Lange Arbeitslosigkeit im Lebenslauf

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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Florian_B
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Lange Arbeitslosigkeit im Lebenslauf

Beitrag von Florian_B » 10.08.2010, 11:36

Guten Tag liebe Interessierte,

nun hatte ich endlich einen Job, zwar befristet, aber er wurde immer wieder verlängert und nun kam das Unerwartete, keine Verlängerung mehr.

Von einer Personalfachfrau einer Überlassungsfirma wurde mir nun telefonisch gesagt: "Ihre längere Auszeit wird dem möglichen neuen Arbeitgeber nicht gefallen. Was soll ich ihm sagen."

Die letzte Station vor der Arbeitslosigkeit war ein Praktikum nach einer Fortbildung.

10/2002 - 12/2002 Praktikum
01/2003 - 10/2008 Arbeit suchend
10/2008 - Angestellter

Nun, was kann ich da mitteilen. Ich war deprimiert, hoffnungslos und die Stellenangebote waren hier, in einer strukturschwachen Gegend gering. Zur Zeit redet keiner mehr davon, das wir auf die 6 Mio Arbeitslose steuerten. Jetzt rauscht es durch die Nachrichten, ob nicht im Ausland angeworben werden soll.

Verschiedentlich lese ich z.B. Familienpflege wäre eine mögliche Antwort, bevor es gar nicht begründet warum so lange arbeitslos. Mein Vater war schwer krank zu dieser Zeit und ist im Mai 2004 gestorben.

Ein paar Hobbies bin ich nachgegangen habe in der Familie geholfen, habe geschaut das ich immer einige Bewerbungen am Laufen hatte und das ich eine Tagesstruktur erhalte um nicht in krankhafte Depression oder Sucht zu verfallen.

Ich bin nun 45 Jahre alt, männlich und single und muß mich für eine lange "Auszeit" aus dem Arbeitsleben rechtfertigen. Bei der letzten Einstellung war das kein Thema gewesen, die Firma hatte Bedarf und ich erschien wohl als passender Bewerber.

Viele Grüße
Florian_B

Romanum
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Beitrag von Romanum » 10.08.2010, 15:04

Befristete Verträge dürfen ja (in der Regel) nicht unendlich verlängert werden, daher hätte dich das nicht so überraschen dürfen. Auf dem Arbeitsmarkt muss man immer auf der Hut sein, man darf nicht auf die scheinbare Sicherheit vertrauen.
Die letzte Station vor der Arbeitslosigkeit war ein Praktikum nach einer Fortbildung.
Was hast du denn davor gemacht, einen anderen Beruf?

Familienpause ist eine Möglichkeit, aber dann bleiben trotzdem noch über vier Jahre Arbeitslosigkeit. Wurdest du nicht in Arbeitsmarktmaßnahmen vermittelt?

https://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

Florian_B
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Beitrag von Florian_B » 10.08.2010, 19:44

Vielen Dank für die Antwort!
Aber doch war es eine Überraschung. Über die Verlängerungs-möglichkeiten bei befristeten Verträgen weiß ich Bescheid. Ich war bei Partnerfirmen nun zusammengenommen beschäftigt und dann noch an andere überlassen. Ich habe Details zusammengefasst, aber das ist hier auch nicht das Thema.
Vorschläge wie eben Familienpause oder ähnliche Begründungen könnten mir eventuell weiterhelfen.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.08.2010, 15:37

Man kommt aber schnell in den Bereich der Lügen, wenn 5 1/2 Jahre zu umschreiben sind. Du kannst auch für den gesamten Zeitraum "Familienpause" angeben, aber sehr glaubwürdig würde ich das nicht finden, man kommt dann schnell in Erklärungsnöte, wenn man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden sollte.

Wenn du den Zeitraum in kleinere Einheiten gliedern willst, dann gibt es einige Möglichkeiten: Weiterbildung, selbstständige Tätigkeit, Ehrenamt, Auslandsaufenthalt, Nebenjobs ohne Nachweise, eigene Krankheit, andere Benennung einzelner Teilabschnitte als Bewerbungsphase oder Orientierungsphase. Aus diesem Baukasten kannst du dir was konstruieren, wie sinnvoll und moralisch das ist, musst du selbst entscheiden.

wt15309
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Beitrag von wt15309 » 11.08.2010, 15:43

Hallo Florian_B,

ich bin zwar kein Profi, aber wenn du dich in dieser Zeit engagiert um eine Anstellung bemüht hast, würde ich bei der Wahrheit bleiben. Außerdem wirst du ja auch ne Menge Weiterbildungsmaßnahmen durchlaufen haben, oder.

Nur wenn du Zuhause rumgesessen und kein interesse an einer Anstellung gezeigt hast würde ich mit "Familienpause" argumentieren.
Die Begründung "Familienpause" als Single wirft ebenfalls Fragen auf.
Also Vorsicht mit deiner Antwort.

Man kann natürlich auch mit einer Krankheitsphase antworten - doch auch hier Vorsicht!!

Gruß
wt15309


Gruß
wt15309

Florian_B
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Beitrag von Florian_B » 13.08.2010, 10:01

Hallo Romanum, hallo wt15309,

eure beiden Antworten helfen mir schon mal ein ganzes Stück weiter.

In der Zeit habe ich klar viele Bewerbungen geschrieben, ich weiß nicht mehr, eine Zahl an die 200 Stück. Zu 2 Vorstellungsgesprächen kam es auch, die ich aber "verhauen" habe mangels Professionalität.

Familienforschung habe ich ausgiebig betrieben, hobbymäßig, für meine Haus Hof und Keller in Ordnung gebracht, Fahrrad gefahren, mich um den PC meines Nachbarn gekümmert. Zu Arbeitsmarktmaßnahmen kam es nicht. Die vom Amt haben stillgehalten, nichts Passendes zum Anbieten gehabt und ich habe auf nichts gedrängt.

Etwas zusammenlügen kann ich gar nicht.

Ein ehrenamtlicher Arbeitslosenhelfer mit Personalerfahrung meinte mein Lebenslauf sei gar nicht so schlecht. Er hätte beim Lesen aber den Eindruck gehabt: "Der traut sich ja gar nichts." Beim Kennenlernen hätte ich dann einen ganz anderen Eindruck auf ihn gemacht.

Ich kann und will etwas leisten, möchte möglichst zu erwartende Überforderungen aber schon bei der Auswahl der Bewerbungen vermeiden. Vielleicht leigt hier der Knackpunkt.

Der ehrenamtliche Helfer hat mir eh empfohlen mich besser zuerst telefonisch um Stellen zu bemühen. Aber auch dann bleibt immer das Problem mit der langen Arbeitslosigkeit, die so im Lebenslauf drinsteht.

Wenn aber die ehrliche Angabe:
- 01/2003 - 10/2008 Arbeit suchend -
mir schon jede Möglichkeit nimmt in die Auswahl zu kommen, dann überlege ich mir natürlich wie ich die ca. 5 1/2 Jahre in vielleicht 3 Abschnitte einteilen kann, Vielleicht Familienphase(?), Orientierungsphase, Nebenjobs oder Selbststudium und eigene Weiterbildung online und Bibliothek.

Kann ich das dann in der Lebenslaufrubrik "beruflicher Werdegang" lassen? Als weitere Rubriken habe ich:
Schulausbildung
Berufliche Ausbildung
Hochschulausbildung
beruflicher Werdegang
Weiterbildung
Qualifikationen

Ebventuel sollte ich aber auch auf die einseitige Darstellung meines Lebenslaufs nun verzichten und doch zu einem ausführlicheren zweiseitigen übergehen.

Vielen Dank für die Tipps!! Vielleicht fällt euch noch etwas ein.

Herzliche Grüße

Florian_B

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 18.08.2010, 00:00

Entscheidend ist natürlich auf der anderen Seite auch, für was für Jobs du dich nun bewerben willst und wie weit der Umkreis sein darf. So könnte ich mir vorstellen, dass du anhängig von der deiner übrigen Berufserfahrung und Ausbildung in einem Pflegeheim oder in einer anderen sozialen Einstellung durchaus Jobmöglichkeiten als "Mädchen-für-alles"-Vollzeitkraft. So wäre die Familienpflege auch schonmal nicht mehr "negativ".

Florian_B
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Beitrag von Florian_B » 19.08.2010, 13:48

Danke für den letzten Hinweis. Meine Bewerbungen gehen alle in technische oder kaufmänische Richtungen, so das es für in der Familienpflege gemachte Erfahrungen keine professionelle Verwendung gibt.

Ich würde es ja gerne bei absoluter Einfachheit bei der Angabe der Dauer der Arbeitslosikeit belassen, aber es sieht so "doof" aus, der lange Zeitraum und nur Angabe: Arbeit suchend

Ein Freund gab mir nun den Hinweis, das man diesen Stolperstein auch im Anschreiben abfangen könnte.

Ist es sinnvoll, oder vielleicht eher ein NoGo darauf im Anschreiben einzugehen?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 19.08.2010, 14:26

Hmmmmm... grundsätzlich kann man im Anschreiben natürlich auf Stolpersteine eingehen. Man braucht dafür natürlich eine inhaltliche Argumentation... und gerade die scheint ja selbst in der tabellarischen Minimalform eines Lebenslauf schon genau das Problem zu sein. Insofern wüsste ich jetzt nicht, inwiefern sich dieses "Eingehen" zu einem Vorteil wenden ließe. Was ich mich aber schon einmal gefragt habe:

Dein Betreuer meinte ja, dass Dein Lebenslauf "gar nicht so schlecht" sei. Worauf n bezog sich das denn? Wie sieht der Lebenslauf im Ganzen aus? Und: Was hatte es mit diesem Praktikum auf sich, was Du unmittelbar vor der "Auszeit" absolviert hattest?

Und wo ich hier gerade "Auszeit" schreibe: Ein schönes Wort eigentlich von Deiner Ansprechpartnerin. Das scheint mir den Zustand in Deinem Fall irgendwie eher (und positiver) wiederzugeben als "Arbeitssuche". Wie nah war Deine letzte Anstellung eigentlich an Deinen zukünftigen Arbeitswünschen?

Rein optisch würde ich auf jeden Fall darauf achten, dass die "Auszeit" ein geringes Gewicht auf der Seite hat, d. h. bei jeder Art von "akzeptiertem" Status gucken, dass Du mit Beschreibung der Stelle immer auf mehrere Zeilen kommst. Extremfall dieser Variante: Die Zeit überhaupt nicht explizit erwähnen... sondern zwischen den Zeiträumen der letzten Tätigkeiten einfach die entsprechende Lücke lassen... und das Ganze dann nicht "Lebenslauf", sondern "Berufliche Stationen" o. ä. übertiteln...

Letztendlich ist das natürlich alles Kosmetik... aber immerhin eine, die Dich dann nicht in der ohnehin schon stressigen VG-Situation zum (vermutlich erfolglosen) Lügen zwingt.

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Mit Arbeitslosigkeit im Lebenslauf keine Chancen?

Beitrag von wiar » 11.09.2014, 23:48

Hallo,

ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch bei einem Arbeitsvermittler. Der fragte mich natürlich einige Dinge, darunter auch, warum ich 2x arbeitssuchend im Lebenslauf stehen habe.

Zu meiner Person. Bin 25 und habe vor kurzem erst meine Ausbildung als Bürokaufmann beendet.

Ich hatte es dann erklärt und darauf bekam ich dann die Antwort: Ja, mit diesen Lücken brauchen Sie sich gar nicht erst im kaufmännischen Bereich zu bewerben.

Stimmt das, was die da gesagt hat oder nicht? Ich empfinde das als eine Frechheit, was mir dort an den Kopf geworfen wurde und kam schon auf die Idee anstatt arbeitssuchend zu schreiben, irgendwas zu erfinden, damit keine Lücke auf dem Lebenslauf steht.

Gruß Wiar

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TheGuide
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Re: Mit Arbeitslosigkeit im Lebenslauf keine Chancen?

Beitrag von TheGuide » 12.09.2014, 07:32

Warum hast du denn "arbeitssuchend" im LL stehen?
Wie groß sind diese Lücken genau?
Was hast du in diesen Lücken gemacht?

Mich wundert ein wenig, dass das beim Arbeitsvermittler war. In einem VG hätte ich jetzt angenommen, dass du auf eine Stressfrage hereingefallen wärest.

wiar
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Re: Mit Arbeitslosigkeit im Lebenslauf keine Chancen?

Beitrag von wiar » 12.09.2014, 09:05

Weil es mir gesagt wurde, wir sollen sowas reinschreiben, wenn es so ist.
2x2 Jahre
Die Lücken habe ich nicht freiwillig gemacht. Ich habe zu derzeit intensiv nach Arbeit gesucht, aber nichts gefunden. :(

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Re: Mit Arbeitslosigkeit im Lebenslauf keine Chancen?

Beitrag von TheGuide » 12.09.2014, 11:15

wiar hat geschrieben:Weil es mir gesagt wurde, wir sollen sowas reinschreiben, wenn es so ist.
Was du ganz sicher nicht machen sollst, ist lügen oder an Zeiten frickeln. Aber Zeiten wie arbeitslos/suchend in den LL zu schreiben, halte ich für Unsinn.
2x2 Jahre
Das ist bei einem Alter von 25 wirklich viel.
wiar hat geschrieben:Die Lücken habe ich nicht freiwillig gemacht. Ich habe zu derzeit intensiv nach Arbeit gesucht, aber nichts gefunden. :(
Was hast du in dieser Zeit gemacht, außer Arbeit zu suchen?
Sport, Ehrenamt, Sprache an der VHS? Irgendetwas? Das kann man nämlich auch in den LL schreiben.

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Re: Mit Arbeitslosigkeit im Lebenslauf keine Chancen?

Beitrag von wiar » 13.09.2014, 20:22

TheGuide hat geschrieben:
wiar hat geschrieben:Weil es mir gesagt wurde, wir sollen sowas reinschreiben, wenn es so ist.
Was du ganz sicher nicht machen sollst, ist lügen oder an Zeiten frickeln. Aber Zeiten wie arbeitslos/suchend in den LL zu schreiben, halte ich für Unsinn.
Was soll denn sonst in der Zeit darein?
2x2 Jahre
Das ist bei einem Alter von 25 wirklich viel.
wiar hat geschrieben:Die Lücken habe ich nicht freiwillig gemacht. Ich habe zu derzeit intensiv nach Arbeit gesucht, aber nichts gefunden. :(
Was hast du in dieser Zeit gemacht, außer Arbeit zu suchen?
Sport, Ehrenamt, Sprache an der VHS? Irgendetwas? Das kann man nämlich auch in den LL schreiben.
Beides waren Zeiten, die nicht einfach für mich waren. Deshalb möchte ich nicht darauf eingehen. :cry:

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TheGuide
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Re: Mit Arbeitslosigkeit im Lebenslauf keine Chancen?

Beitrag von TheGuide » 13.09.2014, 20:57

Es geht hier nicht darum, dir einen Striptease abzuverlangen.
Die Frage, was du in den Zeiten der Arbeitssuche gemacht hast, zielt genau dahin, dass du die Zeiten der Arbeitssuche anderweitig füllst als mit der Arbeitssuche. Ob du diese Zeiten im Lebenslauf - ohne zu lügen! - geschickter füllen kannst.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 15.09.2014, 14:22

So ein Arbeitsvermittler ist ja nun nicht gerade motivierend. :roll: Auf die Aussagen solltest du nicht viel geben. Stelle dich ruhig bei anderen Arbeitsvermittlern vor und lerne aus dem ersten Treffen.

Meiner Meinung wollte der dich einfach nur unter Druck setzen, damit du von ihm jedes Angebot annimmst und er seine Provision erhält. Bekannte psychologische Beeinflussung.

Entscheidend ist doch, dass du die Ausbildung kürzlich abgeschlossen hast. Darauf kommt es an, das noch aktuelle Fachwissen willst du jetzt einbringen. Wie gut warst du denn während der Ausbildung?

Jehanne
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Beitrag von Jehanne » 15.09.2014, 20:40

Hallo,

ich habe auch Lücken im Lebenslauf. In der Zeit habe ich Familie im Ausland besucht, denn wann hätte man sonst die Zeit gehabt als nach der Ausbildung. MIR ist Familie wichtig und aus dem Grund habe ich das getan. Auch, um die Sprache nochmal zu vertiefen, da ich einiges verlernt hatte.

Heutzutage ist es ja schon fast negativ, Familie zu besuchen, wenn es um den Lebenslauf geht. Wie kann man die Zeit nur so nutzen?! :roll:

Nachdem ich bei meinem ersten Vorstellungsgespräch blöde Kommentare dazu gehört habe, habe ich es diesmal einfach im Lebenslauf weggelassen.

Ja, wohl nicht richtig, aber bevor darauf rumgeritten wird... Außerdem hat das nichts mit der Arbeit zutun. Zudem hatte ich danach Zweifel, was den Beruf angeht und ich wollte meine Heimatstadt verlassen, um das Leben in einer Großstadt kennenzulernen. Umzug kam etc. pp.

Muss ich das alles vermerken oder ist es auch ok, es wegzulassen, wie ich das getan habe?

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Beitrag von TheGuide » 15.09.2014, 22:10

Jehanne hat geschrieben:Nachdem ich bei meinem ersten Vorstellungsgespräch blöde Kommentare dazu gehört habe, habe ich es diesmal einfach im Lebenslauf weggelassen.
Blöde Kommentare im Vorstellungsgespräch sind nicht so sehr zum Herzen zu nehmen; man muss sie als das verstehen, was sie sind: Provokationen, die testen sollen, wie der Bewerber reagiert.

Jehanne
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Beitrag von Jehanne » 16.09.2014, 20:16

@ The Guide

Ok, hmm. Wusste nicht, dass sowas getestet wird. Na ja, man lernt nie aus.
Gut, dann werde ich die Lücken wieder füllen.

Danke :)

wiar
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Beitrag von wiar » 17.09.2014, 17:18

TheGuide hat geschrieben:Es geht hier nicht darum, dir einen Striptease abzuverlangen.
Die Frage, was du in den Zeiten der Arbeitssuche gemacht hast, zielt genau dahin, dass du die Zeiten der Arbeitssuche anderweitig füllst als mit der Arbeitssuche. Ob du diese Zeiten im Lebenslauf - ohne zu lügen! - geschickter füllen kannst.
Halt in der Familie mal ausgeholfen, wo Not am Mann war, aber sonst nicht wirklich was aussagekräftiges.
Romanum hat geschrieben:So ein Arbeitsvermittler ist ja nun nicht gerade motivierend. :roll: Auf die Aussagen solltest du nicht viel geben. Stelle dich ruhig bei anderen Arbeitsvermittlern vor und lerne aus dem ersten Treffen.
Wie bereits weiter unten geschrieben, mag das stimmen, dass die einen so testen wollten. Dennoch fand ich es direkt etwas grob mir zu sagen, das ich so keine Zukunft hätte.

Schulisch war ich eigentlich ganz gut. Ich kenne gerade nicht meinen Schnitt, aber Noten hatte ich keine schlechter als 2, konnte so meine mittlere Reife erlangen und das Arbeitszeugnis war auch im Durchschnitt eine 2.

Schovac
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Wie soll ich Langzeitarbeitslosigkeit im Lebenslauf angeben?

Beitrag von Schovac » 21.02.2018, 15:58

Hi,
ich versuche momentan einen vernünftigen Lebenslauf zu schreiben, weis allerdings nicht wie ich meine Arbeitslosigkeit angeben soll. Es gibt viele Websites und Posts zu dem Thema allerdings trifft keine der genannten Optionen zu. Die meist genannte Formulierung wäre "arbeitsuchend" und oft wurde auch empfohlen anzugeben was man in der Zeit getan hat z.B. Fortbildungen, aber hier ist das Problem: Ich bin 23 Jahre alt und hab die letzten 2 Jahre daheim mit Videospielen verbracht, ich habe nichts getan außer meine "Freizeit" zu genießen, was ich nun bereue.

Ich war sehr faul und will nun daran arbeiten, allerdings kann ich nicht daran arbeiten wenn ich nicht mal weis wie ich das angeben soll ohne das mein potenzieller zukünftiger Chef meine Bewerbung direkt in Tonne haut.

cre
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Beitrag von cre » 23.02.2018, 16:16

Was hast du denn vor den 2 Jahren Arbeitslosigkeit gemacht?

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