Qualitätsplaner Bewerbung im Bereich Automotive - Kritik

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jankas
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Qualitätsplaner Bewerbung im Bereich Automotive - Kritik

Beitrag von jankas » 30.09.2016, 12:36

Hallo,

ich bewerbe mich gerade auf Sellen. Habe ein Anschreiben gefertigt und freue mich über Kritik oder Feedback dazu.

Ggf. lässt sich das ganze etwas persönlicher formulieren und z. B. nicht mit derart kruzen abschnitten (?)



Bewerbung als Qualitätsplaner im Bereich Automotive

Kennziffer der Stelle ......


Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau .....,

an dieser Stelle bewerbe ich mich bei Ihnen als Qualitätsplaner im Bereich Automotive zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Die Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur Maschinenbau hat in den Bereichen Qualitätsmanagement, Produktionstechnik und Naturwissenschaften eine gute Basis geschaffen und das nötige Wissen vermittelt um den Anforderungen der angebotenen Stelle gerecht zu werden.

Neben der schulischen Ausbildung verfüge ich über praktische Erfahrung. Speziell im Bereich Kraftfahrzeuge ist eine solide Basis entstanden. Neben der Umrüstung auf alternative Energien habe ich die Gebiete Mechanik und Elektronik verstehen gelernt.

Während eines Praktikums im Qualitätsmanagement bei der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH lernte ich verschiedene Abteilungen im Gebiet kennen.

Mich persönlich zeichnet eine analytische Herangehensweise aus, die während motivierter und ordentlicher Arbeit zum Ausdruck kommt. Ich verfüge über Wissen im Umgang mit Software aus den Gebieten Programmierung, Datenverarbeitung, -darstellung und -analyse.

Die ...... GmbH spielt eine führende Rolle in der DACH-Region und bietet somit die Möglichkeit in einem technisch aktuellen Handlungsraum ein Experte im Gebiet Qualitätsmanagement zu werden.

Nach der Einarbeitung bei Ihnen werde ich die Erstellung des einheitlichen Systems für Qualität vorantreiben und mehr und mehr zu einem wertvollen Mitarbeiter für die ....... GmbH.

Die Einladung auf eine persönliche Vorstellung freut mich sehr.


Mit freundlichem Gruß


Was meint ihr zu diesem Anschreiben?

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TheGuide
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Re: Qualitätsplaner Bewerbung im Bereich Automotive - Kritik

Beitrag von TheGuide » 30.09.2016, 16:59

jankas hat geschrieben:an dieser Stelle bewerbe ich mich bei Ihnen als Qualitätsplaner im Bereich Automotive zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Streichen, Informationen stehen ja bereits im Betreff bzw. sollten dort stehen.
Die Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur Maschinenbau hat in den Bereichen Qualitätsmanagement, Produktionstechnik und Naturwissenschaften eine gute Basis geschaffen und das nötige Wissen vermittelt um den Anforderungen der angebotenen Stelle gerecht zu werden.[/quote
Sehr distanziert. Du bewirbst doch DICH, also sei DU auch das AKTIVE SUBJEKT eines JEDEN Satzes.
Neben der schulischen Ausbildung verfüge ich über praktische Erfahrung. _Speziell im Bereich Kraftfahrzeuge ist eine solide Basis entstanden.
S.o.
Während eines Praktikums im Qualitätsmanagement bei der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH lernte ich verschiedene Abteilungen im Gebiet kennen.
Nämlich?
Wozu ist das wichtig?
Mich persönlich zeichnet eine analytische Herangehensweise aus, die während motivierter und ordentlicher Arbeit zum Ausdruck kommt.
Okay, du arbeitest also nur manchmal motiviert und ordentlich?

Die ...... GmbH spielt eine führende Rolle in der DACH-Region und bietet somit die Möglichkeit in einem technisch aktuellen Handlungsraum ein Experte im Gebiet Qualitätsmanagement zu werden.
Ist das ein Grund, dich einzustellen?

jankas
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Beitrag von jankas » 30.09.2016, 17:39

ja das mit dem distanziert. habe versucht mich zurück zu nehmen und sachlich bei fakten zu bleiben.

ich werde das anschreiben mit den hinweisen verändern und mal schauen was sich ergibt.

und vielleicht versuchen die verbindung zwischen stelle und mir besser zu ziehen....


das mit dem während ist gemeint, so dass es dauerthaft derart erledigt wird.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 30.09.2016, 21:44

jankas hat geschrieben:ja das mit dem distanziert. habe versucht mich zurück zu nehmen und sachlich bei fakten zu bleiben.
Deine Zurückhaltung spricht für deine gute Erziehung, ist aber bei der Bewerbung leider genau falsch.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 01.10.2016, 08:12

Distanziertheit ist hier wirklich ein gutes Stichwort für die Bewerbung im Ganzen, jankas... und ich sehe sie hier nicht nur in Form von (*eigentlich* ja positiver) Bescheidenheit. Sie bezieht sich nicht nur auf Deine eigene Person, sondern geht irgendwie in sämtliche Richtungen gleichzeitig - wie z. B. auch in Bezug auf eine zukünftige Beschäftigung...

Das beginnt schon bei der Anrede, wo Du die (anonymen) "Damen und Herren" der offenbar einzigen bekannten Ansprechpartnerin voranstellst!
jankas hat geschrieben:an dieser Stelle bewerbe ich mich bei Ihnen als Qualitätsplaner im Bereich Automotive zum nächstmöglichen Zeitpunkt.


Der "nächstmögliche Zeitpunkt" ist auch wieder so ein Ding. WESSEN nächstmöglicher Zeitpunkt? Das klingt wie eine Initiativbewerbung; an anderer Stelle schreibst Du aber von einer "angebotenen Stelle"...
jankas hat geschrieben:Die Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur Maschinenbau hat in den Bereichen Qualitätsmanagement, Produktionstechnik und Naturwissenschaften eine gute Basis geschaffen


Das klingt so, als würdest Du hier vom Studiengang an sich reden... vollkommen unabhängig von etwaigen Studenten in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft...
jankas hat geschrieben:und das nötige Wissen vermittelt um den Anforderungen der angebotenen Stelle gerecht zu werden.


... wobei zwischen "Wissen" und "Anforerungen" wohl eine gewisse Lücke bestehen wird. Von daher fine ich die Gleichsetzung der beiden etwas riskant...
jankas hat geschrieben:Neben der schulischen Ausbildung verfüge ich über praktische Erfahrung.


Im vorangegangenen Satz sprachst Du vom Studium. Verstehe ich es richtig, dass mit der "schulischen Ausbildung" und der "praktischen Erfahrung" hier auf zwei weitere Stationen Deines Lebenslaufs Bezug genommen wird? Falls dem so wäre, würde ich mir zu beiden Näheres wünschen... sofern die Punkte relevant sein sollten. Ansonsten würde ich darauf verzichten.
jankas hat geschrieben:Speziell im Bereich Kraftfahrzeuge ist eine solide Basis entstanden.


Das ist jetzt der bisherige Höhepunkt der allseitigen Distanziertheit: Was soll der ominöse "Bereich Kraftfahrzeuge" umfassen? Eine Basis welcher Art? Von wem und zu welchem Zweck?
jankas hat geschrieben:Neben der Umrüstung auf alternative Energien habe ich die Gebiete Mechanik und Elektronik verstehen gelernt.


Gibt es einen Grund dafür, die "Umrüstung auf alternative Energien" so hervor zu heben? Dieser Punkt fällt wirklich extrem ins Auge - weil er so auffallend klarer und entschiedener wirkt als alles zuvor. Ich hoffe, das ist der Kernpunkt der Stellenbeschreibung? Dann würde ich da ruhig noch nachlegen!
jankas hat geschrieben:Während eines Praktikums im Qualitätsmanagement bei der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH lernte ich verschiedene Abteilungen im Gebiet kennen.


Ist die "Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH" EINE Firma? Und von was für einem "Gebiet" sprichst Du hier? "Mechanik und Elektronik" müssten Plural sein... von daher würde ich jetzt auf die "alternativen Energien" tippen?
jankas hat geschrieben:Ich verfüge über Wissen im Umgang mit Software aus den Gebieten Programmierung, Datenverarbeitung, -darstellung und -analyse.


"Verfüge über Wissen im Umgang mit Software aus den Gebieten" klingt auch wieder absichtsvoll vernebelnd... irgendwie nach "viel", aber gleichzeitig nichts konkret behauptend... und schon gar nicht verifizierend. Wie lautet denn die konkrete Inseratsforderung zu diesem Thema?
jankas hat geschrieben:Die ...... GmbH spielt eine führende Rolle in der DACH-Region und bietet somit die Möglichkeit in einem technisch aktuellen Handlungsraum ein Experte im Gebiet Qualitätsmanagement zu werden.


Das ist ein völlig seltsamer Satz: Bestehend aus drei Punkten... von denen streng genommen aber keiner zum jeweils nächsten führt - die "führende Rolle" nicht unbedingt zur "technischen Aktualität"... und die wiederum nicht zum "Expertentum im Qualitätsmanagement".

Das ganze Schreiben hat einen eigenartigen Charakter: Du operierst eigentlich durchgängig und zu jedem Thema mit Top-Level-Oberbegriffen, ohne jemals eine Verbindung zwischen konkreten Fähigkeiten einerseits oder konkreten Notwendigkeiten des Inserenten andererseits herzustellen. Diese Oberbegriffe schwimmen in einer Art Sprachsuppe, die einfach nur pro forma einen gewissen Abstand von Begriff zu Begriff herstellen zu sollen scheint. Man hat den Eindruck, als wolltest Du dem Leser seinen Job (einen möglicht belastbaren Abgleich zwischen "Soll" und "Ist") so schwer wie möglich machen... bestenfalls komplett unmöglich... ;-)

Ich halte das für eine extrem gefährliche Taktik!
jankas hat geschrieben:Die Einladung auf eine persönliche Vorstellung freut mich sehr.


Bereits vorab erfolgt? Glückwunsch!

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