Formulierungen für berufliche Veränderung in Bewerbung

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Schneeball
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Formulierungen für berufliche Veränderung in Bewerbung

Beitrag von Schneeball » 11.11.2006, 17:12

Hallo zusammen,

da ich zur Zeit leider gar nicht mit meinem Job zufrieden bin und mich auch nicht mehr mit meiner Chefin verstehe, bin ich auf der Suche nach einem neuen Job! Leider sieht es bei uns nicht so toll aus mit Stellen und daher möchte ich mein Glück initiativ versuchen!

Nun kurz was zu meinem Werdegang:
Leider konnte ich nach meiner Ausbildung nicht bei meinem Chef bleiben und musste mir daher was Neues suchen! Die ersten Jahre waren auch echt nett, aber die Situation spitzt sich langsam zu... Und daher würde ich nun gerne woanders hin! Da dieser Wechsel schon länger her ist und ich schon lange keine Bewerbung mehr geschrieben habe, brauche ich nun eure Hilfe!!! :(

Ich weiß leider nicht, wie ich anfangen soll und was alles in eine Bewerbung heutzutage rein kommt!!

Es wäre wirklich sehr nett, wenn ihr mir helfen könntet! Dafür möchte ich mich im Voraus schon einmal bedanken!!!

Liebe Grüße
Schneeball

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Caroline
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Beitrag von Caroline » 12.11.2006, 01:47

Du kannst das Anschreiben doch gleich damit beginnen, dass du dich bei deiner jetzigen Stelle nicht mehr gefordert fühlst und du dort auch zukünftig nur noch wenig Entwicklungs-/Entfaltungsmöglichkeiten siehst.

Vielleicht lässt sich aus folgenden Formulierungen schon etwas für die Einleitung basteln:

"Die Aussicht, meine bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten bei meinem jetzigen Arbeitgeber einzusetzen, ist aus organisatorischen Gründen sehr gering. Da ich aber immer noch voller Einsatzfreude bin, suche ich beruflichen Wegen außerhalb der Firma meines jetzigen Arbeitgebers."

"Im Zusammenhang mit meiner Weiterqualifikation suche ich nach Möglichkeiten zur Erweiterung meines Verantwortungsbereichs. Eine entsprechende Verbesserung ist mir in meiner jetzigen Firma aus betriebsinternen Gründen leider nicht möglich."

"Da ich bei meinem bisherigen Arbeitgeber zeitlich und fachlich nicht gefordert wurde, bewerbe ich mich in der Hoffnung, meine Fähigkeiten und mein Engagement bei Ihnen produktiv einsetzen zu können."

"Meine jetzige Stelle bietet mir nicht genug Möglichkeiten zur Entfaltung meiner Fähigkeiten. Deshalb will ich mich beruflich verändern."

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Caroline
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Beitrag von Caroline » 15.11.2006, 15:26

Hallo :?:

Schneeball
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Beitrag von Schneeball » 18.11.2006, 19:30

Hallo,

ich danke dir vielmals für deine Antwort! Leider habe ich erst heute Zeit gefunden, ins Netz zu gehen, da ich die letzten Tage so viel Arbeiten musste und bei uns in der Praxis eingebrochen wurde..... :cry:

Deine Vorschläge hören sich wirklich sehr gut an und ich nehme sie dankend an!!! :D

Noch mals sorry, dass ich mich nicht eher melden konnte!!!!

Accessdenied
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neue berufliche Herausforderung Bewerbung, Wechsel begründen

Beitrag von Accessdenied » 17.03.2014, 21:01

Hallo,

nachdem ich nun schon den ganzen Nachmittag mitlese, habe ich mich eben hier angemeldet.

Ich arbeite in ungekündigter Stellung seit 15 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen in der Automobilbranche, möchte aber gerne in die Industrie (ebenfalls Kfz-Branche) wechseln. Nun sollen ja immer die Beweggründe angeführt werden. Und da tue ich mir offen gestanden äußerst schwer.

Meine wesentlichen Beweggründe für den Wechsel wären.

-suche Veränderung und neue Herausforderungen, meine jetzige Tätigkeit füllt mich geistig definitv nicht aus, festgefahrener Alltagstrott nach Schema F ohne Herausforderungen oder Aufstiegschancen, grundsätzlich bin ich für die derzeitig ausgeübte Tätigkeit nachweislich eher überqualifiziert. (Quereinsteiger, bzw. Notlösung als Berufseinstieg)

-möchte gesichterten Arbeitsplatz im internationalen Großunternehmen, suche eher die Arbeit im Team, bzw. den Kontakt mit Lieferanten als den Kundenkontakt im Kleinunternehmen

-keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten mehr im jetzigen Unternehmen, Gehalt und Karriere "festgefroren", bzw. "zementiert"

-ungewisse finanzielle Zukunft des Unternehmens, Entlohnung eher am unteren Limit, kein Freizeitausgleich oder ähnliches bei Überstunden

Klar ist, dass lediglich interessiert, warum ich gerne im neuen Unternehmen arbeiten möchte. Und niemand wissen möchte, warum es mir im alten Betrieb nicht mehr gefällt.

Gerne lege ich mir auch passende Bewerbungsliteratur zu und bin interessiert an Empfehlungen diesbezüglich.

Kann mir jemand auf die Sprünge helfen ? Mit 1-2 Formulierungsansätzen. Wie stehen Personaler eigentlich grundsätzlich Wechselwilligen gegenüber, die vom mittelständischen Betrieb zur Großindustrie wollen ?

Offen, eher Hindernis oder nicht verallgemeinerbar ?

Danke
Zuletzt geändert von Accessdenied am 17.03.2014, 21:25, insgesamt 3-mal geändert.

Accessdenied
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Re: neue berufliche Herausforderung Bewerbung, Wechsel begrü

Beitrag von Accessdenied » 17.03.2014, 21:10

Anmerkung:

Es handelt sich um eine Initiativbewerbung. Mir ist allerdings bekannt, dass das Unternehmen neue Mitarbeiter einstellt.

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FRAGEN
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Re: neue berufliche Herausforderung Bewerbung, Wechsel begrü

Beitrag von FRAGEN » 17.03.2014, 21:51

Accessdenied hat geschrieben:Klar ist, dass lediglich interessiert, warum ich gerne im neuen Unternehmen arbeiten möchte. Und niemand wissen möchte, warum es mir im alten Betrieb nicht mehr gefällt.
Da hast Du völlig recht. Wo ist denn das Problem daran? Gibt es nichts, was Dir an dem neuen Unternehmen gefällt? Willst Du einfach nur raus? Scheissegal, wohin?

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Beitrag von Accessdenied » 17.03.2014, 21:56

Nein, nicht einfach nur raus.

Mein "Wunschunternehmen" genießt den allerbesten Ruf, verfügt über gute Sozialleistungen, bietet gerechte Entlohnung und unterhält Abteilungen wie bspw. Disposition und Beschaffung. Ich suche eine Aufgabe in einer solchen Abteilung.

Mit dem Wechselgedanken beschäftige ich mich schon länger, eine bessere berufliche Zukunft steht für mich im Vordergrund, zugegebenermaßen ist mittlerweile aber auch das "ich will hier raus-Gefühl" stark vorhanden, die Herausforderung und Spaß an einer neuen Beschäftigung stehen aber an erster Stelle.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.03.2014, 22:13

Accessdenied hat geschrieben:Mein "Wunschunternehmen" [...] unterhält Abteilungen wie bspw. Disposition und Beschaffung. Ich suche eine Aufgabe in einer solchen Abteilung.
Warum? Warum suchst Du solch eine Aufgabe und warum wärst Du geeignet dafür?

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Beitrag von Accessdenied » 19.03.2014, 18:29

Hallo,

konnte mich leider nicht eher melden, habe derzeit viel um die Ohren.

Es soll also möglichst klar und nachvollziehbar ausformuliert werden, warum ich ausgerechnet bei der Firma A die Tätigkeit B ausüben möchte, korrekt ?

Eine weitere Frage:

Sollte ich mich bei einer Initiativbewerbung eher allgemein (...bewerbe mich um eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich) oder gezielt (bewerbe mich um eine Tätigkeit als Einkäufer/Buchhalter/Materialplaner usw.) bewerben ? Dazu habe ich keine Hinweise gefunden. Die Chancen bei einer allgemein gehaltenen Formulierung empfinde ich gefühlsmässig größer.

Im speziellen Fall ist mir durch "Mundpropaganda" bekannt, dass, bzw. auch für welche Bereiche das Unternehmen sucht. Kann/soll man sowas erwähnen oder ist das tunlichst zu vermeiden.

Entschuldigt die vielen Fragen, zum einen bin ich aus der Bewerbungsmaterie draussen, zum anderen möchte ich aber auch Fehler vermeiden. Lieber gründlich als schnell.

Danke

Accessdenied
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Beitrag von Accessdenied » 25.03.2014, 19:22

Hallo,

je mehr ich mich in die Materie einlese, desto schwerer fällt mir das Ausformulieren, bzw. Erstellen einer Bewerbung.

Ich lese seit mehreren Tagen in allen möglichen Bewerbungsratgebern quer und stoße da, zumindest m. E. nach, auf viel widersprüchliche Ratschläge. Zunächst bitte ich darum, nicht mißverstanden zu werden, ich möchte hier sicherlich nicht eine vorgefertigte Bewerbung "abschnorren", allerdings wäre mir durchaus an Hilfe, bzw. der Beantwortung meiner nachfolgenden Fragen gelegen. Es wäre super, wenn einer der Profils dazu Stellung beziehen könnte.

-> Ziel:
Per Initiativbewerung vom mittelständischen Unternehmen zur Industrie, einfache kaufmännische Tätigkeit, also keine gehobene Anstellung !

Passbild:
farbig oder bunt, einscannen (bunt oder farbig ?) oder Foto mitschicken, welches Foto-Format, nur Gesicht wie im Ausweis oder mit Schulteransatz oder kompletten Oberkörper im Profil ?!

Anrede:
Bleibt ja nur "Sehr geehrte Damen und Herren" übrig, habe nämlich keinen Ansprechpartner, habe allerdings gelesen, dass diese Anrede altmodisch sei.

Lebenslauf:
Kompletten Schulweg aufzeigen (Grundschule bis einschl. FOS) oder lediglich der letzte, bzw. höchste Schulabschluss vor der Berufsausbildung ? In meinem Fall wäre das dann die FOS.

Gewünschte Stelle:
Allgemeine Formulierung (kaufmännische Anstellung gesucht) oder gezielt nach bestimmter Position (Materialplaner, Disponent) ?

Anlagen:
Reichen FOS-Abschlusszeugnis sowie Abschlusszeugnis der Berufsschule oder sollte Realschulabschluss, sowie/bzw. der Gesellenbrief mit Noten der Abschlussprüfung ebenfalls eingereicht werden ?

Fragen über Fragen
Es wäre sehr nett wenn wir jemand, gerne auch in kurzer Form, weiterhelfen könnte.

Vielen Dank

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 26.03.2014, 00:46

Accessdenied hat geschrieben:Ich lese seit mehreren Tagen in allen möglichen Bewerbungsratgebern quer und stoße da, zumindest m. E. nach, auf viel widersprüchliche Ratschläge.
Da würde ich tendenziell Druckware den online-Medien vorziehen und wiederum jüngere Literatur der älteren.

Passbild:
farbig oder bunt, einscannen (bunt oder farbig ?) oder Foto mitschicken, welches Foto-Format, nur Gesicht wie im Ausweis oder mit Schulteransatz oder kompletten Oberkörper im Profil ?!
Ist ja kein Foto für die Fahndungskartei. Gesicht mit Schulteransatz, farbig oder s.-w. das musst entscheiden. Sprich mit dem Fotografen, was der dir vorschlagen würde. Ich habe zwar durchaus auch schon Fotografen ohne Geschmack erlebt, aber gute Fotografen haben durchaus auch eine Ahnung, was auf einem Bewerbungsfoto gut und was weniger gut rüber kommt.
Anrede:
Bleibt ja nur "Sehr geehrte Damen und Herren" übrig, habe nämlich keinen Ansprechpartner, habe allerdings gelesen, dass diese Anrede altmodisch sei.
Ich weiß nicht, was daran altmodisch sein soll. Natürlich ist die persönliche Anrede immer besser, wenn du aber par tout nicht herausfinden kannst, wer der Ansprechpartner ist, dann bleibt dir ja nichts anderes übrig. Du solltest aber mal auf der Website der Firma schauen, im Impressum, bei Über uns etc., ob du Angaben über den Personaler oder den Inhaber bekommst. Beim Impressum aber schauen, wer da angegeben ist, ob die Firma selbst oder die Firma, welche im Auftrag der innehabenden Firma die Website verwaltet.
Wenn Reifen-Rudi seine Website von Homepage-Horst verwalten lässt, dann kann es schon mal sein, dass nicht Rudi Rüpel von Reifen-Rudi im Impressum steht sondern Horst Herpel von Homepage-Horst. Auch mal schauen, ob du in Ausschreibungen für andere Stellen Ansprechpartner findest.
Lebenslauf:
Kompletten Schulweg aufzeigen (Grundschule bis einschl. FOS) oder lediglich der letzte, bzw. höchste Schulabschluss vor der Berufsausbildung ? In meinem Fall wäre das dann die FOS.
Das lässt sich pauschal nicht sagen. I.d.R. reicht die letzte Pflichtschule, bei weltanschaulichen Arbeitgebern kann es aber sinnvoll sein, um eine weltanschauliche Nähe zu verdeutlichen, tiefer zurückzugehen. Etwa bei kirchlichen Trägern, wo der Besuch konfessioneller Einrichtungen durchaus auf einen entsprechenden Hintergrund hinweisen kann.

Zeugnisse: Das Zeugnis mit dem du dich zur Ausbildung beworben hast und natürlich Ausbildungs-/Berufsschulzeugnis. Selbst das FOS-Zeugnis dürfte nach 15 Jahren nur noch pro forma wichtig sein.

Accessdenied
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Beitrag von Accessdenied » 05.04.2014, 18:53

Hallo,

vielen Dank für die ganzen hilfreichen Antworten. Ich habe mittlerweile meine Unterlagen weitestgehend fertig, nun beschäftigt mich lediglich noch eine "Formfrage", die ich hier gerne stellen möchte.

Lege ich das Abschlusszeugnis der Berufsschule oder aber den Gesellenbrief selbst (Prüfungszeugnis, enthält die Noten der reinen Abschlussprüfung) bei ? Lieber wäre mir eigentlich das Abschlusszeugnis, es enthält die besseren Noten... :lol: )

Vielen Dank an alle Helfer !

Miss_Reid
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Beitrag von Miss_Reid » 05.04.2014, 19:42

xxx
Zuletzt geändert von Miss_Reid am 18.05.2014, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.

Accessdenied
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Beitrag von Accessdenied » 05.04.2014, 19:51

Hallo,

gut, darüber lässt sich auch wieder streiten (was ich aber hier ganz sicher nicht will !), andersrum argumentiert: Das Berufsschul-Abschlusszeugnis benennt ja den Ausbildungsberuf und bestätigt gleichzeitig, dass die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Von daher: 50 : 50 ?

Gerne aber noch weitere Meinungen dazu.

Miss_Reid
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Beitrag von Miss_Reid » 05.04.2014, 20:11

xxx
Zuletzt geändert von Miss_Reid am 18.05.2014, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.

Accessdenied
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Beitrag von Accessdenied » 05.04.2014, 20:25

Okay, hast gewonnen ! :o

Spaß beiseite, bin natürlich dankbar für deine Hilfe und die fundierte Auskunft. Dein Einwand, bzw. die Begründung haben mich überzeugt.

Danke
Schönen Abend

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