Historiker Bewerbung Muster als Volontär im Museum OK?

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CityHunter
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Historiker Bewerbung Muster als Volontär im Museum OK?

Beitrag von CityHunter » 18.10.2015, 18:05

Hallo, erster Beitrag im Forum und erste Bewerbung überhaupt. Dementsprechend bin ich - trotz gefühlten 1000 Bewerbungsguides, etwas unsicher was das Schreiben angeht.

Infos:

Das Museum ist nicht unbedingt ein klassisches Museum sondern es gibt neben den Sammlungen zur verschiedenen Epochen auch Projekträume im Museum mit wechselnden Ausstellungen. Zudem werden die Bucher eng in das Museum eingebunden.

Aufgabengebiete des Volontär wären:

- Mitarbeit bei Betreuung und Bearbeitung der Sammlungen
- Vorbereitung und Mitarbeit bei Konzeption und Durchführung von Ausstellungen
- Bearbeitung der Dokumentation
- Mitarbeit bei Bildung und Vermittlung, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement.

Anforderungsprofil:
- abgeschl. Studium in Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde o. Museologie
- Aufgeschlossenheit gegenüber zeitgem. Kulturmanagement u. Kulturmarketing
- Kommunikations-, Organisationsgeschick und Koordinationsvermögen, Engagement, Eigeninitiative, Flexibilität und Teamfähigkeit
- hohes Maß an sozialer Kompetenz und Verhandlungsgeschick
- gute Englisch- und IT-Kenntnisse.



Bewerbung als wissenschaftlicher Volontär
Ihre Annonce auf der Homepage des Deutschen Museumsbundes


Sehr geehrte Damen und Herren,

die Konzeption des xyz Museums mit seinen wechselnden Ausstellungen und Projekten sowie der direkten Kommunikation mit den Besuchern ist ein Schritt weg vom klassisch-darstellenden Konzept eines Museums, den ich persönlich als Herausforderung ansehe. Mit mir gewinnen Sie einen Mitarbeiter, der Sie dank seines historischen Wissens als freundlicher und kompetenter Volontär unterstützt und sich gerne dieser Herausforderung stellt.

Im Zuge meines Geschichtsstudiums sammelte ich durch Projekte und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft. Zwar verfüge ich noch nicht über tiefgehende Praxiserfahrung in der Museumsarbeit, dies gleiche ich jedoch durch die Fähigkeit aus, mich schnell und gründlich in neue Thematiken einarbeiten zu können. Darüber hinaus konnte ich während meines Studiums bereits erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten gewinnen. Im Rahmen eines Kurses zur Thematik „(Thema)“ erfolgte in Teamarbeit die Konzeption und Vorbereitung einer kleinen Ausstellung und eines zugehörigen Kataloges. Praktische Erfahrung bezüglich der Arbeit mit Datenbanken sowie der Archivierung von Sammlungsobjekten erlangte ich während meines Praktikums im xyz-Wirtchaftsarchiv zu (Ort).

Persönlich zeichne ich mich durch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz sowie Teamfähigkeit aus und bin neuen Arbeitsgebieten und Arbeitsmethoden gegenüber aufgeschlossen. Ich verfüge über gute Englischkenntnisse und bin gut mit den Microsoft-Office-Programmen vertraut. Zu meinen persönlichen Interessen gehört darüber hinaus die japanische Kultur sowie die deutsch-japanischen Beziehungen, die Gegenstand meiner Masterarbeit waren und die ja auch ein bedeutender Aspekt für (Ihre Stadt) und ihre Geschichte sind.

Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass ich mich mit meinen Fähigkeiten einen Gewinn für Ihr Museum bin und freue mich über eine Einladung dazu.

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)


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Was haltet ihr davon? Wo kann man was verbessern?

Rein formale Frage:

Das Format des Datums im Briefkopf über dem Betreff: Nur Datum oder eher "Ort, den xx.xx.xxxx"

vielen lieben Dank schonmal!

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TheGuide
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Re: Historiker Bewerbung Muster als Volontär im Museum OK?

Beitrag von TheGuide » 18.10.2015, 23:45

CityHunter hat geschrieben: die Konzeption des xyz Museums mit seinen wechselnden Ausstellungen und Projekten sowie der direkten Kommunikation mit den Besuchern ist ein Schritt weg vom klassisch-darstellenden Konzept eines Museums, den ich persönlich als Herausforderung ansehe.
Warum siehst du das als Herausforderung an?
Semantisch ist die Formulierung, etwas als Herausforderung anzusehen problematisch. Besser wäre - semantisch - diese Herausforderung zu suchen. Aber natürlich auch als Formulierung durchgenudelt.
Du schreibst im ersten Satz hauptsächlich über das Museum, solltest aber damit rechnen, dass du damit dem Adressaten keinerlei Neuinformation zukommen lässt. Der wird das Museum kennen... dich aber nicht.
Zwar verfüge ich noch nicht über tiefgehende Praxiserfahrung
Dann lass das auch weg. Es geht darum, was du hast oder kannst, nicht darum, was du nicht hast oder nicht kannst, das kannst du schwerlich als Argument anführen.
Darüber hinaus konnte ich während meines Studiums bereits erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten gewinnen.
Darüber hinaus gewann ich...
Im Rahmen eines Kurses zur Thematik „(Thema)“ erfolgte in Teamarbeit die Konzeption und Vorbereitung einer kleinen Ausstellung und eines zugehörigen Kataloges.
Subjekt des Satzes?!

Persönlich zeichne ich mich durch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz sowie Teamfähigkeit aus und bin neuen Arbeitsgebieten und Arbeitsmethoden gegenüber aufgeschlossen.
Den Satz hast du aus einem Bewerbungsratgeber abgeschrieben.
Zu meinen persönlichen Interessen gehört darüber hinaus _die japanische Kultur sowie die deutsch-japanischen Beziehungen, die Gegenstand meiner Masterarbeit waren und die ja auch ein bedeutender Aspekt für (Ihre Stadt) und ihre Geschichte sind.
Das ist doch der Aspekt, der dich tatsächlich von anderen Bewerbern unterscheiden wird. Warum steigst du damit nicht ein?!

CityHunter
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Re: Historiker Bewerbung Muster als Volontär im Museum OK?

Beitrag von CityHunter » 19.10.2015, 02:34

TheGuide hat geschrieben:
Zu meinen persönlichen Interessen gehört darüber hinaus _die japanische Kultur sowie die deutsch-japanischen Beziehungen, die Gegenstand meiner Masterarbeit waren und die ja auch ein bedeutender Aspekt für (Ihre Stadt) und ihre Geschichte sind.
Das ist doch der Aspekt, der dich tatsächlich von anderen Bewerbern unterscheiden wird. Warum steigst du damit nicht ein?!
Ich hatte zunächst auch vor das an den Anfang zu setzen, allerdings hatte ich dann Zweifel, weil die Stadt zwar starke Beziehungen zu Japan hat und eine "innige Freundschaft" pflegt, das Museum aber die gesammte Geschichte von Stadt und Region von Urzeit bis Gegenwart behandelt. Meine Vorliebe für die japanische Kultur wäre dann vermutlich nicht mehr besonders herausragend.


Ich werde mal weiter basteln und dann wieder posten.

Vielen Dank schonmal für die ersten Tips.


Edit: Eine Frage die mir grade noch eingefallen ist:
Es wird ja gerne von den "üblichen Unterlagen" gesprochen die man mitschicken soll. Würde in meinem Fall Abschlusszeugnis der Universität und Praktikumszeugnis neben Anschreiben und tabellarischem Lebenslauf ausreichen oder gehört das Abiturzeugnis von vor einer halben Ewigkeit immer noch zwingend dazu?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 19.10.2015, 09:43

Dein Abiturzeugnis gehört dazu, ja. Auch Praktikumszeugnisse - also jetzt nicht unbedingt vom Schülerbetriebspraktikum, aber doch zumindest von Praktika, die du im Verlauf deines Studiums gemacht hast.

Du solltest schon versuchen, etwas herauszuarbeiten, was dich von Mitbewerbern hervorhebt und für den Arbeitgeber von faktischem Interesse sein könnte. Vielleicht solltest du auch Konsequenzen daraus ziehen, etwa den Vorschlag, in Zusammenarbeit mit der japanischen Gemeinde an einer Sonderausstellung zu arbeiten, welche die Geschichte der japanischen Siedlung in der nämlichen Stadt darstellt.

CityHunter
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Beitrag von CityHunter » 19.10.2015, 18:02

Vielen Dank für die tollen Tips!

Hier der nächste Versuch:

Ich habe mir mal verschiedene Guide angeschaut und ein paar der Bewerbungens hier im Forum zu Gemüte geführt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie ich die persönlichen Interessen noch weiter nach vorne holen soll und den Vorschlag als "einfacher Volontär" eine Sonderausstellung anzubieten find ich zwar gut, kommt mir im Anschreiben aber irgendwie auch etwas dreist vor.

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Bewerbung als wissenschaftlicher Volontär
Ihre Annonce auf der Homepage des Deutschen Museumsbundes

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie suchen einen Volontär, der sie tatkräftig bei der wissenschaftlichen Betreuung Ihrer Sammlung sowie der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen unterstützt. Ich suche die Möglichkeit, meine im Studium erworbenen Kenntnisse in diesen Bereichen einzusetzen und zu vertiefen. Von einem Volontariat in Ihrem Haus verspreche ich mir die nötigen Qualifikationen für eine weitere Beschäftigung im Bereich Museum zu erlangen. Gerne bewerbe ich mich daher auf das von Ihnen ausgeschriebene Volontariat. Sie gewinnen mit mir einen Mitarbeiter, der Sie dank seines fachlichen Wissens als freundlicher und kompetenter Volontär unterstützt.

Während meines Geschichtsstudiums sammelte ich durch Projekte und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft. Darüber hinaus gewann ich bereits erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten. So konzipierte ich mit einem Team mit anderen Studenten eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog. Praktische Erfahrung bezüglich der Arbeit mit Datenbanken sowie der Archivierung von Sammlungsobjekten erlangte ich während meines Praktikums im xyz-Wirtschaftsarchiv in xyz.

Zudem habe ich mir im Studium angeeignet effizient im Team zu arbeiten und auch das Arbeiten unter Zeitdruck ist für mich kein Problem. Meine Fähigkeit mich schnell und gründlich in neue Thematiken einzuarbeiten kommt dem xyz-Museum mit seinen Wechselausstellungen dabei zu Gute. Zu meinen persönlichen Interessen gehören unter anderem die japanische Kultur sowie die deutsch-japanischen Beziehungen, die Gegenstand meiner Masterarbeit waren und zudem ein bedeutender Aspekt für die Stadt xyz und ihre Geschichte sind.

Ich verfüge über gute Englischkenntnisse und der routinierte Umgang mit Microsoft-Office und Internetanwendungen ist für mich selbstverständlich. Persönliches Engagement und die Bereitschaft abends und am Wochenende zu arbeiten sind für mich selbstverständlich.

Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Fähigkeiten einen Gewinn für Ihr Museum bin und freue mich über eine Einladung dazu.

Mit freundlichen Grüßen

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Ich komm damit auf so ziemlich genau eine Din A4 Seite. Evt. könnte man an einigen Stellen noch Formulierungen kürzen? Nach lautem Vorlesen fand ich den Versuch jetzt garnicht mal so schlecht, aber die Experten sind da vermultich anderer Meinung und finden noch einiges zum Verbessern. Ich bin für jeden Tip Dankbar!
Zuletzt geändert von CityHunter am 20.10.2015, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von TheGuide » 19.10.2015, 19:50

CityHunter hat geschrieben:Sehr geehrte Damen und Herren,
|Abstand
Sie suchen einen Volontär, der sie tatkräftig bei der wissenschaftlichen Betreuung Ihrer Sammlung sowie der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen _unterstützt.
Die wissen, wen sie suchen!
Gerne bewerbe ich mich daher auf das von Ihnen ausgeschriebene Volontariat.
Das steht doch schon im Betreff. Argumente, keine Platitüden!
Während meines Geschichtsstudiums sammelte ich durch Projekte und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft.
in Projekten und Praktika

So konzipierte ich mit einem Team mit anderen Studenten eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog.
Der Esel...
und auch das Arbeiten unter Zeitdruck ist für mich kein Problem.
Negativformulierung
der routinierte Umgang mit Microsoft-Office

Amerikanischer Eigenname ohne Bindestrich

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Beitrag von CityHunter » 20.10.2015, 14:33

TheGuide hat geschrieben:
CityHunter hat geschrieben:Sehr geehrte Damen und Herren,
|Abstand
Sie suchen einen Volontär, der sie tatkräftig bei der wissenschaftlichen Betreuung Ihrer Sammlung sowie der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen _unterstützt.
Die wissen, wen sie suchen!
So langsam gehen mir die Ideen für die Eröffnung aus. Ist das wirklich ein tatsächlich so ein extremes no-go wenn ich am Anfang mit einem Satz auf dieses "Sie suchen" eingehe?

Der Abstand ist im Orginaldokument da, aber das Forurm schluckt leider jedesmal die Formatierung. =/
Ich werd wenn der Inhalt stimmt das Ganze mal als PFD hochladen, damit auch die Form ins reine kommt.

Verbessert hab ich jetzt die Formulierungen an einigen Stellen und den "Esel" ;)

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Während meines Geschichtsstudiums sammelte ich in Projekten und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft. Darüber hinaus gewann ich bereits erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten. Zusammen mit einem Team anderer Studenten konzipierte ich im Rahmen meines Studiums eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog. Praktische Erfahrung bezüglich der Arbeit mit Datenbanken sowie der Archivierung von Sammlungsobjekten erlangte ich während meines Praktikums im xyz-Wirtschaftsarchiv zu xyz.

Zudem habe ich mir im Studium angeeignet auch unter Zeitdruck effizient im Team zu arbeiten. Meine Fähigkeit mich schnell und gründlich in neue Thematiken einzuarbeiten kommt dem xyz-Museum mit seinen Wechselausstellungen dabei zu Gute. Zu meinen persönlichen Interessen gehören unter anderem die japanische Kultur sowie die deutsch-japanischen Beziehungen, die Gegenstand meiner Masterarbeit waren und zudem ein bedeutender Aspekt für die Stadt xyz und ihre Geschichte sind.

Ich verfüge über gute Englischkenntnisse und der routinierte Umgang mit Microsoft Office und Internetanwendungen ist für mich ebenso selbstverständlich wie persönliches Engagement und die Bereitschaft abends und am Wochenende zu arbeiten.

Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Fähigkeiten einen Gewinn für Ihr Museum bin und freue mich über eine Einladung dazu.

Mit freundlichen Grüßen

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Der Eröffnungssatz steht jetzt noch unverändert drin bis mir was besseres dazu einfällt :/

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Beitrag von TheGuide » 20.10.2015, 14:54

CityHunter hat geschrieben:So langsam gehen mir die Ideen für die Eröffnung aus. Ist das wirklich ein tatsächlich so ein extremes no-go wenn ich am Anfang mit einem Satz auf dieses "Sie suchen" eingehe?
Die Frage ist falsch gestellt. Du solltest dich lieber fragen, was du im wichtigsten Satz deines Anschreibens am cleversten unterbringst.

CityHunter
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Beitrag von CityHunter » 20.10.2015, 15:29

TheGuide hat geschrieben:
CityHunter hat geschrieben:So langsam gehen mir die Ideen für die Eröffnung aus. Ist das wirklich ein tatsächlich so ein extremes no-go wenn ich am Anfang mit einem Satz auf dieses "Sie suchen" eingehe?
Die Frage ist falsch gestellt. Du solltest dich lieber fragen, was du im wichtigsten Satz deines Anschreibens am cleversten unterbringst.
Ok, ich hab mir jetzt nochmal die Guide hier auf der Seite zu der das Forum gehört angeschaut und denke ich kann die Einleitung doch noch etwas umstrukturieren.


Edit:

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie gewinnen mit mir einen Mitarbeiter, der Sie dank seines fachlichen Wissens als freundlicher und kompetenter Volontär unterstützt. Meine bereits im Studium erworbenen Kenntnisse in der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen möchte ich in Ihrem Haus einsetzen und vertiefen um mir so die nötigen Qualifikationen für eine weitere Beschäftigung im Museumsbereich anzueignen.

Während meines Geschichtsstudiums sammelte ich in Projekten und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft. Darüber hinaus gewann ich bereits erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten. Zusammen mit einem Team anderer Studenten konzipierte ich im Rahmen meines Studiums eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog. Praktische Erfahrung bezüglich der Arbeit mit Datenbanken sowie der Archivierung von Sammlungsobjekten erlangte ich während meines Praktikums im x Wirtschaftsarchiv zu x.

Zudem habe ich mir im Studium angeeignet auch unter Zeitdruck effizient im Team zu arbeiten. Meine Fähigkeit mich schnell und gründlich in neue Thematiken einzuarbeiten kommt dem xyz-Museum mit seinen Wechselausstellungen dabei zu Gute. Zu meinen persönlichen Interessen gehören unter anderem die japanische Kultur sowie die deutsch-japanischen Beziehungen, die Gegenstand meiner Masterarbeit waren und zudem ein bedeutender Aspekt für die Stadt yxz und ihre Geschichte sind.

Ich verfüge über gute Englischkenntnisse und der routinierte Umgang mit Microsoft Office und Internetanwendungen ist für mich ebenso selbstverständlich wie persönliches Engagement und die Bereitschaft abends und am Wochenende zu arbeiten.

Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Fähigkeiten einen Gewinn für Ihr Museum bin und freue mich über eine Einladung dazu.

Mit freundlichen Grüßen

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Persönlich gefällt mir das sogas besser als die "Sie suchen..." Eröffnung - allerdings frage ich mich, ob das nicht vielleicht etwas ZU direkt ist. =/

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Beitrag von TheGuide » 20.10.2015, 16:39

Du bewirbst dich doch als Akademiker. Mehr noch: Als Geisteswissenschaftler. Da wird eigentlich Eigenständigkeit und ein gewisses Gespür für Worte vorausgesetzt. Was ich von dir lese, ist aber ein kopierter 08/15-Einstieg. Noch mal: Der erste Satz deiner Bewerbung ist der wichtigste! Er bestimmt das Bild, was sich der Adressat von dir macht. In Dtld. beenden jedes Jahr ca. 12.000 Geisteswissenschaftler ihr Studium. Es werden aber nur knapp 500 Stellen jährlich im Bereich der Geisteswissenschaften ausgeschrieben. Du solltest damit rechnen, dass du einer von ca. 200 Bewerbern auf die Stelle sein wirst. Wird dir nun deutlicher, warum es sinnvoll ist, deine Einzigartigkeit herauszuarbeiten?

Lies dir deinen Einstiegssatz noch mal durch:
Sie gewinnen mit mir einen Mitarbeiter, der Sie dank seines fachlichen Wissens als freundlicher und kompetenter Volontär unterstützt.
Bekommst du ein Bild von der Person, die sich da bewirbt?



Ich nicht. Ich erfahre in diesem Satz rein gar nichts über dich.
Und auch der nächste Satz lässt mich als Leser weitgehend im Dunkeln. Und das liegt vor allem an einem: An der Beliebigkeit dieser Sätze.

CityHunter
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Beitrag von CityHunter » 20.10.2015, 18:59

Ich weiß wir rar die Stellen in diesem Sektor sind. Mein Problem ist wie gesagt, dass ich noch nie eine (vernünftige) Bewerbung schreiben musste und ich grad einfach etwas überfordert damit bin. Diverse Ratgeber/Hefte vom BiZ, Webseiten etc. helfen da auch nur bedingt, weil sie sich in aller Regel einfach widersprechen. :(

Aber genug davon. Neuer Versuch. Evt. geht das ja jetzt eher in die richtige Richtung. Ich hab jetzt deinen Vorschlag vom Anfang wieder ausgegriffen und versucht die persönlichen Interessen nach Vorne zu stellen um mehr Individualität reinzubringen. Meinst du, dass müsste mehr mit dem Museum verknüpft werden?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein persönliches Interesse gilt der japanische Kultur bzw. den deutsch-japanischen Beziehungen sowie dem Themenschwerpunk: „Deutsche Stadt im Mittelalter“. Mit mir gewinnen sie also einen Mitarbeiter, der Ihr Haus sowohl durch sein fachliches Wissen als auch durch seine individuellen Interessen als freundlicher und kompetenter Volontär unterstützt.

Bereits während meines Studiums der Geschichtswissenschaften sammelte ich in Projekten und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft. Darüber hinaus gewann ich schon erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten. Zusammen mit einem Team anderer Studenten konzipierte ich im Rahmen meines Studiums eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog. Praktische Erfahrung bezüglich der Arbeit mit Datenbanken sowie der Archivierung von Sammlungsobjekten erlangte ich während meines Praktikums im X Wirtschaftsarchiv zu X. Meine im Studium erworbenen Kenntnisse in der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen möchte ich in Ihrem Haus einsetzen und vertiefen um Sie zu unterstützen und mir die nötigen Qualifikationen für eine weitere Beschäftigung im Museumsbereich anzueignen.

Zu meinen besonderen Eigenschaften gehört es unter andrem auch unter Zeitdruck effizient im Team zu arbeiten. Meine Fähigkeit mich schnell und gründlich in neue Thematiken einzuarbeiten kommt dem X-Museum mit seinen Wechselausstellungen dabei zu Gute. Ich verfüge darüber hinaus über gute Englischkenntnisse und der routinierte Umgang mit Microsoft Office und Internetanwendungen ist für mich ebenso selbstverständlich wie persönliches Engagement und die Bereitschaft abends und am Wochenende zu arbeiten.

Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Fähigkeiten einen Gewinn für Ihr Museum bin und freue mich über eine Einladung dazu.

Mit freundlichen Grüßen

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Beitrag von TheGuide » 20.10.2015, 19:52

Es geht jetzt wirklich in die richtige Richtung. Du könntest aber den Bezug zur Stadt noch ein wenig nuancierter herausarbeiten.

CityHunter
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Beitrag von CityHunter » 21.10.2015, 18:11

TheGuide hat geschrieben:Es geht jetzt wirklich in die richtige Richtung. Du könntest aber den Bezug zur Stadt noch ein wenig nuancierter herausarbeiten.
Gute Idee! Ich hab das versucht mit in die Einleitung zu packen durch zwei kleine Halbsätze:

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein persönliches Interesse gilt der japanischen Kultur bzw. den deutsch-japanischen Beziehungen, die ja ein bedeutender Aspekt der Geschichte Xs sind. Darüber hinaus fasziniert mich seit meinem Studium das auch in Ihrem Haus dargestellte Thema der deutsche Stadt im Mittelalter. Mit mir gewinnen Sie also einen Mitarbeiter, der Ihr Haus sowohl durch sein fachliches Wissen als auch durch seine individuellen Interessen als freundlicher und kompetenter Volontär unterstützt.

Bereits während meines Studiums der Geschichtswissenschaften sammelte ich in Projekten und Praktika wertvolle Einblicke in die Museums- und Archivlandschaft. Darüber hinaus gewann ich schon erste Erfahrung in der Ausstellungskonzeption und Inventarisierung von Museumsobjekten. Zusammen mit einem Team anderer Studenten konzipierte ich im Rahmen meines Studiums eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog. Praktische Erfahrung bezüglich der Arbeit mit Datenbanken sowie der Archivierung von Sammlungsobjekten erlangte ich während meines Praktikums im X Wirtschaftsarchiv zu X. Meine im Studium erworbenen Kenntnisse in der Konzeption und Durchführung von Ausstellungen möchte ich in Ihrem Haus einsetzen und vertiefen um Sie zu unterstützen und mir die nötigen Qualifikationen für eine weitere Beschäftigung im Museumsbereich anzueignen.

Zu meinen besonderen Eigenschaften gehört es unter andrem auch unter Zeitdruck effizient im Team zu arbeiten. Meine Fähigkeit mich schnell und gründlich in neue Thematiken einzuarbeiten kommt dem X-Museum mit seinen Wechselausstellungen dabei zu Gute. Ich verfüge darüber hinaus über gute Englischkenntnisse und der routinierte Umgang mit Microsoft Office und Internetanwendungen ist für mich ebenso selbstverständlich wie persönliches Engagement und die Bereitschaft abends und am Wochenende zu arbeiten.

Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch davon zu überzeugen, dass ich mit meinen Fähigkeiten ein Gewinn für Ihr Museum bin und freue mich über eine Einladung dazu.

Mit freundlichen Grüßen


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Beitrag von TheGuide » 21.10.2015, 23:52

CityHunter hat geschrieben: Darüber hinaus fasziniert mich seit meinem Studium das auch in Ihrem Haus dargestellte Thema der deutscheN Stadt im Mittelalter.
Zusammen _mit einem Team anderer Studenten konzipierte ich im Rahmen meines Studiums eine kleine Ausstellung und einen zugehörigen Katalog.
möchte ich in Ihrem Haus einsetzen und vertiefenKOMMA um Sie zu unterstützen und mir die nötigen Qualifikationen für eine weitere Beschäftigung im Museumsbereich anzueignen.
Zu meinen besonderen Eigenschaften gehört es unter andErem auch unter Zeitdruck effizient im Team zu arbeiten.

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Beitrag von CityHunter » 14.11.2015, 14:13

Kurze Rückmeldung:

Hab heute Post bekommen, dass ich nicht zum Personenkreis gehöre, der in der engsten Wahl steht, meine Bewerbung aber vorgemerkt ist bis eine Auswahlentscheidung getroffen worden ist.

Ich denke, dass sollte ich als freundliche Absage auffassen. Danke trotzdem für die Hilfe. :)

foxilove04
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Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von foxilove04 » 19.01.2020, 20:23

Hallo zusammen
Möchte (wieder) Einstieg finden in einen kulturellen Job als nebentätigkeit. Nun eröffnet bei mir in der Nähe ein Museum und ich möchte mich daher bewerben. Hier ein erster Versuch seit langem zu einem abschreiben.
über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

Sehr geehrte Frau ..,
als Kunsthistorikerin und Buchwissenschaftlerin sowie Diplom-Finanzwirtin FH (Steuer) möchte ich mich bei Ihnen vorstellen und mich um eine (Neben-)Tätigkeit für das Museum bewerben.
Ich habe mein Studium der Buchwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität mit einer Bachelorthesis zum Thema „xy“ abgeschlossen.
Weiterhin habe ich an der Fachhochschule für öffentlichen Dienst ein Dualstudium zur Dipl.-Finanzwirtin abgeschlossen mit einer Abschlussarbeit zum Thema „xy“. Diese zusätzlichp Ausbildung rührt daher, dass die Arbeit im Kulturbereich einer prekären Beschäftigung unterliegt und die Einstiegschancen gering sind. Durch meine vorherige kulturell ausgerichtete Bildung, habe ich mich darum dazu entschieden eine Tätigkeit am xy zur Neuentwicklung eines xyverfahrens anzunehmen, da ich hierbei meine erworbenen Kenntnisse im vorhergehenden kulturell geprägten Studium intensiver einbringen kann als in einer Position im xy-amt.
Dennoch möchte ich wieder und vermehrt meine Leidenschaft für die museale Arbeit konkreter verfolgen.
Mein Interesse galt schon früh den kulturellen Thematiken. Diverse Praktika in Museen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sowie Bestandspflege, u.a. im Museum xy, wo die Mithilfe bei der Jubiläumsfeier zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten zählte, veranschaulichen dies. Daher freue ich mich über die Gelegenheit, das Team bei Veranstaltungen zu unterstützen.
Durch meine aufgeschlossene Art fällt es mir leicht, auf Menschen zuzugehen. Deshalb war ich u.a. in Buchhandlungen (Buchhandlung xy) neben dem Studium bzw. danach aushilfsweise als Verkäuferin tätig. Zu meinen Kernaufgaben zählten insbesondere die Beratung und das Kassieren. Ich bin daher mit einer Scannerkasse vertraut und kann mich schnell in neue Kassensysteme einarbeiten. Vertretungsweise eine Kassiertätigkeit, beispielsweise im Museumsshop zu übernehmen, stellt daher kein Problem für mich dar. Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Englisch-/Französischkenntnisse runden mein Profil ab.
Wie Sie sehen bin ich vielseitig und verlässlich, was zu meinen Stärken zählt. Ich bin sehr engagiert und kann mich schnell in neue Aufgabengebiete einarbeiten.
Über eine Rückmeldung von Ihnen freue ich mich und stehe zu einem Gespräch jederzeit zur Verfügung. Anbei erhalten Sie meine Bewerbungsunterlagen als Portfolio.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von TheGuide » 19.01.2020, 23:13

foxilove04 hat geschrieben:
19.01.2020, 20:23
als Kunsthistorikerin und Buchwissenschaftlerin sowie Diplom-Finanzwirtin FH (Steuer) möchte ich mich bei Ihnen vorstellen und mich um eine (Neben-)Tätigkeit für das Museum bewerben.
Die Funktionen des Bewerbungsanschreibens musst du nicht noch mal aufgreifen. Mit dem Betreff ist das abgegolten, dass du dich bewirbst. Dass du dich dabei vorstellst, ist auch klar.
Ich habe mein Studium der Buchwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität mit einer Bachelorthesis zum Thema „xy“ abgeschlossen.
Steht im Lebenslauf und wiederholt Information aus Satz 1. Welche Relevanz hat deine B.A.-Arbeit für die Stelle?
Weiterhin habe ich an der Fachhochschule für öffentlichen Dienst ein Dualstudium zur Dipl.-Finanzwirtin abgeschlossen mit einer Abschlussarbeit zum Thema „xy“.
Lebenslauf.
Diese zusätzlichp Ausbildung rührt daher, dass die Arbeit im Kulturbereich einer prekären Beschäftigung unterliegt und die Einstiegschancen gering sind. Durch meine vorherige kulturell ausgerichtete Bildung, habe ich mich darum dazu entschieden eine Tätigkeit am xy zur Neuentwicklung eines xyverfahrens anzunehmen, da ich hierbei meine erworbenen Kenntnisse im vorhergehenden kulturell geprägten Studium intensiver einbringen kann als in einer Position im xy-amt.
Du musst dich nicht rechtfertigen. In dein Anschreiben gehören
1.) deine Motivation
2.) deine stellenspezifischen Kenntnisse
3.) deine Stärken im Sinne positiver Charaktereigenschaften.
Bei 2. und 3. belegst du aus deinem Lebenslauf, aber im Zentrum deiner Aussagen stehen die Kenntnisse und Stärken, nicht die Lebenslaufstationen (denn die kann man ja dort nachlesen!)
Dennoch möchte ich wieder und vermehrt meine Leidenschaft für die museale Arbeit konkreter verfolgen.
Nichtssagend.
Mein Interesse galt schon früh den kulturellen Thematiken.
Nichtssagend. Was heißt "schon früh"?
Durch meine aufgeschlossene Art fällt es mir leicht, auf Menschen zuzugehen.
Aufgrund...
Zu meinen Kernaufgaben zählten insbesondere die Beratung und das Kassieren. Ich bin daher mit einer Scannerkasse vertraut und kann mich schnell in neue Kassensysteme einarbeiten. Vertretungsweise eine Kassiertätigkeit, beispielsweise im Museumsshop zu übernehmen, stellt daher kein Problem für mich dar.
Wiederholungen vermeiden und positiv ausdrücken!
Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Englisch-/Französischkenntnisse runden mein Profil ab.
Mischung von Stärken und Kenntnissen.
Wie Sie sehen bin ich vielseitig und verlässlich, was zu meinen Stärken zählt. Ich bin sehr engagiert und kann mich schnell in neue Aufgabengebiete einarbeiten.
...und arbeite mich schnell ... ein.
Anbei erhalten Sie meine Bewerbungsunterlagen als Portfolio.
Verschwende keinen Platz mit Selbstverständlichkeiten.

foxilove04
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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von foxilove04 » 22.01.2020, 10:41

Vielen Dank für die super konstruktive Kritik. Ich habe mir mein Anschreiben nochmals „vorgeknüpft“, hier das Ergebnis und danke fürs nochmalige lesen:

Sehr geehrte Frau ..,
inspiriert von der Mitarbeitervorstellung auf der Homepage des (Ihres? => Fraglich, da der Adressat ja nicht Besitzer des Museums ist) xymuseums, schicke ich ebenfalls meine Motivation für die Museumsarbeit voraus: auch mich faszinieren Museen von Kindheitstagen an, weil dort Kultur und seine Geschichte mit allen Sinnen erfahrbar wird und in einem Raum eine ganze Welt zum Erlebnis werden kann.
So kam es auch dazu, dass mein erstes Schulpraktikum in einem Museum stattfand. Diverse weitere studiumsbegleitende Praktika in Museen, wo die Mithilfe im Bereich Public Relations zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten zählte, veranschaulichen meine Motivation für die öffentlichkeitsbezogene Museumsarbeit. Daher freue ich mich über die Gelegenheit, das Team zum Beispiel bei der Organisation von Veranstaltungen zu unterstützen.
Neben meiner Begeisterung für Museen ist auch die Liebe zu Kunst und Büchern seit jeher vorherrschend, was sich schließlich in der Fachwahl meines Erststudiums äußerte: Kunstgeschichte und Buchwissenschaften.
Die Thematik der Buchhistorie auch unter dem religionsbezogenen Aspekt finde ich dabei besonders spannend zu erforschen, warum ich daher einige Studienarbeiten hierzu verfasst habe und mich schließlich auch zum Gegenstand meiner Bachelorthesis führte.
Meine vorherig kulturbezogene Ausbildung erweiterte ich um ein mehr wirtschaftlich geprägtes Studium zur Diplom-Finanzwirtin in der xyverwaltung. Im Anschluss habe ich mich dazu entschieden eine Tätigkeit am xy zur Neuentwicklung eines xyverfahrens anzunehmen. Meine erworbenen Kenntnisse im vorhergehenden Bachelor-Studium bringe ich hinsichtlich Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zur Erstellung von spezifischen Anforderungen zielgerichtet ein.
Durch meine aufgeschlossene Art fällt es mir leicht, auf Menschen zuzugehen. Deshalb war ich u.a. in Buchhandlungen (Buchhandlung xy) neben dem Studium bzw. in Folge aushilfsweise als Verkäuferin tätig. Zu meinen Kernaufgaben zählten insbesondere die Kundenberatung und der aktive Verkauf. Hierbei übernahm ich den Aufbau sowie die ansprechende Präsentation der Bücher und dem dazugehörigen Sortiment. Daneben half ich auch bei Wareneingängen, Bestellungen und Reklamationen mit. Eine Tätigkeit beispielsweise im Museumsshop zu übernehmen, stellt daher kein Problem für mich dar. Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit runden mein Profil ab. Ich bin sehr engagiert und ich arbeite mich schnell in neue Aufgabengebiete ein.
Über eine Rückmeldung von Ihnen freue ich mich und stehe zu einem Gespräch jederzeit zur Verfügung.

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TWend
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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von TWend » 23.01.2020, 17:35

Hallo foxilove04,

dein Anschreiben als Motivationsschreiben ist dir meiner Meinung nach schon gut gelungen.
Aber es ist (wahrscheinlich) auch zu lang. Daher empfehle ich, einige Inhalte zu entfernen
bzw. auch so umzuformulieren, dass sich der Text flüssiger und einprägsam liest.

Wenn du in einer zweiten Betreffzeile die Quelle (Homepage) des Stellenangebotes angibst
(was auch wichtig ist), dann musst du diese URL im Text nicht weiter wiederholen.

Insofern würde ich die Einleitung so formulieren:
Sehr geehrte Frau [Name],

auch mich faszinieren Museen seit Kindheitstagen sehr. Denn darin werden Kultur und Geschichte
mit allen Sinnen erfahrbar, so dass bereits in einem Raum eine ganze Welt zum Erlebnis werden kann.


Das sollte auch genügen. Der einleitende Hinweis auf deine Inspiration anlässlich eines Mitarbeiter-
Kommentars auf der Homepage kann in einem Anschreiben entfallen, das auf nur einer A4-Seite
ausschließlich das Wesentliche enthalten soll.

Ebenso lässt sich der nächste Abschnitt kürzen:
So habe ich mein erstes Schulpraktikum in einem Museum absolviert, dem schließlich weitere
studienbegleitende Praktika folgten. Dabei hat mir die aktive Unterstützung des Bereiches
Public Relation besonders viel Freude bereitet, so dass es mich auch hoch motiviert, das Team
in der Öffentlichkeitsarbeit allgemein und speziell bei der der Organisation von Events wirksam
verstärken zu können.


Auch die Begeisterung für Kunst und Bücher ist mir seit jeher zu eigen, weshalb ich mit viel
Enthusiasmus Kunstgeschichte und Buchwissenschaften studiert habe. Die Buchhistorie - auch unter
dem religionsbezogenen Aspekt - fand ich dabei besonders spannend, so dass sich diese Thematik
in einigen meiner Studienarbeiten und schließlich in meiner Bachelorthesis wiederfand.


Inwieweit dieser Abschnitt wichtig ist, muss das Stellenangebot entscheiden. Wenn darin Kenntnisse
der Kunstgeschichte und Buchwissenschaften bzw. speziell sogar der Buchhistorie erwartet werden,
dann ist dieser vorstehende Text natürlich ein Muss.

Ansonsten empfehle ich, sich in erster Linie an die Aufgaben und Anforderungen des Stellenangebotes
zu halten und daran das Anschreiben/Motivationsschreiben auszurichten.

Somit solltest Du auch die weiteren Abschnitte deines Anschreiben-Entwurfes nochmal mit dem Inhalt
des Stellenangebotes vergleichen - und gegebenenfalls Text daraus streichen bzw. ergänzen.

Bewirb dich erfolgreich!

Tilo
Zuletzt geändert von TWend am 07.08.2020, 06:10, insgesamt 1-mal geändert.

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TheGuide
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Re: Anschreiben für (Aushilfs-)Tätigkeit im Museum

Beitrag von TheGuide » 27.01.2020, 04:19

Im Prinzip geht es ja um eine Stelle als nichtwissenschaftliche Hilfskraft. Die Bewerbung geht total am Bewerbungsziel vorbei.

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