Diplom-Rechtspflegerin Bewerbungsschreiben Ausbildung

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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orangina
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Diplom-Rechtspflegerin Bewerbungsschreiben Ausbildung

Beitrag von orangina » 18.12.2009, 15:39

Hallo!
Habe hier mal ein Anschreiben für einen Ausbildungsplatz formuliert und würde gerne eure Meinung und hoffentlich auch Verbesserungen :D hören.



Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Diplom-Rechtspfleger/in (FH)


Sehr Frau Paulsen,

durch die Internetseite des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen bin ich auf die duale Ausbildung zur Diplom-Rechtspflegerin aufmerksam geworden. Besonders ansprechend finde ich, dass man neben dem Studium einen Einblick in den Berufsalltag erhält.

Für die Ausbildung habe ich mich entschieden, da ich mich durch meine Eltern, die bei der Polizei tätig sind, sehr für das deutsche Rechtssystem interessiere. Während meines Praktikums in einer Apotheke habe ich zudem festgestellt, dass ich gerne eigenständig arbeite und Verantwortung übernehme. So durfte ich beispielsweise die Inventur durchführen und Ware bestellen.

Zurzeit besuche ich die 13. Klasse des Duisburger Krupp-Gymnasiums. Dort werde ich im Frühjahr nächsten Jahres das Abitur machen. An dieser Schule nehme ich seit sechs Jahren am bilingualen Unterricht teil. Dieser beinhaltet neben dem normalen Englischunterricht auch drei weitere Fächer, die auf Englisch unterrichtet werden.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.



Mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 19.12.2009, 18:13

Sie würde gerne Verbesserungen hören... soso... ;-)

Dann sage ich Dir mal eine, Orangina: Zwischen das "Sehr" und die "Frau" gehört ein "geehrte"... ;-)

Danach würde ich mich einmal über das Prinzip der "Dualen Ausbildung" informieren. Ich glaube nicht, dass Frau P über Deine Interpretation ("einen Einblick in die Berufstätigkeit erhalten") erbaut sein wird... ;-)

Im weiteren solltest Du m. E. einmal über die Gewichtung der nachfolgenden Punkte nachdenken: Du schreibst zu Deinem Praktikum in der Apotheke fast doppelt so viel wie zu den Themen der Ausbildung, um die Du Dich bewirbst... und noch mehr zu Deinen Fremdsprachenkenntnissen... die an dieser Stelle vermutlich vollkommen uninteressant sind. Ich würde die Prioritäten exakt umgekehrt setzen:

1) Ausbildungsinhalte
2) anderweitiges Praktikum
3) Schule (wenn relevant)

Du hast mit Deinen Eltern allerdings einen ganz grossen Trumpf auf der Hinterhand: Man könnte sich tatsächlich gut vorstellen, dass Du über deren Tätigkeiten Einiges zum Thema "Recht und Gesetz" mitbekommen hättest! Aus dieser Richtung liesse sich vermutlich eine hervorragende Bewerbung entwickeln...

orangina
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Re: Diplom-Rechtspflegerin Bewerbungsschreiben Ausbildung

Beitrag von orangina » 20.12.2009, 12:18

vielen dank für die konstruktive kritik :)
ich lag ja wirklich voll daneben :?
hier also der zweite versuch. hoffe ich hab die fragen (in klammern)
:D verständlich formuliert. "/" - heißt ich war mir beim wort unsicher.
aber ich glaub das versteht man auch so *gg*



Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Diplom-Rechtspfleger/in (FH)


Sehr geehrte Frau Paulsen,

durch die Internetseite des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen bin ich auf die duale Ausbildung zur Diplom-Rechtspflegerin aufmerksam geworden. Besonders ansprechend finde ich, dass man neben dem Studium insgesamt 15 Monate fachpraktische Ausbildung erhält. (gibt es vielleicht noch ein besseres Wort für "erhält"? das hört sich noch nicht so rund an) Speziell das Teilnehmen am Tagesablauf der Beamten und die selbstständige Bearbeitung von Aufgaben finde ich sehr interessant/ wichtig, da man lernt, wie das zuvor erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden ist.
Des Weiteren finde ich die vielfältigen Aufgabenfelder/Einsatzgebiete und Fortbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung sehr (mir gehen dir adjektive aus :( ; will nicht schon wieder interessant schreiben)
+(sollte ich die Aufgabenfelder noch weiter ausführen? hab angst, dass der Abschnitt zu lang wird. im grunde weiß die gute Frau das ja alles :) )

Für die Ausbildung habe ich mich entschieden, da ich mich durch meine Eltern, die bei der Polizei tätig sind, sehr für das deutsche Rechtssystem interessiere. (ich weiß leider nicht, wie ich das noch weiter ausführen sollte. ich lese ja in meiner Freizeit keine Gesetzestexte oder sehe mir Gerichtsshows an :) ) Während meines Praktikums in einer Apotheke habe ich zudem festgestellt, dass ich gerne eigenständig arbeite und Verantwortung übernehme. So durfte ich beispielsweise die Inventur durchführen und Ware bestellen.

Zurzeit besuche ich die 13. Klasse des Duisburger Krupp-Gymnasiums. Dort werde ich im Frühjahr nächsten Jahres das Abitur machen. An dieser Schule nehme ich seit sechs Jahren am bilingualen Unterricht teil. Dieser beinhaltet neben dem normalen Englischunterricht auch drei weitere Fächer, die auf Englisch unterrichtet werden. (ich dachte ich könnte diesen punkt mit einer eigenschaft wie leistungsbereitschaft verbinden, da ich das ja freiwillig gewählt habe.dann passt es vielleicht besser in die bewerbung?das gehörte dann doch eigentlich in den zweiten absatz, oder?)

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen.



Mit freundlichen Grüßen

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FRAGEN
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Re: Diplom-Rechtspflegerin Bewerbungsschreiben Ausbildung

Beitrag von FRAGEN » 20.12.2009, 22:43

Hallo orangina!

Das ist zwar schon besser... hat aber immer noch reichlich Potential nach oben... ;-)
orangina hat geschrieben:gibt es vielleicht noch ein besseres Wort für "erhält"? das hört sich noch nicht so rund an
Mir fällt gerade auch kein besseres ein. Aber wenn man mit einem Wort nicht so recht zurande kommt, hilft es oft, den Satz umzustellen... ;-)
orangina hat geschrieben:mir gehen dir adjektive aus :( ; will nicht schon wieder interessant schreiben
Auch hier: Wenn Du kein gutes Adjektiv an dieser einen Stelle findest, kann eine Variation der Gesamtformulierung Wunder wirken!
orangina hat geschrieben:ich weiß leider nicht, wie ich das noch weiter ausführen sollte. ich lese ja in meiner Freizeit keine Gesetzestexte oder sehe mir Gerichtsshows an :)
Hmmmmm... aber in irgend einer Form haben Deine Eltern doch schon damit zu tun, dass Du einen Bezug zum Thema hast, oder? Wie ist das denn genau?
orangina hat geschrieben:ich dachte ich könnte diesen punkt mit einer eigenschaft wie leistungsbereitschaft verbinden, da ich das ja freiwillig gewählt habe. dann passt es vielleicht besser in die bewerbung?
Auf jeden Fall! Dann ist aber auch da wieder eine Satzumstellung notwendig. Bisher klingt es so, als ginge es Dir um die Sprache... was
(zumindest in DIESER Bewerbung) argumentativ keinen richtigen Sinn hätte... ;-)
orangina hat geschrieben:das gehörte dann doch eigentlich in den zweiten absatz, oder?
Eigentlich in den dritten... der zweite ist ja schliesslich für das Thema "Recht und Gesetz"... ;-);-);-)

miamlu
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Bewerbung um einen dualen Studienplatz als Diplom-Rechtspflegerin

Beitrag von miamlu » 16.04.2019, 09:16

Bewerbung um einen dualen Studienplatz als Diplom-Rechtspflegerin

Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit der 9. Klasse verfolge ich konkret das Ziel, eine Ausbildung im Justizwesen als Rechtspflegerin zu absolvieren. In diesem kann ich meine Stärken, wie das zuverlässige und sorgfältige Arbeiten am besten einbringen. Aus diesem Grund bewerbe ich mich um einen Studienplatz als Diplom-Rechtspflegerin.
(Ich wollte in den 1. Satz etwas mehr einbringen und mein Interesse schonmal zum Ausdruck bringen aber nun bin ich mir unsicher, ob dies auch den formalen Normen so entspricht?)
Bereits in der 9. Klasse konnte ich aufgrund eines Schülerpraktikums Praxiserfahrungen im Bereich der Rechtspflege sammeln. Dieses überzeugte mich, aufgrund der vielseitigen Aufgabenbereiche und der selbständigen Arbeit, in meiner beruflichen Zukunft den Weg einer Rechtspflegerin zu verfolgen.
(Außerdem habe ich ein Praktikum beim Rechtsanwalt absolviert, welches mir bestätigt hat, dass ich definitiv im Justizwesen arbeiten möchte.
Nun stellt sich mir die Frage, ob ich das Praktikum benennen soll oder nicht, da Rechtsanwalt und Rechtspfleger dennoch zwei unterschiedliche Werdegänge sind?)
Derzeit besuche ich die 12. Jahrgangsstufe eines beruflichen Gymnasiums in xxxx. Dieses werde ich voraussichtlich 2020 mit dem Abitur verlassen.
(Sollte ich hier nochmal konkret meine Schule benennen?)
Mein Interesse für die Gesetze und Rechte eines Menschen entdeckte ich bei einer öffentlichen Gerichtverhandlung, welche wir in der 7. Klasse im Rahmen des Wirtschaftspolitikunterrichtes besuchten. Aufgrund meiner geweckten Begeisterung erkundigte ich mich nach Berufsfeldern im Justizwesen und konnte mich mit dem, der Rechtspflegerin gut identifizieren, da ich gerne im Team zusammen und für Menschen arbeite. Zudem sagt mir das duale Studium, welches Theorie und Praxis vereint im hohen Maße zu.
(Habe ich hier zu viele Details genannt, warum und wie ich auf den Beruf gekommen bin?)

Auf die Gelegenheit, Sie bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch von mir überzeugen zu können, freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen



Anlagen:
Lebenslauf
Kopien der letzten Zeugnisse
Praktikumsbescheinigung


DANKESCHÖN!!!:)
Lg

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TheGuide
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Re: Bewerbung um einen dualen Studienplatz als Diplom-Rechtspflegerin

Beitrag von TheGuide » 16.04.2019, 16:37

Eines vorneweg: Wenn du meinst, dein Anschreiben uns schon erklären zu müssen, dann ist etwas im Anschreiben schief.

miamlu hat geschrieben:
16.04.2019, 09:16
Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit der 9. Klasse verfolge ich konkret das Ziel,
Nach der Anrede geht es natürlich klein weiter.
eine Ausbildung im Justizwesen als Rechtspflegerin zu absolvieren. In diesem kann ich meine Stärken, wie das zuverlässige und sorgfältige Arbeiten am besten einbringen. Aus diesem Grund bewerbe ich mich um einen Studienplatz als Diplom-Rechtspflegerin.
Den Betreff musst du nicht wiederholen. Vermeide auch die Wortwiederholung. Zwischen zwei mal Rechtspflegerin (ob mit oder ohne Diplom) sollten mehrere Sätze liegen.
Bereits in der 9. Klasse konnte ich aufgrund eines Schülerpraktikums Praxiserfahrungen im Bereich der Rechtspflege sammeln. Dieses überzeugte mich, aufgrund der vielseitigen Aufgabenbereiche und der selbständigen Arbeit, in meiner beruflichen Zukunft den Weg einer Rechtspflegerin zu verfolgen.
Modalverben (können, müssen, sollen, dürfen) vermeide bitte.
Seit der 9. Klasse und Bereits in der 9. Klasse sind zwei sehr ähnliche Satzanfänge. Du könntest an den ersten Satz anhängen: Bereits damals sammelte ich...
Derzeit besuche ich die 12. Jahrgangsstufe eines beruflichen Gymnasiums in xxxx. Dieses werde ich voraussichtlich 2020 mit dem Abitur verlassen.
(Sollte ich hier nochmal konkret meine Schule benennen?)
Das steht im Lebenslauf. Der liegt als Dokument bei, musst du also nicht wiederholen. Du könntest stattdessen schreiben: Nach meinem Abitur (voraussichtlich 2020) VERB....
Mein Interesse für die Gesetze und Rechte eines Menschen entdeckte ich bei einer öffentlichen Gerichtverhandlung, welche wir in der 7. Klasse im Rahmen des Wirtschaftspolitikunterrichtes besuchten. Aufgrund meiner geweckten Begeisterung erkundigte ich mich nach Berufsfeldern im Justizwesen und konnte mich mit dem, der Rechtspflegerin gut identifizieren, da ich gerne im Team zusammen und für Menschen arbeite. Zudem sagt mir das duale Studium, welches Theorie und Praxis vereint im hohen Maße zu.
(Habe ich hier zu viele Details genannt, warum und wie ich auf den Beruf gekommen bin?)
Nein, eher zu sperrig formuliert. Ist ja kein Entdeckungsroman.

Dein Interesse arbeitest du ab, aber was befähigt dich zur Diplom-Rechtspflegerin bzw. zu diesem Dualen Studium (außer dem Abitur)?

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