Hochschulabsolventin Bewerbungsschreiben BWL gut?

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Amelina1993
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Hochschulabsolventin Bewerbungsschreiben BWL gut?

Beitrag von Amelina1993 » 19.10.2017, 01:10

Hey liebes Forum,

ich beende im Mai '18 mein Master-Studium im Bereich BWL und werde so in ca. zwei Wochen aktiv mit der Jobsuche beginnen.
Da ich leider überhaupt keine Ahnung von Anschreiben habe, bzw. was gut sein könnte und was nicht, wäre ich sehr froh, wenn mir hier jemand helfen könnte:)

Ich habe einige Sachen als XX etc. eingefügt, weil es sonst zu offensichtlich wäre wo ich mich als Erstes bewerben möchte :D


Folgender Text ist mein Entwurf:

Sehr geehrte Frau XY,

Ihr Motto ist ,,XXX". Im kommenden Semester werde ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Vertiefung Supply Chain Management an der XY abschließen, um dann als XY ,,Auswirkungen zu erzielen, die wichtig sind". Dafür werde ich die Kenntnisse und Fähigkeiten, die ich sowohl während meiner Studienzeit als auch während meiner Praktika gesammelt habe einsetzen.

Im Rahmen eines Praktikums bei der XY AG in der Produktionsplanung, habe ich in einem Projekt zur Optimierung der Produktionsabläufe gearbeitet. Dabei habe ich Erfahrungen bei der Identifizierung von Optimierungspotentialen, bei der Evaluation von Implementierungsmaßnahmen sowie bei der Analyse des optimierten Prozesses gesammelt.

XY ist für mich eine ausgezeichnete Einstiegsmöglichkeit in das Berufsleben, da die Kombination aus Supply Chain Management/Procurement und Consulting perfekt mein Interessensgebiet widerspiegelt und ich somit meine Kenntnisse ideal einbringen kann.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe Ihnen für ein persönliches Gespräch ab Februar 2018 gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
XX

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TheGuide
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Re: Hochschulabsolventin Bewerbungsschreiben BWL gut?

Beitrag von TheGuide » 19.10.2017, 01:54

Amelina1993 hat geschrieben:Sehr geehrte Frau XY,

Ihr Motto ist ,,XXX".
Was soll Frau Icks-Üpsilon mut dieser Info jetzt anfangen? Und wo siehst du einen Zusammenhang zwischen diesem und dem folgenden Satz?

Im kommenden Semester werde ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Vertiefung Supply Chain Management an der XY abschließen, um dann als XY ,,Auswirkungen zu erzielen, die wichtig sind".
Was hat das mit der Arbeitsstelle zu tun? Den Studienabschluss schrieb doch bitte in den Lebenslauf, Lebenslaufnacherzählung ist hier nicht erwünscht. Argumentiere.
Im Rahmen eines Praktikums bei der XY AG in der Produktionsplanung, habe ich in einem Projekt zur Optimierung der Produktionsabläufe gearbeitet.

Sehr alliterativ. Zumindest die Wiederholung versuche doch bitte zu vermeiden.
Dabei habe ich Erfahrungen bei der Identifizierung von Optimierungspotentialen, bei der Evaluation von Implementierungsmaßnahmen sowie bei der Analyse des optimierten Prozesses gesammelt.
XY ist für mich eine ausgezeichnete Einstiegsmöglichkeit in das Berufsleben, da die Kombination aus Supply Chain Management/Procurement und Consulting perfekt mein Interessensgebiet widerspiegelt und ich somit meine Kenntnisse ideal einbringen kann.
Das kann jeder behaupten. Das muss mehr Saft hinter. Ich will dir glauben können, dass Consulting etc. perfekt in dein Interessengebiet passt.

Amelina1993
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Beitrag von Amelina1993 » 19.10.2017, 02:01

Ok Danke für deine Antwort aber die war leider gar nicht hilfreich. Was für Alternativen hättest du zu bieten? Soll ich als ersten Satz lieber schreiben "hiermit bewerbe ich mich als ..." ?!

Der Zusammenhang zwischen Motto und dem nächsten Satz ist, dass das Motto etwas mit "Auswirkungen erzielen" zu tun hat, aber lesen hilft ;) hab doch gesagt ich versehe Sachen mit xxx die Zuviel Aufschluss über meine Bewerbung geben könnten

Dass Consulting und SCM mein Interessengebiet ist ergibt sich doch aus den praktischen Erfahrungen, von denen ich im Absatz vorher Berichte oder nicht? Soll mich an der Stelle nochmals wiederholen?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 19.10.2017, 09:59

Amelina1993 hat geschrieben:Soll ich als ersten Satz lieber schreiben "hiermit bewerbe ich mich als ..." ?!
Nein. Dass du dich bewirbst, steht ja schon im Betreff.
Die Frage, die du im ersten Satz idealerweise klärst, ist, warum du diese bestimmte Stelle in diesem bestimmten Betrieb antreten möchtest und zwar - und darin liegt die Schwierigkeit - ohne zu schleimen oder das Offensichtliche und somit Banale, nämlich dass du deinen Lebensunterhakt verdienen musst, breitzutreten. Was begeistert dich an dieser Stelle.
aber lesen hilft ;)
Da brauchst du gar nicht so spitzzüngig sein. Woher soll ich das Motto kennen, wenn du es aus"ickst"?
Im Übrigen gilt: Frau Icks-Üpsilon kennt das Firmenmotto. Ein Satz wie "Ihr Motto ist XXX" ist daher überflüssig. Dann müsstest du die Sätze schon besser verknüpfen, also etwa: "Gemäß Ihrem Motto XXX [VERB IN DER ERSTEN PERSON...] "
hab doch gesagt ich versehe Sachen mit xxx die Zuviel Aufschluss über meine Bewerbung geben könnten
Das ist auch in Ordnung und war nicht Bestandteil meiner Kritik.
Wobei du jetzt vielleicht auch siehst, dass dein raus"icksen" die Verständlichkeit der Bewerbung und damit die Möglichkeit dich zu unterstützen in beträchtlichem Maße einschränkt.
Dass Consulting und SCM mein Interessengebiet ist ergibt sich doch aus den praktischen Erfahrungen, von denen ich im Absatz vorher Berichte oder nicht?
Nicht zwingend. Daraus kann man allenfalls ableiten, dass du im Rahmen von Praktika die ein oder andere Erfahrung gesammelt hast, ein Interesse nicht. Ich z.B. habe in einem Praktikum gemerkt, dass die Richtung, in die mein Studium zu diesem Zeitpunkt ging, mich eigentlich gar nicht interessierte. Ich könnte also theoretisch, mit anderen Inhalten, dieselbe Argumentation vorbringen, denn die Erfahrungen hätte ich ja, nur spiegelten sie mein Interesse eben überhauot nicht wieder. Verstehst du das Problem?
Man muss schon merken, das dich etwas interessiert und man merkt das nicht, indem du ein Lippenbekenntnis abgibst "Ich interessiere mich für XX". Man muss spüren, dass du dein Herzblut darein steckst, dass dich das begeistert. Das gelingt dir, indem du in die Tiefe gehst. Da kann ich dir aber nicht bei helfen, weil ich von dem ganzen BWL-/VWL-Kram keine Ahnung habe.

Amelina1993
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Beitrag von Amelina1993 » 21.10.2017, 21:54

Ich bin so "spitzzüngig" geworden, weil ich nicht verstehe, was mit "Geh mehr in die Tiefe" gemeint ist. Man liest das überall, aber keiner gibt einem ein Beispiel. Ich bräuchte einfach Beispiele von perfekten Bewerbungen, damit ich verstehe, was gemeint ist. Selbst die ganzen Musteranschreiben auf Karriereseiten sind deiner Meinung ja dann nicht gut. Wie soll ich dann also ein gutes Anschreiben erstellen.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 22.10.2017, 00:24

Musteranschreiben können gar nicht gut sein, da sie i.d.R. möglichst offen und unspezifisch formuliert sind. Ein gutes Anschreiben dagegen ist auf die eine Stelle zugespitzt.

Was heißt "in die Tiefe gehen"?

Du schreibst z.B.: ...da x, y und z perfekt mein Interessengebiet widerspiegelt....
Wie schon gesagt, das kann jeder behaupten. Die Frage ist nun, wie du das belegst, dass x, y und z perfekt dein Interessengebiet widerspiegelt. Hierbie darfst du dann auf deinen Lebenslauf, Praktika, Vertiefungen etc. zurückgreifen. Was genau begeistert dich an x? Was motiviert dich an y? Erleichtere der Frau Icks-Üpsilon, sich ein Bild von dir zu machen.

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