Dokumentationsfachkraft Bewerbung ok?

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mortus
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Dokumentationsfachkraft Bewerbung ok?

Beitrag von mortus » 23.12.2019, 20:50

Hallo,

es geht um eine Stelle als Dokumentationsfachkraft für die vorzugweise eine kaufmännische Ausbildung, sowie eine eigenverantwortliche, effiziente und strukturierte Arbeitsweise und ein hohes Engagement und Verantwortungsbewusstsein verlangt wird.

Vielen Dank schon jetzt.

mit großen Interesse habe ich auf Ihrer Website gelesen, dass Sie Verstärkung für Ihren Standort **** suchen. Ihr Unternehmen bietet mir die Chance auf eine neue berufliche Perspektive und ich weiß, dass Sie mit mir einen engagierten und motivierten Mitarbeiter bekommen. Die Zwischenlagerung des anfallenden Atommülls interessieren mich schon seit längerem, besonders hervorheben möchte ich dabei den Aufbau und die Organisation der Dokumentation sowie die Prüfung von atomrechtlich relevanten Betriebsvorgängen.

Bei Ihnen sehe ich die Möglichkeit meine strukturierte und effiziente Arbeitsweise optimal einzubringen. Mit meinem Engagement setze ich meine Fähigkeiten und Fertigkeiten ideal ein, um Prozesse und Strukturen zu optimieren, sowie mir zugetragene Aufgaben gewissenhaft zu erledigen.
Während meiner Tätigkeiten in der Beschaffung für Tonträger und Merchandise bei ******* und bei ******* , habe ich meine Effizienz so weit gesteigert, dass mein zu verantwortendes Sortiment mit Leichtigkeit vergrößert wurde. Damit stiegt meine Verantwortung immens.

Eine vertrauensvolle und abwechslungsreiche Zusammenarbeit ist mir sehr wichtig, weiters bin ich aufgrund meiner Arbeitstechnik und Lernbereitschaft in der Lage, mich schnell in neue Tätigkeitsbereiche einzuarbeiten, um nach kurzer Zeit eigenverantwortlich und selbstständig zu agieren.

Ich möchte die Chance ergreifen mich in Ihrem Unternehmen einzubringen und Ihr Team zu bereichern. Auf ein weiterführendes, persönliches Gespräch freue ich mich sehr.


Mit freundlichen Grüßen,

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TheGuide
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Re: Dokumentationsfachkraft Bewerbung ok?

Beitrag von TheGuide » 23.12.2019, 22:05

mortus hat geschrieben:
23.12.2019, 20:50
mit großen Interesse habe ich auf Ihrer Website gelesen, dass Sie Verstärkung für Ihren Standort **** suchen.
Fundort in den Betreff. Mit mit großem Interesse lockst du niemanden hinterm Ofen hervor.
Ihr Unternehmen bietet mir die Chance auf eine neue berufliche Perspektive

Nichtssagend.
Die Zwischenlagerung des anfallenden Atommülls interessieren mich schon seit längerem, besonders hervorheben möchte ich dabei den Aufbau und die Organisation der Dokumentation sowie die Prüfung von atomrechtlich relevanten Betriebsvorgängen.
Wirklich? Das klingt doch eher nach pflichtschuldigem Lippenbekenntnis als der Wahrheit. Hand auf's Herz: Warum willst du die Stelle wirklich (außer um deinen Lebensunterhalt zu verdienen)?
Bei Ihnen sehe ich die Möglichkeit meine strukturierte und effiziente Arbeitsweise optimal einzubringen.
Wie?
.... engagierten Mitarbeiter...
Mit meinem Engagement...
Solche Wiederholungen sind nicht gut, zumal du dein Engagement nur behauptest, nicht mit Leben füllst.
Während meiner Tätigkeiten in der Beschaffung für Tonträger und Merchandise bei ******* und bei ******* , habe ich meine Effizienz so weit gesteigert, dass mein zu verantwortendes Sortiment mit Leichtigkeit vergrößert wurde. Damit stiegt meine Verantwortung immens.
Wiederholung steigern und stieg (+ überflüssiges t). Zudem ein Passiv. Verzichte auf Passive.
Eine vertrauensvolle und abwechslungsreiche Zusammenarbeit ist mir sehr wichtig, weiters bin ich aufgrund meiner Arbeitstechnik und Lernbereitschaft in der Lage, mich schnell in neue Tätigkeitsbereiche einzuarbeiten, um nach kurzer Zeit eigenverantwortlich und selbstständig zu agieren.

mortus
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Re: Dokumentationsfachkraft Bewerbung ok?

Beitrag von mortus » 26.12.2019, 11:02

Danke dir, es ist schön, wenn jemand einem die Augen öffnet. :)

Ich finde es sehr schwer, mich für eine Stelle zu bewerben, die mich brennend interessiert, für die ich aber außer meiner Ausbildung keine Erfahrung mitbringe.
TheGuide hat geschrieben:
23.12.2019, 22:05
Fundort in den Betreff. Mit mit großem Interesse lockst du niemanden hinterm Ofen hervor.
Habe ich so umgesetzt :)
TheGuide hat geschrieben:
23.12.2019, 22:05
Wirklich? Das klingt doch eher nach pflichtschuldigem Lippenbekenntnis als der Wahrheit. Hand auf's Herz: Warum willst du die Stelle wirklich (außer um deinen Lebensunterhalt zu verdienen)?
Stimmt schon. Mich interessiert das große und ganze dahinter, wie funktioniert die Abwicklung des Atommülls, die Bearbeitung der Dokumente. Die Arbeit stelle ich mir als so detailreich vor, dass ich mit meinen - ich betitel es mal als perfektionistischen Zügen - perfekt dort hineinpassen würde. Ich habe nur keine Idee, wie ich das formulieren soll.



Ich habe jetzt mal etwas herumforumliert und deine Kritik nach bestem Gewissen umgesetzt, den Einleitungssatz habe ich ersatzlos gestrichen. Zudem habe ich das Anschreiben um meine bisherigen Erfolge in meinem recht kurzen Berufsleben ergänzt. (Ist das bei einer Bewerbung auf eine Branchenfremde Stelle sinnvoll?).

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit meinem Engagement setze ich meine Fähigkeiten und Fertigkeiten ideal ein, um Prozesse und Strukturen zu optimieren, sowie mir zugetragene Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. So setzte ich mich während meiner Tätigkeiten Procurement Manager bei der **** zum Weihnachtsgeschäft auch in der Logistik ein, um die Mitarbeiter dort bei der Bearbeitung der Waren zu unterstützen und so einen schnelleren Versand zu gewährleisten. Während des Tagesgeschäftes steigerte ich durch meine strukturierte Arbeitsweise, bei gleichem Budget die Warenverfügbarkeit nachhaltig um 20%, was für einen erhöhten Umsatz sorgte. Zudem habe ich meine Effizienz so weit perfektioniert, dass ich meinen Verantwortungsbereich um 10% erweiterte und Kollegen entlastete. Bei meiner Arbeit als Mailorder Purchasing Agent in der ***** stellte ich den Kontakt zu einem neuen Lieferanten her, bei dem wir nach meinen Verhandlungen nun Bestandsware für einen 30% geringeren Preis beziehen und so die Marge erhöhten.

Eine vertrauensvolle und abwechslungsreiche Zusammenarbeit ist mir sehr wichtig, weiters bin ich aufgrund meiner Lernbereitschaft in der Lage, mich schnell in neue Tätigkeitsbereiche einzufinden, um nach kurzer Zeit eigenverantwortlich und selbstständig zu agieren.

Ich möchte die Chance ergreifen mich in Ihrem Unternehmen einzubringen und Ihr Team zu bereichern. Auf ein weiterführendes, persönliches Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen,

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TheGuide
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Re: Dokumentationsfachkraft Bewerbung ok?

Beitrag von TheGuide » 28.12.2019, 02:03

mortus hat geschrieben:
26.12.2019, 11:02
Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit meinem Engagement
Nach dem Komma geht es klein weiter.
setze ich meine Fähigkeiten und Fertigkeiten ideal ein, um Prozesse und Strukturen zu optimieren, sowie mir zugetragene Aufgaben gewissenhaft zu erledigen.
Fang mal mit deiner Motivation an. Warum willst du für ein Atommülllager arbeiten? Was begeistert dich daran?
So setzte ich mich während meiner Tätigkeiten Procurement Manager bei der **** zum Weihnachtsgeschäft auch in der Logistik ein, um die Mitarbeiter dort bei der Bearbeitung der Waren zu unterstützen und so einen schnelleren Versand zu gewährleisten. Während des Tagesgeschäftes steigerte ich durch meine strukturierte Arbeitsweise, bei gleichem Budget die Warenverfügbarkeit nachhaltig um 20%, was für einen erhöhten Umsatz sorgte. Zudem habe ich meine Effizienz so weit perfektioniert, dass ich meinen Verantwortungsbereich um 10% erweiterte und Kollegen entlastete. Bei meiner Arbeit als Mailorder Purchasing Agent in der ***** stellte ich den Kontakt zu einem neuen Lieferanten her, bei dem wir nach meinen Verhandlungen nun Bestandsware für einen 30% geringeren Preis beziehen und so die Marge erhöhten.
Ich verstehe nicht, warum das alles für die Dokumentationsfachkraft in einem Atommülllager von Belang ist. Greifst du hier irgendetwas aus der Ausschreibung auf?

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