➡ NEGATIVE Bewerbungserfahrungen

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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JohnDoe_99
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Beitrag von JohnDoe_99 » 22.03.2018, 10:12

Ich bewerbe mich auf Positionen die ich aktuell auch ausführe.

Sogar seit paar Wochen vom aktuellen Arbeitgeber bestätigt.

Also nix von wegen, stellen die über meine Qualifikation liegen. Sondern gleichwertige Stellen. Wenn es ein Unternehmen was auch auf nicht Führungskräfte göttlich bezahlt, ist es ja nun abundzu vorgekommen, das mir gesagt wurde zu überqualifiziert für diese Stellenausschreibung.

Das kann sich ja ein Personalverwaltung ja fast 5 Jahre antun. Auch der sollte mal auf Jobsuche gehen und durch Dauerabsagen oder ein Witzlohn angeboten bekommen.

Ich bin aktuell krank geschrieben mit Depressionen, meine Familie ist gegangen und alles nur, weil mit so ein Wisch fehlt wie Meister oder Techniker.

TheGuide das ist nicht hinnehmbar, das nur in h der Problemfall bin.

Wir sagte mir Montag ein Geschäftsführer eines 30 Mann Unternehmens, ihn ist es egal welche Titel seine Angestellten zu Beginn haben, aber wer in die höhere Laufbahn will, muss sich weiterqualifizieren, solange sind es nur einfache Angestellte.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 22.03.2018, 17:45

Der Geschäftsführer vom Montag, ist das der, bei dem du zum Vorstellunsgegsräch warst, wo du gestern geklagt hast, dass noch eine Rückmeldung da sei und du das als "Stille Absage" interpretiert hast? Heute ist Donnerstag. Gib den Leuten doch mal acht Arbeitstage, bevor du sie aburteilst.

JohnDoe_99
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Beitrag von JohnDoe_99 » 23.03.2018, 17:35

Nein den Geschäftsführer kenne ich vom Verein aus. Ist zwar andere Branche aber auch Baunebengewerbe.

Auch bei ihn musste ich meinen Frust und Ärger über solche "arroganten" Aussagen runter schlucken. Jeder ist zum Zeitpunkt der Einstellung gleich, nur für die gehobenere Tätigkeit muss die Person aus eigener Tasche und in seiner Freizeit sich weiter qualifizieren.

Sorry man soll also alles selber stemmen, damit der Chef eine weitere Führungskraft bekommt?

Aber was soll man machen, mit solchen Chefs und so denkenden personalern, muss man mit Anfang 20 seine weiterqualifiezierung angehen, was von Erfahrung her eher mit Ende 20 Anfang 30 passt.

Mich wundert es das die meisterschule bis auf 1-2 alles nur welche mit berufserfahrung sind.

Ich sehe es einfach als riesen Armutszeugnis das jede Firma, denkt das mit Familie als zeit und geldfaktor, der Meister möglich ist.

Gibt im Freundeskreis 3, die die meisterschule teilzeit abgebrochen haben oder es 2x nicht geschafft haben. Es sollte jeder personaler und Geschäftsführer einfach bekannt sein, das Meister vollzeit und Firmen finanziert das erfolgreichste und für den Betroffenen auch finanziell machbar ist.

Jonny95
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Bewerbungserfahrung

Beitrag von Jonny95 » 27.11.2020, 09:56

Hallo,

Ich bin relativ neu in dem Forum und ich muss mir das von der Seele schreiben und mir einfach andere Meinung und Erfahrungen anhören.

Zu Mir: Ich bin 25 Jahre und komme aus der Gegend um Freiburg i. Brsg. ich habe eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel letztes Jahr abgeschlossen und wurde von meinem Betrieb übernommen. Der Betrieb ist im Werbemittelhandel und sehr klein daher wollte ich nicht länger als ein Jahr bleiben und Berufserfahrung sammeln. Neben bei mache ich ein Fernstudium zum Wirtschaftsfachwirt.

Ich habe im März diesen Jahres angefangen mich zu bewerben für stellen im Vertrieb/Backoffcie (in dem ich aktuell arbeite) und im Bereich Finanzbuchhaltun (weil es mich interessiert). Bin auch noch in der Firma Angestellt also kein Arbeitsloser.
Es müssten von mir schon um die 50 Bewerbungen versendet worden sein und natürlich bekam ich auch viele Absagen aber ich hatte auch schon 14 Vorstellungsgespräche. Davon waren 12 für mich sehr interessant und vielversprechend. Ich hatte auch immer ein postives Gefühl das ich mich gut mache aber trotzdem wurde es nie was. Einmal hatte ich den Job fast und wegen Corona kam dann die Absage.
Zwei Personaler teilten mir auch Ihre Grübde netterweise mit. Die erste sagte es liegt daran das ich keine Rückfragen stelle ws ich nun aber geändert habe. Die zweite teilte mir mit das es an zu wenig Berufserfahrung liegt.

Meine Frage ist nun ob es anderen auch so geht und ob man dagegen was tun kann weil es ja nicht sein kann das man nichts findet wegen wenig Berufserfahrung aber ja sich die irgendwie aneignen sollte.

Mir geht das echt an die Psyche und ich fühle mich dumm und unfähig.


Danke schonmal für eure Berichte und Erfahrungen

Viele Grüße und bleibt gesund

Jonny95

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TheGuide
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Re: Bewerbungserfahrung

Beitrag von TheGuide » 27.11.2020, 10:26

Du sammelst doch Berufserfahrung in deinem derzeitigen Unternehmen. Du solltest nach der Ausbildung - wo die dich schon übernommen haben!!! - zwei bis vier Jahre im Unternehmen bleiben, bevor du dich anderweitig bewirbst. Und jetzt in der Pandemie ist es sowieso besch...eiden sich zu bewerben. Die ganze Event- und Gastro-Branche ist weggebrochen und die Leute suchen händeringend nach Einkommensquellen. Die Konkurrenz ist also größer, als in normalen Zeiten.

Dass du es bei 50 Bewerbungen auf 14 Vorstellungsgespräche geschafft hast, ist ein ordentlicher Wert! Deine Unterlagen scheinen also zu stimmen. Dass du es bisher nicht weiter geschafft hast, ist natürlich ärgerlich (aber s.o.: erst mal Berufserfahrung sammeln!!!), aber sollte dir keine Sorgen bereiten. Du musst auch die Wahrscheinlichkeit bedenken, mit der du eingestellt wirst. Da relativiert sich nämlich schon vieles.
Ich habe keine Ahnung, wie viele Bewerbungen pro Stelle in deiner Region und Branche jeweils beim Arbeitgeber eingehen. Sagen wir mal 100. Davon werden 15 bis 20 ins VG eingeladen. D.h. bei der Einladung ins VG hast du deine Einstellungschance schon von 1:100 auf 1:15 bis 1:20 verbessert. Aber da sind eben immer noch 14 - 19 andere Bewerber mit denselben Hoffnungen, wie du, und von denen haben einige eben bereits das Mehr an Berufserfahrung - welches du ja gewinnst, WEIL du im Beruf stehst - und andere sind vielleicht arbeitslos...
Natürlich nimmt man Absagen persönlich, aber wenn man sich in die Rolle des Personalers versetzt, der auf eine Stelle 100 Bewerbungen erhält, dann wird einem deutlich, dass der Personaler eben aus 100 womöglich gleich qualifizierten Leuten eben den/die eine/n heraussuchen muss.
Dass du dich in der luxuriösen Situation befindest, dich aus dem Job heraus bewerben zu können, solltest du zu schätzen wissen, denn du bist damit automatisch s e x i e r für den potentiellen Arbeitgeber als dein arbeitsloser Konkurrent.

Jonny95
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Re: Bewerbungserfahrung

Beitrag von Jonny95 » 27.11.2020, 23:41

Hallo TheGuide,

Danke dir für deine Antwort. Ja ich weiß das ich echt Glück habe mich aus einer so guten Position bewerben zu können. Momentan bin ich einfach frustriert. Natürlich kenn ich auch Menschen die wirklich jetzt um ihre Existenz bangen aber es beschäftigt mich trotzdem natürlich sehr und hoffe ich finde bald nun was.

Danke für deine Meinung

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