Nicht vorhandene Zeugnisse und Studienabbruch

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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Gwendoline
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Nicht vorhandene Zeugnisse und Studienabbruch

Beitrag von Gwendoline » 06.04.2006, 21:29

Hallo, ich habe folgende Probleme: Zum ersten fehlen mir zwei Zeugnisse, die ich auch nicht mehr bekommen werde, weil es auch keinen Zweck mehr hat sie einzuklagen. Sollte ich in meinem Anschreiben darauf eingehen, daß mir diese Zeugnisse nicht vorliegen und dies begründen, oder sollte ich dazu nichts erwähnen. Aber dann würde es so aussehen, als ob ich was zu verbergen hätte oder ich schlampig bin, weil ich keine Kopien begelegt habe, oder?

Meine zweite Frage hat mit meinem Studienabbruch zu tun( ihr seht schon ich bin ein ganz schwerer Fall :lol:). Ich habe vor 3 Jahren mein Studium abgebrochen, sollte ich die Gründe dafür im Anschreiben trotzdem noch erwähnen. Ich bin zur Zeit ja Vollzeit beschäftigt, möchte mich aber beruflich anderweitig orientieren.

Ach ja, wenn ich schon mal am Fragen bin: Mit welchen Unterlagen belege ich denn ein abgebrochenes Studium(Zwischenprüfung ist nicht vorhanden, ich habe vorher schon das Handtuch geworfen). Lege ich da meine Immatrikulationsbescheinugung bei, oder was?

Für Eure Hilfe wäre ich Euch sehr dankbar.

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Caroline
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Re: Nicht vorhandene Zeugnisse und Studienabbruch

Beitrag von Caroline » 08.04.2006, 01:26

Sollte ich in meinem Anschreiben darauf eingehen, daß mir diese Zeugnisse nicht vorliegen und dies begründen, oder sollte ich dazu nichts erwähnen. Aber dann würde es so aussehen, als ob ich was zu verbergen hätte oder ich schlampig bin, weil ich keine Kopien begelegt habe, oder?
Eine Patentlösung dafür gibt es wohl nicht. Es kommt vor allem darauf an, wie du die zwei Stellen sonst noch im Anschreiben erwähnst (und wie lange die Arbeitsverhältnisse bestanden haben). Wenn du im Anschreiben nur schreibst, dass dir dafür die Arbeitszeugnisse nicht ausgehändigt wurden, dann kann man es gleich ganz weglassen.

Ausschlaggebend ist dann auch der Leser; der eine findet das nicht so toll, der andere guckt lieber erst auf deine Berufserfahrung und klärt Unklarheiten dann lieber im persönlichen Gespräch ab.

Außerdem sind die Gründe für das Nichtvorhandensein der Zeugnisse bestimmt nicht ganz unwichtig bei der Frage, ob man sie im Anschreiben nennen sollte oder nicht. Denn bei Streitigkeiten mit den vorherigen Arbeitgebern zum Beispiel wirft das ein etwas schlechtes Licht auf den Bewerber - dieser Eindruck ist aber auch wieder abhängig vom jeweiligen Leser.
Ich habe vor 3 Jahren mein Studium abgebrochen, sollte ich die Gründe dafür im Anschreiben trotzdem noch erwähnen. Ich bin zur Zeit ja Vollzeit beschäftigt, möchte mich aber beruflich anderweitig orientieren.
Auch hier kommt es ebenso auf die genauen Gründe an. Falls zum Beispiel eine Verbindung zwischen dem Studienfach und dem angestrebten Berufsfeld besteht und das Studium aus finanziellen Gründen abgebrochen wurde, dann kann man das ins Anschreiben so aufnehmen.
Lege ich da meine Immatrikulationsbescheinugung bei, oder was?
Wäre wohl die einzige Möglichkeit, die Studiendauer zu belegen, wobei ich darin keine unbedingte Notwendigkeit sehe.

Insgesamt würde ich dazu tendieren, dir zu empfehlen, dich im Anschreiben mehr auf das angestrebte Berufsfeld und weniger auf die Vergangenheit zu fokussieren, wenn diese in den Augen einiger Leser etwas "fragwürdig" erscheinen mag.

Gwendoline
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Beitrag von Gwendoline » 08.04.2006, 17:38

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin schon ein sehr problematischer Fall, oder?

Mein Problem ist, daß sich genau diese zwei Zeugnisse auf meinen erlernten Beruf beziehen, in dem ich gern zurück möchte. Es handelt sich dabei um mein nicht vorhandenes Ausbildungszeugnis und dann das Zeugnis für meine weitere Tätigkeit in diesem Betrieb, da ich übernommen wurde.

Vielleicht muß ich doch noch mal versuchen an ein Zeugnis zu kommen, obwohl ich es für ziemlich aussichtslos halte.

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Caroline
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Beitrag von Caroline » 08.04.2006, 22:28

Wenn das so ist, dann stellt man ja doch im Anschreiben sicherlich eine Beziehung zwischen Ausbildung und angestrebter Stelle her. Wenn man die Zeugnisse weglassen würde, dann würde sich der Leser doch schon recht wundern. Aber was könnte man schreiben als Erklärung für das Fehlen der Zeugnisse?

Vielleicht, dass die aus arbeitsrechtlichen oder firmenbezogenen Gründen fehlen? Und dann könntest du das im persönlichen Gespräch näher erläutern, falls du eine Einladung bekommst.

Ich will dich zwar nicht auf dumme Gedanken bringen, aber es soll Leute geben, die ihre Zeugnisse (mit entsprechenden Briefkopf) im Nachhinein selbst schreiben - also quasi fälschen. :roll:

Hmmm, schwierig.

Gwendoline
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Beitrag von Gwendoline » 10.04.2006, 21:29

Naja, ich habe jetzt erst noch mal beschlossen, noch mal einen Brief an meinen ehemaligen Arbeitgeber schreiben. Ob das was bringt weiß ich net.
Selbst schreiben kann man sich sein Zeugnis ja schon, als Entwurf für den Arbeitgeber. Was der dann daraus macht, ist eine andere Sache.

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