Lüge bei Gehaltsfrage

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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Tilleo
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Lüge bei Gehaltsfrage

Beitrag von Tilleo » 02.05.2019, 14:06

Liebe Leser,

ich habe ein Bewerbungsgespräch hinter mir, welches erfolgreich lief.
Ich habe eine Jobzusage erhalten.

Leider bereitet mir nur eine Sache schlaflose Nächte:
Ich habe bei der Frage, wie viel ich bisher verdient habe, nicht ehrlich geantwortet.

Ehrlich gesagt war ich über die Frage an sich total überrascht und habe erst hinterher gelesen, dass die Frage wohl öfter mal gestellt wird.
Da war ich wohl nicht ausreichend vorbereitet.
Dies wäre nun mein dritter Arbeitgeber in 10 Jahren, bisher ist mir das in einem Vorstellungsgespräch noch nicht passiert.
Nun habe ich natürlich furchtbare Angst, dass diese Lüge heraus kommt.
Das Internet sagt im allgemein, dass man diese Frage wahrheitsgemäß beantworten sollte. Das ist nur leider eine Info, die ich eben erst im Nachhinein recherchiert habe.
Der neue Arbeitsvertrag ist unterschrieben und der alte Job gekündigt.

Für diejenigen, die sich mit der Bearbeitung von Löhnen auskennen: Ich werde im laufenden Jahr wechseln (2019), allerdings habe ich für dieses Jahr kein Gehalt bezogen, weil ich mich in Elternzeit befunden habe und das Jahr, in welchem Elterngeld gezahlt wurde (2018), bereits verstrichen ist.

Wie ist hier die Lage? Könnte mein Schwindel auffliegen?
Ist es jemanden mal ähnlich ergangen und hat die entsprechenden Konsequenzen tragen müssen?

Vielen Dank für Rückmeldungen
Tilleo

Romanum
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Re: Lüge bei Gehaltsfrage

Beitrag von Romanum » 02.05.2019, 14:40

Tilleo hat geschrieben:
02.05.2019, 14:06
Ich habe bei der Frage, wie viel ich bisher verdient habe, nicht ehrlich geantwortet.

Hallo, und worin bestand die Lüge? Was wäre denn im Vergleich ehrlich gewesen?
Tilleo hat geschrieben:
02.05.2019, 14:06
Das Internet sagt im allgemein, dass man diese Frage wahrheitsgemäß beantworten sollte. Das ist nur leider eine Info, die ich eben erst im Nachhinein recherchiert habe.

Dann lügt eher "das Internet". :wink: Die Frage nach dem bisherigen Gehalt muss man nämlich nicht beantworten; sonst könnte ja jeder Arbeitgeber in Vorstellungsgesprächen die Gehälter der Konkurrenz erfragen. Aber wenn man darauf antwortet, dann sollte es natürlich der Wahrheit entsprechen - wobei die Wahrheit auch immer interpretationsfähig ist.

Tilleo
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Re: Lüge bei Gehaltsfrage

Beitrag von Tilleo » 02.05.2019, 16:00

Hallo Romanum,

ich habe auf die Frage, wie viel ich denn im vorherigen Unternehmen verdient hätte, eine falsche Summe genannt. Sie ist höher als es tatsächlich der Fall ist.

Sollte mein neuer Arbeitgeber das bemerken könnte er mich jedenfalls in der Probezeit recht einfach wieder entlassen. Und daher wüsste ich so gern, ob er es denn heraus finden könnte.

Wie geschrieben hatte ich im laufenden Jahr bisher kein Gehalt.

Viele Grüße!

Tilleo
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Re: Lüge bei Gehaltsfrage

Beitrag von Tilleo » 02.05.2019, 16:14

Im übrigen finde ich es ein schwieriges Thema. Bei Schwangerschaft und Kinderplanung ist Lügen erlaubt, bei Gehalt nicht. Aber das ist wohl eine andere Diskussion...

mabbino
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Re: Lüge bei Gehaltsfrage

Beitrag von mabbino » 09.05.2019, 11:37

Tilleo hat geschrieben:
02.05.2019, 16:00
Hallo Romanum,

ich habe auf die Frage, wie viel ich denn im vorherigen Unternehmen verdient hätte, eine falsche Summe genannt. Sie ist höher als es tatsächlich der Fall ist.

Sollte mein neuer Arbeitgeber das bemerken könnte er mich jedenfalls in der Probezeit recht einfach wieder entlassen. Und daher wüsste ich so gern, ob er es denn heraus finden könnte.

Wie geschrieben hatte ich im laufenden Jahr bisher kein Gehalt.

Viele Grüße!
So einfach ist das nicht mit der von der genannten Probezeit. Guck mal was da steht:
https://www.zeit.de/karriere/beruf/2014 ... ten-rechte
"Einfach" entlassen gibt es in Deutschland nicht mehr, dafür ist der Arbeitnehmer entsprechend geschützt. Aber lügen sollte man natürlich dennoch nicht.

Zerschmetterling
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Re: Lüge bei Gehaltsfrage

Beitrag von Zerschmetterling » 12.05.2019, 08:04

Hier ist sicherlich die vertraglich vereinbarte Probezeit gemeint (meist 6 Monate). Während der Probezeit kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen kündigen.

VG Zerschmetterling

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