, und würde mich freuen, wenn ich mich in die Arbeit Ihrer Einrichtung einbringen könnte. Die Referenzen meiner bisherigen Arbeitgeber geben Ihnen die Gewissheit, dass ich meiner neuen Aufgabe gewachsen sein werde, und ich mich auch in neue Arbeitsthemen schnell einarbeiten kann.

Da mein Auslandsaufenthalt am XXX endet, und ich aus privaten Gründen nach XXX umziehen werde, suche ich ab Dezember XXX eine neue Herausforderung.

Ich hoffe, mit meiner Bewerbung Ihr Interesse geweckt zu haben und würde mich über eine Einladung zu einem weiteren Gespräch sehr freuen.

Danke schonmal fuer die Bewertung!!!

lg, Rechtschreibheldin :shock:

Rechtschreibheldin
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Anmerkung

Beitrag von Rechtschreibheldin » 21.11.2009, 16:55

Hallo,

ich habe mich missverstaendlich ausgedrueckt: es geht mir nicht darum, das Formulierungen korrigiert werden, sondern ich will wissen, wie das Anschreiben generell rueberkommt.
Ich habe vielleicht zu wenig von mir selbst, d.h. Selbsteinschaetzung, Erfahrungen, usw. hineingebracht? Kann man sich so ein ausreichend interessantes Bild von meinen Arbeitserfahrungen machen?

Ich brauche euren Rat,

lg, Rechtschreibheldin

sonic1976
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Nachdem Du ...

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 17:18

.... keine Korrektur suchst, die ich definitiv nicht bieten kann, weil ich keine Erfahrung darin habe, kann ich aber trotzdem meinen Senf dazu geben.

Ich finde das Anschreiben gut. Du erklärst deutlich was Du gemacht hast und was Du kannst. Du beziehst Dich auf relevante Sachen und schweifst nicht ab.

Ich lasse mich von den Profis hier gern eines Besseren belehren, aber ich persönlich würde das so abschicken.

Viel Erfolg!!!

LG
sonic

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aber....

Beitrag von Rechtschreibheldin » 21.11.2009, 17:39

danke fuer die Einschaetzung, Sonic!
Ich habe schon einige Schreiben im aehnlichen Stil abgeschickt, aber bekomme kaum Rueckmeldungen, geschweige denn eine Einladung zum Vorstellungsgespraech.
Darum dachte ich mir, mal Rat hier im Forum zu holen. Irgendwas ist wohl leider doch nicht so ganz OK mit meinem Schreiben?

lg, Rechtschreibheldin :roll:

sonic1976
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Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 17:53

.... hhhhmmmm.... vielleicht ist es doch zu allgemein gehalten. Vielleicht müsstest Du näher auf Deine Tätigkeiten, Stärken und Fähigkeiten hinweisen bzw. Deine Stärken und Fähigkeiten passend zu Deinen Tätigkeiten einsetzen.

Ich weiß, das ist verdammt schwierig. Ich häng da auch grad dran. Zudem soll das ja alles "einzigartig" und interessant klingen, dabei aber nicht überheblich sein etc. pp.

Z. B. Du hast das und das gemacht, das zeichnet Dich aus, weil das eine Deiner Stärken ist... oder so...

Wie gesagt, ich kann wohl nicht wirklich helfen. Ich fand das Anschreiben gut, finde ich auch noch. Aber die Profis hier wissen bestimmt Rat :-)

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FRAGEN
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Re: Nachdem Du ...

Beitrag von FRAGEN » 22.11.2009, 13:25

sonic1976 hat geschrieben:Du erklärst deutlich was Du gemacht hast und was Du kannst. Du beziehst Dich auf relevante Sachen und schweifst nicht ab.
Beides richtig. Aber obwohl Du nicht abschweifst, springst Du mehrfach: Verschiedene Dinge tauchen mehrfach an völlig verschiedener Stelle auf. Zudem neigst Du zu einer gewissen Umständlichkeit:
Rechtschreibheldin hat geschrieben:Vor dem Hintergrund der Erfahrungen die ich bislang in der sozialpädagogischen Arbeit, insbesondere in der sozialpädagogischen Betreuung und Berufsberatung von Klienten, gesammelt habe, habe ich sehr großes Interesse an dem von Ihnen beschriebenen Arbeitsfeld.
Meine Arbeitserfahrungen und Kenntnisse im Berufsbildungsbereich würde ich gerne in die Arbeit Ihrer Einrichtung mit einbringen und ausbauen.
M. E. liesse sich das ohne jeden Sinnverlust ziemlich genau auf 50% komprimieren.

Was mir ebenfalls auffällt: Du gehst mit keinem Wort auf die neue Stelle ein. Man könnte vermuten, dass es so mehr oder weniger um dieselbe Tätigkeit geht... aber so richtig deutlich wird das nicht. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mit den Details der deutschen und britischen Sozialarbeit nicht vertraut bin... könnte mir aber gut vorstellen, dass dies ein Thema ist, das bei einem Fachmann Interesse weckt. Wäre ich ein deutscher Sozialarbeiter in verantwortlicher Position, würde mich interessieren, was jemand zu berichten hat, der dies in England betrieben hat. Das heisst für Dich: Wenn Dir irgendwelche Unterschiede aufgefallen wären oder Du dort neue Erkenntnisse gewonnen hättest, könntest Du dies zumindest andeuten...

Und wenn es tatsächlich ein "informatives Telefongespräch" gab oder geben wird, fände ich es runder, hier auch noch einmal einen Hauch der entsprechenden "Information" als "Reminder" anzusprechen. Sonst klingt es leicht nach einer leeren Redensart.

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besser so?

Beitrag von Rechtschreibheldin » 24.11.2009, 22:16

Hallo,

danke fuer die hilfreichen Tips! Habe es versucht ein wenig zu komprimieren:
Rechtschreibheldin hat Folgendes geschrieben:
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen die ich bislang in der sozialpädagogischen Arbeit, insbesondere in der sozialpädagogischen Betreuung und Berufsberatung von Klienten, gesammelt habe, habe ich sehr großes Interesse an dem von Ihnen beschriebenen Arbeitsfeld.
Meine Arbeitserfahrungen und Kenntnisse im Berufsbildungsbereich würde ich gerne in die Arbeit Ihrer Einrichtung mit einbringen und ausbauen.


M. E. liesse sich das ohne jeden Sinnverlust ziemlich genau auf 50% komprimieren.
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen die ich in der sozialpaedagogischen Betreeung und Berufsberatung von Klienten gesammelt habe, habe ich sehr grosses Interesse an dem von Ihnen beschriebenen Arbeitsfeld.
Meine in England gemachten Kenntnisse eines ganzheitlichen Arbeitsansatzes in der Wohnungslosenhilfe wuerde ich gerne in die Arbeit Ihrer Einrichtung mit einbringen und ausbauen.
[/list][/code]
Ich habe ein sehr genaues Bild davon, was mich in meinem neuen Aufgabengebiet erwartet, und würde mich freuen, wenn ich mich in die Arbeit Ihrer Einrichtung einbringen könnte. Die Referenzen meiner bisherigen Arbeitgeber geben Ihnen die Gewissheit, dass ich meiner neuen Aufgabe gewachsen sein werde, und ich mich auch in neue Arbeitsthemen schnell einarbeiten kann.
Hoert sich das nicht ein bischen zu stumpf an: Ich habe ein sehr genaues Bild davon....?
Oder kann man das ruhig so stehen lassen?

Danke nochmal fuer die Tips, ich werde in meinen weiteren Bewerbungen versuchen, staerker auf den Arbeitsplatz einzugehen, auf den ich mich bewerben werde.

lg, Rechtschreibheldin

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FRAGEN
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Re: besser so?

Beitrag von FRAGEN » 27.11.2009, 21:40

Rechtschreibheldin hat geschrieben:Hoert sich das nicht ein bischen zu stumpf an: Ich habe ein sehr genaues Bild davon....?
Ich weiss nicht, was Du in diesem Zusammenhang mit "stumpf" meinst... aber ich würde mich erstens fragen, woher Du dieses Bild (quasi über das Meer hinweg) so präzise haben willst... und zweitens (und noch viel mehr!) natürlich noch, wie dieses Bild aussieht! Zudem ist der zweite Teil des Satzes eine fast wörtliche Wiederholung von etwas bereits Gesagtem:
Rechtschreibheldin hat geschrieben:würde ich gerne in die Arbeit Ihrer Einrichtung mit einbringen und ausbauen.
Wie gesagt: Das grosse Thema bei Dir heisst "Ökonomie" (nicht finanziell, sondern aussagetechnisch)... ;-)

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da hast du Recht...

Beitrag von Rechtschreibheldin » 27.11.2009, 23:56

Hallo,

das mit dem gedoppelten ist mir gar nicht aufgefallen, und ich lasse es einfach weg (den Absatz meine ich). Das ist naemlich wirklich nur blabla, und sollte nur zur "Abrundung" dienen. Verwirrt aber viel mehr, oder?
Ich habe ein sehr genaues Bild davon, was mich in meinem neuen Aufgabengebiet erwartet, und würde mich freuen, wenn ich mich in die Arbeit Ihrer Einrichtung einbringen könnte. Die Referenzen meiner bisherigen Arbeitgeber geben Ihnen die Gewissheit, dass ich meiner neuen Aufgabe gewachsen sein werde, und ich mich auch in neue Arbeitsthemen schnell einarbeiten kann.
Das mit den Referenzen habe ich auch weggelassen, es wirkt "cheesy", wie die Englaender sagen (also: schleimig). Oder ist es doch gut auf Referenzen/Arbeitszeugnisse hinzuweisen? Dann lass ich mir naemlich noch schnell was anderes einfallen.

Wie auch immer: vielen Dank fuer deine Super-Hilfe!!! Das ist echt ein klasse Forum!!!! :D

liebe Gruesse, Rechtschreibheldin

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Beitrag von FRAGEN » 28.11.2009, 12:25

Ich würde ebenfalls nicht auf Zeugnisse hinweisen... sondern meine damalige Tätigkeit so schildern, dass der Leser schon aus eigenem Antrieb das entsprechende Zeugnis sehen wollen will... ;-)

Referenzpersonen würde ich nur dann im Anschreiben benennen, wenn ich mir sicher wäre, dass sie meinem Adressaten (positiv) bekannt sind.

Und was das Thema "Dopplung" angeht: Ich habe jetzt kein Bild des aktuellen Schreibens vor Augen... würde aber vermuten, dass es immer noch die ein oder andere Mehrfachnennung geben müsste... und auch noch den ein oder anderen Sprung im Gedankengang. Das "mal eben schnell was einfallen" aus Deinem letzten Posting kommt mir geradezu symptomatisch vor... ;-)

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