Absätze im Anschreiben gestalten

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Kaffeekanne
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Absätze im Anschreiben gestalten

Beitrag von Kaffeekanne » 01.11.2016, 11:35

Hallo,

ich bin eigentlich fertig mit meinem Anschreiben, aber ich weiß nicht so recht, wie genau ich die Absätze setzen soll. Ich gehe auf drei Dinge besonders ein: ein Praktikum, FSJ und mein Nebenbeschäftigung, die im gleichen Bereich ist. Muss ich diese drei Sachen jetzt durch Absätze trennen oder einfach runterschreiben, weil alles praktische Erfahrungen sind?

Würde mich über Antworten freuen :)

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 01.11.2016, 12:28

Wenn das alles Dinge sind, die einen potentiellen Arbeitgeber davon überzeugen sollen, dich einzustellen, dann gehören sie alle ins Anschreiben. Wenn nicht, dann nicht. Man gliedert sein Anschreiben wie jeden anderen Text: um unterschiedliche Themen voneinander abzugrenzen und es so dem Leser leichter zu machen.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 01.11.2016, 18:08

Ja, mache Absätze.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.11.2016, 18:09

Zur Ergänzung von BD: Bitte keine Lebenslaufnacherzählung!
FSJ, Praktikum und Nebenbeschäftigung klingen nämlich genau danach. Was ist das verbindende von den drei Dingen, was das Argument für den Arbietgeber, dich einzustellen?

Kaffeekanne
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Beitrag von Kaffeekanne » 01.11.2016, 18:29

Danke für eure Antworten! :)
Ich habe versucht, anhand dieser Sachen meine Kom und Kompetenzen/Fähigkeiten zu zeigen. Anstatt einfach zu schreiben "Ich bin geduldig" habe ich zum Beispiel geschrieben, dass ich durch mein FSJ Kompetenzen wie Geduld erweitern konnte und so weiter. Meint ihr, das ist okay?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 01.11.2016, 18:35

Geduld kann man nicht wirklich erweitern bzw. es gibt auch keine Maßzahl für Geduld, so dass für Außenstehende ersichtlich werden könnte, wie geduldig du wirklich bist bzw. warum du diese Eigenschaft erweitern musstest. Außerdem bin ich mir gar nicht so sicher, ob Geduld wirklich so wichtig in vielen Berufen ist. Geduld kann auch negativ interpretiert werden: gleichgültig oder nicht durchsetzungsfähig. :wink:

Gib dann doch lieber wichtige Aufgaben deines FSJ ein, beschreibe wie und mit welchem Erfolg du gearbeitet hast und baue die eine oder andere Eigenschaft ein, die dir bei der Ausübung der Aufgaben geholfen haben.

Kaffeekanne
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Beitrag von Kaffeekanne » 01.11.2016, 18:53

Oh mann, jetzt bin ich total verunsichert.. ich möchte die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin machen, also mit behinderten Menschen arbeiten. Ist es da nicht gut, wenn man geduldig ist und kein Problem hat, länger mit jemandem an einer Sache zu sitzen, weil die Person es aufgrund ihrer Behinderung nicht schneller kann oder eben viel Unterstützungsbedarf hat?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.11.2016, 19:01

Doch, da ist Geduld gut. Aber wie Romanum richtig sagte: Entweder man ist geduldig oder man ist es nicht. Kann man nicht wirklich lernen.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 01.11.2016, 20:18

Kaffeekanne hat geschrieben:Ist es da nicht gut, wenn man geduldig ist und kein Problem hat, länger mit jemandem an einer Sache zu sitzen, weil die Person es aufgrund ihrer Behinderung nicht schneller kann oder eben viel Unterstützungsbedarf hat?
Selbstverständlich ist es das... aber da sind wir wieder bei dem, was Romanum vorher sagte: Entscheidend ist nicht ein nacktes (und vielfältig interpretierbares) Adjektiv, sondern ein Sinnzusammenhang... wie der, den Du jetzt HIER erläuterst! SOLCH eine Erklärung wäre auch in Deinem Anschreiben gut... und selbst bei diesem Job wäre Geduld an sich nicht immer nur positiv zu sehen. Es kommt tatsächlich drauf an, was man draus macht... ;-)

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