Physiker Bewerbung Muster zum Berufseinstieg nach Studium

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TroubleSpell
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Physiker Bewerbung Muster zum Berufseinstieg nach Studium

Beitrag von TroubleSpell » 30.12.2015, 16:12

Hallo,
ich bin momentan noch Student und möchte jetzt meine ersten Bewerbungen fertig machen. Ich möchte mich bei einem Unternehmen bewerben, welches sich mit verschiedenen optischen Technologien, wie Laserbehandlung von Augen, Laserskalpelle und Mikrosopischen-Technologien auseinandersetzt. Dabei geht es um die Entwicklung und Optimierung der Laser und der Evaluierung der Effekte der Laser auf lebendiges Gewebe. Da es sich um eine Initiativbewerbung handelt, kann ich leider keine Stellenbeschreibung angeben.

Ich freue mich über Verbesserungsvorschläge zu meinem Muster. Vor allem weiß ich noch nicht, was ich genau in den Betreff schreiben soll :? .

"Initiativbewerbung auf einen Arbeitsplatz zum April 2015

Sehr geehrter Herr Dr. xxx,
wenn Sie nach jemanden mit besonderen Kenntnissen in der Photonik und der Laserphysik suchen, dann ist meine Bewerbung sicherlich von Interesse für Sie.

Zurzeit studiere ich Physik mit dem Schwerpunkt Photonik an der Universität Rostock. Ich werde das Studium im März mit dem Titel Master of Science erfolgreich abschließen und suche zum 01.04.2015 eine Stelle.

An Ihrem Unternehmen reizt mich besonders die Verbindung von Lasertechnologie mit medizinischen Anwendungen. Das liegt vor allem daran, dass ich während meines Studiums eine Faszination für optische Technologien und speziell für Laser entwickelt habe. Des Weiteren interessiere ich mich für Biologie und Medizin hobbymäßig.
Während meines Studiums konnte ich mich in verschiedene Themengebiete einarbeiten und mir selbst Kenntnisse zu diversen Themen anzueignen. Darunter zählen, das Arbeiten mit Programmen wie Mathematica und LateX, sowie die Programmierung in LabVIEW und Grundlagen in G-Code.

Ich bin generell ein sehr motivierter Mensch und wurde deshalb auch mit einem Job als wissenschaftliche Hilfskraft an dem Lehrstuhl Mikro- und Nanotechnik elektronischer Systeme unter Professor Hohlfeld an der Universität Rostock belohnt, nachdem ich die beste Klausur geschrieben hatte. Hierbei war es meine Aufgabe ein neues Projekt vorzubereiten. Dazu zählten die Erstellung einer Literaturdatenbank sowie eine Bestellliste der notwendigen Geräte für das Projekt anzufertigen. Bei dem Projekt sind mittlerweile die Experimente gestartet.
Ich erlangte zudem Kenntnisse in dem Umgang mit einem Ti:Saphir Kurzpulslaser und die Vermessung von ultrakurzen Pulsen mit dem sogenannten FROG-Verfahren, als ich meine Masterarbeit bei Professor Mitschke an der Universität Rostock anfing. Aufgrund eines Defektes am Laser konnte ich dort meine Masterarbeit nicht abschließen und mir wurde angeboten, meine Masterarbeit unter Professor Hohlfeld schreiben. Dort richtete ich einen kamerabasierten Laser-Beam-Profiler nach dem ISO 11146 ein. Anschließend schrieb ich mithilfe der anderen Mitarbeiter erfolgreich erste Wellenleiter in einen photosensitiven Lack. Dies geschah mit einem zuvor mit dem Laser-Beam-Profiler optimierten UV-Laser. Die Wellenleiter habe ich anschließend mit einem High-End Lichtmikroskop von Keyence vermessen.

Aufgrund meiner Arbeit mit Lasern bin ich interessiert daran, Laser zu entwickeln und zu optimieren, sowie neue praktische Einsatzmöglichkeiten kennenzulernen.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

xxx xxx"

Vielen Dank und viele Grüße,
TroubleSpell

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 30.12.2015, 18:56

"Initiativbewerbung auf einen Arbeitsplatz zum April 2015

Sehr geehrter Herr Dr. xxx,
wenn Sie nach jemanden mit besonderen Kenntnissen in der Photonik und der Laserphysik suchen, dann ist meine Bewerbung sicherlich von Interesse für Sie. Finde ich nicht gelungen, denn: Herr Dr. sucht nicht, sonst wäre eine Stelle ausgeschrieben...

Zurzeit studiere ich Physik mit dem Schwerpunkt Photonik an der Universität Rostock. Ich werde das Studium voraussichtlich im März mit dem Titel Master of Science erfolgreich abschließen und suche zum 01.04.2015 eine Stelle.

An Ihrem Unternehmen reizt mich besonders die Verbindung von Lasertechnologie mit medizinischen Anwendungen. Das liegt vor allem daran, dass ich während meines Studiums eine Faszination für optische Technologien und speziell für Laser entwickelt habe. Des Weiteren interessiere ich mich für Biologie und Medizin hobbymäßig.
(alternativ: Außerdem beschäftige ich mich in meine Freizeit mit Biologie und Medizin - bitte belegen)Während meines Studiums habe ich mich in xxx eingearbeitet und mir selbst Kenntnisse in xxx angeeignet. Aktiv-Konstruktion - nach Möglichkeit kein 'konnte' verwenden. Die verschiedenen Themengebiete würde ich spezifizieren. Da zu zählen (kein Komma) das Arbeiten mit Programmen wie Mathematica und LateX, sowie die Programmierung in LabVIEW und Grundlagen in G-Code.

Ich bin generell ein sehr motivierter Mensch und wurde deshalb auch mit einem Job als wissenschaftliche Hilfskraft an dem Lehrstuhl Mikro- und Nanotechnik elektronischer Systeme unter Professor Hohlfeld an der Universität Rostock belohnt, nachdem ich die beste Klausur geschrieben hatte. Hier hast Du Dir den Hiwi erarbeitet - das würde ich auch so formulieren. Hierbei war es meine Aufgabe ein neues Projekt vorzubereiten. Welches Projekt genau?Dazu zählten die Erstellung einer Literaturdatenbank sowie die Anfertigung einer Bestellliste der notwendigen Geräte für das Projekt xyz . Bei dem Projekt sind mittlerweile die Experimente gestartet.
Ich erlangte zu schwach zudem Kenntnisse in dem Umgang mit einem Ti:Saphir Kurzpulslaser und in der Vermessung von ultrakurzen Pulsen mit dem sogenannten FROG-Verfahren, als ich meine Masterarbeit bei Professor Mitschke an der Universität Rostock anfing. Aufgrund eines Defektes am Laser konnte ich dort meine Masterarbeit nicht abschließen und mir wurde angeboten, meine Masterarbeit unter Professor Hohlfeld schreiben. Dort richtete ich einen kamerabasierten Laser-Beam-Profiler nach dem ISO 11146 ein. Anschließend schrieb ich im Team zusammen mit anderen Mitarbeitern erfolgreich erste Wellenleiter in einen photosensitiven Lack. Dies geschah mit einem zuvor mit dem Laser-Beam-Profiler optimierten UV-Laser. Die Wellenleiter habe ich anschließend mit einem High-End Lichtmikroskop von Keyence vermessen.

Aufgrund meiner Arbeit mit Lasern bin ich interessiert daran, Laser zu entwickeln und zu optimieren, sowie neue praktische Einsatzmöglichkeiten kennenzulernen.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

xxx xxx"

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TheGuide
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Re: Physiker Bewerbung Muster zum Berufseinstieg nach Studium

Beitrag von TheGuide » 31.12.2015, 19:20

TroubleSpell hat geschrieben:Sehr geehrter Herr Dr. xxx,
|Abstand
wenn Sie nach jemanden mit besonderen Kenntnissen in der Photonik und der Laserphysik suchen, dann ist meine Bewerbung sicherlich von Interesse für Sie.
Der Einstieg ist langweilig. Du spekulierst, anstatt dein erstes Argument anzubringen.
Zurzeit studiere ich Physik mit dem Schwerpunkt Photonik an der Universität Rostock. Ich werde das Studium im März mit dem Titel Master of Science erfolgreich abschließen und suche zum 01.04.2015 eine Stelle.
:arrow: Lebenslauf
Während meines Studiums konnte ich mich in verschiedene Themengebiete einarbeiten und mir selbst Kenntnisse zu diversen Themen anzueignen.
Während meines Studiums arbeitete ich mich ... ein und eignete mir ... an.
Darunter zählen, das Arbeiten mit Programmen wie Mathematica und LateX, sowie die Programmierung in LabVIEW und Grundlagen in G-Code.
Vor sowie kommt kein Komma.

TroubleSpell
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Beitrag von TroubleSpell » 01.01.2016, 12:18

Vielen Dank für eure Antworten.
Ich werde dann mal meinen ersten Satz ändern und die anderen Anmerkungen umsetzten :)

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Bodylotion
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Physiker in der Materialentwicklung

Beitrag von Bodylotion » 24.03.2020, 14:43

Hallo.
Ich bin nun bald mit dem Master fertig und bin fleißig am Bewerbung schreiben. Es handelt sich um eine Initiativbewerbung im Bereich Forschung und Entwicklung.. genauer, Materialentwicklung/Atomic simulations. Ich bin zwar in einem anderen Fachbereich, mache aber im Grunde etwas Ähnliches. Ich bewerbe mich hauptsächlich für eine Festanstellung, würde aber gerne im Unternehmen noch den Doktor machen, falls sie das anbieten.
Hier, was ich bisher habe:
......................

mein Masterstudium nähert sich dem Ende und ich freue mich sehr, mein theoretisch erlangtes Wissen mit einer in die Zukunft hineinwirkenden Tätigkeit zu vertiefen. Da mich die Anwendung von physikalischen Theorien auf technische Lösungsansätze sehr fasziniert, werde ich Ihr Team besonders mit meinen fachlichen Fähigkeiten aber auch mit sozialer Kompetenz tatkräftig unterstützen.

Während des Studiums habe ich hervorragende analytische Fähigkeiten erlangt, die mir bei meinen bisherigen Tätigkeiten geholfen haben, meine Aufgaben effizient und nachhaltig zu erledigen. In Seminarvorträgen und meiner Bachelorarbeit in der Kernphysik habe ich umfangreiche Arbeiten kurz und strukturiert dargestellt und habe im Kontext von Gruppenarbeiten meine Kommunikationsfähigkeit bewiesen. Erste praktische Erfahrungen in der Entwicklung sammelte ich im Rahmen meiner Berufsausbildung zum Industriemechaniker, in der ich unter anderem eigenständig ein mechanisch schaltbares Zweiganggetriebe entwickelte. Weiterhin konstruierte ich während meiner Bachelorarbeit einen speziellen Teststand, um neue Detektoren für ein Experiment zu testen. Im Laufe eines Computational Physics-Projekts habe ich zudem erste Erfahrungen in der Anwendung mit Python gesammelt. Während meiner Masterarbeit erweitere ich meine Programmierkenntnisse, indem ich Eigenschaften von Quark-Materie mit einem aus der Festkörperphysik stammenden Modell unter Verwendung von C/C++ untersuche. Diese möchte ich nach Möglichkeit ausbauen oder auf weitere Programmiersprachen ausweiten.

Besonders interessiert mich die Entwicklung neuer Materialien, in deren Erforschung und Realisierung ich meine bisherigen Fähigkeiten einbringen und sie im materialwissenschaftlichen Bereich erweitern möchte. Weiterhin wende ich gerne meine Kenntnisse aus der Kernphysik in verwandten Bereichen an, um bei der Weiterentwicklung Ihrer Glas- und CERAN-Produkte beizutragen.

Die zukunftsweisende Zusammenarbeit in Ihrem Unternehmen verknüpfe ich auch gerne mit einer Dissertation.
Eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch werde ich gerne annehmen und freue mich auf Ihre Rückmeldung.

......................
Ich glaube allerdings, dass im 2. Absatz der Kram mit der Berufsausbildung und der Bachelorarbeit weniger interessant ist, da die Abteilung, in der ich mich bewerbe, eher theoretischen Tätigkeiten nachgeht.

P.S.: Ich finde es super, wie ihr euch hier um die Bewerbungen der Leute kümmert. Ich habe bereits letztes Jahr dank eurer Hilfe eine super Bewerbung hinbekommen, mit der ich Einladungen für Job-Interviews bekommen habe. Wurde leider trotzdem nichts draus, was andere Gründe hatte.

Viele Grüße

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TheGuide
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Re: Physiker in der Materialentwicklung

Beitrag von TheGuide » 24.03.2020, 15:06

Bodylotion hat geschrieben:
24.03.2020, 14:43
mein Masterstudium nähert sich dem Ende und ich freue mich sehr, mein theoretisch erlangtes Wissen mit einer in die Zukunft hineinwirkenden Tätigkeit zu vertiefen. Da mich die Anwendung von physikalischen Theorien auf technische Lösungsansätze sehr fasziniert, werde ich Ihr Team besonders mit meinen fachlichen Fähigkeiten aber auch mit sozialer Kompetenz tatkräftig unterstützen.

Während des Studiums habe ich hervorragende analytische Fähigkeiten erlangt, die mir bei meinen bisherigen Tätigkeiten geholfen haben, meine Aufgaben effizient und nachhaltig zu erledigen. In Seminarvorträgen und meiner Bachelorarbeit in der Kernphysik habe ich umfangreiche Arbeiten kurz und strukturiert dargestellt und habe im Kontext von Gruppenarbeiten meine Kommunikationsfähigkeit bewiesen.
Achte mal darauf, Wiederholungen zu vermeiden.

Erste praktische Erfahrungen in der Entwicklung sammelte ich im Rahmen meiner Berufsausbildung zum Industriemechaniker, in der ich unter anderem eigenständig ein mechanisch schaltbares Zweiganggetriebe entwickelte. Weiterhin konstruierte ich während meiner Bachelorarbeit einen speziellen Teststand, um neue Detektoren für ein Experiment zu testen. Im Laufe eines Computational Physics-Projekts habe ich zudem erste Erfahrungen in der Anwendung mit Python gesammelt. Während meiner Masterarbeit erweitere ich meine Programmierkenntnisse, indem ich Eigenschaften von Quark-Materie mit einem aus der Festkörperphysik stammenden Modell unter Verwendung von C/C++ untersuche. Diese möchte ich nach Möglichkeit ausbauen oder auf weitere Programmiersprachen ausweiten.
Ich glaube allerdings, dass im 2. Absatz der Kram mit der Berufsausbildung und der Bachelorarbeit weniger interessant ist, da die Abteilung, in der ich mich bewerbe, eher theoretischen Tätigkeiten nachgeht.
Dann folge mal deinem Gefühl...

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