Anschreiben: Controllerin mit Berufserfahrung

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Rosenwasser
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Anschreiben: Controllerin mit Berufserfahrung

Beitrag von Rosenwasser » 15.09.2016, 15:19

Hallo zusammen,

ich befinde mich momentan in der Bewerbungsphase und habe bei 30+ Bewerbungen bis jetzt leider überwiegend Absagen erhalten. Da ich mittlerweile nicht mehr verstehe warum ich nicht eingeladen werde, erhoffe ich mir Hinweise von euch. Kann es an meinem Anschreiben liegen? Habe ich Fehler im Anschrieben und sehe die vor lauter Bäumen nicht mehr?


Eckdaten zu mir:
Ich bin als Unternehmensberaterin tätig und auf der Suche nach einer neuen Stelle im Projekt-/IT-/ Controlling.

Wechselmotivation: Ich habe Controlling studiert, weil es meine Leidenschaft ist. Mein derzeitiger Arbeitgeber sucht jedoch nicht gezielt nach Projekten in diesem Bereich. Bis jetzt hatte ich Glück und war im Controlling eingesetzt, aber zukünftig soll dies nicht so bleiben. D.h. mein Arbeitgeber sieht mich in einem anderen Tätigkeitsfeld.

Viele Grüße und eine erholsames Wochenende.


Mein Anschreiben:
Sehr geehrte Frau xxxx,

wie ich Ihrer Anzeige auf xxxx entnehme, suchen Sie eine kommunikative und engagierte Mitarbeiterin mit Affinität für IT-Themen, die die Herausforderung in Ihrem Unternehmen als Entwicklungsmöglichkeit für sich sieht und am Ausbau Ihrer Marktposition mitwirkt – eine Chance,
die ich gerne ergreife.

Nach Abschluss des Masterstudiums der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Controlling, Finance und Accounting habe ich mich für ein einjährige Traineeprogramm bei einer IT-Beratung entschieden. Auf Grund der erfolgreichen Traineezeit, bekleide ich seit xxxx(Monat) 2015 die Position als Consultant. Zukünftig möchte ich mich auf das Controlling fokussieren. Da das Controlling keinen Schwerpunkt im Portfolio xxxxx (mein derzeitiger Arbeitgeber) darstellt und zudem der Einsatzbereich projektabhängig ist, bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Ihrem Hause. Im Controlling kann ich meine sehr guten Fach- und Excel-Kenntnisse, meine IT- und Zahlenaffinität und mein ausgeprägtes analytisches Verständnis optimal einbringen.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Consultant in IT-Projekten ist das operative Projektcontrolling meine Kernaufgabe. Ich erstelle Adhoc–Berichte, Abweichungsanalysen und Forecasts, überwache das Projektbudget und geeignete Kennzahlen und unterstütze bei der Umsetzung erforderlicher Maßnahmen. Daneben entwickele, implementiere und betreue ich Reporting-Tools auf Excel-Basis. Zudem konnte ich während meines Studiums umfassende Kenntnisse im Rechnungswesen sammeln. Im Rahmen eines Projektes habe ich durch die Entwicklung und Implementierung eines Reporting – Tools die Ausführung vereinfacht und den zeitlichen Aufwand und die Fehleranfälligkeit deutlich reduziert. Im Ergebnis habe ich die Steuerung des Teilprojektes „xxxx“ optimiert und so signifikant zur Verbesserung der xxxx beigetragen.

Während meiner Praktika und Berufstätigkeit war ich in verschiedenen Projekten, Standorten, Teams und Themengebieten eingesetzt. Teamfähigkeit, Engagement, Selbstständigkeit, Flexibilität, eine schnelle Auffassungsgabe und einen kreativen Geist für neue Ideen, sind für mich daher nicht nur Worte, sondern gelebte Eigenschaften.

Mein Start in Ihrem Unternehmen kann zum xxxx erfolgen. Ein jährliches Brutto-Gehalt von XX.000 Euro würde meinen Vorstellungen entsprechen.

Gerne vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem
persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,

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TheGuide
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Re: Anschreiben: Controllerin mit Berufserfahrung

Beitrag von TheGuide » 15.09.2016, 20:29

Rosenwasser hat geschrieben:wie ich Ihrer Anzeige auf xxxx entnehme, suchen Sie eine kommunikative und engagierte Mitarbeiterin mit Affinität für IT-Themen, die die Herausforderung in Ihrem Unternehmen als Entwicklungsmöglichkeit für sich sieht und am Ausbau Ihrer Marktposition mitwirkt – eine Chance, die ich gerne ergreife.
Ersatzlos streichen.
Nach Abschluss des Masterstudiums der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Controlling, Finance und Accounting habe ich mich für ein einjährige Traineeprogramm bei einer IT-Beratung _entschieden.
Lebenslaufnacherzählung. Du musst argumentieren!

Auf Grund der erfolgreichen Traineezeit, bekleide ich seit xxxx(Monat) 2015 die Position als Consultant. Zukünftig möchte ich mich auf das Controlling fokussieren.
S.o.
Da das Controlling keinen Schwerpunkt im Portfolio xxxxx (mein derzeitiger Arbeitgeber) darstellt und zudem der Einsatzbereich projektabhängig ist, bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Ihrem Hause.
Negative Motivation!!!!
Im Controlling kann ich meine sehr guten Fach- und Excel-Kenntnisse, meine IT- und Zahlenaffinität und mein ausgeprägtes analytisches Verständnis optimal einbringen.
Und aus Arbeitgebersicht gedacht?
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Consultant in IT-Projekten ist das operative Projektcontrolling meine Kernaufgabe. Ich erstelle Adhoc–Berichte, Abweichungsanalysen und Forecasts, überwache das Projektbudget und geeignete Kennzahlen und unterstütze bei der Umsetzung erforderlicher Maßnahmen. Daneben entwickele, implementiere und betreue ich Reporting-Tools auf Excel-Basis.

Sind das die Erfordernisse der Stellenausschreibung? Gut. Wenn nicht, entsprechende Dinge noch mal überdenken.
Zudem konnte ich während meines Studiums umfassende Kenntnisse im Rechnungswesen sammeln.

Aufs Können kommt es nicht so sehr an, eher aufs Umsetzen!
Im Rahmen eines Projektes habe ich durch die Entwicklung und Implementierung eines Reporting__Tools die Ausführung vereinfacht und den zeitlichen Aufwand und die Fehleranfälligkeit deutlich reduziert.
Oben hast du noch korrekt Bindestriche gemacht, hier plötzlich einen Gedankenstrich.
Bei dem Satz bleibt hängen: Fehleranfälligkeit und Zeitaufwand.
Während meiner Praktika und Berufstätigkeit war ich in verschiedenen Projekten, Standorten, Teams und Themengebieten eingesetzt.
Aktiver formulieren! ...übernahm ich Aufgaben...

Teamfähigkeit, Engagement, Selbstständigkeit, Flexibilität, eine schnelle Auffassungsgabe und einen kreativen Geist für neue Ideen, sind für mich daher nicht nur Worte, sondern gelebte Eigenschaften.
Phrasendrescherei mit ungewollter Ironie ("sind für mich daher nicht nur Worte"). Außerdem ist das vorletzte Komma falsch.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 15.09.2016, 21:04

Hallo Rosenwasser!

Dieses Anschreiben könnte mit Sicherheit deutlich besser sein, wenn es darum geht, Deine eigenen Interessen zu vertreten. Aus Sicht des Arbeitgebers sehe ich allerdings keine gravierenden Fehler. Das Kernproblem in Deinem Fall liegt wohl (leider) in der harten Faktenlage, sprich Deiner bislang relativ geringen Berufserfahrung. Gerade im Controlling sehen viele Arbeitgeber wohl lieber Leute, bei denen schon der erste Augenschein dafür spricht, dass sie einfach wissen, "wie der Hase läuft..."...

Gut, daran können wir hier nichts tun. Zum Anschreiben also: Finde ich - wie so oft hier im Forum - Deine "inoffizielle" Erläuterung an uns sehr viel aussagekräftiger als den tatsächlich zu versendenen Text. Das beginnt schon gleich besonders eklatant mit der Einleitung:
Rosenwasser hat geschrieben:wie ich Ihrer Anzeige auf xxxx entnehme, suchen Sie eine kommunikative und engagierte Mitarbeiterin mit Affinität für IT-Themen, die die Herausforderung in Ihrem Unternehmen als Entwicklungsmöglichkeit für sich sieht und am Ausbau Ihrer Marktposition mitwirkt – eine Chance, die ich gerne ergreife.
Lies das mal genau, Rosenwasser. Diese indirekte Selbsteinordnung ist als Ersteindruck butterweich. Da fällt noch nicht einmal das Wort "Controlling"... oder sonst auch nur ein einziger Begriff, der eindeutig mit einer konkreten Fähigkeit korrespondieren würde - geschweige denn, einer abgeschlossenen Ausbildung irgendeiner Art. Das, was da steht, sind Redewendungen, mit denen man unbezahlte Praktikantentätigkeiten euphemistisch zu umschreiben pflegt!

Dein Abschluss kommt dann zwar noch später... aber nicht so, dass er das Schlüsselwort "Controlling" in den Mittelpunkt stellen würde. Ungünstig sind in diesem zweiten Abschnitt auch die mehrfachen Betonungen ("einjährig" und "seit xxxx(Monat) 2015") der ErfahrungsKÜRZE!

Auch das Controlling wird dann später noch nachgereicht - wenngleich für mein Gefühl in ziemlich irritierener Form: Erst sagst Du sinngemäss, dass Dir hierzu bei Deinem aktuellen Arbeitgeber die Möglichkeit fehlt; der Folgeabsatz klingt spontan nach dem Gegenteil - als hättest Du dort eigentlich genau das, was Du wolltest. Wir hier kennen natürlich die Auflösung dieses vermeintlichen Widerspruchs aus Deiner Vorab-Erläuterung... aber der Text als solcher liest sich seltsam.

Ganz am Ende folgen dann zwar interessante Details... deren Wirkung ist an dieser Stelle durch den unvorteilhaften Einstieg bereits stark geschmälert. Und auch diese an sich schönen Details klingen für mich jetzt eher so, als würdest Du einfach mal erzählen, was Du schon gemacht hast. Es klingt für mich NICHT nach einer inhaltlichen Reaktion auf eine konkrete Aufgabenstellung der Gegenseite... wobei es natürlich schön wäre, wenn ich mich irren würde...
Rosenwasser hat geschrieben:Ein jährliches Brutto-Gehalt von XX.000 Euro würde meinen Vorstellungen entsprechen.
Die dreifache Relativierung in diesem Satz scheint deutlich zu machen, dass Du selbst Dein Gehaltswunsch bereits als pure Phantasie betrachtest...

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 16.09.2016, 07:53

Wie lange geht Deine Bewerbungsphase denn schon?

Bewirbst Du Dich auch 'weiter weg' oder bist Du ortsgebunden?

Für mich stellst Du nicht genug Bezug zum Unternehmen in Deinem Anschreiben her. Ich habe keine Ahnung von Controlling, aber für mein Gefühl ist das hier ein Masteranschreiben, das man so auf die meisten Stellen schicken könnte (wenn das man denn wollte) - mit dem Ergebnis, dass der Personaler/Leser denkt: 'Rosenwasser bewirbt sich aber sehr ökonomisch...' ;)

Etwas mehr sichtbarer Rechercheaufwand würde sich wahrscheinlich auch in einer besseren Quote niederschlagen. My five cents.

Rosenwasser
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Beitrag von Rosenwasser » 19.09.2016, 22:54

Guten Abend,

zunächst einmal vielen Dank für eure Mühe. Ich habe mir eure Anmerkungen am Wochenende durch den Kopf gehen lassen und mein Anschreiben nochmal überarbeitet.

Bitte seht mir nach, wenn ich nicht jede Anmerkung eingearbeitet habe. Ich habe das Anschreiben so angepasst, dass ich mich damit auch noch wohlfühle.

@The Guide:
Deine Anmerkung mit der Negativen Motivation verstehe ich schon, finde die Umsetzung aber schwierig. Ich habe im Anschreiben den wahren und entscheidenden Wechselgrund angegeben.

@ Fragen:
An meiner Berufserfahrung kann ich leider nichts ändern :/, wobei ich „schon“ seit fast 3 Jahren dabei bin und seit 2,5 Jahren im Controlling. Aber du hast recht, durch die ungünstige Formulierung klingt es nach noch weniger.
Den Wechselgrund habe ich auch nochmal überarbeitet. Der war wirklich einwenig missverständlich formuliert.

Die aufgezählten Aufgaben passe ich immer ja nach Stellenanzeige an, wobei diese Aufgaben auf 90% der Stellen zutreffen.

@katerfreitag:
Die Bewerbungsphase dauert 1,5-2 Monate an und brachte leider noch nicht den gewünschten Erfolg. :/ Als ich eine Stelle nach dem Studium gesucht habe, wurde ich von zahlreichen Unternehemn eingeladen, daher habe ich dieses Mal den Fehler im Anschreiben gesucht. Vielleicht war es damals auch einfach Glück.

Ja, ich suche ortsgebunden. (NRW)

Den Bezug zum Unternehmen habe ich in das Anschreiben eingebaut.


Mein neues Anschreiben:

Sehr geehrte Frau XXXX,

wie ich Ihrer Anzeige auf Ihrer Internetpräsenz entnehme, suchen Sie eine selbstständige Mitarbeiterin mit analytischem Denkvermögen – eine Chance, die ich gerne ergreife.

Nach Abschluss des Masterstudiums der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Controlling, Finance und Accounting habe ich mich im XXXX 2014 für den Einstig bei XXXX entschieden. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Consultant ist das operative Projektcontrolling meine Kernaufgabe. Ich erstelle Adhoc–Berichte, Abweichungsanalysen und Forecasts, überwache das Projektbudget und geeignete Kennzahlen und unterstütze bei der Umsetzung erforderlicher Maßnahmen. Daneben entwickele, implementiere und betreue ich Reporting-Tools auf Excel-Basis. Zudem habe ich mir während meines Studiums umfassende Kenntnisse im Rechnungswesen angeeignet. Im Rahmen eines Projektes habe ich durch die Entwicklung und Implementierung eines Reporting–Tools die Ausführung vereinfacht und den zeitlichen Aufwand und die Fehleranfälligkeit deutlich reduziert. Im Ergebnis habe ich die Steuerung des Teilprojektes „XXXX“ optimiert und so signifikant zur Verbesserung XXXX beigetragen.

Da das Controlling keinen Schwerpunkt im Portfolio XXXX darstellt und somit Controlling-Projekte nicht gezielt akquiriert werden, soll ich zukünftig in einem anderen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden. Daher bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Ihrem Hause. Im Controlling kann ich meine sehr guten Fach- und Excel-Kenntnisse, meine Zahlenaffinität und mein ausgeprägtes analytisches Verständnis optimal einbringen.

Ein innovatives und interantionales Unternehmen, das durch Entwicklungsperspektiven und einen respektvollen, offen und unkomplizierten Umgang miteinander, großen Wert auf seine Mitarbeiter legt, stellt einen idealen Arbeitgeber für mich dar.

Während meiner Praktika und Berufstätigkeit war ich in verschiedenen Projekten, Standorten, Teams und Themengebieten eingesetzt, daher hat mich mein bisheriger Werdegang mit vielen Fähigkeiten ausgestattet. Ich bin teamfähig, selbstständig, flexibel, habe eine schnelle Auffassungsgabe und einen kreativen Geist für neue Ideen.

Mein Start in Ihrem Unternehmen kann zum XXXX erfolgen. Ein jährliches Brutto-Gehalt von XX.000 Euro entspricht meiner Vorstellung.

Gerne vervollständige ich Ihre ersten Eindrücke aus meinen Bewerbungsunterlagen in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,






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katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 20.09.2016, 08:44

Ich werde jetzt mal ein bisschen überspitzt formulieren - dennoch meine ich das, was ich schreibe, als konstruktive Kritik. Sei mir also gleich nicht bös'.

Wenn Du es mal kritisch hinterfragst, dann hast Du sinngemäß dies in der Einleitung geschrieben: 'ich kann schon lesen und benutze Guugel.' Sind das Deine Kernkompetenzen und hebt Dich das vom Gros der Bewerber ab? Hab ein wenig Mitleid mit dem überlasteten Personaler und komm auf den Punkt. Zeige ihm, dass Du effizient bist: indem Du auch so schreibst - und nicht, indem Du seine Zeit verschwendest...

Den Text der Ausschreibung wiederzugeben finde ich auch gefährlich und zwar, weil das so wirkt, als ob Du nachfragst, weil Du die Ausschreibung nicht verstanden hast. Das bedeutet entweder, Du verstehst den Text nicht oooooooder der Personaler schreibt unverständliche Scheibe-Ausschreibungen... wolltest Du diesen Effekt erzielen? Dann hat's geklappt.


Im weiteren Text schreibst Du mir zu chronologisch. Erst das Studium, dann der Job. (Mal ganz davon abgesehen, dass Du Deine negative Wechselmotivation thematisierst).
Es wäre besser zu sagen: 'Ich bin (das, was gesucht wird), ich kann (das, was verlangt ist und ein bisschen mehr), ich werde (das sein, was gebraucht wird).' Also: 'ich bin Controller aus vollem Herzen, das mache ich jetzt auch. Ich kann das und das und außerdem dieses, das mache ich schon da sehr gerne und ich kenne das von da und dort.' Eventuell auch: 'Ich bin bereit, mich weiterzuentwickeln zum Dingens weil (ein Unternehmen wie das Ihre) das bei seiner Ausrichtung zu Schnickschnack benötigen könnte.'

Da hättest Du dann auch den Unternehmensbezug - OHNE solche Worthülsen wie 'international' und 'innovativ' - die schreibt sich nämlich inzwischen auch jede Klitsche mit 'nem Brieffreund in Tirol auf die Homepage.

Das war's jetzt mit meinem Rant. Du hast Dein Anschreiben schon verbessert, aber es ist halt noch nicht so, dass es ein Knüllertext wäre, der Deine Schokoladenseiten perfekt zur Geltung bringt. Du könntest es einfach besser, denke ich. :)

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 20.09.2016, 21:17

Rosenwasser hat geschrieben:wie ich Ihrer Anzeige auf Ihrer Internetpräsenz entnehme, suchen Sie eine selbstständige Mitarbeiterin mit analytischem Denkvermögen – eine Chance, die ich gerne ergreife.
Ist überflüssig, kannst du streichen.
Nach Abschluss des Masterstudiums der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Controlling, Finance und Accounting habe ich mich im XXXX 2014 für den EinstiEg bei XXXX entschieden.
Zu lebenslauflastig.

Ich erstelle Adhoc–Berichte, Abweichungsanalysen und Forecasts, überwache das Projektbudget und geeignete Kennzahlen und unterstütze WEN? bei der Umsetzung erforderlicher Maßnahmen.
Da das Controlling keinen Schwerpunkt im Portfolio XXXX darstellt und somit Controlling-Projekte nicht gezielt akquiriert werden, soll ich zukünftig in einem anderen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden. Daher bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Ihrem Hause.
Nach wie vor die negative Motivation. Naja, das hast du ja in deiner Vorrede angekündigt und das hat auch schon Katerfreitag moniert. Du sollst auch bei der Wahrheit bleiben und trotzdem nicht auf dem negativen Wechselgrund herumreiten. Das geht. Indem du darüber schreibst, was dich am Controlling begeistert und warum du das - ohne Lobhudelei! - ausgerechnet in der angeschrieben Firma machen möchtest.
Ein innovatives und interantionales Unternehmen, das durch Entwicklungsperspektiven und einen respektvollen, offen und unkomplizierten Umgang miteinander, großen Wert auf seine Mitarbeiter legt, stellt einen idealen Arbeitgeber für mich dar.
Umgekehrt denken: Du hast etwas anzubieten. Wieso bist du attraktiv für den Arbeitgeber? Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!
Während meiner Praktika und Berufstätigkeit war ich in verschiedenen Projekten, Standorten, Teams und Themengebieten eingesetzt, daher hat mich mein bisheriger Werdegang mit vielen Fähigkeiten ausgestattet.
Eingesetzt sein ist kein besonders aktives Verb. Im zweiten Satzteil bist du nur Objekt.

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