➡ Initiativbewerbung nach Elternzeit Anschreiben probelesen ✔

Eine initiative Bewerbung lohnt immer dann, wenn keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt. Worauf ihr achten musst, ist Thema in diesem Forum.
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Livia
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➡ Initiativbewerbung nach Elternzeit Anschreiben probelesen ✔

Beitrag von Livia » 29.05.2009, 11:22

Hallo Ihr Lieben,

meine 1jährige Elternzeit endet im August und ich will mich für September bei einer neuen Firma bewerben. Ich bin gelernte Reiseverkehrskauffrau und bewerbe mich im Büro einer Fluggesellschaft.

Ich finde das Anschreiben eigentlich schonmal gar nicht so schlecht, aber vielleicht gibt es ja noch Verbesserungsbedarf ?!

Vielen Dank schonmal im Voraus und liebe Grüße,

Livia


Sehr geehrter Herr ...,


suchen Sie zur Verstärkung Ihres Teams eine motivierte und aufgeschlossene Mitarbeiterin?
Da ich mich beruflich weiterentwickeln möchte, bin ich an einer Mitarbeit sehr interessiert und bewerbe mich bei Ihnen auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung.

Ich bin 28 Jahre alt und seit 8 Jahren bei ... angestellt. Nach meiner abgeschlossenen Berufsausbildung war ich bis 2005 in einer Berliner Filiale tätig und wechselte anschließend auf eigenen Wunsch in die Gruppenabteilung.

Die Arbeit in diesem Bereich ist sehr anspruchsvoll und bereitete mir viel Freude. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Zusammenstellung und Kalkulation individueller Gruppenreisen nach Kundenwunsch und damit eine ständige Kooperation mit Fluggesellschaften, Hotels und ausländischen Agenturen.
Auch eine intensive Onlinerecherche für einzelne Programmpunkte, sowie das Ticketing, die Kundenbetreuung und auch Neukundenakquise gehörten zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten.

Mit meiner freundlichen und kompetenten Art ist es mir gelungen, viele Stammkunden zu gewinnen und so zum Erfolg der Abteilung maßgeblich beizutragen.
Meine Stärken liegen außerdem im eigenverantwortlichen und selbständigen Handeln und für meine Teamfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe , sowie für meine sehr guten Englischkenntnisse wurde ich oft gelobt.

Während meiner einjährigen Elternzeit, die im August endet, habe ich meine Flexibilität und Belastbarkeit mehrfach unter Beweis gestellt.
Um Beruf und Familie optimal zu vereinbaren, strebe ich ab September eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden an.

Gern möchte ich Sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich von meinen Stärken überzeugen. Über eine Einladung von Ihnen freue ich mich daher ganz besonders.


Mit freundlichen Grüßen,
Zuletzt geändert von Livia am 04.06.2009, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 31.05.2009, 08:01

Hallo Livia!

Verbesserungsbedarf gibt es auf jeden Fall - auch wenn die Grundlage (Schilderung der Berufserfahrung in den beiden zentralen Absätzen) bereits sehr aussagekräftig ist! An diesen beiden Abstätzen habe ich (abgesehen von einem Zeitenwechsel bei der Freude und leisen grammatischen Holpern am Ende der "Stärken") nichts zu meckern!

Schlimm ist allerdings der Einstieg: Die Selbstvorstellung als "motivierte und aufgeschlossene Mitarbeiterin" ist 3 x hintereinander so unspezifisch wie überhaupt nur vorstellbar. Selbst einer ungelernten Aushilfe würde man raten, konkreter zu werden. Apropos: Deine Berufsbezeichnung fällt an keiner Stelle! Und unabhängig davon wird Dein Ansprechpartner momentan sicher NICHT beantworten können, ob er eine solche (oder auch eine ausgebildete) Mitarbeiterin im September (!) brauchen können wird. Von daher ist auch die Frageform an dieser Stelle schon kritisch...

Der zweite Satz ist nicht besser: "Weiterentwicklung" und "Herausforderung" sind (wiederum gleich zwei x hintereinander und wiederum sehr unspezifisch) typische Vokabeln von Leuten, die beabsichtigen, in einer höheren Position (und üblicherweise mit entsprechend höherem Engagement) karrieretechnisch durchzustarten. Hart gesagt: Von Leuten, die das Gegenteil von dem planen, was Du mit Deinem Wechsel von Voll- auf Teilzeitarbeit gerade vorhast... womit Du wiederum erst ganz am Ende um die Ecke kommst... was zur Folge hat, dass Du den Leser über weite Strecken auf eine völlig falsche Fährte lockst und dann im Abgang enttäuschst...

Der "Wechsel" von einem Ort (Berlin) und einer Abteilung (Gruppe) klingt seltsam... weil es einfach völlig unterschiedliche Themen sind. Den Wechsel von Berlin nach Frankfurt (alternativ: den von einer Filiale in die Zentrale) würde man verstehen... den von den Einzel- zu den Gruppenreisen vielleicht auch... aber so? Strange... und wenn schon von Wünschen die Rede ist, würden tendenziell auch Gründe interessieren...

Flexibiltät und Belastbarkeit mit der Hausfrauentätigkeit zu begründen ist eigentlich ein Kunstgriff von "Mitarbeiterinnen" im o. g. Sinne. Bei einer 8-jährigen Berufserfahrung bieten sich hierfür natürlich Beispiele aus dem Job an... wobei dieses Thema ja - wie gesagt - schon recht gut ausgeführt ist! Zusätzlicher Floskeln bedarf es da eigentlich nicht.

Den letzten Satz (mit der Einladung) verstehe ich gar nicht. Warum freust Du Dich über genau diese Einladung "ganz besonders" (d. h. mehr, als über andere?!?)? Und worauf genau bezieht sich das "daher"?

Livia
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Beitrag von Livia » 01.06.2009, 21:15

Hallo FRAGEN,

vielen Dank für Deine Antwort - auch wenn sie jetzt im ersten Moment nicht wirklich hilfreich ist.
Ich weiss nun zwar, was Du an meinem Anschreiben-Entwurf auszusetzen hast oder nicht verstehst, aber dennoch weiß ich nicht, wie ich es umformulieren soll.
(abgesehen von einem Zeitenwechsel bei der Freude und leisen grammatischen Holpern am Ende der "Stärken")
Was ist falsch an dem Zeitenwechsel? Die Arbeit im Gruppen-Bereich ist nach wie vor sehr anspruchsvoll, aber da ich momentan ja nicht (mehr) arbeite, habe ich momentan auch keine Freude daran. Es hört sich ja erst recht blöde an, wenn ich schreibe, die Arbeit in diesem Bereich war sehr anspruchsvoll.
Den Satz mit den Stärken werde ich teilen und aus den Englischkenntnissen einen neuen Satz machen.

Schlimm ist allerdings der Einstieg: Die Selbstvorstellung als "motivierte und aufgeschlossene Mitarbeiterin" ist 3 x hintereinander so unspezifisch wie überhaupt nur vorstellbar. Selbst einer ungelernten Aushilfe würde man raten, konkreter zu werden. Apropos: Deine Berufsbezeichnung fällt an keiner Stelle! Und unabhängig davon wird Dein Ansprechpartner momentan sicher NICHT beantworten können, ob er eine solche (oder auch eine ausgebildete) Mitarbeiterin im September (!) brauchen können wird. Von daher ist auch die Frageform an dieser Stelle schon kritisch...
Meine Berufsbezeichnung - Bewerbung als Reiseverkehrskauffrau - nenne ich in der Betreffzeile, das brauche ich dann ja nicht nochmal zu wiederholen, oder?
Kannst Du mir ein Beispiel geben , wie man eine Einleitung in diesem Fall besser formulieren sollte?
So ganz abwägig ist es meiner Meinung nach nicht, dass ein Personalchef jetzt schon wissen könnte, ob er im September jemanden braucht.
Es kann ja sein, dass jemand schwanger ist, oder dass eine Abteilung in der nächsten Zeit erweitert werden soll.
Dann kann er es schon jetzt wissen...
Was machen denn die Leute, die ihren Job wechseln möchten, aber eine dreimonatige Kündigungsfrist haben ? Die bewerben sich doch auch vorher und nicht wenn sie schon arbeitslos sind.



Der zweite Satz ist nicht besser: "Weiterentwicklung" und "Herausforderung" sind (wiederum gleich zwei x hintereinander und wiederum sehr unspezifisch) typische Vokabeln von Leuten, die beabsichtigen, in einer höheren Position (und üblicherweise mit entsprechend höherem Engagement) karrieretechnisch durchzustarten. Hart gesagt: Von Leuten, die das Gegenteil von dem planen, was Du mit Deinem Wechsel von Voll- auf Teilzeitarbeit gerade vorhast... womit Du wiederum erst ganz am Ende um die Ecke kommst... was zur Folge hat, dass Du den Leser über weite Strecken auf eine völlig falsche Fährte lockst und dann im Abgang enttäuschst...
Die Weiterentwicklung und Herausforderung sind trotz Deiner Kritik meine Gründe, warum ich die Firma und den Job wechseln möchte.
Ich bitte Dich auch hier um ein Beispiel, wie ich den Text umformulieren könnte.
Ich beziehe mich mit der Bewerbung nicht auf eine bestimmte Tätigkeit, da mich die Fluggesellschaft bei der ich mich bewerbe ja in verschiedenen Abteilungen einsetzen könnte. Ich kann die ja schlecht alle aufzählen.
Mit der Teilzeitarbeit komme ich erst am Ende, um nicht gleich ausgesiebt zu werden. Du wirst es nicht glauben, aber es gibt auch Firmen, für die das nicht automatisch eine "Enttäuschung" ist - und dass ich mich rechtfertigen soll für meinen Wunsch , die Arbeitszeit zu kürzen ist wohl auch nicht Sinn dieses Forums?!
Mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen locke ich niemanden auf eine falsche Fährte, sondern versuche einfahc, sie bestmöglich darzustellen, um auch zu zeigen, dass ich einiges kann und auch vielseitig einsetzbar bin.
Der "Wechsel" von einem Ort (Berlin) und einer Abteilung (Gruppe) klingt seltsam... weil es einfach völlig unterschiedliche Themen sind. Den Wechsel von Berlin nach Frankfurt (alternativ: den von einer Filiale in die Zentrale) würde man verstehen... den von den Einzel- zu den Gruppenreisen vielleicht auch... aber so? Strange... und wenn schon von Wünschen die Rede ist, würden tendenziell auch Gründe interessieren...
Es war kein Wechsel vom Ort, sondern nur von der Filiale in die Gruppenabteilung. Das Berlin werde ich an dieser Stelle entfernen.
Soll ich an dieser Stelle wirklich noch meine Gründe ausführen? Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.
Oder sollte ich einfach das "auf eigenen Wunsch" entfernen? Dass ich auf eigenen Wunsch gewechselt habe, steht übrigens auch in meinem Arbeitszeugnis, welches ich beim Wechsel erhalten habe.
Flexibiltät und Belastbarkeit mit der Hausfrauentätigkeit zu begründen ist eigentlich ein Kunstgriff von "Mitarbeiterinnen" im o. g. Sinne. Bei einer 8-jährigen Berufserfahrung bieten sich hierfür natürlich Beispiele aus dem Job an... wobei dieses Thema ja - wie gesagt - schon recht gut ausgeführt ist! Zusätzlicher Floskeln bedarf es da eigentlich nicht.
Mit diesem Absatz habe ich versucht, meine momentane Elternzeit zu "verpacken" und eine Überleitung zu meinem Wunsch nach Teilzeitarbeit ab September zu finden.
Kannst Du mir vielleicht auch hierfür einen Verbesserungsvorschlag machen?

Den letzten Satz (mit der Einladung) verstehe ich gar nicht. Warum freust Du Dich über genau diese Einladung "ganz besonders" (d. h. mehr, als über andere?!?)? Und worauf genau bezieht sich das "daher"?
Das "ganz besonders" kann ich streichen, wenn es so blöd rüberkommt.
Das daher bezieht sich darauf, dass ich ihn gerne in einem Vorstellungsgespräch von meinen Stärken überzeugen möchte.
Ich verstehe nicht, was daran falsch ist, aber das kann man natürlich auch weglassen.
Dann fällt mir aber nur ein "Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen" - ist aber auch nicht so toll, wegen dem "würde" - Verbesserungsvorschlag?

Danke für Deine Mühe.

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Beitrag von FRAGEN » 01.06.2009, 23:31

Hallo Livia!
Livia hat geschrieben:vielen Dank für Deine Antwort - auch wenn sie jetzt im ersten Moment nicht wirklich hilfreich ist.
Ich bin mir fast sicher, dass sich dieser Eindruck im zweiten Moment ändern wird - in dem Moment, an dem Dir klar wird, dass NICHTS von dem, was ich geschrieben habe, mit Dir oder Deinem Vorhaben zu tun hat... sondern mit nichts anderem als der Wirkung des o. g. Textes. Und Du wirst sehen, dass Du an vielen Stellen für Dich selbst Dinge vorausgesetzt hast, von denen ein Aussenstehender (wie z. B. Dein Adressat) nichts wissen kann...
Livia hat geschrieben:Was ist falsch an dem Zeitenwechsel? Die Arbeit im Gruppen-Bereich ist nach wie vor sehr anspruchsvoll, aber da ich momentan ja nicht (mehr) arbeite, habe ich momentan auch keine Freude daran.
Da hätte ich wirklich genauer lesen sollen. Allerdings: Ich würde mich nicht wundern, wenn ich mir zum Lesen schon mehr Zeit genommen habe, als es der tatsächliche Empfängr tun wird. Insofern fände ich es nicht unwahrscheinlich, dass diese Stelle auch andere zum Stolpern bringen wird. Ein möglicher Trick könnte darin liegen, auf die Unterscheidung zwischen objektiver Tatsache und Deiner Empfindung zu verzichten... und ggf. sämtliche Punkte aus Deiner Sicht und damit in der Vergangenheit zu formulieren?!?
Livia hat geschrieben:Meine Berufsbezeichnung - Bewerbung als Reiseverkehrskauffrau - nenne ich in der Betreffzeile, das brauche ich dann ja nicht nochmal zu wiederholen, oder?
Die Betreff-Zeile hattest Du nicht mitgepostet... von daher war es (für mich hier) keine Wiederholung! Insofern ist das Problem schon einmal deutlich kleiner, als ich dachte. Es bleibt allerdings dabei, dass "Motivation" und "Aufgeschlossenheit" so ziemlich die weichsten Qualifikationsmerkmale überhaupt sind. Die "Mitarbeiterin" mit einer Umschreibung, in der konkrete Berufserfahrung zum Ausdruck kommt, würde schon einmal deutlich besser wirken.
Livia hat geschrieben:Kannst Du mir ein Beispiel geben , wie man eine Einleitung in diesem Fall besser formulieren sollte?
Ich glaube nicht, dass Du das brauchst. M. E. kannst Du im Grunde sehr gut formulieren!
Livia hat geschrieben:So ganz abwägig ist es meiner Meinung nach nicht, dass ein Personalchef jetzt schon wissen könnte, ob er im September jemanden braucht.
In dieser dezenten Formulierung kann man das stehen lassen... aber wie Du selbst schon andeutest: In der derzeitigen wirtschaftlichen Gesamtsituation sind diese Fälle dramatisch in der Minderheit. Die Mehrheit der Unternehmer fragt sich momentan, wie viele ihrer Mitarbeiter im September wohl gehen müssen. Von daher finde ich einfach die Fragestellung ungeschickt: Du stellst das Weiterlesen quasi unter die Bedingung, dass eine Frage bejaht wird, die von der Mehrheit wohl eher zu verneinen ist...
Livia hat geschrieben:Was machen denn die Leute, die ihren Job wechseln möchten, aber eine dreimonatige Kündigungsfrist haben ?
Die haben momentan tatsächlich ein massives Problem... ich kenne eine ganze Reihe solcher Leute...
Livia hat geschrieben:Die Weiterentwicklung und Herausforderung sind trotz Deiner Kritik meine Gründe, warum ich die Firma und den Job wechseln möchte.
Ganz ehrlich? Ich meinte insgesamt, ganz klar ein "Kürzertreten" als Zielsetzung herauszulesen. Aber wenn Du tatsächlich die Herausforderung suchst, solltest Du diese spezifizieren: In welcher Form möchtest Du Dich in gerade diesem Unternehmen weiter entwickeln?
Livia hat geschrieben:Du wirst es nicht glauben, aber es gibt auch Firmen, für die das nicht automatisch eine "Enttäuschung" ist - und dass ich mich rechtfertigen soll für meinen Wunsch , die Arbeitszeit zu kürzen ist wohl auch nicht Sinn dieses Forums?!
Da liest Du wieder etwas heraus, was ich weder gesagt, noch gemeint habe! Ich finde es vollkommen in Ordnung, in Teilzeit arbeiten zu wollen... ich finde es nur ungeschickt, über 90% der Strecke das Gegenteil zu suggerieren. Wieder so ein psychologisches Ding...
Livia hat geschrieben:Mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen locke ich niemanden auf eine falsche Fährte, sondern versuche einfahc, sie bestmöglich darzustellen, um auch zu zeigen, dass ich einiges kann und auch vielseitig einsetzbar bin.
Was Dir auch hervorragend gelungen ist!
Livia hat geschrieben:Es war kein Wechsel vom Ort, sondern nur von der Filiale in die Gruppenabteilung.
"Filiale" und "Gruppenabteilung" klingt für mich genauso wenig nach einem Wechsel, wie "Berlin" und "Gruppenabteilung". Es sind einfach unterschiedliche Kategorien. Wenn damit ein Wechsel einher geht, weisst Du etwas, das der Leser nicht weiss...
Livia hat geschrieben:Soll ich an dieser Stelle wirklich noch meine Gründe ausführen? Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.
Ist das in Deiner Branche selbsterklärend? Ist die "Gruppe" immer schwieriger als die "Filiale"? Ehrliche Frage... ich weiss es nicht...
Livia hat geschrieben:Mit diesem Absatz habe ich versucht, meine momentane Elternzeit zu "verpacken" und eine Überleitung zu meinem Wunsch nach Teilzeitarbeit ab September zu finden.
Vielleicht gibt es ja günstigere "Verpackungen"?

Alles in allem halte ich Dich für eine hochinteressante Kandidatin - deren Bewerbung einfach noch stark gewinnen könnte, wenn sie nicht so unreflektiert vorgefundene Phrasen adaptieren würde, die auf ihre Situation nicht richtig passen.

Ist Dir das nicht aufgefallen? Dass die meisten meiner Kritikpunkte sich auf die Formulierungen bezogen, die NICHT von Dir stammen? Und dass ich fast alles, was auf Deinem Mist gewachsen war, klasse fand?*

Das ist auch der Grund, aus dem ich Dir keine Formulierungen liefern werde: Ich bin mir sicher, dass Du insgesamt bessere (weil besser zu Dir passende) finden wirst, sobald Du das Prinzip verinnerlicht hast!


*besser: finde... um Deine feine Unterscheidung bzgl. der Zeitformen aufzugreifen... ;-)

Livia
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Beitrag von Livia » 03.06.2009, 10:30

Hallo FRAGEN,

vielen Dank für Deine Antwort - da hatten wir wohl ein paar kleine Missverständnisse :wink:

Ich habe nun nochmal ein bisschen umformuliert, aber muss zugeben, dass ich momentan etwas auf dem Schlauch stehe und mich Deine Kritiken ziemlich aus der Bahn geworfen haben...

Es ist so, dass die Fluggesellschaft momentan auf ihrer Homepage eine Ausschreibung hat, in der sie Mitarbeiter für die Verkaufssteuerung suchen. Da steht auch nichts drin, ob Voll- oder Teilzeit, demnach halte ich das erstmal für nicht ganz so ausgeschlossen und hoffe weiter.

Diese Stellenausschreibung hört sich toll an, aber ich habe absolut keine Vorkenntnisse in diesem Bereich (die aber erwünscht sind) und möchte mich daher nicht direkt auf diese Anzeige beziehen.
Da ich auch in einer anderen Abteilung arbeiten würde, möchte ich es lieber dem Personaler überlassen, ob und wenn ja in welcher Position er mich braucht.

Oder hältst Du es für sinnvoller, wenn ich mich auf diese Ausschreibung beziehe um einen besseren Einstieg zu haben, und dann irgendwie anmerke, dass ich auch an anderen Abteilungen interessiert wäre?
Neee, oder??

Ganz ehrlich? Ich meinte insgesamt, ganz klar ein "Kürzertreten" als Zielsetzung herauszulesen. Aber wenn Du tatsächlich die Herausforderung suchst, solltest Du diese spezifizieren: In welcher Form möchtest Du Dich in gerade diesem Unternehmen weiter entwickeln?
Ja, ganz ehrlich. Ich habe wirklich gerne in der Gruppenabteilung gearbeitet, und die Arbeit dort ist wirklich um einiges anspruchsvoller als die Fließbandarbeit in einer "normalen" Filiale!
Allerdings sieht es nun so aus, dass mich meine Firma nach der Elternzeit nicht wieder dort, sondern eher in einer Filiale einsetzen wird.
Dazu kommt auch, dass der Arbeitsweg in meine alter Firma sehr weit ist. Bisher hat es mich nicht gestört, eine Stunde pro Weg zu fahren (für Berlin ist das ja auch gar nix), aber mit einem kleinen Kind ist das nicht mehr so toll.
Auch der kürzere Arbeitsweg ist natürlich ein Grund für mich, die Firma zu wechseln. Genauso möchte ich aber auch einfach nicht wieder in einer Filiale arbeiten und lieber etwas Neues machen - eben eine neue Herausforderung :wink:
In welcher Form möchtest Du Dich in gerade diesem Unternehmen weiter entwickeln?
Hmm... ich habe lange darüber nachgedacht, aber irgendwie fällt mir dazu nicht viel ein. Ich könnte schreiben, weil mich die Arbeit bei einer Fluggesellschaft interessiert ?! Ganz schön mau, oder?
Sollte ich die Sache mit der Herausforderung doch besser weglassen und das Ganze Schreiben eine Nummer runterschrauben?

Das Kürzertreten ist natürlich auch mein Wunsch, aber doch nicht mein Hauptgrund. Ich könnte auch bei meinem jetzigen Arbeitgeber Teilzeit arbeiten. Darüber hinaus strebe ich ja 30 Stunden an - sooo viel weniger ist das für den Arbeitgeber ja auch nicht. Für mich und meine Familie wiederum sind diese Stunden mehr schon sehr wertvoll...

Würdest Du empfehlen, die Stundenangabe ganz rauszulassen? Finde ich aber auch schwierig, wenn ich dann in einem möglichen Vorstellungsgespräch erst damit um die Ecke komme...
Ich habe schon das blabla von wegen "Kinderbetreuung ist gesichert" rausgelassen - denn das finde ich nicht wirklich ausschlaggebend für den Arbeitgeber - aber September und 30 Stunden würde ich lieber gleich mit auftischen.
Wäre es aus Deiner Sicht besser, diese Fakten gleich am Anfang zu nennen? Ich dachte, dann ist die Gefahr größer, gleich ausgesiebt zu werden...
:roll:

Vielleicht gibt es ja günstigere "Verpackungen"?
Kannst Du mir bitte helfen?? Mir fällt nichts besseres ein...


Ich habe schonmal ein bisschen rumgewerkelt, hier nochmal eine neue Version mit Bitte um weitere Kritik :

Bewerbung als Reiseverkehrskauffrau

Sehr geehrter Herr ...,


suchen Sie zur Verstärkung Ihres Teams eine zuverlässige und erfahrene Mitarbeiterin?
Da es mir wichtig ist, mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln, möchte ich mich bei Ihnen bewerben.

Ich bin 28 Jahre alt und seit 8 Jahren bei ... angestellt. Die letzten 3 Jahre war ich in der Gruppenabteilung tätig.
Die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit in diesem Bereich bereitete mir viel Freude und stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen.
Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Zusammenstellung und Kalkulation individueller Gruppenreisen nach Kundenwunsch und damit eine ständige Kooperation mit Fluggesellschaften, Hotels und ausländischen Agenturen.
Auch eine intensive Onlinerecherche für einzelne Programmpunkte, sowie das Ticketing, die Kundenbetreuung und auch Neukundenakquise gehörten zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten.

Mit meiner freundlichen und kompetenten Art ist es mir gelungen, viele Stammkunden zu gewinnen und so zum Erfolg der Abteilung maßgeblich beizutragen.
Meine Stärken liegen außerdem im eigenverantwortlichen und selbständigen Handeln.
Auch für meine Teamfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe , sowie für meine sehr guten Englischkenntnisse wurde ich oft gelobt.

Während meiner einjährigen Elternzeit, die im August endet, habe ich meine Flexibilität und Belastbarkeit mehrfach unter Beweis gestellt.
Um Beruf und Familie optimal zu vereinbaren, strebe ich ab September eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden an.

Gern möchte ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken überzeugen. Ich freue mich auf Ihre Einladung.


Mit freundlichen Grüßen,
...

--------------------------------------------

was sagst Du? Ich bin noch nicht ganz glücklich mit dem Schlusssatz.
Und meinst Du, ich sollte die Sache mit der Elternzeit und Teilzeit doch noch umschreiben?

Danke für Deine Zeit!

Livia

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Beitrag von FRAGEN » 04.06.2009, 21:34

Livia hat geschrieben:dass ich momentan etwas auf dem Schlauch stehe und mich Deine Kritiken ziemlich aus der Bahn geworfen haben...
Das sollte nicht so sein! Und wenn Du mich fragst: Der Durchbruch steht ziemlich kurz bevor!
Livia hat geschrieben:Oder hältst Du es für sinnvoller, wenn ich mich auf diese Ausschreibung beziehe um einen besseren Einstieg zu haben, und dann irgendwie anmerke, dass ich auch an anderen Abteilungen interessiert wäre? Neee, oder??
Neeneee... ;-)
Livia hat geschrieben:Sollte ich die Sache mit der Herausforderung doch besser weglassen und das Ganze Schreiben eine Nummer runterschrauben?
Das wäre eine Möglichkeit...
Livia hat geschrieben:Allerdings sieht es nun so aus, dass mich meine Firma nach der Elternzeit nicht wieder dort, sondern eher in einer Filiale einsetzen wird.
Weisst Du, was ich immer wieder erstaulich finde? Wie plausibel plötzlich alles wird, sobald die Leute einfach die Wahrheit schreiben. Auch in Deinem Fall ist das m. E. die Lösung:

Du hattest einen tollen Job... und bekommst in Deiner bisherigen Firma in Teilzeit nur eine Alternative angeboten, die Du inhaltlich seit Jahren hinter Dir gelassen hattest. Und DEMGEGENÜBER suchst Du nun nach einem neuen Betätigungsfeld, das Dich wieder neu herausfordert! So finde ich es glasklar... und rundum positiv für Dich!
Livia hat geschrieben:Würdest Du empfehlen, die Stundenangabe ganz rauszulassen? Finde ich aber auch schwierig, wenn ich dann in einem möglichen Vorstellungsgespräch erst damit um die Ecke komme...
Fände ich auch schwierig. Wie gesagt: Ich würde mein Teilzeit-Problem als Mutter ansprechen - und dann ruhig wie gehabt, alles an Qualifikation in die Waagschale werfen, was Du halt 30 Std/Woche anzubieten hast.

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Beitrag von Livia » 05.06.2009, 12:07

Danke für Deine Antwort.

Wie findest Du das überarbeitete Anschreiben? Meinst Du, ich kann es so stehenlassen?
Du hattest einen tollen Job... und bekommst in Deiner bisherigen Firma in Teilzeit nur eine Alternative angeboten, die Du inhaltlich seit Jahren hinter Dir gelassen hattest. Und DEMGEGENÜBER suchst Du nun nach einem neuen Betätigungsfeld, das Dich wieder neu herausfordert! So finde ich es glasklar... und rundum positiv für Dich!
Sollte ich das noch ins Anschreiben einbringen, oder dann besser im (hoffentlich stattfindenden) Vorstellungsgespräch erwähnen?
Ich nehme man, man wird mich dann auch danach fragen...

Bitte gib mir nochmal ein Feedback zum Anschreiben wie es jetzt in meinem letzten Beitrag steht, dann mache ich am Wochenende die Unterlagen komplett fertig und schicke sie ab...

Danke und viele Grüße,
Livia

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Beitrag von FRAGEN » 05.06.2009, 21:19

Livia hat geschrieben:Wie findest Du das überarbeitete Anschreiben? Meinst Du, ich kann es so stehenlassen?
Naja... bei Licht betrachtet, hast Du das grösste Problem (die beiden ersten Sätze) ja gar nicht angegangen. Der Mittelteil war immer prima und ist es immer noch... und den Abschluss finde ich in Ordnung.

Ich persönlich stolpere halt immer noch über die rhetorische Frage mit der m. E. hohen Verneinungswahrscheinlichkeit und die zunächst nur unklare "Herausforderung", die dann gegen Ende des Briefes allerdings rückwirkend wie eine ziemlich ungeschickte Lüge erscheint. Das, was Du mir hier erklärt hast, weiss der Leser ja nicht. Von daher würde ich mich entscheiden, ob ich entweder die "Herausforderung" etwas downgraden oder (eher!) die tatsächliche Situation von Anfang an erklären würde...

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Beitrag von Livia » 06.06.2009, 13:59

Ok, ich hab nun nochmal dran gewerkelt und finds gar nicht so schlecht... So lege ich gleich am Anfang die Karten auf den Tisch und finde aber trotzdem, dass die Sache mit der Elternzeit nicht gleich total abschreckt.

Was meinst Du? Sind die Formulierungen ok? Es kommt mir alles etwas lang vor...


Bewerbung als Reiseverkehrskauffrau

Sehr geehrter Herr ...,


als gelernte Reiseverkehrskauffrau bin ich immer bestrebt, mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln.

Mein momentaner Arbeitgeber bietet mir jedoch als Wiedereinstieg nach meiner einjährigen Elternzeit eine Position an, die ich inhaltlich seit Jahren hinter mir gelassen habe.
Demgegenüber suche ich nun nach einem neuen Betätigungsfeld. das mich wieder neu herausfordert.
Die Arbeit bei einer Fluggesellschaft interessiert mich sehr und ich bin sicher, meine Kenntnisse und Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen optimal einbringen und erweitern zu können.

Ich bin 28 Jahre alt und seit 8 Jahren bei ... angestellt. Die letzten 3 Jahre war ich in der Gruppenabteilung tätig.
Die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit in diesem Bereich bereitete mir viel Freude und stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen.
Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Zusammenstellung und Kalkulation individueller Gruppenreisen nach Kundenwunsch und damit eine ständige Kooperation mit Fluggesellschaften, Hotels und ausländischen Agenturen.
Auch eine intensive Onlinerecherche für einzelne Programmpunkte, sowie das Ticketing, die Kundenbetreuung und auch Neukundenakquise gehörten zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten.

Mit meiner freundlichen und kompetenten Art ist es mir gelungen, viele Stammkunden zu gewinnen und so zum Erfolg der Abteilung maßgeblich beizutragen.
Meine Stärken liegen außerdem im eigenverantwortlichen und selbständigen Handeln.
Auch für meine Teamfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe , sowie für meine sehr guten Englischkenntnisse wurde ich oft gelobt.

Um Beruf und Familie optimal zu vereinbaren, strebe ich ab September eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden an.

Gern möchte ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken überzeugen. Ich freue mich auf Ihre Einladung.


Mit freundlichen Grüßen,
...

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Beitrag von FRAGEN » 06.06.2009, 17:28

Livia hat geschrieben:So lege ich gleich am Anfang die Karten auf den Tisch und finde aber trotzdem, dass die Sache mit der Elternzeit nicht gleich total abschreckt.
Ich finde auch, dass Du das jetzt elegant hinbekommen hast: Dein fachlicher Ehrgeiz und die Teilzeit scheinen sich so exakt auszubalancieren... und nichts klingt nur behauptet oder vorgeschoben! Da Tüpfelchen auf dem "i" wäre für mich noch eine Andeutung, was Du an der Arbeit für eine Fluggesellschaft interessant finden könntest.

Die Länge erscheint mir absolut in Ordnung - vor allem, wenn Du nun noch "richtige" Absätze hättest... ;-)

Livia
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Beitrag von Livia » 06.06.2009, 20:12

Uii, ein Lob ! :D

Warum ich die Arbeit dort interesant finde? Einfach, weil es etwas anderes ist ;o)
Ich habe jetzt mal ein abgedroschenes "vielseitige Arbeit" eingesetzt , aber ob es das Ganze nun besser macht, ist noch fraglich... :?

Die Absätze habe ich jetzt noch ein bisschen zusammengezogen, aber ich finde, es sieht jetzt noch wuchtiger aus, oder??

Also :

Bewerbung als Reiseverkehrskauffrau

Sehr geehrter Herr ...,


als gelernte Reiseverkehrskauffrau bin ich immer bestrebt, mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln.

Mein momentaner Arbeitgeber bietet mir jedoch als Wiedereinstieg nach meiner einjährigen Elternzeit eine Position an, die ich inhaltlich seit Jahren hinter mir gelassen habe. Demgegenüber suche ich nun nach einem neuen Betätigungsfeld. das mich wieder neu herausfordert.
Die vielseitige Arbeit bei einer Fluggesellschaft interessiert mich sehr und ich bin sicher, meine Kenntnisse und Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen optimal einbringen und erweitern zu können.

Ich bin 28 Jahre alt und seit 8 Jahren bei ... angestellt. Die letzten 3 Jahre war ich in der Gruppenabteilung tätig. Die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit in diesem Bereich bereitete mir viel Freude und stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen.
Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Zusammenstellung und Kalkulation individueller Gruppenreisen nach Kundenwunsch und damit eine ständige Kooperation mit Fluggesellschaften, Hotels und ausländischen Agenturen. Auch eine intensive Onlinerecherche für einzelne Programmpunkte, sowie das Ticketing, die Kundenbetreuung und auch Neukundenakquise gehörten zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten.

Mit meiner freundlichen und kompetenten Art ist es mir gelungen, viele Stammkunden zu gewinnen und so zum Erfolg der Abteilung maßgeblich beizutragen. Meine Stärken liegen außerdem im eigenverantwortlichen und selbständigen Handeln. Auch für meine Teamfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe , sowie für meine sehr guten Englischkenntnisse wurde ich oft gelobt.

Um Beruf und Familie optimal zu vereinbaren, strebe ich ab September eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden an.

Gern möchte ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken überzeugen. Ich freue mich auf Ihre Einladung.


Mit freundlichen Grüßen,
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Beitrag von FRAGEN » 07.06.2009, 15:57

Livia hat geschrieben:Uii, ein Lob ! :D
Da ist mir wohl was rausgerutscht... ;-)

Finde aber wirklich, das Du auf einem guten Weg bist... ;-)
Livia hat geschrieben:Warum ich die Arbeit dort interesant finde? Einfach, weil es etwas anderes ist ;o)
Simpel aber... nicht verkehrt! Dann schreib das doch so sinngemäss...
Livia hat geschrieben:Die Absätze habe ich jetzt noch ein bisschen zusammengezogen, aber ich finde, es sieht jetzt noch wuchtiger aus, oder??
Ich persönlich würde es ja noch "wuchtiger" machen:

Livia hat geschrieben:als gelernte Reiseverkehrskauffrau bin ich immer bestrebt, mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Mein momentaner Arbeitgeber bietet mir jedoch als Wiedereinstieg nach meiner einjährigen Elternzeit eine Position an, die ich inhaltlich seit Jahren hinter mir gelassen habe. Demgegenüber suche ich nun nach einem neuen Betätigungsfeld. das mich wieder neu herausfordert.

Die vielseitige Arbeit bei einer Fluggesellschaft interessiert mich sehr und ich bin sicher, meine Kenntnisse und Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen optimal einbringen und erweitern zu können.

Ich bin 28 Jahre alt und seit 8 Jahren bei ... angestellt. Die letzten 3 Jahre war ich in der Gruppenabteilung tätig. Die anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit in diesem Bereich bereitete mir viel Freude und stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Zusammenstellung und Kalkulation individueller Gruppenreisen nach Kundenwunsch und damit eine ständige Kooperation mit Fluggesellschaften, Hotels und ausländischen Agenturen. Auch eine intensive Onlinerecherche für einzelne Programmpunkte, sowie das Ticketing, die Kundenbetreuung und auch Neukundenakquise gehörten zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten.

Mit meiner freundlichen und kompetenten Art ist es mir gelungen, viele Stammkunden zu gewinnen und so zum Erfolg der Abteilung maßgeblich beizutragen. Meine Stärken liegen außerdem im eigenverantwortlichen und selbständigen Handeln. Auch für meine Teamfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe , sowie für meine sehr guten Englischkenntnisse wurde ich oft gelobt.

Um Beruf und Familie optimal zu vereinbaren, strebe ich ab September eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden an. Gern möchte ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken überzeugen. Ich freue mich auf Ihre Einladung.

Mit freundlichen Grüßen
Ist aber Geschmackssache...

tesschen-maus
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Initiativbewerung nach Elternzeit - Bitte um Hilfe

Beitrag von tesschen-maus » 26.01.2011, 16:37

Guten Tag,

ich bin auf dieses Forum gestoßen und habe schon viele interessante Beiträge gelesen. Ich habe mit den Anregungen eine Initiativbewerbung auf eine Teilzeitstelle erstellt. In mein jetziges Arbeitsverhältnis kann ich wahrscheinlich nicht zurückkehren, da bei 15 Mitarbeitern nicht die Möglichkeit besteht eine entsprechende Teilzeitstelle einzurichten. Ich würde mich freuen, wenn sie mir sagen könnten, ob die Bewerbung in Ordnung ist bzw. welche Verbesserungen ich vornehmen kann. Ich habe das Anschreiben nach DIN 5008 ausgericht.



Initiativbewerbung als Bürokauffrau in Teilzeit (30-35 Stunden/Woche)


Sehr geehrte Damen und Herren,

suchen Sie in naher Zukunft eine hochmotivierte, engagierte und zuverlässige Mitarbeiterin, die nach kurzer Einarbeitungszeit in der Lage ist, die geforderten Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen und auch bei Turbulenzen den Überblick behält? Gern stelle ich mich Ihnen mit meiner Bewerbung näher vor.

Ich bin ausgebildete Bürokauffrau und war bis zu meinem Erziehungsurlaub, welcher bis zum 8. Juni 2011 andauert, bei der XXX in ungekündigter Stellung tätig. In dieser Position war ich für die Sachbearbeitung in den Bereichen Verkauf, Kundendienst und Qualitätsmanagement zuständig. Im Bereich Verkauf unterlag mir insbesondere die Kundenbetreuung als auch das Bearbeiten der Aufträge in jeglicher Form. Das Qualitätsmanagement setzte sich aus der Erfassung, Bearbeitung und Kontrolle des Reklamationsgeschehens zusammen. Außerdem habe ich Erfahrung im Bereich Versand und der damit verbundenen Erstellung der Versanddokumente.

Die Arbeit mit der gängigen Bürosoftware als auch mit dem Betriebssystem AS400 ist mir bestens vertraut.

Mein jetziges Arbeitsverhältnis kann nicht fortsetzt werden, da in diesem Unternehmen keine vollzeitnahe Teilzeitstelle vorhanden ist bzw. geschaffen werden kann. Um Beruf und Familie optimal miteinander zu vereinbaren, strebe ich eine Wochenarbeitszeit von 30-35 Stunden an und kann Ihnen ab dem 9. Juni 2011 zur Verfügung stehen. Um Sie von meiner hohen Motivation und fachlichen Eignung zu überzeugen, würde ich gern ein einwöchiges Praktikum in Ihrem Unternehmen absolvieren.

Gerne bringe ich meine erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen ein.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich, Ihnen in einem persönlichen Gespräch mehr über meine Fähigkeiten und Interessen zu berichten.

Mit freundlichen Grüßen


Ich bedanke mich jetzt schon für ihre Hinweise.

Viele Grüße

Knightley
Bewerbungshelfer
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Beitrag von Knightley » 26.01.2011, 20:44

So ist es schon ganz OK.

Es stellt sich nur die Frage, wie du deine Unternehmen auswählst, und ob es nicht möglich wäre, mehr auf die Branche/ das angeschriebene Unternehmen an sich einzugehen.

tesschen-maus
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Beitrag von tesschen-maus » 26.01.2011, 21:13

Hallo,

danke für ihre Hilfe. Meine erste Bewerbung ist an ein großes Unternehmen für Textilversorgung, Betriebshygiene und Arbeitssicherheit gerichtet. Da ich nicht weiß, welche Aufgaben dort im Einzelnen anfallen, habe ich die Bewerbung so allgemein gehalten.

Ich möchte mich bei möglichst vielen Unternehmen bewerben, auch aus verschieden Bereichen. Ich schaue natürlich immer, ob es eine Internetpräsenz gibt. Aber ich wüsste dennoch nicht, wie ich mich darauf beziehen soll. Direkte Stellenangebote sind zur Zeit leider keine vorhanden, daher die Initiativbewerbungen.

Können sie mir bitte sagen, was ich noch verbessern kann, damit die Bewerbung anspricht?

Vielen Dank

Polo01
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Initiativbewerbung nach Elternzeit

Beitrag von Polo01 » 29.05.2011, 21:00

Hallo,

ich bin nach meiner Elternzeit auf der Suche nach einem neuen Job und habe nun aus verlässlicher Stelle von der Besetzung freue Stellen erfahren.

Ich habe leider keine Ahnung in welchen Bereichen gesucht wird, wichtig sind nur SAP Kenntnisse.

Bitte helft mir bei meinem Anschreiben.


Sie suchen einen freundlichen, engagierten und motivierten Mitarbeiter, der gut zu Ihrem Unter-nehmen passt? Dann möchte ich mich Ihnen gerne vorstellen. = Oder bezieht man sich auf eine Quelle?

Da das Unternehmen in dem ich vor der Geburt meines Sohnes tätig war leider nicht mehr existent und somit auch die Möglichkeit für mich dort wieder tätig zu werden. Dort war ich als Assistentin der Geschäftsleitung tätig. Während meiner Elternzeit war ich unterstützend in dem damaligen Malerbetrieb meiner Eltern tätig und bin somit mit allen Abläufen eines Unternehmens vertraut. Bedauerlicherweise habe ich in dieser Zeit auch die Insolvenz des Betriebes abgewickelt.

Nach einer kurzen Pause habe ich mich bei der Agentur für Arbeit, um eine Kaufmännische Qualifizierung bemüht, die ich auch erfolgreich abgeschlossen habe. = Ich möchte auf jeden Fall klarstellen, dass ich nicht nur zuhause rumgesessen habe.[/color]

Als Träger habe ich mich für die Euro-Schulen-Organisation entschieden, mit folgenden Schwerpunkten:

1. SAP, Module MM und SD mit dem aktuellen ECC 6.0 Release (vorher R/3), Abschluss: Foundation Level mit Auszeichnung
2. Wirtschaftsenglisch mit dem Internationalen Abschuss der LCCI Level 1 (Zertifikat liegt noch nicht vor)

Eine kurze Auflistung meiner bisherigen Tätigkeitsschwerpunkte:

-
- etc...

Meine Flexibilität und Leistungsmotivation konnte ich zum Beispiel in einer Sonderaufgabe, als Unterstützung im Aufbau eines Backoffice-Bereiches in XXX unter Beweis stellen. Neue Auf-gaben kann ich mir, dank meiner schnellen Auffassungsgabe, in kürzester Zeit aneignen. Ich bin belastbar und arbeite gerne teamorientiert, bin aber auch in der Lage selbstständige Arbeiten durch zu führen.

Ich verfüge über einen sicheren Umgang mit Microsoft Office (Word, Excel und Outlook) und habe in meiner beruflichen Laufbahn schon mit einer großen Anzahl anderer Programme gear-beitet.

Gerne überzeuge ich Sie von meiner besonderen Motivation und meinem Leistungswillen in einem persönlichen Gespräch und verbleibe

Knightley
Bewerbungshelfer
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Beitrag von Knightley » 31.05.2011, 01:16

Da das Unternehmen in dem ich vor der Geburt meines Sohnes tätig war leider nicht mehr existent und somit auch die Möglichkeit für mich dort wieder tätig zu werden.
Das ist jetzt nicht so relevant für deine Qualifikation.
Während meiner Elternzeit war ich unterstützend in dem damaligen Malerbetrieb meiner Eltern tätig und bin somit mit allen Abläufen eines Unternehmens vertraut.
Eventuell mit den Abläufen in diesem Malerbetrieb, aber in größeren Unternehmen mit anderen Produkten gibt es wieder ganz andere Abläufe.

Die Insolvenz ist auch nicht so erwähnenswert.
Nach einer kurzen Pause habe ich mich bei der Agentur für Arbeit, um eine Kaufmännische Qualifizierung bemüht, die ich auch erfolgreich abgeschlossen habe. = Ich möchte auf jeden Fall klarstellen, dass ich nicht nur zuhause rumgesessen habe.
Dann sollte es aber auch nicht so klingen, als wenn du nur dies ausdrücklich darstellen wolltest.
1. SAP, Module MM und SD mit dem aktuellen ECC 6.0 Release (vorher R/3), Abschluss: Foundation Level mit Auszeichnung
2. Wirtschaftsenglisch mit dem Internationalen Abschuss der LCCI Level 1 (Zertifikat liegt noch nicht vor)
Kannst du das nicht in eine Formulierung verpacken? So in der Art: "Während meiner Ausbildung habe ich meine Kenntnisse in SAP xyz und Wirtschaftsenglisch vertieft, um die Abläufe x, y und z effizient und .. bearbeiten zu können."
Meine Flexibilität und Leistungsmotivation konnte ich zum Beispiel in einer Sonderaufgabe, als Unterstützung im Aufbau eines Backoffice-Bereiches in XXX unter Beweis stellen.
Man kann aber trotzdem nur raten, was damit gemeint sein könnte.

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