Berufsanfang nach Studium mit Kind

Alles was nicht in die oberen Foren passt und noch zur Bewerbungsmappe gehört.
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freya1987
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Berufsanfang nach Studium mit Kind

Beitrag von freya1987 » 23.02.2016, 00:42

Hallo,

da ich bislang immer wieder stark widersprüchliche Aussagen zu verschiedenen Bewerbungsthemen gelesen und gehört habe,möchte ich an dieser Stelle auf euer Know-How zurückgreifen.

Zunächst zu meiner Situation:

Die Masterarbeit ist abgegeben und wird in Kürze verteidigt, danach darf ich mich Master of Science Wirtschaftsinformatik nennen. So weit,so gut.

Nun zum eigentlichen "Problem", ich habe ein Kind welches knapp 4 Jahre alt ist. Ist dieses in der Bewerbung anzugeben? Es wurde im 4. Semester meines Bachelor Studiums geboren, welches ich in Regelstudienzeit mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen habe. Seit das Kind auf der Welt ist habe ich nebenbei immer gearbeitet, zunächst an der Uni und ab dem Masterin einem führenden IT Unternehmen.

Für den Master habe ich ein Semester mehr benötigt. Wird mir das wegen des Kindes negativ ausgelegt?

Ich habe jetzt immer wieder gelesen, dass es unglaublich wichtig ist zu betonen, dass die Betreuung gesichert ist. Gehört das nur in den Lebenslauf oder auch ins Anschreiben?

Vielen Dank für eure Hilfe

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 23.02.2016, 09:40

Ist Dein Böhnchen in der Kita? Ich würde das Kind im Lebenslauf erwähnen, die gesicherte Betreuung auch dort. Im Anschreiben, wenn überhaupt, nur ganz kurz.So nach dem Motto:„Als Mutter bin ich geübte Multitaskerin mit viel Improtalent, das ich auch in Ihrem Betrieb bei Xyz einbringen werde.“

Wird im Anschreiben etwas zu sehr betont, dann sticht das den Personalern ins Auge - macht verdächtig... ;)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 23.02.2016, 10:46

Hallo und willkommen,

wenn du schon darüber nachdenkst, wie du vermeintlich negative Aspekte in der Bewerbung verpacken kannst, dann ist das der völlig falsche Ansatz. Warum sich gleich unter Rechtfertigungsdruck setzen? Mitarbeiter mit Kindern sind etwas völlig normales. Es gibt AG, für die sind solche Mitarbeiter unproblematisch, dann gibt es wiederum AG, die sind etwas skeptischer. Du schreibst deine Bewerbung für erstgenannte Kategorie. Und diese AG gehen auch davon aus, dass ein Bewerber mit Kind sich die Betreuung organisiert hat. Welche Punkte deines Privatlebens vereinzelt negativ ankommen oder nicht, ist nicht dein Problem. Du willst schließlich nicht bei allen AG arbeiten, sondern bei einem einzigen, der am besten zu dir passt!

Es geht bei der Bewerbung um die Darstellung der Eignung, um die Aufgaben des AG fachlich einwandfrei zu lösen. Auf das Fachliche, nicht auf das Nebensächliche, musst du dich konzentrieren.

freya1987
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Beitrag von freya1987 » 23.02.2016, 19:34

Erst einmal danke für die Antworten. :)

Mir wurde auf verschiedenen Messen suggeriert,dass man mit Kind erst einmal so etwas wie ein Problemfall ist. Liegt vielleicht daran,dass die Branche recht Männer dominiert ist.

Ja die Betreuung ist organisiert und das Kind ist im Kiga und hat ja auch noch einen Vater und Großeltern. Trotzdem wird man irgendwie schräg angeschaut.

Ich werde es in den Lebenslauf packen und auf das Beste hoffen.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 23.02.2016, 19:55

Ich sehe das wie Romanum: in einem Unternehmen, dass eine wohlorganisierte Mutter, kompetent und qualifiziert, nicht einstellen will, da willst Du auch nicht arbeiten...

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 23.02.2016, 23:17

Du hast trotz Studium und Kind immer nebenbei gearbeitet? Ist doch super! Du hast also bereist vier Jahre lang bewiesen, dass du Doppel- und Dreifachbelastungen hinbekommst. Entweder, weil du hart im Nehmen oder einfach gut organisiert bist.

(Das Wort Belastungen aber bitte nicht im Anschreiben verwenden!)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 24.02.2016, 00:27

freya1987 hat geschrieben:Mir wurde auf verschiedenen Messen suggeriert,dass man mit Kind erst einmal so etwas wie ein Problemfall ist. Liegt vielleicht daran,dass die Branche recht Männer dominiert ist.
Hast Du auch schon einmal daran gedacht, dass solch ein Eindruck auch die Folge einer unvorteilhaften Gesprächsführung Deinerseits sein kann? Ich gebe zu: Ich bin keine Frau... aber trotzdem kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man in einem Fach(!)gespräch unter Profis(!) ausgerechnet im Rahmen einer Messe(!) auf das Thema "Kinder" zu sprechen kommen kann...?!? Wie startet ein technisches Gespräch und wie ist sein Verlauf, dass es mit Kindern endet? Diese Wendung muss doch irgendwie von Dir ausgegangen sein... und sei es auch nur in Form einer Vorlage, oder?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 24.02.2016, 01:13

Wie viele deiner Kommilitonen aus dem Master sind in Regelstudienzeit fertig gewesen? 10 % oder weniger? :idea: *ironie on* Und du hast ein gaaanzes Semester gebraucht? *ironie off*

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