Software-Ingenieurin C++/C# und .NET, Bewerbung nach Studium

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Sparkling_Dragon
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Software-Ingenieurin C++/C# und .NET, Bewerbung nach Studium

Beitrag von Sparkling_Dragon » 08.02.2010, 21:13

Hi,

ich habe am 1. Februar meine Diplomarbeit abgegeben und bin nun natürlich auf der Suche nach einer Festanstellung.
Die Firma bei der ich mich nun als erstes bewerben will ist ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der Medizintechnik. Die Firma schreibt nie präzise Stellen aus sondern bietet recht allgemein Stellen als
Software-Ingenieur/in C++/C# und .NET-Framework und
Software-Ingenieur/in C/C++. Ich möchte mich als ersteres bewerben.
Im Internet wird hierzu folgendes angegeben:

Ihr Profil

* Erfahrung mit dem MS.NET-Framework
(Projekterfahrung mit C++ oder C# und den .NET-Klassen-Bibliotheken)
* fundierte Kenntnisse von Designpatterns, OOA/OOD und UML
* ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein
* Teamfähigkeit und Kreativität in der Lösungsfindung
* gute englische Sprachkenntnisse
* von Vorteil sind Kenntnisse im Umfeld der medizintechnischen SW-Entwicklung und im Umgang mit sicherheitsrelevanter Software
* sowie Erfahrungen mit Clear-Case, Modelierungs-Tools und Requirements-Management

Es wäre nett, wenn ihr euch meine Bewerbung ansehen und eure Meinungen dazu äußern könntet.

Meine Bewerbung:

[Meine Adresse mit Kontaktdaten]

[Name der Firma]
z. H. [Name des Ansprechpartners]
[Adresse der Firma]

Bewerbung um eine Stelle als Software-Ingenieurin C++/C# und .NET-Framework

Sehr geehrter Herr Dr. XYZ,

wie Sie mir auf der contactING 2009 mitteilten suchen Sie immer neue Mitarbeiter im Bereich der Softwareentwicklung in C, C++ und C#. Da Sie im Bereich der Medizintechnik tätig sind und ich mich sehr für dieses Gebiet interessiere bewerbe ich mich hiermit um eine Stelle als Software-Ingenieurin C++/C# und .NET-Framework.

Mit Abgabe meiner Diplomarbeit am 1. Februar dieses Jahres habe ich mein Informatik-Studium an der ABC Fachhochschule abgeschlossen. Im Zuge eines Kombimodells habe ich parallel zu meinem Grundstudium eine Ausbildung zur Fachinformatikerin Fachrichtung Anwendungsentwicklung bei Fa. EFG absolviert. Mit Bestehen der Abschlussprüfung vor der IHK habe ich im Juli 2006 die Ausbildung mit Erfolg absolviert. Auch danach konnte ich aufgrund einer Werkstudententätigkeit bei Fa. EFG weitere Erfahrungen in den Bereichen Anwendungsentwicklung in C++, C# und SQL sammeln. Mein praktisches Semester absolvierte ich beim HIJ Institut im KLM. Dabei arbeitete ich unter anderem eigenverantwortlich an einem Projekt zur Erstellung von 3D-Modellen anhand vorhandener Röntgenaufnahmen. Anschließend nahm ich meine Werkstudententätigkeit wieder auf.

Durch meine bisherigen Tätigkeiten bin ich es gewohnt sowohl selbstständig als auch teamorientiert zu arbeiten. Da ich mich auch sehr für Medizin interessiere belegte ich während meines Studiums bereits die Fächer „Ausgewählte Gebiete aus der Medizin“ und „Software-Ergonomie in der Medizintechnik“.
Ich bin davon überzeugt, dass die Firma [Name der Firma] von meinen Fähigkeiten und Kenntnissen profitieren wird.

Eine Tätigkeit bei Ihnen könnte ich sofort aufnehmen. Weitere Informationen zu meinen Fähigkeiten und Qualifikationen sowie zum Gehalt erläutere ich Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch.

Ich freue mich auf eine Einladung von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

ICH

Falls es jemanden interessiert ist hier auch noch der Lebenslauf dazu:

Lebenslauf


Persönliche Daten
Name: ICH
Anschrift: ANSCHRIFT
Telefon/E-mail: TELEFON/E-MAIL
Geburtsdatum/-ort: GEBURTSDATUM / -ORT
Familienstand: ledig
Staatsangehörigkeit: deutsch

Studium
10/2004 – 02/2010 Studium im Fachbereich Informatik
ABC - Fachhochschule

Berufsausbildung
09/2003 - 07/2006 Fachinformatikerin Fachrichtung Anwendungsentwicklung
Fa. EFG
Abschlussprojekt: C# - Tool zum dynamischen Testen von Methoden aus einem Assembly

Berufliche Erfahrungen
02/2008 – 03/2009 Fa. EFG
befristeter Arbeitsvertrag: Werkstudentin im Entwicklungsbereich
Tätigkeiten: SQL und C# Programmierung
09/2007 - 02/2008 HIJ Iinstitut
Praktikum im KLM
Hauptprojekt: Entwicklung einer Offline CT Applikation
08/2006 - 09/2007 Fa. EFG
befristeter Arbeitsvertrag: Werkstudentin im Entwicklungsbereich
Tätigkeiten: SQL und C++ Programmierung

Sprachkenntnisse Englisch in Wort und Schrift

Private Interessen Softwareentwicklung in C/C++ und C#,
Musik,
Volleyball,
Jagd

Hard- und Software- Kenntnisse

Programmiersprachen Gute Kenntnisse in C, C++, C# , Java und SQL
Kenntnisse in COBOL und Assembler

Webprogrammierung Kenntnisse in HTML, CSS, JavaScript,
Frontpage und XML

Betriebssysteme Windows98, 2000, XP, Vista
Linux (Suse, Ubuntu, Gentoo) (Grundkenntnisse)

Software Microsoft Office bis 2007
Microsoft SQL Server 2003
Visual Studio .NET 2003/2005/2008
Eclipse
Rational Rose
WinRunner

Sonstige Gute Kenntnisse im Bereich Datenbanken
Gute Kenntnisse MS.NET-Framework
Gute UML-Kenntnisse
Kenntnisse in den Bereichen Großrechner, Netzwerke und Mikrocontroller- Programmierung


Ich bin für jede Kritik Dankbar. Den Mittelteil werde ich so vermutlich auch für die anderen Bewerbungen verwenden, also muss das wirklich passen.

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 08.02.2010, 21:36

nach dem ersten absatz hätt ich beinahe aufgegeben zu lesen, aber was nachher kommt, ist wirklich klasse :D

Sparkling_Dragon
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Beitrag von Sparkling_Dragon » 08.02.2010, 21:42

Meinst du nach dem ersten Absatz des Threads oder der Bewerbung?
Falls du die Bewerbung meinst, könntest du mir vielleicht sagen, warum?

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TWend
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Beitrag von TWend » 09.02.2010, 00:44

Hallo Sparkling_Dragon,

nun ja, zugegeben, ich finde Ihren Entwurf nicht so Klasse, wie drusilla.

Der Hauptmangel, so meine ich, besteht darin, dass Sie sich nicht bzw. kaum an dem Unternehmen (und Herrn Dr. XYZ) orientieren, sondern lediglich anführen, was Sie bislang in Ihrem Studium erlernt und praxisbezogen durchgeführt haben.

Bitte versetzen Sie sich in die Lage des Herrn Dr. XYZ. Er bekommt sicher täglich solche Bewerbungen auf den Tisch. Da steht drin, dass der Bewerber die gewünschten und geforderten Programmiersprachen beherrscht und diese und jene praktischen Erfahrungen besitzt.

Doch auf einmal kommt da eine Bewerbung, die zielgerichtet auf die Firma zugeht und nicht nur sagt, ich kann C++, sondern die Leidenschaft für das Prgrammieren wird verbunden mit der Leidenschaft für die Medizin! Das sind dann ganz andere Aussagen!

Deshalb empfehle ich Ihnen, wenn Sie sich von all den anderen Bewerbungen (denen auch dieser Stil anhaftet: ich habe gelernt...) abheben wollen, sich hauptsächlich (möglichst ausschließlich) am Unternehmen zu orientieren. Wie gesagt: versetzen Sie sich in die Lage des Herrn Dr. XYZ! Er denkt logischerweise nur in seinen Unternehmensstrukturen, in die er fest verwurzelt ist. In seinem Denken und Fühlen sind schon diverse Software-Projekte allgegenwärtig. Sie müssen eben nur noch umgesetzt werden. Und dazu ist er natürlich immer an qualifizierten Leuten interessiert. Aber er will auch überzeugt werden, dass diese Bewerberin genau die richtige ist, weil sie es verstanden hat, (irgendwie) den Nagel auf den Kopf zu treffen.

In dieser Hinsicht sollten Sie sich durchaus Gedanken machen, wenn Sie den Personaler echt beeindrucken wollen.

Und noch ein Mangel enthält dieses Anschreiben:
Sie sollten sich keineswegs vom Herrn Dr. XYZ zu weit distanzieren. Sprechen Sie ihn möglichst oft an - so wie in der (geforderten Anrede). Schreiben Sie also immer: "Ihr Unternehmen" und nicht "das Unternehmen". Sie haben ja schon Dr. XYZ persönlich im Gespräch kennen gelernt. Also nurtzen Sie diese Möglichkeit zur persönlichen Anrede immer - höflich distanziert - aus. Jeder Mensch mag es viel mehr, direkt freundlich angesprochen zu werden.

Ja, und was ein Regelverstoß in einem Anschreiben ist: Das Gehalt nenne ich nicht, das will ich erst im Vorstellungsgespräch verhandeln.

Jeder Personaler will eine konkrete Gehaltshöhe genannt wissen (mit kurzer Begründung). Im VG wird darüber dann sowieso verhandelt. Aber, so ist die Regel, der Bewerber macht den Einstieg.

Dazu gehört auch die Angabe, dass Sie erst dann weitere Informationen zu Ihren Qualifikationen in einem persönlichen Gespräch geben werden.
In diesem Kontext wird es Dr. XYZ aber lesen. Er wird sich fragen: Warum nicht jetzt gleich und hier auf diesem Stück Papier?

Das sind eben so die Fettnäpfchen, in die man keineswegs zu treten gedenkt, aber es trotzdem tut.

Das war leider viel Kritik. Aber ich hoffe sehr, dass sie konstruktiv ist und Ihnen hilft.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

Sparkling_Dragon
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Beitrag von Sparkling_Dragon » 09.02.2010, 13:14

Danke für deine Kritik TWend. Was du schreibst klingt wirklich plausiebel. Ich weis nur leider nicht, wie ich mehr auf das Unternehmen an sich eingehen soll oder Herrn XYZ öffter direkt ansprechen soll. Ich bin nicht gerade geübt im Bewerbungen schreiben und bisher sahen meine Bewerbungen eigentlich alle ungefähr so aus.
Hättest du vielleicht Vorschläge oder auch einfach Beispiele wie sowas aussehen könnte?
Bei der Gehaltsvorstellung habe ich ein bischen Angst, dass ich garnicht erst eingeladen werde, wenn ich zu viel angebe, oder so.

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TWend
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Beitrag von TWend » 09.02.2010, 23:22

Hallo Sparkling_Dragon,

ich empfehle Ihnen, mal meine Antworten zum Thema "Bewerbung Maschinenbau Technischer Außendienst" von Stefan aus R. zu lesen. Da sehe ich viele Parallelen zu Ihrem Anschreiben.

Sie werden darin vor allem erkennen, wie man es schafft, persönlichkeitsnah auf den Ansprechpartner (den Personaler) und auf das Unternehmen im Ganzen zuzugehen.

Versuchen Sie dann, in ähnlicher Art und Weise Ihr Anschreiben zu formulieren. Ich denke, dass ich Ihnen dann auch besser weiterhelfen kann. Nur müssen Sie eben die Vorarbeit (die Vorlage zum Torschuss) leisten.

Was die Gehaltsvorstellung betrifft: Sie wissen ja, wie hoch das Gehaltsniveau im Allgemeinen an Ihrem gewünschten Arbeitsort ist, und Sie wissen auch, wie hoch das Niveau für Programmierer im Speziellen ist. Wenn nicht, dann müssen Sie es recherchieren. Google listet Ihnen dazu eine Menge interessanter Websites auf.

Sie formulieren dann ganz einfach:
Basierend auf meinen Recherchen über das Gehaltsniveau in [Arbeitsort] und über die Tätigkeit als Programmiererin liegt meine Gehaltsvorstellung bei ... Euro jährlich.

Glauben Sie mir, wenn Sie nicht gerade mit 10.000 Euro über das realistische Ziel hinaus schießen, wird sich kein Personaler daran reiben, auch wenn er eine niedrigere Gehaltsvorstellung erwartet hat. Wie gesagt, die Höhe des Gehalts ist Verhandlungssache im Vorstellungsgespräch. Aber, so ist die Regel, ins Anschreiben gehört diese mit rein.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

Sparkling_Dragon
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Beitrag von Sparkling_Dragon » 10.02.2010, 17:32

Ich habe mir die andere Bewerbung angesehen und versucht auf dieser Grundlage meine Bewerbug zu verbessern. Wirklich zufrieden bin ich damit noch nicht, aber es fällt mir wirklich schwer eine Bewerbung auf diese Art zu schreiben.

Hier ist mal der neue Versuch:

Bewerbung um eine Stelle als Software-Ingenieurin C++/C# und .NET-Framework

Sehr geehrter [Ansprechpartner],

wie Sie mir auf der contactING 2009 mitteilten suchen Sie immer neue Mitarbeiter im Bereich der Softwareentwicklung in C, C++ und C#. Da Sie im Bereich der Medizintechnik tätig sind und ich mich sehr für dieses Gebiet interessiere bewerbe ich mich hiermit um eine Stelle als Software-Ingenieurin C++/C# und .NET-Framework. Zu dem Absatz fällt mir einfach nichts anders ein.

Für die Unterstützung Ihres Unternehmen sind Sie auf der Suche nach einem Mitarbeiter mit Projekterfahrung mit C++ oder C# und den .NET-Klassen-Bibliotheken und ausgeprägtem Qualitätsbewusstsein.

Da ich während meiner Ausbildung und weiteren praktischen Tätigkeiten sowohl im Team, als auch eigenständig Projekte mit C++, C# und dem .NET Framework durchgeführt und zudem ein halbes Jahr in der Qualitätssicherung gearbeitet habe, bin ich davon überzeugt Ihren Anforderungen gerecht zu werden.

Während meines Informatik-Studiums an [Hochschule] welches ich am 1. Februar mit Abgabe meiner Diplomarbeit abgeschlossen habe, konnte zusätzlich Projekterfahrung sammeln und mir weiteres Wissen auch im Bereich der Software-Architektur, im speziellen der Anwendung von Designpatterns, aneignen.

Da ich mich auch sehr für Medizin interessiere belegte ich während meines Studiums bereits die Fächer „Ausgewählte Gebiete aus der Medizin“ und „Software-Ergonomie in der Medizintechnik“.

Ich bin davon überzeugt, dass Ihre Firma von meinen Fähigkeiten und Kenntnissen profitieren wird und ich mich gut in Ihr bestehendes Team integrieren kann. Das mit dem Team habe ich geschrieben, da das Unternehmen nicht so groß ist und es ihnen laut eigener Aussage wichtig ist, dass ein neuer Mitarbeiter einfach rein passt.

Eine Tätigkeit bei Ihnen könnte ich sofort aufnehmen. Basierend auf meinen Recherchen über das Gehaltsniveau in Erlangen und über die Tätigkeit als Software-Ingenieurin liegt meine Gehaltsvorstellung bei 38.000 – 45.000 Euro brutto jährlich. Ist die Gehaltsspanne zu groß?

Ich freue mich auf eine Einladung von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

[Mein Name]


Was mir auch noch Kopfzerbrechen macht ist, ob und wie ich dieses Kombimodell mit einfließen lassen kann. Ich habe im zweiten Lehrjahr bereits studiert anstatt auf die Berufschule zu gehen. Daher überschneiden sich die Zeiträume der Ausbildung und des Studiums auch im Lebenenslauf, was evtl. verwirrend sein kann. Außerdem zeigt es ja vielleicht auch, dass ich belastbar und egagiert bin. Bin mir da aber nicht so ganz sicher.

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TWend
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Registriert: 31.07.2009, 15:44

Beitrag von TWend » 11.02.2010, 00:04

Hallo Sparkling_Dragon,

ich habe Ihr Anschreiben jetzt wie folgt formuliert:

Sehr geehrter [Ansprechpartner],

auf der „contactING 2009“ hatten wir bereits die Möglichkeit zu einem angenehmen, persönlichen Gespräch. Vielleicht erinnern Sie sich daran? Sie sagten mir darin auch unter anderem, dass Sie stets an qualifizierten Mitarbeitern, vornehmlich für Softwareentwicklung in C, C++ und C#, sehr interessiert sind.

Da ich nun während meiner Ausbildung umfangreiche praktische Erfahrungen in diesen Entwicklungsumgebungen gewonnen habe, sowohl im Team, als auch eigenständig, bin ich überzeugt, Ihren Anforderungen zum weiteren Erfolg Ihres Unternehmens gerecht zu werden.

Während meines Informatik-Studiums war ich in verschiedene Projekte integriert, so auch in Bereiche der Software-Architektur, speziell in Applikationen von Designpatterns. Mit diesen fundierten Kenntnissen bin ich in der Lage, Ihr Team von Beginn an tatkräftig zu unterstützen.

Weil ich mich zudem auch sehr für Medizin interessiere, belegte ich während meines Studiums die Fächer „Ausgewählte Gebiete aus der Medizin“ und „Software-Ergonomie in der Medizintechnik“. Damit biete ich Ihrem Unternehmen eine solide Basis für die Mitarbeit an zukünftigen, erfolgreichen Projekten im medizintechnischen Bereich.

Ich werde mich sicher schnell in Ihr Team integrieren. Denn einerseits hat mich unser persönliches Gespräch davon überzeugt und andererseits gehört es zu meinen individuellen Stärken, schnell gegenseitiges Vertrauen und Sympathie aufzubauen.

Zur Zeit bin ich ungebunden. Ich kann deshalb an jedem von Ihnen gewünschten Tag meine Arbeit für Ihr Unternehmen beginnen.

Basierend auf meinen Recherchen über das Gehaltsniveau in Erlangen und über die Tätigkeit als Software-Ingenieurin liegt meine Gehaltsvorstellung bei [eine konkrete Höhe] Euro jährlich.

Bitte überzeugen Sie sich von meinen Qualifikationen und meiner Persönlichkeit in einem weiteren persönlichen Gespräch. Unter meiner Handy-Nr. [0123 456789] bin ich für einen Termin nahezu immer erreichbar.

Mit freundlichen Grüßen aus [Wohnort]

Vorname Nachname


Wie Sie sehen, sind meine Formulierungen immer am Ansprechpartner und seiner Firma ausgerichtet. Das ist auch im Anschreiben wirklich sehr wichtig. Da sind nicht alle möglichen Qualifikationen und Fähigkeiten angeführt, die man erworben hat, und bei denen man der Meinung ist, die müssen alle angegeben werden, um damit den Personaler zu überzeugen.

Nein, das ist ein falscher Ansatz. Denn es kommt darauf an, den Personaler einerseits Sympathien entgegen zu bringen, indem man ihn eben möglichst viel persönlich anspricht und andererseits nur die Qualifikationen und Fähigkeiten anführt, die direkt auf die Anforderungen zielen. Alles andere, was man sonst noch alles kann, steht im Lebenslauf.
Das Anschreiben darf aber niemals den Lebenslauf quasi beinhalten.

Diesen (gravierenden!) Fehler machen viele Bewerber. Ja, und dann ist die Absage vorprogrammiert, weil der Personaler keinerlei Sympathien aus dem Anschreiben des Bewerbers gewonnen hat.

Wie ich schon vorher schrieb, hatten Sie die gute Möglichkeit, Herrn Dr. X auf einer Veranstaltung persönlich kennen zu lernen. Also, machen Sie kein Hehl daraus und freuen Sie sich doch auch in Ihrem Anschreiben über diese einmalige Gelegenheit. Nur damit untermauern Sie auch die Aussage, dass Sie sich schnell in das Team von Herrn Dr. X integrieren werden.

Bewirb-dich-erfolgreich!

Tilo

Sparkling_Dragon
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Beitrag von Sparkling_Dragon » 11.02.2010, 12:03

Danke für die Änderungen, ich finde das klingt richtig gut. Ein paar Dinge werde ich noch ändern, aber ich finde so wie es jetzt ist hebt sich das Anschreiben wirklich von anderen ab. Bisher haben zwar alle meine Bewerbungen auch zu Bewerbungsgesprächen geführt, aber da ging es auch nur um Praktikumsstellen und der gleichen. Bei einer Festanstellung ist es finde ich um einiges schwieriger. Daher bin ich wirklich froh, hier so kompetente Hilfe zu finden. Also, nochmal ein dickes Dankeschön.

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