Katastrophaler Lebenslauf, noch Chancen?

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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Lako123
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Katastrophaler Lebenslauf, noch Chancen?

Beitrag von Lako123 » 01.02.2021, 17:59

Möchte mal wissen was sich mit so einem Lebenslauf noch machen lässt.

Der Absturz oder der nicht mehr gradlinige Verlauf kam quasi nachdem sich meine Mutter 1996 von meinem Vater getrennt hat.
Danach habe ich irgendwie nicht mehr richtig funktioniert. Fehlstunden, Fehltage, fehlende Hausaufgaben, bis ich dann aufs Internat kam.
Dazu kamen noch mehrere Ortswechsel und Wohnungswechsel.

Nach der Schule hat mich mein Vater dann mit auf die Arbeit genommen, aber mich einfach mehrmals als Praktikant angemeldet, und ich habe aber Vollzeit gearbeitet. Später habe ich dann als Mini-Jobber bei ihm gearbeitet, auch Vollzeit. Er hat mich hier und da aber als normalen Arbeiter angemeldet, z.B. bei der Rentenversicherung, also auf Papier alles normal, aber im Lebenslauf jetzt halt so einen Mist stehen.
Lohn habe ich durchgehend nur 450€ bekommen...

Wie zu sehen ist, habe ich später zweimal versucht, das Abitur zu machen, aber beide Male abgebrochen.

Momentan ist es so, dass ich Gärtner werden will, will also noch eine Ausbildung machen.
Habe dazu noch Ende letzten Jahres ein Praktikum gemacht.
Und habe für dieses Jahr noch vor Bewerbungen zu schreiben.

Noch zwei Fragen zum Lebenslauf.
Kann ich, soll ich bei den zwei Versuchen das Abitur zu machen, Abbruch etc. schreiben?
Und kann man wie ganz unten zu sehen, Neuorientierungs- Krankheits- und Selbstfindungsphasen einfügen?

Kenntnisse und Fähigkeiten habe ich einfach mal rausgelassen, da ist alles okay.


SCHULBILDUNG

1991 – 1995 Gemeinschaftsgrundschule -Dorf
1995 – 1997 Gymnasium -Stadt
1997 – 1999 Realschule -Stadt
1999 – 2001 Gemeinschaftshauptschule -Stadt
2001 – 2003 Gemeinschaftshauptschule -Internat
Abschlussnote: 2.6

02/2012 - 07/2012 Weiterbildungskolleg -Vorkurs zum 1. Semester bestanden, danach Abbruch(Abitur)
03/2015 - 09/2015 Fernschule -Fernlehrgang Abitur, Abbruch


PRAKTISCHE ERFAHRUNG

08/2003 – 09/2003 -Praktikum -Zeichner
09/2003 – 06/2004 -Praktikum -Zeichner
07/2004 – 09/2004 -Praktikum -Zeichner
03/2006 – 07/2006 -Praktikum -Zeichner

19/10/2020 - 30/10/2020 -Praktikum -Gärtner

BERUFSERFAHRUNG
11/2007 – 05/2010 -Arbeit -Zeichner

Neuorientierungs- Selbstfindungs- und Krankheitsphasen
2003 -Beginn mehrerer kurzzeitiger Krankheitsphasen
2010 -Beginn einer Neuorientierungsphase
2012 -Beginn einer Selbstfindungsphase

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TheGuide
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Re: Katastrophaler Lebenslauf, noch Chancen?

Beitrag von TheGuide » 02.02.2021, 00:45

Zunächst einmal solltest du deinen Lebenslauf umkehren. Also das wichtigste kommt nach oben, das unwichtigste nach unten.
Dann solltest du nicht die Arbeitszeit als Praktika kennzeichnen. Von 8/2003 - 9/2004 das ist doch eine Arbeit, oder nicht?

Lako123
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Re: Katastrophaler Lebenslauf, noch Chancen?

Beitrag von Lako123 » 02.02.2021, 22:18

Okay, mache ich dann umgekehrt die Reihenfolge, also umgekehrt chronologisch.

Die ersten Einträge nach der Schule sind alles Praktika, habe dazu auch Belege.
Da steht dann Herr Sowieso war von dann bis dann bei uns Praktikant.


Und was ich noch wissen wollte.

Kann ich, soll ich bei den zwei Versuchen das Abitur zu machen, Abbruch etc. schreiben?
Und kann man wie ganz unten zu sehen ist, Neuorientierungs- Krankheits- und Selbstfindungsphasen einfügen?

Romanum
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Re: Katastrophaler Lebenslauf, noch Chancen?

Beitrag von Romanum » 05.02.2021, 10:22

Was willst du denn mit einem Lebenslauf erreichen? Und was erwartet ein Arbeitgeber? Was will ein Arbeitgeber im Lebenslauf lesen?

Dein Lebenslauf wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Bei einem katastrophalen Lebenslauf ist es besser, wenn Zeitangaben weggelassen werden. Das habe ich dir schon im anderen Thread geraten. So wie bisher wird der Leser doch direkt darauf gestoßen, dass es mehrere jahrelange Lücken in deinem Lebenslauf gibt. Und deine "Verschönerungsversuche" machen es nicht besser...
SCHULBILDUNG
Warum listest du deine gesamte Schullaufbahn von vor 20, 30 Jahren noch auf? Nenne mir bitte drei plausible Gründe. Eine Chefin interessiert es doch nicht, wo du vor 30 Jahren die Grundschule besucht hast.

In deinem Alter interessiert der höchste Schulabschluss. Diesen schreibst du in den Lebenslauf.

Deine Abiturversuche haben leider auch nichts im Lebenslauf zu suchen, denn. 1. Abbruch, 2. zu kurzer Zeitraum des Versuchs, 3. kein zeitlicher Zusammenhang mit irgendeinem anderen Lebenslaufpunkt.
PRAKTISCHE ERFAHRUNG
Hast du für alle deiner sogenannten Praktika ein Praktikumszeugnis, welches du deinen Bewerbungen beilegst? Immer im Betrieb deines Vaters?

Gibst du im Lebenslauf noch Aufgaben an? Die Nennung von Aufgaben ist wichtig, damit dein leerer Lebenslauf nicht noch leerer aussieht.

Aber am wichtigsten: Wenn du Vollzeit durchgängig gearbeitet hast, warum schießt du dir selber ins Knie und teilst deine Beschäftigung im väterlichen Betrieb auf vier Praktikumszeiträume auf???

Im Grunde ist es doch eine zusammenhängende Beschäftigung als Zeichner zwischen 2003 und 2010
19/10/2020 - 30/10/2020 -Praktikum -Gärtner
1. Einheitliches Zeitformat im Lebenslauf verwenden, daher 10/2020 Zweiwöchiges Praktikum...

2. Auch hier wieder relevante Aufgaben angeben, die du durchgeführt hast.

Und was für ein Feedback hast du denn bekommen, dass du jetzt unbedingt Gärtner werden willst?
2003 -Beginn mehrerer kurzzeitiger Krankheitsphasen
2010 -Beginn einer Neuorientierungsphase
2012 -Beginn einer Selbstfindungsphase
Also hält das alles noch an, wenn es jeweils einen Beginn gibt? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Neuorientierungsphase und Selbstfindungsphase?

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