offene Bewerbung für 5 Stellen

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MD-DeGi
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offene Bewerbung für 5 Stellen

Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 12:43

Guten Tag liebe Gemeinde,

Ich hatte letzte Woche telefonisch Kontakt mit einem Geschäftsführer, von dem ich über Bekannte, die ihn kennen, die Telefonnummer bekam.

Es war nicht einfach ihn an die Strippe zu bekommen. Als er dann Zeit für mich hatte, telefonierten wir sehr ausführlich und verblieben mit der Aufforderung zur Abgabe einer sehr offenen Bewerbung auf 5 Stellen. Plötzlich bekam ich am Freitagvormittag einen Anruf von ihm. Es war nach seinem Strategiemeeting. Ich soll schnellstmöglich die Bewerbung fertig machen, Montag vorbeibringen und Dienstag zum Gespräch vorbeikommen.

Zu mir:
Ich habe 2005 meine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik abgeschlossen und arbeite seitdem in diesem Betrieb als Facharbeiter. Da mir da alles gegen den Strich geht (Rationalisierungen--->Mehrarbeit für uns, keine Aufstiegsmöglichkeiten, stupides Arbeiten ohne die Möglichkeit Ideen einzubringen--->nicht gewollt), suche ich seit längerem eine neue Herausforderung. Nun mache ich seit 2009 ein Fernstudium zum Maschinenbautechniker, jedoch möchte ich nach wie vor die unangenehme Last, die ich durch mein Arbeitsumfeld auf den Schultern trage, loswerden.

Ich versuche jetzt schon seit Freitag eine passende Bewerbung zu erstellen. Vielleicht kann mir einer Tipps, zu dem was ich bis jetzt geschrieben habe, geben.

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Ihre, am 21.04.2010, telefonisch angebotenen Aufgabenbereiche
Techn. Vertrieb, - Innendienst, - Projektierung, Vertriebsassistent, IT-Pflege


Sehr geehrter Herr ...,

der, von Ihnen in unserem sehr angenehmen und ausführlichen Telefonat entstandenen, Aufforderung komme ich mit Übersendung meiner vollständigen Bewerbungsunterlagen nach.

Durch die drohende Stagnation und Abstumpfung bei meiner jetzigen Tätigkeit als Maschinenführer in einem kunststoffverarbeitendem Betrieb suche ich eine neue Herausforderung. Einerseits befriedigt mich die Teilnahme an der Weiterbildung zum Maschinen(bau-)techniker, die ich im April 2009 begann, andererseits jedoch, fehlt mir ein beruflicher Aufgabenbereich, in dem ich mich verwirklichen und weiterentwickeln kann.

Mit meiner sehr guten und schnellen Auffassungsgabe und einem hohen Maß an Eigeninitiative, Ehrgeiz und Belastbarkeit arbeite ich mich gern und rasch in neue Tätigkeitsbereiche ein. Ich kann mir sehr gut vorstellen die Herausforderung in Ihrem Unternehmen zu finden, erfolgreich meine bisher gesammelten Kenntnisse und Fähigkeiten mit einzubringen und zu erweitern.
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Wie findet ihr das? Kann ich das so abgeben?


Danke im Voraus.

Gruß

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 12:58

Hallo MD-DeGi!

Du scheinst da ja einen blendenden Eindruck hinterlassen zu haben. Hast Du eine Ahnung, woran das liegt? Was an Deiner Person/Qualifikation und/oder Deinem telefonischen Auftreten Deinen Gesprächspartner so überzeugt hat? Ich würde an Deiner Stelle DARAN anknüpfen... was auch immer das ist... sehr detailliert (und nach Möglichkeit weiterführend) auf die Inhalte des (hoffentlich wirklich "ausführlichen") Gesprächs eingehen und mich in diesem speziellen Fall ansonsten so kurz wie möglich fassen.

Der obige Text wird Dir nicht helfen - im Gegenteil: Da steht im Prinzip nur, dass Du weder auf Deinen aktuellen Job, noch auf die derzeit laufende Fortbildung Bock hast... und Dich gewissermassen im eigenen Lebenslauf rechts überholen willst... auf eine Stelle, zu der es augenscheinlich keinerlei inhaltlichen Bezug gibt. Und was für eine Stelle das nun genau sein soll, ist dann folgerichtigerweise auch wieder relativ egal. Hauptsache, Du hast keine Ahnung davon... ;-)

Wenn es tatsächlich die ganze Wahrheit wäre, hätte man Dich natürlich nie im Leben eingeladen... aber das ist halt der Eindruck, den das bisherige Anschreiben erzeugt. Daher der Tip, die übliche "Bewerbungslogik" komplett aussen vor zu lassen und Dich messerscharf auf das offenbar positiv verlaufene Gespräch zu konzentrieren... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 13:21

FRAGEN hat geschrieben: Du scheinst da ja einen blendenden Eindruck hinterlassen zu haben. Hast Du eine Ahnung, woran das liegt? Was an Deiner Person/Qualifikation und/oder Deinem telefonischen Auftreten Deinen Gesprächspartner so überzeugt hat? Ich würde an Deiner Stelle DARAN anknüpfen... was auch immer das ist... sehr detailliert (und nach Möglichkeit weiterführend) auf die Inhalte des (hoffentlich wirklich "ausführlichen") Gesprächs eingehen und mich in diesem speziellen Fall ansonsten so kurz wie möglich fassen.
Ist der Betreff denn soweit OK oder sollte der geändert werden?

Ich denke, es liegt daran, dass ich nach "mehr" strebe, 25 Jahre jung bin und durch meine Vielseitigkeit dem stark wachsendem Unternehmen helfen kann nicht unstrukturiert und unorganisiert zu werden.

Nur, wie kann ich das unterbringen bzw. gut formulieren. Ist irgendwie nicht einfach?

lg

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 13:30

Der Betreff ist definitiv der beste Teil der Bewerbung... ;-)

Dass der Rest nicht einfach ist, erscheint mir ebenfalls klar. Mir fällt dazu auch gar nichts ein... da die ganze Idee einfach nicht logisch klingt. Die Gründe, den Betrieb zu verlassen leuchten zwar ein... aber warum Du Dich nicht in Richtung Deiner (noch nicht abgeschlossenen) Weiterbildung bewirbst, sondern in eine völlig andere (streng genommen sogar noch in mehrere verschiedene)... man versteht es einfach nicht. Das Vorgehen, was man erwartet, bestünde darin, dass Du die Technikerschule zuende bringst und Dich DANACH als MASCHINENBAUTECHNIKER bewirbst.

M. E. ist es objektiv nicht möglich, Deinen jetzigen Plan in einem Text nachvollziehbar zu erklären. Von daher würde ich es auch gar nicht erst versuchen... sondern mich halt - wie gesagt - an das halten, was Deinen Gesprächspartner schon einmal überzeugt hat... wie und warum auch immer. Wie vor Gericht: Nichts sagen, was gegen Dich verwendet werden kann... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 13:53

FRAGEN hat geschrieben:...Das Vorgehen, was man erwartet, bestünde darin, dass Du die Technikerschule zuende bringst und Dich DANACH als MASCHINENBAUTECHNIKER bewirbst.
In dem ausführlichen Telefonat sind wir auch kurz darauf eingegangen. Er sagte, dass sie so eine Stelle auch nicht haben. Danach spielte er ein paar Szenarien im Kopf durch, nannt mir das Problem mit dem schnellen Wachstum wobei viele Sachen liegenbleiben und fragte, ob ich auch Homepages aktuallisieren kann. Er habe viele Allrounder und Quereinsteiger bei sich arbeiten, die ihre sache gut machen.

Von der Quelle, von der die Telefonnummer stammt, weiß ich, dass das unternehmen händeringend Leute mit praktischer erfahrung sucht.
Das Unternehmen vertreibt Teile und lässt diese auch produzieren, die die Produktion eines anderen Unternehmens nach "Kanban" verbessert.

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 14:21

Da kommen wir der Sache ja schon näher. Viel "querer" als Du kann ein "Einsteiger" wohl nicht kommen. Vielleicht läge hierin sogar schon eine gute Einleitung... ;-)

An Deiner Stelle würde ich nun folgendermassen vorgehen: Ich würde mir die gesamte Unterhaltung aus dem Gedächtnis so präzise wie möglich aufschreiben... und dann die Passagen markieren, aus denen man vielleicht etwas machen kann. Dein Gesprächspartner ist offenbar ein recht unkonventioneller Typ - was Dir natürlich sehr entgegen kommt. Dementsprechend wird das auf jeden Fall ein sehr spezielles Schreiben werden... was mit den üblichen Bewerbungsredensarten nicht viel zu tun hat... ;-)

Was weisst Du über "Kanban"? Auch darin könnte ein schöner Absatz liegen, der das Herz Deines Gesprächspartners höher schlagen lässt... ohne dass Du auf fachliche Eignung in irgend einer Form eingehen müsstest... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 14:37

FRAGEN hat geschrieben: Was weisst Du über "Kanban"? Auch darin könnte ein schöner Absatz liegen, der das Herz Deines Gesprächspartners höher schlagen lässt... ohne dass Du auf fachliche Eignung in irgend einer Form eingehen müsstest... ;-)
Ich hab ihm gesagt, dass ich das zuvor nicht gehört habe, aber im internet nachgeschlagen habe und mich diese art der produktionsverbesserung sehr interessiert. er erzahlte mir daraufhin, mit welchen betrieben sie zusammenarbeiten und, dass sie zusammen lean factories als Präsentation aufbauen, um anderen firmen das Kaizen durch Kanban schmackhaft zu machen.

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 14:41

Das wird ja immer besser - mehr davon! Was reizt denn Dich persönlich an dem Thema? Was lässt Dich glauben, einen Beitrag dazu leisten zu können? Und wie könnte dieser ggf. aussehen?

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 14:53

Ich komme aus der Produktion und habe mit Ausbildung fast 9 Jahre Berufserfahrung. Aber unsere Produktion läuft nicht rund. Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, wie unsere Produktion verbessert werden könnte, jedoch wird das bei uns nicht gewollt. Gewollt werden Dumme, denn die verlangen nicht nach mehr Geld usw.

Die Berufserfahrung kann ich mit einbringen. Wie gesagt, strebe ich nach "mehr", also ich denke weiter, weiter als viele andere.
FRAGEN hat geschrieben:Und wie könnte dieser ggf. aussehen?
Gute Frage...

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 15:26

Gut... und ganz entscheidend! Aber fang einfach mal an, das alles (und Dinge, die Du vielleicht noch nicht genannt hast) zu sortieren... zu einem kleinen Text mit dem Thema: "Was Sie suchen + was ich kann"... in möglichst vielen Einzelheiten direkt aus Eurer Unterhaltung abgeleitet... und da, wo möglich, mit einem eigenen Gedanken von Dir ergänzt! Vergiss alles, was Du über "Bewerbungen" zu wissen glaubst - der Kern der Lösung liegt in Dir! Ein Aussenstehender kann da höchstens noch ein bissken beim Feilen helfen... ;-)

Aber auch das nicht allzu sehr! Dein zukünftiger Chef scheint einen Narren am frisch von der Leber weg redenden "MD-DeGi" gefressen zu haben. Mit irgendwelchen "professionellen" Verwässerungen Deines ganz persönlichen Tonfalls ist niemandem gedient... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 15:36

Ich habe vorhin mit dem telefoniert, der der Freund (Quelle der Telefonnummer) des Unternehmers ist. Er hat mich, bevor ich angerufen habe, bei ihm auch vorgeschlagen. Er sagte, ich soll 3-4 knappe Sätze schreiben.

Daraufhin hab ich folgendes formuliert:

vielen Dank für das angenehme und ausführliche Telefonat. Ihrem wusch zur Abgabe einer schriftlichen Bewerbung komme ich gerne nach.

Aufgrund Ihrer sehr interessanten Beschreibung zum Wirkungskreis Ihres Unternehmens bin ich überaus begeistert und möchte meine fast neun jährige Berufserfahrung erfolgreich in Ihrem Unternehmen einbringen.

Darüber hinaus möchte ich mir so neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft schaffen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern.

Als Jahresgehalt schlage ich .....€ vor.

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Was denkst du darüber? Meinst du, wie du schon mitgeteilt hast, dass ich weiter in die bestimmte Richtung gehen soll?

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 15:51

Was soll ich dazu sagen? Diese Konsequenz in der Verweigerung jeglicher greifbaren Aussage ist zwar sicherlich besser als die offensichtliche Unlogik des ersten Anlaufs... aber natürlich weit entfernt von der Überzeugungskraft, die Dir auf Basis Eures Telefonates nun möglich wäre. Ich persönlich finde das insofern schade, weil ich hier eine der interessanteren Bewerbungen der letzten Zeit habe kommen sehen... verstehe aber auch, dass das aus Deiner Sicht kein Argument ist... ;-)

Ich kann die Situation nicht einschätzen, da ich die Beteiligten nicht kenne. Wenn zwischen Deinem Bekannten und dem Chef schon alles klar ist (und es mit diesem Schrieb um nichts weiter als die formale Vollständigkeit der Akten geht), könntest Du damit u. U. durchkommen.
MD-DeGi hat geschrieben:Meinst du, wie du schon mitgeteilt hast, dass ich weiter in die bestimmte Richtung gehen soll?
Ähhhhhmmm... in welche jetzt? Aus Sicht der letzten wäre das doch jetzt relativ exakt die Gegenrichtung?!?
MD-DeGi hat geschrieben:vielen Dank für das angenehme und ausführliche Telefonat. Ihrem wusch zur Abgabe einer schriftlichen Bewerbung komme ich gerne nach.

Aufgrund Ihrer sehr interessanten Beschreibung zum Wirkungskreis Ihres Unternehmens bin ich überaus begeistert und möchte meine fast neun jährige Berufserfahrung erfolgreich in Ihrem Unternehmen einbringen.

Darüber hinaus möchte ich mir so neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft schaffen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern.

Als Jahresgehalt schlage ich .....€ vor.
Mit dem Gehalt ist es natürlich so eine Sache, solange es keinerlei Anhaltspunkt für die Art der Stelle gibt... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 15:58

FRAGEN hat geschrieben:Was soll ich dazu sagen? Diese Konsequenz in der Verweigerung jeglicher greifbaren Aussage ist zwar sicherlich besser als die offensichtliche Unlogik des ersten Anlaufs... aber natürlich weit entfernt von der Überzeugungskraft, die Dir auf Basis Eures Telefonates nun möglich wäre. Ich persönlich finde das insofern schade, weil ich hier eine der interessanteren Bewerbungen der letzten Zeit habe kommen sehen... verstehe aber auch, dass das aus Deiner Sicht kein Argument ist... ;-)

...

Mit dem Gehalt ist es natürlich so eine Sache, solange es keinerlei Anhaltspunkt für die Art der Stelle gibt... ;-)
Hab mir fast gedacht, dass jetzt soetwas kommt. Bin dir super dankbar für deine Ratschläge. Gut, dann mal weiter die Zellen anstrengen ;-)

Gehaltswunsch soll ich in das Schreiben miteinbeziehen. Er wollte während unseres Gespräches auch wissen, wie viel ich verdiene, damit er Kosten/Nutzen im o.g. Strategiegespräch miteinbeziehen konnte.

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 16:02

FRAGEN hat geschrieben:...Ich persönlich finde das insofern schade, weil ich hier eine der interessanteren Bewerbungen der letzten Zeit habe kommen sehen... verstehe aber auch, dass das aus Deiner Sicht kein Argument ist... ;-)
Aus dem Grund habe ich mich hier angemeldet.
Ich sagte mir: "Hier wird dir bestimmt geholfen..." ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 16:13

FRAGEN hat geschrieben:Gut... und ganz entscheidend! Aber fang einfach mal an, das alles (und Dinge, die Du vielleicht noch nicht genannt hast) zu sortieren... zu einem kleinen Text mit dem Thema: "Was Sie suchen + was ich kann"... in möglichst vielen Einzelheiten direkt aus Eurer Unterhaltung abgeleitet... und da, wo möglich, mit einem eigenen Gedanken von Dir ergänzt!
Ich weiß absolut nicht, wie ich anfangen soll. Zudem fällt es mir schwer einen Roten Faden zu finden.

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 16:38

Ein roter Faden könnte die Umsetzung dieses "Kanban"-Themas in einem schnell wachsenden Betrieb sein. Und wenn Du Deine diesbezüglichen Möglichkeiten systematisch schilderst, müsste sich hieraus auch eine nachvollziehbare Gehaltsvorstellung ableiten lassen. Es ist ja nur die Kombination aus feststehender Bezahlung und offener Position, die keinen Sinn ergibt... ;-)

Wie gesagt: Der Schlüssel der Angelegenheit ist Eurer Gespräch. Zwei Personen kennen dessen Inhalt... und eine davon wird die Bewerbung sicher nicht verfassen. Insofern kann eins niemand ändern: Es hängt an Dir... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 17:53

so... ein neuer Ansatz:


vielen Dank für das angenehme und ausführliche Telefonat.

Sehr oft denke ich darüber nach, wie der Produktionsprozess in unserem Betrieb verbessert werden kann, jedoch bemerke ich, dass diese Verbesserungen nicht angenommen werden.

Um so mehr überzeugt mich Ihr Unternehmen mit der Bereitstellung von Produktionsverbesserungshilfen, wie das Kanban-System, das schon erfolgreich einige Produktionen optimiert hat.

Meine achteinhalb jährige Berufserfahrung, das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung und das Schaffen neuer beruflicher Perspektiven hoffe ich, in Ihrem Unternehmen umsetzen zu dürfen.

Als Jahresgehalt schlage ich .....€ vor.
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Ist das besser?

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Beitrag von FRAGEN » 25.04.2010, 19:53

Im Vergleich zu allem bisher ist der Fortschritt gewaltig! Du solltest Dir aber die Zeit nehmen, die Sache wirklich vernünftig zuende zu bringen. M. E. wirst Du solch eine Gelegenheit nicht an jeder Ecke finden. Aber im Einzelnen:
MD-DeGi hat geschrieben: Sehr oft denke ich darüber nach, wie der Produktionsprozess in unserem Betrieb verbessert werden kann, jedoch bemerke ich, dass diese Verbesserungen nicht angenommen werden.
Der rote Teil ist als Einstieg schlicht und einfach perfekt. Ich glaube wirklich... viel besser geht es nicht in diesem Fall! Vom ersten zum zweiten Teil des Satzes gibt es aber eine Lücke: Solange Du nur über Verbesserungen nachdenkst, können sie ja gar nicht "angenommen" werden. Irgend etwas fehlt. Stösst Du mit konkreten Vorschlägen auf taube Ohren? Wenn ja, bei wem?
MD-DeGi hat geschrieben:Um so mehr überzeugt mich Ihr Unternehmen mit der Bereitstellung von Produktionsverbesserungshilfen, wie das Kanban-System, das schon erfolgreich einige Produktionen optimiert hat.
Den roten Teil finde ich auch hier wieder toll... wobei die "Bereitstellung" irgendwelcher "Hilfen" ja nun nicht Dein eigentliches Interesse ist, oder? Es geht Dir doch darum, Deine produktionstechnische Kreativität an den Mann bringen zu können, oder? Das Kanban-System und dessen Möglichkeiten zur Optimierung müssen natürlich auf jeden Fall erwähnt werden... aber der entscheidende Punkt ist dabei m. E. die Verbindung zu Dir!
MD-DeGi hat geschrieben:Meine achteinhalb jährige Berufserfahrung, das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung und das Schaffen neuer beruflicher Perspektiven hoffe ich, in Ihrem Unternehmen umsetzen zu dürfen.
In diesem Satz kommen wieder einige schöne Wörter vor. Insgesamt klingt er für mich aber viel zu beliebig für diese doch sehr spezielle Situation! Du müsstest aus all dem klare Argumente bzgl. der zuvor angesprochenen Themen machen... Deine Erfahrung und Dein Streben quasi mit dem "Kanban"-Thema verbinden - und dabei ruhig noch etwas konkreter werden...
MD-DeGi hat geschrieben:Als Jahresgehalt schlage ich .....€ vor.
Das kommt hier immer noch sehr aus heiterem Himmel. Von einer soundsolangen Berufserfahrung (wo und als was eigentlich?) zu einem Jahresgehalt in einem ANDEREN Job ist es schon ein ganz schöner Sprung! Vermutlich klärt sich dieser Nebel ganz von allein, sobald Du deutlicher gemacht hast, wie Du Dir Deinen persönlichen Beitrag zur Verbesserung der Produktion vorstellst... ;-)

Noch einmal: Brich hier nichts über`s Knie. Es ist nichts Schlimmes, einer Bewerbung mehrere Tage zum Reifen zu geben.

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 20:30

FRAGEN hat geschrieben:Noch einmal: Brich hier nichts über`s Knie. Es ist nichts Schlimmes, einer Bewerbung mehrere Tage zum Reifen zu geben.
Das Problem ist einfach, dass ich die Zeit zum Reifen lassen nicht habe. Absolut nicht! Ist mir heute aber auch deutlich geworden, dass man die Zeit investieren sollte.
Morgen, nachdem ich um 15Uhr nach Hause komme, kann ich kurz verschnaufen und muss im anschluss die Bewerbungsunterlagen dort abgeben. Damit diese vor dem Gespräch übermorgen durchgeblättert werden können.

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Beitrag von MD-DeGi » 25.04.2010, 20:45

FRAGEN hat geschrieben:...(wo und als was eigentlich?)...
Kunststoff-Profilwerk als Extrusionsanlagenführer

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Beitrag von MD-DeGi » 26.04.2010, 00:22

auf ein neues...


Ihre, am 21.04.2010, telefonisch angebotenen Aufgabenbereiche
Techn. Vertrieb, - Innendienst, - Projektierung, Vertriebsassistent, IT-Pflege


Sehr geehrter Herr ...,

vielen Dank für das ausführliche und aufschlussreiche Telefonat. Ihre interessante Darstellung zum Wirkungskreis Ihres Unternehmens begeistert mich sehr. Gerne komme ich Ihrem Wunsch zur Abgabe schriftlicher Bewerbungsunterlagen nach.

Den Produktionsablauf zu verbessern schwebt mir in meiner jetzigen Tätigkeit in der Produktion als Extrusionsanlagenführer häufig vor Augen, doch stoße ich mit meinen konkreten Vorschlägen bei den Verantwortlichen des Produktionsablaufes auf taube Ohren.
Um so mehr überzeugt mich Ihr Unternehmen, das durch den Vertrieb von Kanban-Systemen und die Ausarbeitung individueller Kanban-Lösungen Betrieben hilft, die Produktion zu optimieren und somit wesentlich rentabler zu werden.

Durch den erfolgreichen Einsatz meiner, über fast neun Jahre erlangten, produktionstechnischen Kreativität in Ihrem Unternehmen, möchte ich mir zusätzlich neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft schaffen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern. Zudem bringe ich gute EDV Kenntnisse und Erfahrungen mit, die es Ihnen ermöglichen, mich auch zur Pflege der innerbetrieblichen Datenbank einzusetzen. Als Jahresgehalt stelle ich .....€ vor.

Ich freue mich sehr auf das bevorstehende Gespräch.
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Was sagst du dazu? Sollte ich das mit dem Studium mit einbringen? Wenn ja, wo?

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Beitrag von FRAGEN » 26.04.2010, 20:47

Schade, dass Du keine Zeit mehr hast. Das hätte ein echtes Meisterwerk werden können... aber auch so kannst Du (zumindest im Vergleich zu Deinen ersten Anläufen) zufrieden sein... ;-)
MD-DeGi hat geschrieben:vielen Dank für das ausführliche und aufschlussreiche Telefonat. Ihre interessante Darstellung zum Wirkungskreis Ihres Unternehmens begeistert mich sehr. Gerne komme ich Ihrem Wunsch zur Abgabe schriftlicher Bewerbungsunterlagen nach.
Kann man so machen... auch wenn das ziemlich genau das ist, was auch alle die schreiben, die NICHT so ein interessantes Gespräch wie Du hatten...
MD-DeGi hat geschrieben:Den Produktionsablauf zu verbessern schwebt mir in meiner jetzigen Tätigkeit in der Produktion als Extrusionsanlagenführer häufig vor Augen, doch stoße ich mit meinen konkreten Vorschlägen bei den Verantwortlichen des Produktionsablaufes auf taube Ohren.
Um so mehr überzeugt mich Ihr Unternehmen, das durch den Vertrieb von Kanban-Systemen und die Ausarbeitung individueller Kanban-Lösungen Betrieben hilft, die Produktion zu optimieren und somit wesentlich rentabler zu werden.
Habe ich das richtig verstanden? Du willst bei einem Unternehmen anfangen, das nicht selbst produziert, sondern anderen dabei hilft effizienter zu werden? So eine Art Unternehmensberater im Produktionssektor? Klingt spannend... und könnte auch noch etwas eindeutiger formuliert sein...
MD-DeGi hat geschrieben:Durch den erfolgreichen Einsatz meiner, über fast neun Jahre erlangten, produktionstechnischen Kreativität in Ihrem Unternehmen, möchte ich mir zusätzlich neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft schaffen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern. Zudem bringe ich gute EDV Kenntnisse und Erfahrungen mit, die es Ihnen ermöglichen, mich auch zur Pflege der innerbetrieblichen Datenbank einzusetzen. Als Jahresgehalt stelle ich .....€ vor.
Besser als vorher... aber ein wenig klarer könnte die Richtung Deines inhaltlichen Beitrags nach wie vor heraus kommen. So richtig versteht man immer noch nicht, wofür genau Du dieses Jahresgehalt haben willst... ;-)
MD-DeGi hat geschrieben:Ich freue mich sehr auf das bevorstehende Gespräch.
Prima!
MD-DeGi hat geschrieben:Sollte ich das mit dem Studium mit einbringen?
Von was für einem Studium redest Du?

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Beitrag von MD-DeGi » 27.04.2010, 22:57

Hallöchen,

ich habe es letztendlich folgendermaßen geschrieben...


vielen Dank für das ausführliche und aufschlussreiche Telefonat. Ihre interessante Darstellung zum Wirkungskreis Ihres Unternehmens begeistert mich sehr. Gerne komme ich Ihrem Wunsch zur Abgabe schriftlicher Bewerbungsunterlagen nach.

Die Verbesserung des Produktionsprozesses schwebt mir in meiner jetzigen Tätigkeit in der Produktion als Extrusionsanlagenführer häufig vor Augen, doch stoße ich mit meinen konkreten Vorschlägen bei den Verantwortlichen des Produktionsablaufes auf taube Ohren.
Um so mehr überzeugt mich Ihr Unternehmen, das in der Hinsicht eine Marktlücke entdeckte und nun durch Präsentationen von Lean Factories anderen Unternehmen aufzeigt, dass deren Produktionen deutlich verbessert werden können.

Neben dem erfolgreichen Einsatz meiner, über fast neun Jahre erlangten, produktionstechnischen Kreativität in Ihrem Unternehmen, möchte ich mir zusätzlich neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft schaffen und meine Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern. Zudem bringe ich gute EDV Kenntnisse und Erfahrungen mit, die es Ihnen ermöglichen, mich auch zur Pflege der innerbetrieblichen Datenbank einzusetzen. Als Jahresgehalt stelle ich .....€ vor.

Ich freue mich sehr auf das bevorstehende Gespräch.
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So. Nun hatte ich heute ein ca. 60 Minuten langes Gespräch und im Anschluß eine ca. 30 minütige Führung, in der mir die einzelnen Abteilungen ausführlich beschrieben wurden. Sie gaben mir Kataloge mit ihren Produkten zum Verinnerlichen mit und boten mir an zwischendurch in 2 Tagen (auf 400€-Basis) die einzelnen Abteilungen zu durchlaufen. Termine wurden ausgemacht. Danach sehen wir weiter.

Glaube, das Anschreiben war gar nicht so wichtig. Ist kein Wort drüber gefallen.

FRAGEN hat geschrieben:Habe ich das richtig verstanden? Du willst bei einem Unternehmen anfangen, das nicht selbst produziert, sondern anderen dabei hilft effizienter zu werden? So eine Art Unternehmensberater im Produktionssektor? Klingt spannend... und könnte auch noch etwas eindeutiger formuliert sein...
Hast du richtig erkannt. Die Firma präsentiert Lean Factories und verteibt hauptsächlich Kanban-Systeme, die für Lean Facturing nötig sind. Diese werden von eigenen Herstellern bezogen, gelagert und auf Anfrage zusammengestellt, auch individuell auf Kundenwunsch zugeschnitten.
FRAGEN hat geschrieben:Von was für einem Studium redest Du?
Fernstudium zum Maschinenbautechniker im Bereich Betriebstechnik...

hab's nicht mit angegeben. Steht aber im Lebenslauf drin und wurde im Gespräch heute angesprochen.


Alles in Allem habe ich ein positives gefühl und blicke mit Freude auf die 2, mir bevorstehenden, Tage.


Nochmals vielen Dank für deine Hilfe.

Gruß

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Beitrag von FRAGEN » 28.04.2010, 22:02

Das klingt ja spannend! Dann halt uns mal auf dem Laufenden... ;-)

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Beitrag von MD-DeGi » 07.08.2010, 20:32

Halli Hallo,

leider wurden die ausgemachten "Schnuppertage" telefonisch abgesagt. Da dachte ich schon, dass es das nun war. Ich versuchte weiterhin zu überzeugen... Ich blieb am Ball... Dann gab es Anfang Juli ein weiteres persönliches Gespräch. Dabei setzten wir einen neuen Termin für die "Schnuppertage" fest. Das war mein Sommerurlaub. Insgesamt waren es neun Werktage. Diese sind seit ein paar Tagen vorbei. Ich habe den Betrieb verlassen mit der schriftlichen Bestätigung, dass ich, sobald ich einen Austrittstermin bei meinem momentanen Arbeitgeber in Erfahrung gebracht habe, dort einen Arbeitsvertrag erhalte :D :D :D
So, nun musste ich in den alten Laden... Ich ging sofort zum Personalbüro und verdeutlichte, wie sehr ich diesen Betrieb verlassen möchte und nicht einen Tag mehr dort verbringen möchte. Durch meine Betriebszugehörigkeit habe ich eigentlich eine drei-monatige Kündigungsfrist. Ich habe es geschafft zur Mitte dieses Monates dort raus zu kommen. Die Zeit bis dahin wird überbrückt mit Urlaubstagen. Danach fang ich sofort in dem neuen Unternehmen an :D :D :D

Liebe Grüße

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