Fachinformatiker Bewerbungsschreiben nach Studienabbruch

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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b3nny
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Fachinformatiker Bewerbungsschreiben nach Studienabbruch

Beitrag von b3nny » 01.09.2012, 19:58

Hallo,

wie ihr schon im Title sieht, habe ich vor mein Studien zu beenden. Zurzeit studiere ich Chemie im zweiten Semester. Ich will mein Studium beenden, weil es mich überfordert und (außer praktisch) nicht meinen Interessen entspricht. Hinzu kommen schlechte Berufsaussichten, teilweise hohe Kosten neben den schon fälligen Semesterbeitrag(Ersatz von Glasgeräten).

Da ich mich für Computer interessiere und auch schon mal ein Programm entwickelt habe, bin ich mir sicher, dass der Beruf des Fachinformatikers der richtige Weg für mich ist.

Ich habe mein Anschreiben als PDF hochgeladen. Und zwar hier :D. Das Unternehmen ist in der Anzeige anonymisiert, weshalb die Anschrift fehlt.

Über Feedback freue ich mich sehr.

MfG, Benny

DasVi
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Beitrag von DasVi » 01.09.2012, 20:12

Hey b3nny,

zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass Du keinesfalls davon ausgehen solltest, dass Fachinformatiker das richtige für Dich ist, nur weil du Dich für Computer interessierst und einmal ein Programm geschrieben hast. Mit dieser Begründung wird Dich kein Unternehmen einstellen, da es zeigt, dass Du eine falsche Vorstellung von dem Beruf hast.

Zu Deinem Anschreiben:

such Dir einen direkten Ansprechpartner raus. Damen und Herren anzusprechen kommt nicht gut an.

Den ersten Absatz musst Du neu formulieren. "Ich bin Ihr Mann!" ist viel zu kumpelhaft, das wird bei den meisten Personalverantwortlichen nicht gut ankommen (auch wenn Du Glück haben könntest und zufällig einen erwischt, der das toll findet).

Dass Du Deine ersten Programmiererfahrungen gesammelt hast, weil Du Herausforderungen liebst, klingt für mich nicht schlüssig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Grund für Dich war, etwas zu programmieren...

"Aus diesem Grunde" klingt komisch -> umformulieren

C und C++ haben nicht so megaviel mit Java gemeinsam, ich würde nicht schreiben, dass Dir aufgrund Deiner Grundkenntnisse der Umstieg leicht fallen würde. Schreib lieber, dass Du schon Programmiererfahrungen gesammelt hast und das Lernen einer neuen Sprache für Dich Spaß bedeutet und Du deshalb gerne Java lernen möchtest.

Mit welchen Office- oder Bildbearbeitungsprogrammen du umgehen kannst, hat kaum bis garkeine Relevanz für den Beruf -> weglassen.

Deine guten Schulnoten belegen, dass Du programmieren kannst und teamfähig/zuverlässig bist?

Im Satz danach "was" statt "welches".

"Jedoch habe ich im zweiten Semester ..." und den Satz am besten mit Komma an den ersten hängen, also "... ein Chemiestudium begonnen, jedoch nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass mir das Studium nicht zusagt." Warum genau Du das Studium abgebrochen hast, würde ich eher im Vorstellungsgespräch, als im Anschreiben erklären, denn da kannst Du die Situation wesentlich genauer darstellen, zumal Du irgendwie erklären musst, wieso Du denkst, dass Informatik Dir eher liegt, schließlich dachtest Du das bei Chemie ja auch.

Am Schluss würde ich eher "Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen" schreiben.

Ich könnte mich irren, aber soweit ich weiß, gibt man im Anschreiben kein Inhaltsverzeichnis an, zumal sich bei den wenigen Anlagen die Du hast, die Frage stellt, ob das notwendig ist. Praktikumsnachweise sind nur dann sinnvoll, wenn Sie sich auf den Beruf beziehen. Eine Arbeitsprobe würde ich auch nur dann mitsenden, wenn dies in der Stellenanzeige explizit gefordert ist. Als angehender Bäckerlehrling schickt man ja auch nicht ungefragt ein paar Brötchen mit ;-)

Ich hoffe, Du kannst damit was anfangen.

Gucke dir auch mal dieses Bewerbungsschreiben an:

Bild

Viele Grüße!

b3nny
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Beitrag von b3nny » 01.09.2012, 20:45

DasVi hat geschrieben: such Dir einen direkten Ansprechpartner raus. Damen und Herren anzusprechen kommt nicht gut an.
Das Unternehmen ist in der Anzeige anonymisiert. Die Argentur für Arbeit nimmt die Bewerbungen entgegen und leitet sie weiter...so denke ich.
DasVi hat geschrieben: Den ersten Absatz musst Du neu formulieren. "Ich bin Ihr Mann!" ist viel zu kumpelhaft, das wird bei den meisten Personalverantwortlichen nicht gut ankommen (auch wenn Du Glück haben könntest und zufällig einen erwischt, der das toll findet).
Das Unternehmen ist neu gegründet und sie beschreiben sich selbst als junges und dynamisches Team...wie wäre es mit: Dann bin ich der Richtige?
DasVi hat geschrieben: Dass Du Deine ersten Programmiererfahrungen gesammelt hast, weil Du Herausforderungen liebst, klingt für mich nicht schlüssig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Grund für Dich war, etwas zu programmieren...
Ich glaube da hast du was missverstanden...ich habe eine eher ungewöhnliche Plattform für mein erstes Programm gewählt...nämlich eine Spielkonsole "Nintendo DS". Ich hätte auch einfach auf dem Computer proggen können....wäre wahrscheinlich auch einfacher gewesen.
DasVi hat geschrieben: C und C++ haben nicht so megaviel mit Java gemeinsam, ich würde nicht schreiben, dass Dir aufgrund Deiner Grundkenntnisse der Umstieg leicht fallen würde. Schreib lieber, dass Du schon Programmiererfahrungen gesammelt hast und das Lernen einer neuen Sprache für Dich Spaß bedeutet und Du deshalb gerne Java lernen möchtest.
Java und C/C++ haben den Syntax gemein^^ Aber dein Vorschlag ist besser...
DasVi hat geschrieben: Mit welchen Office- oder Bildbearbeitungsprogrammen du umgehen kannst, hat kaum bis garkeine Relevanz für den Beruf -> weglassen.
Ok :D
DasVi hat geschrieben: Deine guten Schulnoten belegen, dass Du programmieren kannst und teamfähig/zuverlässig bist?
Ich habe gute Mathenoten....programmieren habe ich mir selber beigebracht und das andere steht im Arbeitszeugnis

DasVi hat geschrieben: "Jedoch habe ich im zweiten Semester ..." und den Satz am besten mit Komma an den ersten hängen, also "... ein Chemiestudium begonnen, jedoch nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass mir das Studium nicht zusagt." Warum genau Du das Studium abgebrochen hast, würde ich eher im Vorstellungsgespräch, als im Anschreiben erklären, denn da kannst Du die Situation wesentlich genauer darstellen, zumal Du irgendwie erklären musst, wieso Du denkst, dass Informatik Dir eher liegt, schließlich dachtest Du das bei Chemie ja auch.
Ich habe im zweiten Semester nicht das Studium begonnnen...dein Satzanfang ist irgendwie komisch...das Ende ist aber gut.
DasVi hat geschrieben: Ich könnte mich irren, aber soweit ich weiß, gibt man im Anschreiben kein Inhaltsverzeichnis an, zumal sich bei den wenigen Anlagen die Du hast, die Frage stellt, ob das notwendig ist. Praktikumsnachweise sind nur dann sinnvoll, wenn Sie sich auf den Beruf beziehen. Eine Arbeitsprobe würde ich auch nur dann mitsenden, wenn dies in der Stellenanzeige explizit gefordert ist. Als angehender Bäckerlehrling schickt man ja auch nicht ungefragt ein paar Brötchen mit ;-)
Ich habe zwar Praktikumsnachweise, aber die haben mit Informatik nichts zu tun. Kann ich die Praktika auch im Lebenslauf weglassen?
DasVi hat geschrieben:Ich hoffe, Du kannst damit was anfangen.
Aber Hallo! ;-)

DasVi
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Beitrag von DasVi » 01.09.2012, 21:06

Hey b3nny,
Das Unternehmen ist neu gegründet und sie beschreiben sich selbst als junges und dynamisches Team...wie wäre es mit: Dann bin ich der Richtige?
Ich würde mich auch bei einem neuen Unternehmen, was sich selbst als jung und dynamisch bezeichnet einigermaßen seriös bewerben. Wenn die sich wundern, kannst Du immernoch sagen, dass es für Dich ein Gebot der Höflichkeit ist, einen Unbekannten nicht kumpelhaft anzusprechen ;-)
Ich glaube da hast du was missverstanden...ich habe eine eher ungewöhnliche Plattform für mein erstes Programm gewählt...nämlich eine Spielkonsole "Nintendo DS". Ich hätte auch einfach auf dem Computer proggen können....wäre wahrscheinlich auch einfacher gewesen.
Wenn ich Dich missverstanden habe, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Personaler Dich ebenfalls missversteht, zumal von dem was Du mir jetzt gesagt hast, nichts im Anschreiben rüberkommt.
Java und C/C++ haben den Syntax gemein^^ Aber dein Vorschlag ist besser...
Die Syntax ist aber nicht das, was eine Programmiersprache ausmacht ;-)
Ich habe gute Mathenoten....programmieren habe ich mir selber beigebracht und das andere steht im Arbeitszeugnis
Was ich damit sagen wollte ist einfach, dass der Satz impliziert, dass Deine Stärken alle im Schulzeugnis stehen. Statt auf Deine Stärken solltest Du dich vielleicht eher auf Deine allgemeinen Kenntnisse beziehen. Oder den Teil einfach weglassen, schließlich sehen die Verantwortlichen Deine Zeugnisse in den Unterlagen.
Ich habe im zweiten Semester nicht das Studium begonnnen...dein Satzanfang ist irgendwie komisch...das Ende ist aber gut.
Jetzt hast Du mich falsch verstanden ;-)
Ich meinte, der Satz sollte so lauten: "Nach meinem Abitur habe ich ein Chemiestudium begonnen, jedoch nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass mir das Studium nicht zusagt." -> Da ist dann der Teil mit "Habe im zweiten Semester..." schon integriert.
Ich habe zwar Praktikumsnachweise, aber die haben mit Informatik nichts zu tun. Kann ich die Praktika auch im Lebenslauf weglassen?
Die Nachweise solltest Du nicht anhängen, kannst Sie aber vorsichtshalber mit zum Vorstellungsgespräch nehmen, falls Du danach gefragt wirst (ist aber wohl eher unwahrscheinlich). Wenn es nicht zu viele Praktika sind, würde ich sie im Lebenslauf nicht weglassen.

Viele Grüße!

b3nny
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Beitrag von b3nny » 01.09.2012, 21:35

Hier ist die neue Version: Klick mich!
DasVi hat geschrieben:Die Syntax ist aber nicht das, was eine Programmiersprache ausmacht
Wie recht du hast...ich lese gerade "Java ist auch eine Insel" und Java baut nur auf Klassen....Funktion gibt es gar nicht xD

DasVi
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Beitrag von DasVi » 01.09.2012, 21:58

Das sieht schonmal besser aus, allerdings sind trotzdem noch ein paar Dinge, die ich anders machen würde:

1. wirst Du mit diesem Anschreiben zu 99% gefragt, warum denn die Programmierung für eine Konsole schwieriger ist, als die Programmierung für einen PC. Ich persönlich (btw. auch Azubi Fachinformatiker im 3. LJ) wüsste nämlich keine plausible Antwort darauf.

2. C und C++ sind erstens zwei Sprachen und zweitens sind diese nicht neu. Ich würde eher schreiben "Durch dieses Projekt konnte ich mir bereits erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen." Damit wäre dann nämlich auch schon zu sehen, wieso Du die Ausbildung machen möchtest, womit ich eine tolle Überleitung habe zu Punkt

3. Aus dem Anschreiben geht nicht hervor, was Dich motiviert, gerade Fachinformatiker zu werden. Bedenke, ein Personaler weiß nichts über Dich und hat nur das Anschreiben und Deinen Lebenslauf um zu beurteilen, ob Du der Richtige für den Job bist.

4. Aus dem Anschreiben geht nicht hervor, warum gerade Du der Richtige für diese Firma bist. Und vor allem auch, warum Du gerade zu dieser Firma möchtest.

Insgesamt ist das Anschreiben jetzt sehr kurz und wirkt in sich nicht geschlossen. Die Absätze sind sehr isoliert vom Rest, insbesondere der letzte Absatz mit dem Studium wirkt jetzt fehl am Platz.

In den letzten Satz würde ich noch reinnehmen "Ich bin mir sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team wäre und ...". -> ist mir jetzt gerade erst aufgefallen, obwohl ich den Satz selbst so vorgeschlagen habe ^^

Außerdem würde ich die Anlagen weglassen. Bei zwei Punkten wirkt es mMn etwas übertrieben, extra ein Anlagenverzeichnis mitzugeben.

b3nny
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Beitrag von b3nny » 01.09.2012, 23:48

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie suchen einen pfiffigen und engagierten Auszubildenden? Dann bin ich der Richtige!
Mein erstes Programm habe ich für eine portable Spielkonsole entwickelt.

Durch dieses Projekt konnte ich mir bereits erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen.
Programme zu entwickeln und anderen Menschen damit die Arbeit zu erleichtern ist meine Motivation. Aber auch Fehler gezielt zu finden und zu beheben motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Ihr Unternehmen bietet mir eine kunden- und teamorientierte Ausbildung mit starker Praxisnähe.

Nach meinem Abitur habe ich ein Chemiestudium begonnen, jedoch nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass mir das Studium nicht zusagt.

Ich bin mir sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team wäre und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen

Mit freundlichen Grüßen



Max Mustermann
Das mit den Studium wirkt jetzt aber richtig isoliert....und das Arbeitszeugnis soll das noch im Anschreiben erwähnt werden oder kann ich das weglassen? Die Anlagen sind jetzt raus.

DasVi
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Beitrag von DasVi » 02.09.2012, 00:28

Mich stören gerade noch zwei Sachen ziemlich doll.
1. Klingt die Einleitung nicht schön. Das ist alles sehr abgehackt und insgesamt sehr kurz.
2. Der letzte Satz im 2. Abschnitt klingt wie eine Standardfloskel. Ich würde das ganze noch etwas mehr umschreiben und nicht so direkt alles runterrattern, das liest sich zu sehr wie eine Aufzählung.

Das Arbeitszeugnis musst Du denke ich nicht nochmal erwähnen, es ist ja im Anhang zu finden.
Durch dieses Projekt konnte ich mir bereits erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen.
Programme zu entwickeln und anderen Menschen damit die Arbeit zu erleichtern ist meine Motivation. Aber auch Fehler gezielt zu finden und zu beheben motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Der Teil klingt wirklich gut, wobei ich nicht beurteilen kann, wie viel Du mit Programmieren in Berührung kommst und ob das rechtfertigt, dass Du sagen kannst "... motiviert mich immer wieder aufs Neue".
Den kompletten Teil und das Ende solltest Du behalten und den Text darum neu entwerfen. Mir hat es bei meinem Anschreiben übrigens geholfen, mir in diesem Forum hier Anschreiben von anderen anzuschauen und gute Sachen daraus zu extrahieren.

b3nny
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Beitrag von b3nny » 02.09.2012, 09:25

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin pfiffig, engagiert und verfüge bereits über Programmiererfahrung, welche ich durch die Entwicklung eines Programms für eine portable Spielkonsole gesammelt habe.

Durch dieses Projekt konnte ich mir bereits erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen.
Programme zu entwickeln und anderen Menschen damit die Arbeit zu erleichtern ist meine Motivation. Aber auch Fehler gezielt zu finden und zu beheben motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Die Ausbildung in Ihren Unternehmen bietet mir die Möglichkeit im Team am Erfolg und Aufbau eines jungen IT-Unternehmens beteiligt zu sein.

Nach meinem Abitur habe ich ein Chemiestudium begonnen, jedoch nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass mir das Studium nicht zusagt.

Ich bin mir sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team wäre und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
Der Einleitungssatz leitet jetzt besser zum Mittelteil über und der letzte Satz von Mittelteil kling jetzt individueller und nicht so von der Stange. Problem ist immer noch: Wie bringe ich den geplanten Studienabbruch unter? Oder ist das bei "nur" zwei Semestern gar nicht nötig?

Achso: Wenn du dich über "pfiffig" gewundert hast...das stand so in der Anzeige. Man soll ja Bezug nehmen.

DasVi
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Beitrag von DasVi » 02.09.2012, 11:46

Den Einleitungssatz finde ich persönlich immer noch nicht optimal. Es ist halt keine wirkliche Einleitung, sondern Du fängst gleich mitten drin an. Hier mal als Anregung die Einleitung, mit der ich mich damals auf Ausbildungsplätze beworben habe:
bereits während meiner Schulzeit habe ich gemerkt, dass meine Zukunft im Bereich der Informatik liegt. Deshalb habe ich 2009, nachdem ich meine Schullaufbahn mit dem Abitur abgeschlossen hatte, ein Studium der Informatik an der XYZ-Uni begonnen. Leider musste ich feststellen, dass mir das Studium nicht zusagt und will deshalb den Weg einer betrieblichen Ausbildung anstreben. Ihr Unternehmen ist mir aufgrund von xyz besonders positiv aufgefallen und ich nutze die Chance, mich Ihnen vorzustellen.
Vielleicht kannst Du daraus ja was basteln, was auf Dich zutrifft ;-)

Das mit dem Studium würde ich auf jeden Fall nicht komplett unter den Tisch kehren, allerdings etwas subtiler in das Anschreiben einweben.

b3nny
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Beitrag von b3nny » 02.09.2012, 12:06

DasVi hat geschrieben:Den Einleitungssatz finde ich persönlich immer noch nicht optimal. Es ist halt keine wirkliche Einleitung, sondern Du fängst gleich mitten drin an.
Ich komme eben halt auf dem Punkt, ist ja hier im Beispiel auch der Fall: https://www.bewerbung-forum.de/forum/ein ... 16012.html und https://www.bewerbung-forum.de/einleitungssaetze.html
bereits während meiner Schulzeit habe ich gemerkt, dass meine Zukunft im Bereich der Informatik liegt. Deshalb habe ich 2009, nachdem ich meine Schullaufbahn mit dem Abitur abgeschlossen hatte, ein Studium der Informatik an der XYZ-Uni begonnen. Leider musste ich feststellen, dass mir das Studium nicht zusagt und will deshalb den Weg einer betrieblichen Ausbildung anstreben. Ihr Unternehmen ist mir aufgrund von xyz besonders positiv aufgefallen und ich nutze die Chance, mich Ihnen vorzustellen.
Das ist kein Beispiel für Umorientierer...das würde passen wenn ich mich als Chemielaborant bewerbe ;P Außerdem muss ich ja zum Mittelteil überleiten, sonst wird gefrag
t: Projekt? Welches Projekt? xD

Aber der Mittelteil ist aber soweit in Ordnung?

Das Studium wird sonst auch im Lebenslauf erwähnt....

MfG, Benny

DasVi
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Beitrag von DasVi » 02.09.2012, 12:33

Also der Mittelteil ist i.O.

Den Einleitungssatz sollst Du ja auch nicht 1:1 übernehmen, sondern Dir vielleicht Anregungen holen, zumal ich damals auch ein Studium abgebrochen habe, um die Ausbildung zu machen und das dort untergebracht habe.

b3nny
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Beitrag von b3nny » 02.09.2012, 12:55

ich bin pfiffig, engagiert und verfüge bereits über Programmiererfahrung, welche ich durch die Entwicklung eines Programms für eine portable Spielkonsole gesammelt habe.

Durch dieses Projekt konnte ich mir bereits erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen.
Programme zu entwickeln und anderen Menschen damit die Arbeit zu erleichtern ist meine Motivation. Aber auch Fehler gezielt zu finden und zu beheben motiviert mich immer wieder aufs Neue.
Während meines Chemiestudiums habe ich gemerkt, dass mir die Auswertung von Versuchsergebnissen mit Hilfe des Computers viel mehr Spaß bereitet hat als das Studienfach an sich.
Die Ausbildung in Ihren Unternehmen bietet mir die Möglichkeit im Team am Erfolg und Aufbau eines jungen IT-Unternehmens beteiligt zu sein.

Ich bin mir sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team wäre und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
Ich habe jetzt das Studium in den Mittelteil gepackt...und etwas anders verkauft.

DasVi
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Beitrag von DasVi » 02.09.2012, 13:21

Sieht okay aus, wobei Du Dich auf die Frage vorbereiten musst, woher Du weißt, dass Dir bei der Ausbildung nicht das selbe passiert und Du plötzlich merkst, dass etwas anderes Dir mehr Spaß macht. Die Einleitung würde ich wie gesagt noch anders machen, der Rest ist mMn in Ordnung.

b3nny
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Beitrag von b3nny » 02.09.2012, 14:50

DasVi hat geschrieben:Sieht okay aus, wobei Du Dich auf die Frage vorbereiten musst, woher Du weißt, dass Dir bei der Ausbildung nicht das selbe passiert und Du plötzlich merkst, dass etwas anderes Dir mehr Spaß macht
Ich hatte schon zwei Vorstellungsgespräche in denen eine ähnliche Frage gestellt wurde: Was ist wenn es mit der Ausbildung nichts wird?

Ich habe dann immer geantwortet, das Abbrechen für mich keine Option sei und ich die Ausbildung umbedingt erfolgreich abschließen will.

Beides mal Absagen...lag es an der Antwort oder stimmte was anderes nicht?

DasVi
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Beitrag von DasVi » 02.09.2012, 20:29

b3nny hat geschrieben:
DasVi hat geschrieben:Sieht okay aus, wobei Du Dich auf die Frage vorbereiten musst, woher Du weißt, dass Dir bei der Ausbildung nicht das selbe passiert und Du plötzlich merkst, dass etwas anderes Dir mehr Spaß macht
Ich hatte schon zwei Vorstellungsgespräche in denen eine ähnliche Frage gestellt wurde: Was ist wenn es mit der Ausbildung nichts wird?

Ich habe dann immer geantwortet, das Abbrechen für mich keine Option sei und ich die Ausbildung umbedingt erfolgreich abschließen will.

Beides mal Absagen...lag es an der Antwort oder stimmte was anderes nicht?
Das Problem ist, dass viele Betriebe für den Eigenbedarf ausbilden und sie daher gerne Azubis haben wollen, wo sie der Meinung sind, die bleiben nach der Ausbildung auch da. Wenn da jetzt jemand ist, der ein Studium abgebrochen hat, weil ihm das Fach nicht gefällt, ist die Chance halt groß, dass es dann nach der Ausbildung ähnlich ist. Du musst es halt schaffen, dass die Verantwortlichen merken, dass Du richtig Bock drauf hast und vielleicht sagen, dass das bei Chemie nicht so extrem war, wie jetzt bei Informatik etc.

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Beitrag von b3nny » 04.09.2012, 05:33

Ich habe da noch einen alternativen Einleitungssatz:
durch meine Arbeit als Zeitungszusteller habe ich meine Stärken wie Flexibilität und Belastbarkeit kennengelernt. Zudem verfüge bereits über Programmiererfahrung, welche ich durch die Entwicklung eines Programms für eine portable Spielkonsole gesammelt habe.
oder kürzer:
durch meine Arbeit als Zeitungszusteller bin flexibel und belastbar. Zudem verfüge bereits über Programmiererfahrung, welche ich durch die Entwicklung eines Programms für eine portable Spielkonsole gesammelt habe.
Der zweite ist zwar kürzer...aber es hört sich an als wäre ich nur durch meine Tätigkeit als Zeitungszusteller flexibel und belastbar
=> in anderen Berufen also nicht?

Da finde ich das erste besser. Als Zeitungszusteller muss man köperlich belastbar sein und flexibel, da es sein kann, dass man Touren von anderen Zustellern übernehmen muss.
Im Vorstellungsgespräch kann ich betonen, dass ich immer zuverlässig zugestellt habe.
=> keine Beschwerden von Kunden eher das Gegenteil^^
Das Arbeitszeugnis wird mir von Zustellbetrieb ausgestellt.

DasVi
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Beitrag von DasVi » 08.09.2012, 02:32

Sorry, dass ich erst jetzt schreibe, war viel beschäftigt ^^

Das, was Du geschrieben hast, ist in meinen Augen kein wirklicher Einleitungssatz. Der Einleitungssatz ist - wie der Name schon sagt - dazu da, das Anschreiben einzuleiten. Dein Satz gehört wenn dann in den Hauptteil des Anschreibens. Lies Dir am besten ein paar andere Anschreiben hier durch, dort solltest Du genug Anregungen finden.

b3nny
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Beitrag von b3nny » 09.09.2012, 07:09

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Fachinformatiker Programme zu entwickeln und anderen Menschen damit die Arbeit zu erleichtern, aber auch Fehler gezielt zu finden und zu beheben, ist meine Motivation.

Bereits während der Entwicklung meines ersten Programms für eine portable Spielkonsole konnte ich mir erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen.
In meiner Arbeit als Zeitungszusteller habe ich meine Stärken wie Flexibilität und Belastbarkeit kennengelernt.
Zurzeit studiere ich Chemie an der Universität Hamburg. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir der Studiengang nicht zusagt und ich den Weg der betrieblichen Ausbildung gehen möchte.
Die Ausbildung in Ihren Unternehmen bietet mir die Möglichkeit im Team am Erfolg und Aufbau eines jungen IT-Unternehmens beteiligt zu sein.

Ich bin mir sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team wäre und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
...so besser?

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 11.09.2012, 13:37

Hallo b3nny,

zunächst einmal eine Verständnisfrage:

Wann hast Du das erste Programm für eine Sportkonsole entwickelt? Schon vor längerer Zeit? Vor dem Beginn des Studiums? Oder erst vot kurzem?

Seit wann studierst du eigentlich Chemie?

Viele Grüße aus Duisburg

b3nny
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Beitrag von b3nny » 11.09.2012, 14:50

Hallo Andreas,
Wann hast Du das erste Programm für eine Sportkonsole entwickelt? Schon vor längerer Zeit? Vor dem Beginn des Studiums? Oder erst vot kurzem?
Das erste und das letzte treffen zu. Ich habe meine ersten Programme(Vocabeltrainer, Texteditor) für den Nintendo DS so um 2009 geschrieben. Da war ich noch unerfahren und der Quellcode sah auch danach aus^^. In den Semesterferien habe ich wieder angefangen. Und habe den Vokabeltrainer neu aufgesetzt, weil fehlerhaft. Wobei ich nur mit Funktionen gearbeitet habe.
Dann habe ich mich über Java Programmierung informiert, indem ich das Buch "Java ist auch eine Insel" für Java 7 lese. Und nebenher frische ich meine HTML Kenntnisse auf.
Als ich durch Java gesehen habe wie schön es sich mit Klassen proggen lässt...habe ich meinen Vokabeltrainer nochmal neu auf gesetzt. Ich bin halt ein Perfektionist ;)
Seit wann studierst du eigentlich Chemie?
Oktober 2011

MfG, Benny

PS: die 3 im Namen b3nny habe ich nur gewählt, weil mein Name als Nickname bereits vergriffen war. Benny reicht vollkommen :D

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.09.2012, 17:50

...so besser?

Die Einleitung wird jedenfalls nicht besser. Bleibe doch bei der vorherigen Einleitung, ggf. ergänzt um die Gründe, warum du dire diesen AG ausgesucht hast.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin pfiffig, engagiert und verfüge bereits über Programmiererfahrung, welche ich durch die Entwicklung eines Programms für eine portable Spielkonsole gesammelt habe. Als Fachinformatiker Programme zu entwickeln und anderen Menschen damit die Arbeit zu erleichtern, ist meine große Motivation.

Bereits während der Entwicklung meines ersten Programms für eine portable Spielkonsole konnte ich mir erste Kenntnisse in C und C++ aneignen und habe gemerkt, dass mir Programmieren viel Freude bereitet. Ich habe viel Spaß an kniffligen Aufgaben und stelle mich gerne der Herausforderung, neue Programmiersprachen zu lernen.

In meiner Arbeit als Zeitungszusteller habe ich durch meine Flexibilität und Belastbarkeit bei jedem Wetter die Zeitungen pünktlich erledigt. Zurzeit studiere ich Chemie an der Universität Hamburg. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir der Studiengang nicht zusagt und ich den Weg der betrieblichen Ausbildung gehen möchte. Während meines Chemiestudiums kamen meine analytischen Stärken besonders bei der Auswertung von Versuchsergebnissen mit Hilfe des Computers zur Geltung.

Die Ausbildung in Ihren Unternehmen bietet mir die Möglichkeit, im Team am Erfolg und Aufbau eines jungen IT-Unternehmens beteiligt zu sein.

Ich bin mir sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team wäre und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen


b3nny
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Beitrag von b3nny » 11.09.2012, 20:17

Hallo Romanum,

mir wurde ja von der Einleitung abgeraten, aber wenn du meinst sie sei gut so...
In meiner Arbeit als Zeitungszusteller habe ich durch meine Flexibilität und Belastbarkeit bei jedem Wetter die Zeitungen pünktlich erledigt.
"zugestellt" statt "erledigt" klingt besser, finde ich, sonst hört es sich so nach "ich habe fertig" an xD Das Verb passt einfach nicht. Aber sonst sehr schöne Formulierung, danke.
, ist meine große Motivation.
wirkt ein bisschen übertrieben, finde ich...
Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir der Studiengang nicht zusagt und ich den Weg der betrieblichen Ausbildung gehen möchte. Während meines Chemiestudiums kamen meine analytischen Stärken besonders bei der Auswertung von Versuchsergebnissen mit Hilfe des Computers zur Geltung.
Ich habe mir sagen lassen, dass die Formulierung "dass mir der Studiengang nicht zusagt" so nach Nullbock klingt und ich habe stattdessen jetzt die Formulierung "dass der Studiengang nicht meinen Interessen entspricht" genommen, was ja auch stimmt.
Der letzte Satz hört sich sehr pauschal und standard an. Zumal das Auswerten von Versuchergebnissen keine große Kunst ist. Dazu braucht man nur Excel und etwas Erfahrung mit diesen Programm. Mit analytischen Denken und dem blitzschnellen erkennen von Fehlern hat das herzlich wenig zu tun.

MfG, Benny

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 12.09.2012, 15:12

Hallo benny,

da bekanntzlich zu viele Köche den Brei verderben und zu viele Bewerbungshelfer einen Bewerber nur in die Verwirrung treiben, weil der ene das besser findet, was der andere wieder nicht teilt, klinke ich mich an dieser Stelle aus.

Gleichwohl ein letzter Hinweis. Ich finde es problematisch, wenn man in dem Anschreiben signalisiert, dass man schon "vor längerer Zeit festgestellt hat, dass einem das Programmieren viel Freude bereitet und man dann aber erst etwas ganz anderes studiert.
Als Personalverantwortlicher fragt man sich dann unweigerlich, was stimmt hier mit dem Bewerber nicht. Warum macht man etwas anderes als das, was einem Spaß bereitetet? Oder sagt er das jetzt einfach nur, weil er mit dem Studium scheitert? Warum Chemie und nicht Informatik studiert?
Bei einer Bewerbung sind solche Gedankengnge nicht wirklich förderlich.

Deshalb dürfte es besser sein, sich in dem Anschreiben ausschließlich auf die Präsentation der Motivation, also der Begründung der Berufswahl, sowie auf die der Kompetenzen konzentrieren und beschränken.

Viele Grüße aus Duisburg

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