Lebenslauf als Asylbewerberin - wie gestalten?

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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Maggie1
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Lebenslauf als Asylbewerberin - wie gestalten?

Beitrag von Maggie1 » 07.11.2010, 14:57

Hallo,

helfe einer Freundin bei der Erstellung ihres Lebenslaufes für eine Ausbildungsstelle. Sie ist aus Afrika und als Asylbewerberin nach Deutschland gekommen. Leider haben wir keine Ahnung, wie wir die Jahre als Asylbewerberin und den Integrationskurs schön verpackt in ihren Lebenslauf einfügen können.

Sind für jede Hilfe dankbar!

Maggie und Ayda

Romanum
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Beitrag von Romanum » 08.11.2010, 20:30

Man muss nichts schön verpacken. Das sind zwei verschiedene Lebensabschnitte, einem verständigen Arbeitgeber sollte klar sein, dass man als Asylbewerber in erster Linie Asylbewerber ist und nicht so viel vorweisen kann. Verschönerungen sind sinnlos, da es nicht darum geht, jedem Arbeitgeber zu gefallen, sondern durch die Art der Bewerbung genau die Arbeitgeber anzusprechen, wo man sich später auch wohlfühlt.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 09.11.2010, 08:42

Sehe ich genauso... wobei ich mir im Falle des Integrationskurses im Sinne einer "Aufwertung" noch vorstellen könnte, die wichtigsten Inhalte in Stichworten dazu zu schreiben... wie bei einer normalen Arbeitsstelle. Wie sieht denn der Lebenslauf ansonsten aus? Was hat Deine Freundin in ihrem Heimatland gemacht, bevor sie hierhin gekommen ist? Und was hat sie jetzt vor?

Maggie1
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Beitrag von Maggie1 » 12.11.2010, 16:03

Sie hat in Afrika BWL studiert, ein Jahr Praktikum in einer Bank und ist danach nach Deutschland gekommen. Hier studiert sie jetzt Internationale BWL möchte aber lieber eine Ausbildung in einer Bank machen.
Habe ihr gesagt, das es nicht schlimm ist den "Asylbewerber" und I-Kurs im Lebenslauf aufzuführen, aber sie denkt, das wertet sie ab.
Irgendwelche Ideen?
DANKE!

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 12.11.2010, 20:25

Bewerbungstechnisch gesehen, spielt der Status dann sowieso nicht so die große Rolle. Die Gründe für den Umzug können dem Arbeitgeber egal sein. Sie ist nicht in erster Linie Asylbewerberin, sondern Studentin mit praktischen Erfahrungen. Der Werdegang kann gut dargestellt werden. So könnte man auch einfach schreiben "Umzug nach Deutschland" oder "Asyl-Anerkennungsverfahren", ohne ausführlich auf das Wie und Warum einzugehen.

Die andere Seite ist dann die rechtliche, die problematisch sein könnte. Aber wenn diesbzgl. alles geregelt ist, dann dürfte es keine Probleme geben.

Alderaan
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Lebenslauf Lücken als Ausländer - keine Nachweise

Beitrag von Alderaan » 08.04.2016, 16:25

Hallo lieber Community,

Ich bin zurzeit in Bewerbungsphase und hoffe ihr könnte mir helfen.

Kurz zur meine Person. Ich bin 29 jahre alt, ich studiere Physik und ich lebe in Deutschland circa 5 jahre und bin auf die suche für eine richtige Stelle*.
Wie fast alle ausländer habe ich Probleme meine Lebenslauf zusammenzustellen.
Die Probleme sind
1. Mein erste Arbeit in Deutschland war schwarz , also ich kann keine Arbeitszeugnis dafür kriegen.
2.Der Chef von meine zweite Arbeit kann ich nicht finden , also noch ein fehlendes Arbeitszeugnis
3.Von meine 3 Arbeitgeber habe ich eine Arbeitszeugnis aber keine Referenzen
4. Wegen 1 und 2 habe ich eine Lücke von 4 jahre in meine Lebenslauf
:( :( :( :(


Ich habe gedacht ich kann diese Lücke schließen , wenn ich etwas inspiriertes hinschreibe wie z.B Erlernen der Deutsche Sprache und Kultur und vorbereitung aufs Studium.
Ich habe Bescheunigungen und Zeugnisse für eine Integrationskurs und Vorbereitungssemester aber die haben insgesamt 10 Monaten gedauert.

Habt ihr eine Idee was ich machen kann um eine attraktives Lebenslauf presentieren zu können?

PS:Sorry für meine grammatikalischen Fehler

nordlaender
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Beitrag von nordlaender » 09.04.2016, 14:01

Seit wann studierst du ? In diesem Zeitraum hast du keine Lücke.
Was für Arbeiten waren das ? Du gilst nach deinem Studienabschluss quasi als Anfänger, da die vorherigen Tätigkeiten unter dem Niveau der Stellen liegen auf die du dich bewerben wirst. Schwieriger wird das ohne Abschluss, wovon ich jetzt nicht ausgehe.
Deklariere die drei Tätigkeiten als Nebenjob und lege kein Zeugnis bei, du hast dich auf dein Studium konmzentriert.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.04.2016, 13:37

Wie lange studierst du denn schon und wie lange noch? Was hast du genau gearbeitet? Und was hast du akademisch/beruflich in deinem Heimatland gemacht?

Wofür brauchst du jetzt dieses Lebenslauf? Auf was willst du dich bewerben?

Ohne genaue Infos kann man dir schlecht konkrete Tipps geben. Aber grundsätzlich ergibt sich die Attraktivität des Lebenslaufs durch Fakten, aber nicht durch das Verschleiern von Fakten. Im Lebenslauf kann man durchaus auch Sachverhalte aufnehmen, für die man keine Dokumente als Nachweis hat. Und man muss auch nicht jede Lücke im Lebenslauf erklären: https://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

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