Lange Krankheit im Lebenslauf angeben - Tipps?

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 27.07.2009, 12:44

Versteh ich das richtig? Du hast bereits die Einladung zum VSG?
Dann in Kürze; scheinbar bist du nicht uninteressant für den AG als Praktikantin.
V.a. wenn du um einen LL aber nicht um eine Bewerbung bzw ein Anschreiben gebeten worden bist gilt.

Ehrlich sein (aber Nebentätigkeiten etc als Füllmaterial hernehmen) -> zu dem VSG marschieren -> dort mit deinen Stärken und der nachvollziehbaren Erklärung den Sachverhalt lösen

Flora999
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Beitrag von Flora999 » 27.07.2009, 12:53

Ja genau, ich wurde bereits eingeladen. Ehrlich sein will ich auf jeden Fall, deswegen habe ich ja extra hier nachgefragt, wie ich das am besten formulieren soll. Habe das jetzt so gelöst, dass ich hinter die schulische Ausbildung geschrieben habe

Seit 2003 Pflege eine Familienangehörigen


Den restlichen Lebenslauf habe ich dann ganz normal fortgesetzt. Sollte ich vielleicht noch einen kleinen Hinweis einbauen, dass ich dazu gerne im Gespräch Stellung nehme? Hätte ich jedenfalls kein Problem mit.

Danke schonmal!

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 27.07.2009, 15:11

Flora999 hat geschrieben: Seit 2003 Pflege eine Familienangehörigen
wobei zu überlegen wäre, ob du all diese Jahre nichts anderes gemacht hast, was sich vielleicht gut im LL machen würde. Wenn die Pflegedauer vorbei ist, dann kannst du ruhig das Enddatum dort rein schreiben.

Flora999 hat geschrieben:Sollte ich vielleicht noch einen kleinen Hinweis einbauen, dass ich dazu gerne im Gespräch Stellung nehme? Hätte ich jedenfalls kein Problem mit.
Nein in 99,99% der Fälle wirst du sowieso darauf angesprochen (auch wenn vielleicht nicht direkt mit "was hatte ihr verwandter denn?") bzw kannst das im darlegen des LL in eigenen Worten sowieso machen.
Wichtig ist m.E., v.a. dass deine Darstellung an diesem Punkt nicht aufhört. Dieser Punkt hat dich die letzten Jahre geprägt. Was dich jetzt prägt ist mehr Zeit zur Verfügung und eine Passion für den angestrebten Beruf o.ä.

stella84
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lange Lücke im Lebenslauf durch Krankheit- wie darstellen?

Beitrag von stella84 » 22.01.2010, 12:36

Hallo!

Ich habe durch eine Erkrankung eine Lücke von fast zwei Jahren! im Lebenslauf, in denen ich wirklich NICHTS gemacht habe. Ich habe mein Studium abgebrochen (wirkt auch schon nicht gut...) und möchte eine Aubildung zur Kauffrau im Einzelhandel machen. Anschreiben steht, aber wie bring ich jetzt diese Lücke im Lebenslauf unter?

Habe mehrere Varianten:

1. Studium "verlängern" um die Lücke zu schließen

wird das nachgeprüft? außerdem werden dann ja sicher Fragen kommen warum ich bei einer so langen Studienzeit (7 Semester) nicht mal die Zwischenprüfung hab...

2. das ganze verkaufen als "berufliche Orientierungsphase mit Nebenjobs"

und dann was von Nebenjobs erzählen die man VOR der Krankheit ausgeübt hat und sie in diesen Zeitraum "verschieben"? Wird das nachgeprüft?

3. einfach ehrlich "krankheitsbedingte Auszeit" reinschreiben

wird dann ein Attest verlangt? Möchte nämlich nicht sagen was es war. Macht der Arbeitgeber sich dann nicht Sorgen, ich könnte wieder länger ausfallen?

Zu welcher Variante würdet ihr mir raten? Ich will nicht faul wirken...

Noch eine Frage: Kann man eine weitere kurze Lücke (zwei Monate) einfach "wegretuschieren" indem man einen Job "verlängert"? wird das geprüft?

Danke!

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 22.01.2010, 14:50

Ich hoffe du meinst es nicht ernst den AG vorsätzlich anzulügen.
Wenn du wirklich NICHTS gemacht hast und das Problem nicht durch Beschönigung lösen kannst, dann bleibt dir nur die Wahrheit
... also "Orientierungphase" was ein neuerer Begriff für "Arbeitssuchend" ist, oder
... die Krankheit zu nennen.
Im Normallfall brauchst du Fragen, welche dir dort zu weit gehen, erst gar nicht beantworten.

Ich weiß, dass das unangenehm für dich ist und dass die Ehrlichkeit auch zu Nachteilen führen kann, aber die anderen Varianten sind noch schlechter. In deinem Fall musst du eigentlich hartknäckig und optimistisch sein und bleiben und dich "zurückkämpfen". Z.B. weil du zuvor einen ähnlichen Aushilfsjob etc machst. Praktisch etwas, dass du dann ohne zu lügen ins rechte Licht rücken kannst.

sammy1406
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Krankheit und Arbeitslosigkeit im Lebenslauf angeben

Beitrag von sammy1406 » 23.02.2010, 13:05

Hallo zusammen,

wie gestaltet man einen Lebenslauf, wenn dieser durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und Abbruch einer schulischen Ausbildung - da eine berufliche Weiterbildung bevorzugt wurde kleinere Lücken enthält?

Ich meine folgendes: Eine Berufsausbildung wurde abgeschlossen > mehrere Monate Krank > dann erneut eine Schule besucht um einen höheren Abschluß zu erreichen dieser Besuch wurde aber wegen beruflicher Neuorientierung abgebrochen > einige Monate arbeitslos > berufliche Weiterbildung > bis heute fester Arbeitsgeber.

Man erkennt beim Lesen diese kleinen Lücken die dann eben zur Sprache kommen werden, da mein Lebenslauf eben mit Monaten/Jahr ( Bsp.: 05/2004 ) aufgebaut ist.


Vielen Dank vorab für eure Hilfe!

Gruß

Sammy

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 23.02.2010, 18:31

Wenn du die Rubrik-Überschrift entsprechend wählst, dann kann man die schlechten Dinge auch weglassen. Das könnte man auch so. Wenn du bspw. "Berufliche Erfahrungen" als Rubrik wählst, dann kommen dort eben auch nur berufliche Erfahrungen hinein. Arbeitslosigkeit und Krankheit sind schließlich keine berufliche Erfahrungen, also braucht man darauf auch nicht eingehen. Lückenlosigkeit sollte nicht zu streng aufgefasst werden. Ein Unternehmen wirbt für sich als Arbeitgeber auch nicht mit den schlechten Dingen, bspw. dass im letzten Jahr die Belegschaft in Kurzarbeit war oder es dort eine hohe Fluktuation gibt. Also sollte man das mit der Lückenlosigkeit nicht so eng sehen: ein (Berufs-)Leben ist nun mal nicht lückenlos, es gibt auch Leerlauf. Das sollte jeder normale Personaler wissen. Lies auch noch hier weiter: https://www.bewerbung-forum.de/lebenslauf.html und https://www.bewerbung-forum.de/arbeitsl ... slauf.html

sammy1406
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Beitrag von sammy1406 » 24.02.2010, 07:42

Danke für die Antwort. :-)

Biliverdin
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Zwei Jahre krank, nun ausbildungssuchend im Lebenslauf

Beitrag von Biliverdin » 11.09.2010, 22:49

Einen wunderschönen Guten Tag allerseits.
Ich habe mich soeben erst in diesem Forum angemeldet, nachdem stundenlanges Googlen wenig hilfreich war.

Ich stehe aktuell vor folgendem Problem:
Nachdem ich im Juli 2006 den Realschulabschluss machte, besuchte ich die Fachoberschule. Im Laufe des ersten Halbjahres Klasse 12 wurde ich schwer krank und musste diese zum Dezember 2007 abbrechen.
Nach vielen Klinikaufenthalten und Co. bin ich nun seit Frühling diesen Jahres wieder genesen.
Nun möchte ich mich auf Ausbildungsstellen bewerben, doch wie um Himmels Willen soll ich diese lange Krankheitsphase in den Lebenslauf formulieren?

Im Anschreiben kann man das ja vielleicht noch mit dem Hinweis auf vollständige Genesung und damit verbundenener, persönlicher Weiterentwicklung 'erklären', aber im Lebenslauf...

Hier mein derzeitiger Entwurf:

Vorname Nachname | Adresse | Telefon
Email

Lebenslauf


Persönliche Daten
Geburtsdatum und -ort: xx.xx.1989 in Musterstadt

Familienstand: ledig, keine Kinder

Eltern: Name: Beruf
Name, geb. Mädchennahme: Beruf
Hobbys: Rad fahren, Unternehmungen mit Freunden

Ausbildung
08/1996 - 07/2000 Grundschule

08/2000 - 07/2005 Gymnasium

08/2005 - 07/2006 Realschule
-Mittlere Reife-

09/2006 - 12/2007 Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung

01/2008 Unterbrechung der Ausbildung durch Krankheit





Praktische Erfahrungen


12/2006 - 06/2007 insgesamt 12 Wochen Praktikum bei der Industriefirma AG in den Abteilungen Buchhaltung, Wareneingang, Personal und Arbeitsvorbereitung

seit 08/2010 geringfügige Beschäftigung als Servicekraft beim Beispiel Kino

Kenntnisse

Fremdsprachen Englisch – fließend in Wort und Schrift
Softwarekenntnisse Grundkenntnisse Word und Excel


Wäre sehr glücklich über Hilfestellung!!!


Gruß Daniel

Romanum
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Beitrag von Romanum » 13.09.2010, 17:35

So wie du die Krankheit dargestellt hast, kannst du es machen.

Tatti08
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Registriert: 16.10.2010, 03:38

Lange Krankheit im Lebenslauf angeben - Tipps?

Beitrag von Tatti08 » 16.10.2010, 04:30

Hallo!

Habe folgendes Problem: Ich war 1 1/2 Jahre krank wegen Depressionen, wurde aber aus der Reha als Arbeitsfähig entlassen - entgegen meiner eigenen Meinung. :?
Bekam dann aber vom Arbeitsamt die Chance auf eine Umschulung, die ich auch voll motiviert angetreten bin. Normalerweise hätte ich nach einem halben Jahr theoretischem Unterricht ein Praktikum beginnen sollen - habe aber keinen Platz gefunden (meiner Meinung nach wegen der langen Krankheitsphase). Dieser Umstand und finanzielle Sorgen führten dann dazu, dass sich die Depressionen zurück gemeldet haben und ich nicht mehr zur Schule gegangen bin. Kurz bevor das Praktikum begonnen hätte, habe ich mir dann ein Herz gefaßt und habe mit dem Verantwortlichen in der Schule gesprochen und ihm meine Situation erklärt. Was soll ich sagen, sie haben es hin bekommen, dass ich den theoretischen Teil wiederholen durfte (wegen der Fehlzeit war das nicht anders zu regeln).
Nun habe ich aber das Problem, wie stelle ich das im Lebenslauf dar, denn dadurch hat sich ja die theoretische Schulungszeit verdoppelt?
Davon abgesehen, bin ich mit dem Lebenslauf eh nicht zufrieden, denn es fehlen die Kenntnisse, die ich während der theoretischen Zeit erworben habe. Es haben sich bereits drei Leute meine Unterlagen angeschaut und behauptet, sie seien so völlig ok!

Über Vorschläge bin ich sehr dankbar, damit es beim 2. Anlauf besser klappt.



Lebenslauf


Daten zur Person

Geburtsdaten: XXX, XXX(Deutschland)
Familienstand: ledig
Nationalität: deutsch

Beruflicher Werdegang

06/2009 – 09/2009 aktiv stellensuchend, Vorbereitung auf Umschulung

03/2008 – 05/2009 Krank (komplett genesen)

09/2007 – 02/2008 XXXXX
Personalreferentin im internen Einsatz
 Kundenakquisition
 Bewerbungsgespräche

04/2006 – 08/2007 aktiv stellensuchend

09/1999 – 03/2006 XXXXXX
08/2001 – 03/2006 Teamassistentin Vertrieb in der XXXX
 Datenbankpflege
 Bearbeitung von Zeichnungsscheinen

06/1999 – 07/2001 Teamassistentin Akquisition/Konzeption in der XXXX
 Beurteilung von Immobilienexposés
 Datenbankpflege

06/1999 – 09/1999 XXXXXX
Einsatz in der XXXXXXXX
 Vertretung für Chefsekretärin
 Vertretung für Teamassistentin Akquisition/Konzeption

06/1995 – 04/1999 XXXXXX
06/1997 – 04/1999 Sekretariat und Empfang in der XXXX
 Elektronischer Zahlungsverkehr
 Erstellen von Statistiken

06/1995 – 05/1997 Datenerfassung und Mikroverfilmung, in der XXX
 Datenerfassung
 Konventionelle Verfilmung





Aus- und Weiterbildung

10/2009 – 07/2011 Umschulung bei XXXXXXX
IT Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung

1982 – 1994 Handelsschule XXXXXXXX
Abschluss: Mittlere Reife

Kenntnisse

EDV MS Office bis 2007 gut
Windows 2000 und XP gut
Windows Vista und Windows 7 Grundkenntnisse

Sprachen Englisch Grundkenntnisse

Interessen Lesen von Thrillern und Fantasie Romanen
IT Software testen, Internetrecherche


Formatierung im Dokument natürlich korrekt!

Vielen Dank im Voraus!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.10.2010, 16:47

Nun habe ich aber das Problem, wie stelle ich das im Lebenslauf dar, denn dadurch hat sich ja die theoretische Schulungszeit verdoppelt?
Gehst du denn davon aus, dass die AG wissen, wie lange normalerweise die Umschulungszeit ist? Das dürfte doch selten der fall sein.
Davon abgesehen, bin ich mit dem Lebenslauf eh nicht zufrieden, denn es fehlen die Kenntnisse, die ich während der theoretischen Zeit erworben habe.
Warum trägst du diese nicht nach?

09/1999 – 03/2006 XXXXXX Wozu gehört das? In diesem Zeitraum hast du in einem Unternehmen gearbeitet? Aber dann bräuchtest du darauffolgend ja nicht noch einmal den Unternehmensnamen schreiben.08/2001 – 03/2006 Teamassistentin Vertrieb in der XXXX
 Datenbankpflege
 Bearbeitung von Zeichnungsscheinen

06/1999 :?: – 07/2001 Teamassistentin Akquisition/Konzeption in der XXXX
 Beurteilung von Immobilienexposés
 Datenbankpflege

06/1999 – 09/1999 :?: XXXXXX
Einsatz in der XXXXXXXX
 Vertretung für Chefsekretärin
 Vertretung für Teamassistentin Akquisition/Konzeption
10/2009 – 07/2011 Umschulung bei XXXXXXX
IT Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung
Berufsnamen solltest du dann auch in der weiblichen Form schreiben.

Kugelberg
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Lebenslauf nach langer Krankheit

Beitrag von Kugelberg » 17.10.2013, 13:07

Hallo zusammen

Ich bin jetzt beinah 5 Jahre ohne Arbeit.
Die dadurch zu Stande kam das ich vor 5 Jahren einen Schweren Unfall hatte, bei dem ein Mensch sein Leben lassen musste.
Auch wenn ich nicht schuld war, gab ich mir lange zeit diese dennoch.
Was die folge hatte das ich unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung Lid, gefolgt mit schweren Depressionen.
Nach Mehreren Klinik Aufenthalten und Therapien bin ich jetzt bedingt Arbeitstauglich, und freue mich darauf das auch wieder anzugehen.

Aber jetzt komm ich zu einen Großen Problem, was mache ich mit der Lücke im Lebenslauf von der ganzen zeit.

Ich kann da ja schlecht Lügen, anderseits kann ich ja auch nicht rein schreiben krank wegen einer Psychischen Störung.

Wer schön wenn der ein, oder andere vielleicht ein paar Tipps Hätte

Grüße

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FRAGEN
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Re: Lebenslauf nach langer Krankheit

Beitrag von FRAGEN » 19.10.2013, 11:40

Kugelberg hat geschrieben:Nach Mehreren Klinik Aufenthalten und Therapien bin ich jetzt bedingt Arbeitstauglich
Was genau bedeutet denn "bedingt arbeitstauglich"? Sehe ich es richtig, dass Du nun zunächst einmal mit einer möglichst geringen Belastung einsteigen sollst? Was wären es denn für Tätigkeitsarten und -umfänge, die Du nun ausüben kannst, sollst oder willst? Und in welchem Beruf? Könnte es in dieser Situation überhaupt denkbar sein, um eine Erklärung für Deine momentanen Einsatzmöglichkeiten herum zu kommen?

Kugelberg
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Beitrag von Kugelberg » 22.10.2013, 14:14

Hallo,

mit bedingt Arbeitstauglich heißt, das ich erst mal noch nicht voll zeit Arbeiten soll.
Aber ziel läuft natürlich darauf das ich auf Lagersicht wieder voll arbeiten möchte, ich hab ja schließlich noch eine Familie zu ernähren.
Außerdem kann ich in meinen eigentlich Beruf als Rettungsassistent leider nicht weiter ausüben.
Würde aber jetzt gerne in die Pflege oder in die Häusliche Pflege gehen.
Ich hab jetzt ¾ in einem Altenheim eine belastungs- Erprobung gemacht, und hab da gemerkt das ich mir das vorstellen kann.

Nein ich Denke nach so einer langen zeit werde ich nicht darum kommen das zu erläutern.
Nur wie ich das am besten verpacke weiß ich nicht. Meine letzte Bewerbung ist bestimmt schon 10 Jahre herr, und bin da nicht wirklich fit drin.

Schon mal vielen Dank

ronaldinio
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Lebenslauf nach langer Krankheit (5 Jahre) gestalten

Beitrag von ronaldinio » 21.03.2014, 13:57

Hi Leute, würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen würde.
Also wie oben zu entnehmen, war ich knapp 5 Jahre krank und konnte in der Zeit nicht arbeiten.
In meinem jetzigen Lebenslauf habe ich dort stehen, von 2007 bis 2012 - Medizinische Rehabilitation und viele die ihn gelesen haben meinten, dass es sich nicht gut anhört.

Habt ihr vielleicht andere Vorschläge, was ich da reinschreiben könnte, dass sich besser liest?
Mir fällt einfach nichts ein.

Danke im Voraus!

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.03.2014, 11:52

Das Problem ist ja nicht das Wort, sondern die lange Zeit. An der wird auch das schönste Wort der Welt nichts ändern. M. E. geht auch Dein bisheriger Versuch eines "schönen Wortes" schon in die falsche Richtung. Ich meine... "Rehabilitation" ist eigentlich ja nur der Teil, der NACH der eigentlichen Behandlung kommt... die Spitze des Eisbergs, sozusagen. Man nimmt also intuitiv an, dass die nicht genannte Krankheit selbst noch sehr viel länger zurück weist... womit sich das Erklärungsproblem eher noch vergrössert.

Was war das denn für eine Krankheit und wie sahen die 5 Jahre aus? Wie die weitere Prognose? Gut wäre es natürlich, wenn man hier einen (wahrheitsgemässen!) Hintergrund liefern könnte, der sich nach einer definitiv abgeschlossenen Geschichte anhört... nach dem sich insbesondere vermuten liesse, dass keine weiteren Einschränkungen für die zukünftige Arbeit zu erwarten sind...

Ansonsten würde ich mich eher auf den Rest des Lebenslaufs konzentrieren. Was hast Du denn vor und nach der Krankheit gemacht?

Kevin031
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Beitrag von Kevin031 » 22.03.2014, 17:56

Ich schließe mich diesem Thread einmal an. Ich hatte auch vor 11-12 Jahren krankheitsbedingt eine schwere Phase wobei ich zwei Ausbildungen krankheitsbedingt direkt hintereinander abbrechen musste.

Mittlerweile ist die Krankheit aber seit Jahren schon kein Thema mehr zum Glück bei mir, so dass ich eine 3. Ausbildung gottseidank erfolgreich abschließen konnte und auch eine Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolviert habe. Also nun mittlerweile zwei berufliche Abschlüsse habe die beide aufeinander aufbauen.

Diese abgebrochenen Ausbildungen habe ich bisher auch immer im Lebenslauf erwähnt und die Krankheitsphasen natürlich im Vorstellungsgespräch immer erläutert und dass ich nun vollkommen beschwerdefrei bin.

Hier ist nun genau mein Problem, denn wie man sich bereits vorstellen kann habe ich aufgrund meines Lebenslaufes kaum Vorstellungsgespräche bisher erhalten. Bei ca. 600 Bewerbungen die ich in den letzten Jahren allesamt geschrieben habe waren vielleicht gut und gerne 20 Vorstellungsgespräche dabei.

Meine Bewerbungsunterlagen sind insoweit top..... laut Aussage mehrerer unabhängiger Personalberater..... und die Anschreiben auch jedesmal individuell auf die jeweilige Stelle gestaltet und ausgeschrieben. Also werde ich das Gefühl nicht los, dass es doch mit meinem Lebenslauf zusammen hängen muss.

Und frage mich nun, ob ich die abgebrochenen Ausbildungen vielleicht nicht doch aus dem Lebenslauf herausnehmen sollte und auf Nachfrage natürlich zugebe, dass ich damals eine krankheitsbedingt eher schlechtere Phase in meinem Leben hatte. Es ginge dann um eine Lücke von ca. 2 Jahren die ich erklären müsste. Danach ist mein Lebenslauf bis heute gottseidank lückenlos. Für Tipps eurerseits bin und wäre ich sehr dankbar.

ronaldinio
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Beitrag von ronaldinio » 22.03.2014, 18:27

@Fragen

Danke erstmal für deine Antwort.

Es war eine schlimme Hautkrankheit, die mich nichts machen lies. In den 5 Jahren habe ich garnichts gemacht. War den ganzen Tag nur zuhause. Es waren auch genau 5 Jahre in denen ich krank war.
Als ich dann wieder gesund war, habe ich eine neue Ausbildung angefangen als Industriekaufmann und mittlerweile auch erfolgreich abgeschlossen.
Ich bin auch vollkommen Gesund. Seit 4 Jahren keinerlei Beschwerden.

MfG Ron

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 23.03.2014, 10:20

Rein vom Gefühl her würde ich persönlich mich hier um den Eindruck absoluter Klarheit bemühen. So etwas wie
2007- Arbeitsunfähig wegen Morbus Sowieso
2012 vollständig genesen und beschwerdefrei
@Kevin031: In Deinem Fall gäbe es ja noch die Variante, die Krankheit zu nennen, ohne die währenddessen angefangenen und abgebrochenen Ausbildungen zu erwähnen...

themoc
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Formulierung im Lebenslauf zum kurzen Beschäftigungszeitraum wegen Erkrankung

Beitrag von themoc » 30.01.2020, 22:53

Guten Tag liebes Forum,

am 20. Dezember habe ich eine neue Herausforderung angenommen, die ich am 23.01.20 leider wieder aufgeben musste, wegen eines orthopädischen Notfalls. Nun geht es mir schon wieder besser (Die Kündigung wurde am 09.01.20) ausgesprochen.

Jeder Personaler wird natürlich komisch gucken bei solch einer kurzen Beschäftigung. Wie soll ich das genau reinschreiben in den Lebenslauf, da ich dort aufgrund einer orthopädischen Notfallbehandlung aufhören musste? (Zu dem Zeitpunkt war nicht absehbar, wie lange ich krank sein würde)

Mit welcher Formulierung kann ich in mein Anschreiben reinbringen, dass ich wieder voll funktionstüchtig bin und kein Rückfall mehr zu erwarten ist?

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Vielen Dank :)

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TheGuide
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Re: Formulierung im Lebenslauf zum kurzen Beschäftigungszeitraum wegen Erkrankung

Beitrag von TheGuide » 01.02.2020, 05:06

Warst du vor der Anstellung auch in einem Arbeitsverhältnis? Wenn nicht, würden zwei weitere Monate Arbeitslosigkeit den Braten nicht fett machen. Das hieße also, die Stelle nicht zu erwähnen.

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Emma28
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Re: Lange Krankheit im Lebenslauf angeben - Tipps?

Beitrag von Emma28 » 23.12.2020, 16:14

Hallo zusammen,

naja, eine Pause aufgrund von längerer Krankheit im Lebenslauf anzugeben ist das eine, es aber richtig zu tun, ist nochmal etwas anderes. Wähle deshalb eine Formulierung, die tatsächlich zu dir passt und bei der du das Gefühl hast, dem Personaler die Wahrheit zu sagen.

Es gibt also 2 Optionen:

1. Genesung nach Krankheit
2. Berufliche Pause aus privaten Gründen

Schreibe beispielsweise "Da ich eine Krankheit überwunden habe, möchte ich meine gewonnene Energie und Motivation gerne nutzen, um mich in Ihrem Unternehmen einzubringen".

Mit passenden Beispielen von Fähigkeiten, die du mitbringst, kannst du so aus deiner Krankheit ein positives Argument machen.

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