Wissenschaftliche Mitarbeiterin Musterbewerbung lesen

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dasto
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Wissenschaftliche Mitarbeiterin Musterbewerbung lesen

Beitrag von dasto » 10.05.2007, 12:11

Bewerbung als wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sehr geehrte Frau xy,

die Verzahnung gesellschaftlicher und medizinischer Fragestellungen haben mich schon während meines Studiums beschäftigt. Aus demographischen Gründen und weil wir unserer Gesundheit einen steigenden Wert zumessen, betrachte ich dieses Gebiet als zukunftsträchtig.

Während meiner Ausbildung habe ich mich auf qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden spezialisiert und bin in deren Anwendung versiert. Zur Zeit vertiefe ich meine umfangreichen Kenntnisse in der quantitativen Sozialforschung im Selbststudium. Dabei kann ich meine Fähigkeiten zur schnellen Aufgabenerfassung und zum selbstständigen Arbeiten einsetzen.

Meine Fähigkeit zum interdisziplinären und zielorientiertes Arbeiten kann ich zur Zeit in einem Evaluationsprojekt zur systemischen Krebsnachsorge anwenden. Dabei habe ich gelernt, dass der Erfolg eines Projektes sowohl durch eine vertrauensvolle Teamarbeit, als auch durch die selbstständige Arbeitsweise der einzelnen Teammitglieder möglich ist. Des Weiteren konnte ich in diesem Projekt meine Organisationsfähigkeit unter Beweis stellen.

An meiner Mitarbeit im Bereich Z reizt mich insbesondere das aufgaben- und ergebnisorientierte Forschen an konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen. Dazu kann meine Fähigkeit zur Entwicklung neuer Ideen und das Hinterfragen eingefahrener Denkstrukturen beitragen, wodurch es möglich ist, eine Grundlage für die erfolgreiche Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen in Verbindung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu legen.

Ein kurzfristiger Einstieg ist möglich. Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem weiterführenden Gespräch, in dem ich Sie von meinen Kenntnissen überzeugen kann.

Mit freundlichen Grüßen
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würde von Euch gern wissen, was Ihr zu meiner Musterbewerbung sagt. Kommt raus, was ich will und was ich kann?

Hab noch n Problem mit den Dopplungen gesellschaftlich und selbstständig ist sehr oft. Ist Euch das aufgefallen, eine andere Formulierungsidee?

Grüße und Dank Dasto

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Robin1977
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Re: Wissenschaftliche Mitarbeiterin Musterbewerbung lesen

Beitrag von Robin1977 » 10.05.2007, 18:40

dasto hat geschrieben: die Verzahnung gesellschaftlicher und medizinischer Fragestellungen haben mich schon während meines Studiums beschäftigt. Aus demographischen Gründen und weil wir unserer Gesundheit einen steigenden Wert zumessen, betrachte ich dieses Gebiet als zukunftsträchtig.
Wow, gehaltreicher Einstieg in eine Bewerbung... Aber wo bitte ist der Teil in dem du dich um die Stelle bewirbst? So wie der Absatz da steht, kann ich mir keinen sinnvollen Zusammenhang vorstellen, warum du das geschrieben hast. Das Passt, so wie es jetzt da steht, wohl eher in eine Berichterstattung als in eine Bewerbung. Das solltest du sicher nochmal überdenken und auf jeden Fall muss hier rein, dass du dich um die Stelle als XXX bewirbst.
dasto hat geschrieben: Während meiner Ausbildung habe ich mich auf qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden spezialisiert und bin in deren Anwendung versiert. Zur Zeit vertiefe ich meine umfangreichen Kenntnisse in der quantitativen Sozialforschung im Selbststudium. Dabei kann ich meine Fähigkeiten zur schnellen Aufgabenerfassung und zum selbstständigen Arbeiten einsetzen.
Was für eine Ausbildung war das, wo absolviert? Erfolgreich? Wann?
dasto hat geschrieben: Meine Fähigkeit zum interdisziplinären und zielorientierten Arbeiten kann ich zur Zeit in einem Evaluationsprojekt zur systemischen Krebsnachsorge anwenden. Dabei habe ich gelernt, dass der Erfolg eines Projektes sowohl durch eine vertrauensvolle Teamarbeit, als auch durch die selbstständige Arbeitsweise der einzelnen Teammitglieder möglich ist. Des Weiteren konnte ich in diesem Projekt meine Organisationsfähigkeit unter Beweis stellen.
Rote Markierung beachten. Schreibfehler.
Währe toll, wenn du sagst warum du deine Organisationsfähigkeit unter Beweis stellen konntest. Andernfalls ist es nur eine unbewiesene Behauptung.
dasto hat geschrieben: An meiner Mitarbeit im Bereich Z reizt mich insbesondere das aufgaben- und ergebnisorientierte Forschen an konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen. Dazu kann meine Fähigkeit zur Entwicklung neuer Ideen und das Hinterfragen eingefahrener Denkstrukturen beitragen, wodurch es möglich ist, eine Grundlage für die erfolgreiche Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen in Verbindung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu legen.
Den Absatz hab ich mir nun 4 mal durchgelesen... Er besteht zwar nur aus 2 Sätzen, aber... uff... Vielleicht versuchst du das in 3 oder 4 Sätzen mal auszudrücken was du hier geschrieben hast, damit es weinfacher wird dir zu folgen.... :D Speziell der 2te Satz....
dasto hat geschrieben: Ein kurzfristiger Einstieg ist möglich. Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem weiterführenden Gespräch, in dem ich Sie von meinen Kenntnissen überzeugen kann.
Wieder dieses überzeugen...
Mal allgemein gesprochen. Ihr habt es nicht nötig ihn zu überzeugen. der erste Eindruck zählt und das ist euer Anschreiben. Danach gilt es nicht den Personaler noch zu überzeugen, sondern ihn in seinem ersten Eindruck zu bestätigen. Wenn du ihn/sie erst noch überzeugen musst, dann wird er/sie dich sicher nicht einladen.
dasto hat geschrieben: Mit freundlichen Grüßen[Komma]

dasto
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Beitrag von dasto » 11.05.2007, 14:13

Hallo Robin,

bei einigen Dingen geh ich mit, bei anderen aber nicht.

Deine Bemerkung zum ersten Abschnitt:
Wow, gehaltreicher Einstieg in eine Bewerbung... Aber wo bitte ist der Teil in dem du dich um die Stelle bewirbst? ...... Das solltest du sicher nochmal überdenken und auf jeden Fall muss hier rein, dass du dich um die Stelle als XXX bewirbst.


Steht in der Betreffzeile, brauch ich nicht noch mal schreiben = Schnarchsatz.
Was für eine Ausbildung war das, wo absolviert?
Na gut, geh ich mit. War nicht so deutlich. Hab es noch mal n bisschen geändert, steht jetz im ersten Abschnitt. Im zweiten noch mal wäre es
mir zuviel wegen Wdhl.
Den Absatz hab ich mir nun 4 mal durchgelesen... Er besteht zwar nur aus 2 Sätzen, aber... uff... Vielleicht versuchst du das in 3 oder 4 Sätzen mal auszudrücken was du hier geschrieben hast, damit es weinfacher wird dir zu folgen.... Sehr glücklich Speziell der 2te Satz....
Jap, war auch nicht zufrieden.
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Nun hier der neue Entwurf.


Bewerbung als wissenschaftliche Mitarbeiterin – unser Telefonat vom 14. Mai 2007

Sehr geehrte Frau X,

dieses Aufgabenfeld ist genau mein Ding! Die Verzahnung gesellschaftlicher und medizinischer Fragestellungen hat mich schon während meines Studiums der Soziologie besonders interessiert. Zum einen aus demographischen Gründen und weil wir unserer Gesundheit einen steigenden Wert zumessen.

In meinem abgeschlossenen Studium habe ich mich auf qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden spezialisiert und bin in deren Anwendung versiert. Meine umfangreichen Kenntnisse in der quantitativen Sozialforschung vertiefe ich zur Zeit im Selbststudium. Dabei kann ich meine Fähigkeiten zur schnellen Aufgabenerfassung und zum selbstständigen Arbeiten einsetzen.

Meine Fähigkeit zum interdisziplinären und zielorientierten Arbeiten kann ich zur Zeit in einem Evaluationsprojekt zur systemischen Krebsnachsorge anwenden. Dabei habe ich gelernt, dass der Erfolg eines Projektes sowohl von einer vertrauensvollen Teamarbeit, als auch von der selbstständigen Arbeitsweise der einzelnen Teammitglieder abhängig ist.

An einer Mitarbeit im Bereich Z reizt mich insbesondere das aufgaben- und ergebnisorientierte Forschen an konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen. In diesem Zusammenhang bereitet mir die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Ideen besondere Freude.

Ein kurzfristiger Einstieg ist möglich. Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem weiterführenden Gespräch, in dem wir uns über die Möglichkeiten dieses Gebietes austauschen können.

MfG
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Fallen die Dopplungen (rot) auf? Oder macht das weniger? Der letzte Satz gefällt mir noch nicht.

Grüße und Dank Dasto

dasto
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Beitrag von dasto » 14.05.2007, 11:47

Und wieder eine Überarbeitung - viell. hat jmd. Ideen?

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Bewerbung als wissenschaftliche Mitarbeiterin – unser Telefonat vom

Sehr geehrte X,

dieses Aufgabenfeld ist genau mein Ding! Mit der Verzahnung gesellschaftlicher und medizinischer Fragestellungen habe ich mich schon während meines Studiums der Soziologie intensiv auseinander gesetzt. Für mich ist dieses Gebiet zukunftsträchtig, weil dies Branche aus demografischen und ökonomischen Gründen an Bedeutung zunehmen wird.

In meinem abgeschlossenen Studium habe ich mich auf qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden spezialisiert und bin in deren Anwendung versiert. Meine umfangreichen Kenntnisse in der quantitativen Sozialforschung vertiefe ich zur Zeit im Selbststudium. Mit Hilfe meiner Fähigkeit zur schnellen Einarbeitung in neue Aufgaben kann ich mir neue Methoden in kürzester Zeit aneignen.

Meine Fähigkeit zum interdisziplinären und zielorientierten Arbeiten kann ich zur Zeit in einem Evaluationsprojekt zur systemischen Krebsnachsorge anwenden. Dabei habe ich gelernt, dass der Erfolg eines Projektes sowohl von einer vertrauensvollen Teamarbeit, als auch von der selbstständigen Arbeitsweise der einzelnen Teammitglieder abhängig ist.

An einer Mitarbeit im Bereich Z reizt mich insbesondere das aufgaben- und ergebnisorientierte Forschen an konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen. Dabei bereitet mir die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Ideen und Konzepte besondere Freude. Dadurch ist es auch möglich neuer Technologien in Gebiete zu integrieren.

Ein kurzfristiger Einstieg ist möglich. Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem weiterführenden Gespräch, in dem wir uns über Lösungen für den Bereich Altenhilfe und angrenzende Gebiete austauschen können.

Mit freundlichen Grüßen

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Robin1977
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Beitrag von Robin1977 » 16.05.2007, 15:37

Mit deiner Einleitung "dieses Aufgabengebiet ist genau mein Ding." kann ich mich einfach nicht anfreunden.... An deiner Stelle würde ich mit da was anderes Einfallen lassen. Das ist meines Erachtens nach zu Umgangssprachlich.

LadyMarian1979
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Beitrag von LadyMarian1979 » 16.05.2007, 23:15

Mal ein dickes Lob. Da ist jemand der sich ganz viele Gedanken gemacht hat und der versucht den Personaler mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten zu überzeugen. Top!!

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