Wie Studienabbruch im Vorstellungsgespräch begründen?

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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manusz1984w
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Wie Studienabbruch im Vorstellungsgespräch begründen?

Beitrag von manusz1984w » 14.11.2012, 14:21

Hallo ihr Lieben,


Erklär euch mal meine Situation:
Habe bis vor kurzem Grundschullehramt studiert, alles lief super (gute Noten usw.), bis zur letzten Unterrichtspraxis im 6. Semester - wurde ernsthaft krank und musste abbrechen.
Da ich warten musste, bis wieder ein 6. Semester und ein freier Praxisplatz verfügbar war, konnte ich erst zwei Jahre später erneut zur Praxis antreten.
Dieses Mal lief aber alles schief - trotz großen Verzichts auf Schlafen (und andere Grundbedürfnisse - alles was mir unnötig Zeit gekostet hätte: war eigentlich ständig in meinen vier Wänden am Arbeiten) für 3 Wochen kam ich einfach nicht mit den Vorbereitungen voran. Der Wille war da; ich saß praktisch nur am Schreiben/Tippen, Ausdrucken, Ausschneiden, Laminieren, Basteln, usw. und es ging einfach nicht weiter, sodass ich dann in Zeitdruck kam und mich auch schlecht während des Unterrichts konzentrieren konnte. Die Kinder waren super, aber ich machte Fehler, die ich vorher nie machte. Nach dem Unterricht war ich ständig nur am Heulen, so dass ich nach der ersten Woche (zwei Wochen mussten es sein) das Studium abbrach.

Nun bin ich auf der Suche nach einem Job, der meinen Interessen und Fähigkeiten entspricht - Alles was ich möchte, ist eine zweite Chance! Und ich bin bereit, alles dafür Nötige in Kauf zu nehmen!

Bloß (und hier brauche ich eure Hilfe): WIE ERKLÄRE ICH MEINE SITUATION AM BESTEN BEI EINEM MÖGLICHEN VORSTELLUNGSGESPRÄCH? (Wenn ich schon vom AMS-Berater - in Deutschland glaub ich ists die Arbeitsagentur - angeschnauzt wurde: "Eine neue Ausbildung brauch ich erst gar nicht anfange, weil ich die dann ohnehin auch wieder abbreche!")

Bin echt dankbar über eure Tipps!

Lg, Manu

Romanum
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Beitrag von Romanum » 14.11.2012, 18:41

Hallo,

man hört und liest immer wieder, dass Lehramtsstudenten 1. nicht so richtig auf die Praxis vorbereitet und 2. während der Praxisphase alleine gelassen werden. Daher ist es schade, dass du nicht mehr die Kraft aufbringen konntest, das Studium weiter durchzuziehen. Andere Studenten haben sich vielleicht weniger Gedanken gemacht und weniger Zeit aufgewendet, so dass sie auch nicht überzeugen konnten, wurden dann aber noch durchgeschleust. Gibt es denn keine Möglichkeit, noch ein 3. Mal diese Unterrichtspraxis zu machen?

Über eine Erklärung für das Vorstellungsgespräch solltest du dir erst Geanken machen, wenn es soweit ist. Wichtig ist doch erst mal eine überzeugende Bewerbung zu schreiben. Auf was für Stellen bewirbst du dich jetzt? Vielleicht kannst du im pädagogischen Bereich bleiben (z.B. Nachhilfeinstitute, Museen etc.) Eine alternative Ausbildung solltest du trotz der Aussage des AMS-Beraters in Erwägung ziehen.

manusz1984w
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Beitrag von manusz1984w » 14.11.2012, 23:25

Hallo,

also.... dieser zweite Versuch nach den zwei Jahren war schon eine Ausnahme :-(

Eine damalige Studienkollegin wurde während des zweiten Semesters mal krank (Spital) und musste dann erneut mit dem ersten Semester anfangen.... naja.....


Hab mir jetzt natürlich schon einige Gedanken gemacht, was ich nun in "Angriff" nehmen möchte und diese Bereiche waren bereits vor dem Studium die Alternativen: Büro im weitesten Sinn, also auch Bank, Ämter und Behörden und diverse Institutionen, Kanzlei, aber auch Versicherungsbranche (vorerst im Innendienst, da kein Führerschein).

Gerade bei Versicherungen gibt es in meiner näheren Umgebung sehr gute Chancen. Fast jede sucht mind. 5 Leute und es gibt etwa 10 verschiedene Versicherungen hier! Und das Gute daran ist - zumindest laut der Werbung auf den Homepages - sie geben auch gerne Neueinsteigern bzw. Quereinsteigern eine Chance.

Zur Bewerbung: Das Schreiben ist für mich kein Problem - war vor einiger Zeit in einem Bewerbungsschreiblernkurs und die meinten damals, meine (verschiedene Berufe) Schreiben waren super.

Aber ich muss ja das Studium beim Lebenslauf reinstellen und falls ich zu einem Gespräch eingeladen werde, kommt sicher die Frage, warum ich abgebrochen habe --> soll ich denen das dann so wie beschreiben (also ganz ehrlich) erklären? Und kommt es gut, wenn ich denen sage, dass die versicherungsbranche schon immer meine zweite Wahl war? Oder besser, wenn ich sage, nach der Matura konnte ich nichts mit Versicherungen bekommen, also versuchte ich mein Glück mit Lehramt, was meine zweite Wahl war?

manusz1984w
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Beitrag von manusz1984w » 14.11.2012, 23:35

Aja, doch EINE Frage zur Bewerbung:

Kann ich als Betreff das schreiben:

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im Innendienst

manusz1984w
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Vorläufige Bewerbung

Beitrag von manusz1984w » 15.11.2012, 00:16

Bitte nicht auf Formatierung usw., sondern lediglich auf den Inhalt achten (habs jetzt einfach mal hier reinkopiert)


Sehr geehrter …,


Versicherungen, Absicherung, Sicherheit – gerade in der heutigen Zeit Begriffe mit zunehmender Bedeutung. Auf Ihrer Homepage erfuhr ich, dass Sie auch gerne Neu- / Quereinsteigern eine Chance geben. Und genau das suche ich – eine zweite Chance.

Die Leitideen Ihrer Versicherung haben mich sofort angesprochen, da ich mich gut mit diesen identifizieren kann. Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil ich den Grundstein für diesen Beruf gerne in einem modernen/zukunftsorientierten/etablierten Unternehmen, wie dem Ihren, legen möchte. Sie bieten eine fundierte Ausbildung an, sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht, welche im direkten Kontakt mit den Kunden eine entscheidende Rolle spielt.

Der tägliche Umgang mit Menschen aller Generationen bereitet mir große Freude. Durch meine offene und wertungsfreie Art integriere ich mich leicht in ein bestehendes Team und begegne meinen Mitmenschen respektvoll und zuvorkommend.

Meine Arbeitsweise zeichnet sich durch Gewissenhaftigkeit und Präzision aus. Ich gelte als zuverlässig und hochmotiviert, übernehme aber auch gerne Verantwortung für die mir übertragenen Aufgaben. Ich bin belastbar und achte auch bei großem Arbeitsanfall oder in schwierigen Situationen auf einen höflichen und sachlichen Ton.

Zu meinen persönlichen Stärken zähle ich ein enormes Maß an Flexibilität, Engagement und Lernbereitschaft. Neue Aufgaben betrachte ich als Herausforderung; Attribute wie Pünktlichkeit und Einsatzbereitschaft werte ich als selbstverständliche Voraussetzungen, ebenso wie die Bereitschaft mich weiterzubilden und mich in neue Arbeitsfelder einzuarbeiten.

Sie haben auf jeden Fall mein Interesse geweckt. Vielleicht konnte ich heute auch Ihr Interesse wecken? Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen

Romanum
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Beitrag von Romanum » 15.11.2012, 16:08

Das Anschreiben ist schon gut, aber du nennst zu viele Eigenschaften.
Gerade bei Versicherungen gibt es in meiner näheren Umgebung sehr gute Chancen. Fast jede sucht mind. 5 Leute und es gibt etwa 10 verschiedene Versicherungen hier! Und das Gute daran ist - zumindest laut der Werbung auf den Homepages - sie geben auch gerne Neueinsteigern bzw. Quereinsteigern eine Chance.

Man sollte sich aber auch fragen, was für Aufgaben dort wahrgenommen werden sollen. Denn Versicherung heißt auch oft Verkaufen.
Aber ich muss ja das Studium beim Lebenslauf reinstellen und falls ich zu einem Gespräch eingeladen werde, kommt sicher die Frage, warum ich abgebrochen habe --> soll ich denen das dann so wie beschreiben (also ganz ehrlich) erklären?

Ehrlichkeit ist wahrscheinlich der beste Weg. Es muss aber auch erkennbar sein, dass du aus diesen Erfahrungen gelernt hast.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 17.11.2012, 10:40

Ich finde auch, dass Du einen sehr angenehmen Ton beim Schreiben hast, manusz1984w. Da kommt die Pädagogin (im positiven Sinne) immer noch ein bisschen durch. Vielleicht wäre das auch ein Punkt, der inhaltlich noch nutzbar wäre... in der Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge einfach darzustellen beispielsweise...

Das Ganze hat aber natürlich auch eine Gegenrichtung: Bisher habe ich noch nicht WIRKLICH verstanden, was genau Dein Problem beim Lehramt war. Gerade angesichts der Gemeinsamkeiten mit dem Verkauf könnte es - nach *unserem* Kenntnisstand hier im Forum - ja durchaus sein, dass dieselben Schwächen es Dir in beiden Jobs schwer machen könnten?!? Ich meine das nicht nur auf diese Bewerbung bezogen - sondern ganz allgemein von Deiner weiteren Entwicklungsrichtung her. Was lässt Dich glauben, dass Dir Versicherungen mehr als Kinder liegen?

KleineEnte
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Beitrag von KleineEnte » 22.11.2012, 21:22

Wow . Ich finde den Stil der Bewerbung echt gut, da kann man sich einiges abgucken :) .

manusz1984w
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Beitrag von manusz1984w » 22.11.2012, 23:46

Bisher habe ich noch nicht WIRKLICH verstanden, was genau Dein Problem beim Lehramt war. Gerade angesichts der Gemeinsamkeiten mit dem Verkauf könnte es - nach *unserem* Kenntnisstand hier im Forum - ja durchaus sein, dass dieselben Schwächen es Dir in beiden Jobs schwer machen könnten?!?


1) Es lief ja bis zum Zeitpunkt, als ich beim ersten Versuch krank wurde, ganz super - keine Probleme. Und dann - nach den zwei Jahren Pause - kam ich einfach nicht mehr "rein". Vorher hatte ich zwei,drei Unterrichtsstunden komplett mit Materialien so nebenbei erstellt und nun, nach der Pause, wo ich innerhalb von knapp zwei wochen 32 Unterrichtsstunden vorbereiten musste, kam ich mit dem Basteln der Materialien zeitlich einfach nicht voran! Obwohl meine ganze Familie am Basteln beteiligt war.... Das war im wesentlichen mein größtes Problem und ich denke nicht, dass meine Bastelfähigkeiten für z.B. den Versicherungsbereich entscheidend sind?!



2) und weitere Jobchancen in Bezug auf die Arbeit mit Kindern sind durch den fehlenden Abschluss gleich Null. Hab mich schon bei den entsprechenden stellen erkundigt!


3) zu kleine Ente: wenn du brauchst - nimm dir meine Bewerbung als Vorlage. Wie schon gesagt, habe die in einem Bewerbungsschreibkurs erstellt und die waren davon sehr begeistert! Kann man ja für alle Berufsbereiche umschreiben....

KleineEnte
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Beitrag von KleineEnte » 23.11.2012, 16:00

Ja, ich war auch begeistert. Saß an mein Bewerbungstext bestimmt 16 Stunden und dachte die wäre gut, nun hab ich deine gelesen und meine ist nichts dagegen.. lg

Romanum
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Beitrag von Romanum » 23.11.2012, 20:16

kam ich mit dem Basteln der Materialien zeitlich einfach nicht voran! Obwohl meine ganze Familie am Basteln beteiligt war.... Das war im wesentlichen mein größtes Problem und ich denke nicht, dass meine Bastelfähigkeiten für z.B. den Versicherungsbereich entscheidend sind?!

Weil es vielleicht nicht um das Basteln an sich geht, sondern z.B. um zeitliche Planung (Abschätzung Arbeitsaufwand), Durchsetzungsfähigkeit (gegenüber Lehrpersonen, denen du eben auch einen geringeren Bastelaufwand hättest erläutern können) oder Improvisation (zu viel Planung und Perfektion kann auch lähmen). Wie ich schon weiter oben angedeutet habe, bin ich mir sicher, dass es Mitstudenten gab, die viel weniger als du vorbereitet waren, aber die Praxisphase trotzdem geschafft haben. :(

Das Anschreiben ist sprachlich schon gut, wobei ich mich immer noch frage, welche Aufgaben die Stelle umfasst und wie du dafür geeignet bist.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 23.11.2012, 21:12

Auch wenn es fies klingt... muss ich in dieselbe Kerbe hauen: Mir kommt es schlichtweg unmöglich vor, dass die Pädagogik an Bastelfähigkeiten und/oder -aufwand scheitern könnte. In den 13 Jahren, die ich zur Schule gegangen bin, hat niemals auch nur ein einziger Lehrer irgendetwas für einen Schüler gebastelt. Ich habe auch nie davon gehört, dass jemand anders davon erzählt hätte... und wüsste letztlich auch gar nicht, wofür das unverzichtbar sein sollte. Das soll nicht heissen, dass Dein Bemühen nicht zu loben wäre... sondern nur, dass das Problem mit höchster Wahrscheinlichkeit an völlig anderer Stelle liegt...

Ich tippe mal mit Romanum auf Selbstorganisation... und denke, dass die auch unter Versicherungsverkäufern eine grosse Rolle spielt... sodass Du da mit etwas Pech vielleicht tatsächlich vom Regen in die Traufe kämst...

Andererseits: Du identifizierst Dich sehr stark mit dem was Du tust und hast definitiv ein glückliches Händchen für Sprache. Fasst man das auf brachial-plakative Weise zusammen, könnte man auf den Gedanken kommen, dass Du einen Job brauchst, in dem Du Deiner Liebe zum geschriebenen Wort frönen kannst, während Dir die "grossen" Entscheidungen von jemand anders abgenommen werden. Ich hätte da eine Art High-End-Sekretärin vor Augen... als direkte Zuarbeiterin von jemand, der sich mit sehr komplexen Dingen beschäftigt und Dir quasi Aufträge zum Verfassen von verschiedentlichen Schriftstücken gibt. Wäre so etwas nichts für Dich?

Joola
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Studienabbruch begründen im Vorstellungsgespäch

Beitrag von Joola » 18.03.2013, 13:47

Hallo
ich habe heute kurzfristig eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch bekommen das schon Morgen um 16.Uhr stattfinden soll

Ich habe mein Studium abgebrochen (nach 7 Semestern, Jura) und bin am überlegen ob ich in meiner Selbstdarstellung bei Gespräch ("Erzählen sie was über sich") schon diesen Abbruch erwähnen soll ( aslo von mir aus befor gefragt wird).

Es geht um einen völlig ansderen Berufsbereich (Stelle als Floristin)

und ich hatte mir überlegt folgendes zu Studienabbruch zu sagen (Stichpunktartig)

-keine Freude mehr am Inhalt (/ich weis man soll es nicht rein darauf stützen aber das ist nun mal einer meiner Hauptgründe also dachte ich mir ich erwähns zumindest, gerade weil ich mir ja auch jetzt ein völlig anderes Berufsfeld suche und es mir gerade darum geht etwas abwechslungsreiches und kreatives zu finden)

- Die Studienwahl war mehr oder weniger auch eine "Vernunftsentscheidung" so nach dem Motto wenn man schon Abi macht geht mach auch studieren (habe meine Wahl zu studieren damals recht kurzfristig getroffen und erst mit Geographie mit Nebenfach Recht angefangen und habe schon nach dem ersten Semester mein Nebendfach zum Hauptfach gemacht weils mir einfach ganz gut lag)

- zur Frage warum ich nicht früher aufgehört habe: Ich habe viel Arbeit rein gesteckt und wollte nicht einfach aufgeben, Ich hatte meine Zwischenprüfung bestanden und mir wurde auch die eignung bescheiningt

- im endeffekt habe ich mich jedoch gefragt ob es das ist was ich mein Leben lang machen will und habe mich aufgrund des Mangels an kreativen Aufgaben und vor allem abwechslung dagegen entschieden


- Überforderung gegen Ende (ich kan nicht abstreiten das ich gegen Ende meine Probleme hatte (vor allem mit den Hausarbeiten) ich weis nur nicht ob man das erwähnen darf oder ob man sich damit selbst abschießt


was meint ihr? ist die Begründung so weit nachvollziehbar? und geeignet ums im Vorstellungsgespräch zu erzählen?

Was mich noch beschäftigt ist die mögliche Frage nach den Schwächen
Ich hatte mir überlegt zu antworten das ich dazu neige Sachen vor mir her zu schieben (vor allem unangenehmes)
Meint ihr das kann man nennen oder ist das schon ein Grund mich nicht einzustellen.
Sonst hqatte ich mir noch überlegt vielleicht zu Antwiorten das ich es bereue meine Fremdsprachenkenntnisse nicht weiter ausgebaut zu haben (als Schwäche also praktisch der mangel an zusätzlichen Fremdsprechen neben Englisch und auch das ich nicht besser Englisch spreche als ich es tue

Danke schon mal für Antworten Yvonne

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.03.2013, 14:16

Hallo Joola,

die Einstiegsfrage "Erzählen sie mal über sich" bietet direkt die Möglichkeit, Werbung für sich zu machen. Denn auch das Vorstellungsgespräch ist ja ein Teil des Bewerbungsverfahrens.
Deshalb solltest du da weniger über die Vergangenheit und das Jura-Studium erzählen, sondern mehr über die Gegenwart und die Zukunft; sprich nur kurz das Studium anschneiden und eher in den Vordergrund stellen, warum Du nun Floristin werden möchtest.

Hinsichtlich des Studiums sollte es genügen, zu erwähnen, dass Du nach dem Abitur, bestärkt von den Eltern, dich für den Uni-Weg entschieden hättest, im Laufe der zeit aber gemerkt hättest, dass Jura einfach nicht dein ding sei und Du dich deshalb jetzt vordergründig mit deinen beruflichen Wünschen auseinandergesetzt hättest und .....

Benötigt eine Floristin Englisch?
Was hälst du davon: Meine Schwäche war, in der Vergangenheit zu sehr auf den Rat anderer gehört zu haben und die eigenen Wünsche zusehr hintenangestellt zu haben?

Viele Grüße aus Duisburg

Joola
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Beitrag von Joola » 18.03.2013, 14:38

Ausgezeichneter Vorschlag für die Schwäche ^^ werde ich mir mekren

was ich noch gerne wissen würde ist ob man in dieser Selbstdarstellung auch auf Berufbezogene Hobbys eingehen kann oder ob das zu unprofessionell wirkt.

Ich habe seit Jahren schon immer selbst Adventskränze geschmückt oder Gestecke/ Türdekorationen aus allerlei Naturmaterialien hesgestellt und freu mich immer drauf wenn ich zu Feiertagen dekorieren kann
Das war auch mit der Hauptentscheidungsgrund mich auf eine Ausbildung als Floristen zu Bewerben

Das war auch schon in der Schulzeit so, ich hatte auch Kunst in der mündlichen Abiturprüfung

Sind das Sachen die man erwähnen kann?

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 18.03.2013, 22:10

Hallo Joola,

alle Argumente, die für einen Bewerber sprechen, können und sollten vorgebracht werden. Und wenn das Hobby einen Bezug zum Beruf hat, ist ein entsprechender Vortrag durchaus professionell.

Viele Grüße aus Duisburg

Limone
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Vorstellungsgespräch Fragen - Studienabbruch?

Beitrag von Limone » 21.03.2014, 13:46

Hallo Leute!!

Ich habe bald ein Vorstellungsgespräch, bei dem sehr viele "Warum-Fragen" auf mich zukommen werden. Mein Lebenslauf ist nicht grad der Beste...

Mein Fachabitur bezieht sich speziell nur auf den Wirtschaftsbereich

Zuerst hatte ich vor dem Fachabi ein freiwilliges Praktikum bei der Bank

Danach während meinem Fachabi ein 6 wöchiges Praktikum als Verwaltungsfachangestellte

Nach dem Fachabitur habe ich dann eine Ausbildungsstelle zur Bürokauffrau begonnen..das lief 4 Monate..

danach habe ich 4 Wochen nochmal bei einer Bank Praktikum gemacht und danach mit dem Studium Bauing. angefangen

4 Monate Bauing. -> das dann abgebrochen und zu Bauwirtschaft gewechselt und nach den 2 Monaten das Studium komplett abgebrochen

Jetzt habe ich ein Vorstellungsgespräch zur Immobilienkauffrau

Vor diesen 3 Fragen habe ich am meisten Angst!!:

Sie hatten zuerst 4 Monate ne Ausbildung als Bürokauffrau...haben diese abgebrochen und haben dann aufeinmal ein Studium zum Bauingenieurwesen begonnen? Bürokauffrau und Bauingenieurwesen sind doch zwei verschiedene paar Schuhe!

Warum sind Sie nach 4 Semestern zu Bauwirtschaftsingenieurwesen gewechselt?


Warum haben Sie im Januar Ihr Studium endgültig abgebrochen? In Ihrer Bewerbung steht, dass Sie festgestellt haben, dass Sie Ihr Studium abgebrochen, weil Ihnen die Praxis fehlte.. Das konnten sie erst nach!!3 Jahren!! feststellen?? Ein bisschen lange....

Es wurde 3 mal etwas vorzeitiges beendet...und was macht Sie jetzt so sicher Immobilienkauffrau zu werden ohne das Sie dies auch abbrechen ???????

Was haltet ihr von diesen Argumentationen (Natürlich werde ich mich beim Gespräch nicht so ausdrücken, sondern mir geht's nur um das inhaltliche was ihr davon hält):

Nach dem Fachabi, habe ich eine Ausbildung als Bürokauffrau begonnen. Dann würd ich sagen, dass ich das Praktikum zu gefallen hat und mich dann auf der Fh für den Studiengang Bauingenieurwesen beworben habe, weil ????????? (Wahrheit war eine spontane Entscheidung...ich weiss das das mehr als sch***e war!!! Und vorallendingen wird er mir sagen...Sie hatten eine 4 in Mathe im Fachabi und haben dann trotzdem Studium Bauing. begonnen??)


Bin nach 4 Semester zu Bauwirtschaft gewechselt, da es mir (Wahrheit an euch: zu schwer wurde und ich nicht das Studium direkt komplett abbrechen wollte und weil da bei Bauwirtschaftsingenieur wieder Fächer vorkommen die ich schon im Fachabi hatte und interessant fand)

Während den zwei Semester Bauwirtschaftsingenieurwesen habe ich entschieden, das Studium komplett abzubrechen weil ??? (Wahrheit an euch: ich hab eingesehen, dass das Studium nichts für mich ist/ es ist mir einfach zu schwer.... und beschlossen eine Ausbildung zu beginnen)

Jetzt der schreckliche Abschluss: Es wurde 3 mal etwas vorzeitiges beendet (Ausbildung/Studiengangwechsel und jetzt das komplette Studium)...und was macht Sie jetzt so sicher Immobilienkauffrau zu werden ohne das Sie dies auch abbrechen ???????

Da hatte ich gedacht zu sagen, dass ich in meinen Praktika bei der Bank die Gespräche und Inhalte, bei denen es rund um Immobilien ging sehr interessant fand und ich das Studium bei dieser Frage halt eben mit einbeziehe.)

Sind das so Ansätze die ich auf diese Fragen antworten könnte??? Ich weiss das mir niemand von euch vorschreiben kann was ich sagen soll, aber wenigsten wollte ich euch Fragen, was ich lieber nicht sagen soll....so gehe ich irgendwie ohne Selbstbewusstsein und großer Unsicherheit darein !!


Ich wäre euch RIIESSIGG dankbar, wenn ihr mir euer Feedback gibt!!!!!!

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 21.03.2014, 15:20

Zunächst einmal: Du bist eingeladen!!! Damit hast du die erste Hürde geschafft. All die "negativen Dinge" konnten die Fa. nicht abschrecken, dich einzuladen. Sprich: Mag sein, dass die dich an dieser Stelle kitzeln werden, aber offenbar ist das nicht so sehr ausschlaggebend für die Fa. dass dies ein Grund wäre, dich von vornherein auszuschließen.

Und man bricht ja nichts ad hoc ab, sondern erst nach reiflicher Überlegung, immer in der Hoffnung, dass sich das Studium noch verbessert (gab es irgendwelche Praktika im Studium, auf die du dich beziehen kannst, die deinen Durchhaltewillen befeuert haben? Die Hoffnung stirbt zuletzt...)

Bleibe möglichst bei der Wahrheit, denn die Unwahrheit zu sagen ist ein Kündigungsgrund. Außerdem ist lügen ganz schön stressig... Du musst aber - wie bei Gericht - nichts sagen, was dich selbst belastet.

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Beitrag von Limone » 21.03.2014, 16:42

Hallo TheGuide!!!

Ich hab mich riesig gefreut, als ich den Anruf bekam! Das mit "Bleibe möglichst bei der Wahrheit, denn die Unwahrheit zu sagen ist ein Kündigungsgrund." hast du vollkommen Recht..außerdem bin ich irgendwie viieelll zu dumm für's Lügen.

Praktika während dem Studium gab es leider nicht!!

Ich habe aber zwei Praktika bei einer Bank gemacht .. da hatte ich gedacht, dass ich die im Vorstellungsgespräch mit einbeziehe. So ungefähr wie: Da hat mir sehr viel der Kontakt zu den Kunden gefallen und ich fand auch sehr die Themen interessant, bei denen es rund um Immobilien ging.
Was hältst du davon???
Nur mein Anfangsproblem ist, was ich sagen könnte, was mich auf einmal dazu verliehen hat Bauingenieurwesen zu studieren.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.03.2014, 21:32

Ich finde es ja schade, dass Du für das VG jetzt einen neuen Thread aufgemacht hast... anstatt in dem schönen Zusammenhang zu bleiben, der sich um Dein Anschreiben entwickelt hatte. Wie sah die Endversion überhaupt aus? Wir hatten da doch schon recht eingehend das Thema Deiner verschiedenen Ausbildungen und deren jeweiliger Verwendbarkeit diskutiert. Wenn Du Deine beiden "Qualifikations-Säulen" im Anschreiben so schön inszeniert hast, dass man Dich nun dafür sehen will, sieht man Deinen Werdegang vermutlich gar nicht so negativ, wie Du Dir das jetzt ausmalst...

Mein Eindruck ist, dass Du gerade viel zu defensiv denkst... nur daran, wie Du Dich gegen irgendwelche Angriffe verteidigen kannst - anstatt selbst die Initiative zu ergreifen und mit Deinen Alleinstellungsmerkmalen aktiv Themen zu besetzen, an denen sich die Konkurrenz erst einmal messen lassen muss... ;-)

Ich finde Deine Situation ja superspannend - weil vollkommen offen und zu einem sehr hohen Grad von Dir selbst gestaltbar! Dein bisheriger Werdegang lässt sich ja extrem unterschiedlich betrachten: Entweder als eine Reihe von Abbrüchen - oder als eine Reihe von sich perfekt ergänzenden Einblicken in verschiedene Aspekte Deines Jobs. Speziell Dein ehrlich erarbeiteter Bezug zu Bautechnik und -wirtschaft hat m. E. alle Möglichkeiten, weite Teile der Normaltussis neben Dir vollkommen uninteressant wirken zu lassen. Du hast das wirklich in der Hand... zumal die "Immobilienkauffrau" jetzt ja alles andere als ein Zufall ist. Es kann tatsächlich leicht so aussehen, als ob im Rückblick alles immer darauf zu gelaufen wäre. Von daher würde ich in Deinem Fall auch gar nicht damit rechnen, dass Du sofort wieder wechselst... "Gekommen, um zu bleiben", würde ich in dem Fall sagen... ;-)

Fang doch mal an, Dein finales Anschreiben zu posten, damit wir wissen, was aus Sicht der Personalabteilung nun die Ausgangslage ist...

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Beitrag von Limone » 22.03.2014, 11:19

Hallo FRAGEN!

Ich hatte gedacht ich muss einen Thread aufmachen bevor nachher gesagt wird, dass man das unter "Vorstellungsgespräch" posten muss :oops:

Welchen Thread von mir meinst du??
Ich füg hier nochmal das Anschreiben rein, was ich dem geschickt habe:

Nach dem Fachabitur entschied ich mich, auf Grund meines Interesses für Wirtschaft und den Immobilienbereich, für ein Studium des Bauingenieur- und Bauwirtschaftsingenieurwesens. Ich habe jedoch festgestellt, dass mir der praktische Bezug im Studium fehlte. Daher habe ich das Studium beendet und mich entschieden eine kaufmännische Ausbildung zu beginnen.

Innerhalb der Praktika in der ...bank sammelte ich bereits wertvolle Erfahrungen in der Beratung und Betreuung im Bereich der Immobilienfinanzierung mit Kunden. Meine theoretischen wirtschaftliche und organisatorische Kenntnisse konnte ich sehr gut in der Praxis weiter ausbauen.

Der Ausbildungsberuf zur Immobilienkauffrau bietet mir die idealen Voraussetzungen, um mein vorhandenes Wissen zum Bauwesen mit meine kaufmännischen und organisatorischen Kenntnisse aus meinen Praktika und meiner bisherigen Schullaufbahn mit dem persönlichen Kundenkontakt zu verbinden. Zudem besitze ich gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Und dann halteben noch der Abschlusssatz..

Aber ich habe dort nirgendswo von den 4 Monaten Ausbildung Bürokauffrau erwähnt. :?

Und während dem Gespräch muss ich doch die Ausbildung erwähnen! Irgendwann wird der Arbeitgeber ja sowieso davon erfahren.

Deswegen die Frage warum von Bürokauffrau zu Bauingenieurwesen?? :shock:

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Beitrag von FRAGEN » 22.03.2014, 11:38

Deswegen die Frage warum von Bürokauffrau zu Bauingenieurwesen??
Tja... warum denn? Du sprichst zwar oben von einer "Spontanentscheidung"... aber auch eine spontane Entscheidung hat ja ihre Gründe. Was gefiel Dir an dem Thema denn - so aus der Ferne und ganz spontan - besser als an Deinem bisherigen Dasein als Bürokauffrau?

Limone
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Beitrag von Limone » 22.03.2014, 12:28

Weil ich dachte, dass man da später sehr viel verdienen wird.. In der Zeit war mir aber nicht bewusst was es heisst zu studieren, was man da für einen Schritt gehen wird :? Hatte gedacht du bist jetzt 17 und wenn du in 3 ein halb Jahren fertig bist, bist du vllt so um die 21 Bauingenieurin.......... Das muss man nicht verstehen...ich versteh es auch nicht, was ich da gemacht habe. Tja aber einfach so auf spontane Entscheidung kann ich im Gespräch nicht sagen.

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Beitrag von FRAGEN » 22.03.2014, 12:54

Limone hat geschrieben:Weil ich dachte, dass man da später sehr viel verdienen wird.
Tut mir leid, wenn ich nerve... aber das ist keine wirkliche Antwort. Es gibt 1000 Arten, viel Geld zu verdienen - und die Bauingenieurin wäre unter den ernsthaften Vielverdienern bestenfalls im unteren Mittelfeld... und vermutlich noch nicht einmal das. Ich könnte schwören, dass Deine Spontanidee andere Ursachen hatte. Welche?

Und wo ich einmal schon beim Nerven bin: Ich muss Dir immer wieder sagen, dass Du Dich in Gedanken nicht so stark von Deinem Werdegang distanzieren solltest! Man hat immer noch ständig den Eindruck, dass Dir Deine Studienanläufe total peinlich sind und dass Du eine fürchterliche Angst hast, darauf angesprochen zu werden. Du scheinst Dir immer noch nicht klar zu machen, wie wertvoll die als offensive Bestandteile Deiner Argumentation sind... wie weit Dein vergleichsweise "hartes" Wissen über die technisch-wirtschaftliche Seite der Immobilien Dich gegenüber der real existierenden Konkurrenz absetzt!

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