als ehem. Führungskraft schwierig Job zu finden ?

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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Schneemann82
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als ehem. Führungskraft schwierig Job zu finden ?

Beitrag von Schneemann82 » 21.11.2014, 12:18

Hallo Zusammen,

mich interessiert mal folgende Frage/Situation: Führungskraft eines kleinen Teams von 5 Sachbearbeitern möchte den Job kündigen, wegen drohendem Burn-Out. Führungskraft übernimmt die gleichen Aufgaben wie die Sachbearbeiter und zusätzlich die Personaleinsatzplanung und Personalführung.

Ist es erfahrungsgemäß schwieriger, als dann ehemalige Führungskraft einen neuen Job auf Sachbearbeiter Ebene (also als Nicht-Führungskraft) zu bekommen ? Hintergedanke von potentiell neuen Arbeitgebern: Ehemalige Führungskraft fügt sich nicht ins Team ?

Viele Grüße und schönes Wochenende @ all

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 21.11.2014, 18:11

also ein paar infos solltest du noch rüberbringen.

das wort führungskraft kommt in deinen zwei sätzen fünf mal vor !!!
es gehr aber lediglich um fünf sachbearbeiter.
das ist in vielen betrieben noch weit unter einem abteilungsleiter.

d.h. je nach betrieb und job hast du mit der neuen stelle ggf. als einzelkämpfer mehr führungsverantwortung als bisher

ggf. tausch in deinem LL "Führungskraft" gegen "Gruppenleiter" und dein Problem verschwindet von allein.
brauche aber mehr infos

:shock: :shock:

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FRAGEN
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Re: als ehem. Führungskraft schwierig Job zu finden ?

Beitrag von FRAGEN » 21.11.2014, 18:53

Das war auch mein spontaner Gedanke... wobei ich die Zahl "5" auch für eine "Gruppe" noch nicht so wahnsinnig gross fände. M. E. wäre es bei solch einer bescheidenen "Personalverantwortung" auch noch problemlos möglich, als ganz normaler "Sachbearbeiter" aufzutreten, ohne damit irreführende Aussagen zu tätigen. Wenn man Dich nach Deinem Arbeitsalltag fragt, kannst Du ja immer noch sagen, dass Du aufgrund Deiner Berufserfahrung meist allgemeiner Ansprechpartner für schwierigere Organisations- oder Ermessungsfragen warst...

Aber unabhängig davon:
Schneemann82 hat geschrieben:mich interessiert mal folgende Frage/Situation: Führungskraft eines kleinen Teams von 5 Sachbearbeitern möchte den Job kündigen, wegen drohendem Burn-Out. Führungskraft übernimmt die gleichen Aufgaben wie die Sachbearbeiter und zusätzlich die Personaleinsatzplanung und Personalführung.
Das klingt für mich so, als würdest Du *eigentlich* ja doch *Führungskraft* bleiben wollen?!? Anders gefragt: Wenn Du Personaleinsatzplanung und -führung behalten möchtest... was genau ist dann der Teil des Jobs, den Du loswerden willst?

Und wo wir einmal dabei sind: Hältst Du solch eine Teilung einer *Führungskraftsstelle* an Deinem Zielunternehmen für sinnvoll? Ich meine... aus Sicht des Betriebes hiesse das doch praktisch, dass die übliche Position der *Führungskraft* in einem Team quasi auf zwei halbe *Führungsstellen* aufgeteilt werden müsste. D. h. man müsste neben Dir eine zweite Person finden, die mit Dir auf einer Ebene steht... dort aber nur die *Führungsaufgaben* übernimmt, auf die Du keinen Bock hast. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

nordlaender
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Beitrag von nordlaender » 21.11.2014, 19:53

Definiere es doch einfach etwas flacher.

Teamleiter mit vorwiegend organisatorischen Aufgaben und fachlicher Weisungsbefugnis über fünf Mitarbeiter.

Dann geht niemand davon aus dass du eine Führungskraft / diziplinarischer Vorgesetzter bist und selbst wenn im Zeugnis was anderes stehen sollte, wird die keiner das Tiefstapeln übel nehmen.

Schneemann82
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Beitrag von Schneemann82 » 22.11.2014, 07:48

Hallo Zusammen,

vielen Dank für die vielen Antworten.

Meine genaue Stellenbezeichnung lautet "Leiter Serviceeinheit". In der Praxis bedeutet es, wie oben genannt, dass ich auch in geringerem Umfang Sachbearbeiter Tätigkeiten ausübe und daneben Personalplanung, Statistik usw. ausführe.

Ich habe vor knapp einem Jahr nach innerbetrieblicher Bewerbung die Aufgabe übernommen und merke immer mehr, wie mir die Aufgaben über den Kopf wachsen und ich scheinbar der Verantwortung nicht gewachsen bin.

Nun stehe ich vor der Entscheidung: Durchhalten und hoffen, dass es besser wird oder kündigen mit der Gefahr, dass im meinem Arbeitszeugnis die Bezeichnung Führungskraft steht und mich potentielle neue Arbeitgeber nicht in der unteren Hierarchie anstellen aufgrund der zuerst genannten Problematik (er war Führungskraft und kann sich jetzt nicht unterordnen).

Vielleicht hat hier jemand eine Einschätzung ?

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