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Uni-Abschluss aber KEINE Berufserfahrung mit 40 Jahren
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 04.06.2014, 21:40    Titel: Uni-Abschluss aber KEINE Berufserfahrung mit 40 Jahren



Ich habe ein Problem.
Ich bin bereits um die 40, habe einen Master-
Abschluss , aber in dem Bereicht NULL Berufserfahrung.
Der Master ist schon einige Jahre her, aber ich habe bisher immer nur in langweiligen, schlechtbezahlten Buero- oder Kundenservice-jobs gearbeitet, da ich nichts besseres finden konnte, und das lag daran, dass ich oft umgezogen bin (musste sein), und nie lange eine Taetigkeit nachweisen konnte.
Nun zum eigentlichen Problem:
Ich kann mich nicht auf Stellenanzeigen in meinem Gebiet (also meinem Abschluss entsprechend) bewerben, weil ich in meinem Alter weder als Praktikantin/Berufsanfaenger gelten kann, noch irgendwelche Berufserfahrungen nachweisen kann.
In allen Stellenangeboten steht entweder "min 3 Jahre", "3-5 Jahre Erfahrung", oder "einschlaegige Berufserfahrung erwuenscht", oder aber man wird gleicht geduzt, es steht dann "wenn du in einem jungen, dynamischen Team arbeiten moechtest........", was ja an Berufsanfaenger und Praktikanten adressiert ist"
In keinem der oben genannten Faelle kann ich micht bewerben. Habe weder Erfahrung, noch bin ich Berufsanfaenger, in meinem Alter.
Dazu kommt, dass man in dem Alter sowieso nicht genommen wird, wenn die Stellenanzeige einen schon duzt.....
Was koennt Ihr mir raten? ich weiss echt nicht mehr weiter Traurig
danke im voraus
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12168

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 00:28    Titel: Re: Uni-Abschluss aber KEINE Berufserfahrung mit 40 Jahren

jami hat Folgendes geschrieben:
Ich kann mich nicht auf Stellenanzeigen in meinem Gebiet (also meinem Abschluss entsprechend) bewerben, weil ich in meinem Alter weder als Praktikantin/Berufsanfaenger gelten kann, noch irgendwelche Berufserfahrungen nachweisen kann.


Hmmmm... was heisst das jetzt für Deine Pläne? Ziehst Du daraus die Konsequenz, etwas Anderes zu tun (wenn ja, was?)? Oder suchst Du noch nach einem möglichst geschickten Weg, Dich DOCH in Deinem gelernten Fach zu bewerben? In welchem übrigens?
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 03:54    Titel:

Das Problem ist, ICH WEISS NICHT WEITER!ich habe keine Plaene, darum wende ich mich ja ans Forum Traurig
ich wuerde gerne wissen, was Ihr fuer Ratschlaege gibt?
Kann man sich in dem Alter auf eine Stelle fuer Berufseinsteiger bewerben, wo in der Stellenanzeige schon steht

"wenn du in einem jungen dynamischen Team mitarbeiten willst......"

oder kann ich mich OHNE jegliche Erfahrung auf eine Stelle bewerben, wo es heisst

"einschlaegige Berufserfahrung ", oder ""min 3-5 Jahre", und solche Geschichten.

Ich kann mich ja nirgends bewerben.
Nochmal von vorne studieren in meinem Alter, da stehe ich wieder OHNE Berufserfahrung da.
Was wuerdet Ihr denn an meiner Stelle machen in so einer Situation?
weiterhin im Niedriglohnsektor arbeiten?
kann kaum meine Miete zahlen, trotz Master-Abschluss.
Waere fuer ein paar Tips dankbar, ich weiss ja nicht mehr weiter
Traurig [color=green]
[/color]
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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 10623

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 13:07    Titel:

Bewirb dich einfach trotzdem. Nimm das mit dem jungen dynamischen Team als Eigenwerbung der Firma und denk daran: Man ist immer nur so alt, wie man sich anfühlt Winken
Nein, ernsthaft: Alter ist eine Kopfsache. Manche sind mit 22 schon alt andere sind mit 40 noch jung. Die Frage ist, ob du davon dein Gegenüber überzeugen kannst oder nicht.
Nimm die geforderter Berufserfahrung als Sollkriterium.
(BTW hast du in den 20 Jahren vom Abitur bis jetzt Berufserfahrungen erworben?)
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 16:01    Titel:

TheGuide hat Folgendes geschrieben:
Bewirb dich einfach trotzdem. Nimm das mit dem jungen dynamischen Team als Eigenwerbung der Firma und denk daran: Man ist immer nur so alt, wie man sich anfühlt Winken
Nein, ernsthaft: Alter ist eine Kopfsache. Manche sind mit 22 schon alt andere sind mit 40 noch jung. Die Frage ist, ob du davon dein Gegenüber überzeugen kannst oder nicht.
Nimm die geforderter Berufserfahrung als Sollkriterium.
(BTW hast du in den 20 Jahren vom Abitur bis jetzt Berufserfahrungen erworben?)


in den letzen 20 Jahren habe ich wie gesagt nur in schlechtbezahlten Jobs (Kundendienst, leichte Bueroarbeit, Callcenter usw ) gearbeitet. Immer nur ein paar Monate hier, ein paar Monate da, und jahrelang rumstudiert, mehrmals die Uni gewechselt, das Land gewechselt, bis ich vor einigen Jahren eine Abschluss gemacht habe.
Daher habe ich in meinem Fach NULL Berufserfahrung.
Und sonst auch nur mal hier mal da, nicht mal 2 Jahre am Stueck habe ich in einer Firma/einem Unternehmen gearbeitet. Das gefaellt natuerlich keinem Arbeitgeber. Allein deshalb schon kann ich mich nirgends bewerben wo steht
"einschlaegige", oder "3-5 Jahre ", Berufserfahrung.
Bei mir sieht der Lebenslauf ziemlich uebel aus in der Hinsicht.
Arbeitszeugnisse habe ich auch keine, da ich hauptsaechlich in den USA war, wo es nicht ueblich ist Arbeitszeugnisse zu bekommen.

Wie soll ich mich nun auf Stellen in Deutschland bewerben, wo "junges dynamisches Team" steht (offensichtlich Zielgruppe 20-30 Jahre), und man auch noch geduzt wird? Wie soll ich da bloss argumentieren, damit die mich ueberhaupt nehmen? Da ist sicher der Chef auch max. 30 Jahre alt!
Traurig
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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 10623

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 19:16    Titel:

Du wirst aber doch zumindest von den Universitäten Nachweise haben. Und schreib doch mal deine ehemaligen Arbeitgeber in den USA an, ob sie dir Arbeitszeugnisse ausstellen können, du würdest das in Dtld. benötigen.

Als Außenstehender hat man immer leicht reden, aber du scheinst mir sehr defizitorientiert zu denken. Denke um! Berufserfahrung? Ja klar, mehrere Jahre in den USA. So musst du denken und dich verkaufen.

Ist natürlich klar, dass man nicht von dem einen Tag auf den anderen umdenken kann.
Welche Dinge hast du geleistet?
Was macht dich besonders stolz?
Was hast du anderen an Erfahrung voraus?
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 20:25    Titel:

TheGuide hat Folgendes geschrieben:
Du wirst aber doch zumindest von den Universitäten Nachweise haben. Und schreib doch mal deine ehemaligen Arbeitgeber in den USA an, ob sie dir Arbeitszeugnisse ausstellen können, du würdest das in Dtld. benötigen.

Als Außenstehender hat man immer leicht reden, aber du scheinst mir sehr defizitorientiert zu denken. Denke um! Berufserfahrung? Ja klar, mehrere Jahre in den USA. So musst du denken und dich verkaufen.

Ist natürlich klar, dass man nicht von dem einen Tag auf den anderen umdenken kann.
Welche Dinge hast du geleistet?
Was macht dich besonders stolz?
Was hast du anderen an Erfahrung voraus?


-Nachweise von Unis, ja, aber Arbeitserfahrung ist was Arbeitnehmer sehen wollen, nicht lediglich einen Abschluss (es sei denn man ist gerade mal 22 Jahre alt und hat soeben den Abschluss gemacht)

- Arbeitszeugnisse gibt es in den USA nicht, und kein Arbeitgeber wird dir eins ausstellen, weil es einfach nicht ueblich ist. Traurig
Wenn man einen job verlaesst, gibt man lediglich den Namen des vorherigen Arbeitgebers als "Referenz" an, und dann kann der neue/zukuenftige Arbeitgeber den alten anrufen (Auskunft erteilt man nur per Telefon, nie schriftlich), und fragen, ob Frau X dort tatsaechlich taetig war, dann heisst es dann" ja, sie war hier taetig". Zusaetzlich kann der neue Arbeitgeber auch fragen "Wuerden Sie Frau X wieder einstellen?"
Der alte Arbeitgeber kann dann "ja", oder "nein" sagen.
Dann ist klar, was er von dem Arbeitnehmer haelt.
Mehr ist da nicht. Ich habe mehrere Jahre in den USA gelebt/gearbeitet, so laeuft das hier ab. keine Arbeitszeugnisse wie in deutschland.
- ich denke nicht defizitorientiert, nur realistisch. wenn ich keine Qualifikationen nachweisen kann, die gefragt sind fuer den Markt, dann sage ich das eben auch ganz ehrlich.
Meine Berufserfahrung war lediglich im Niedriglohnbereich (Callcenter, Kundendienst) und SEHR einfachen Buerotaetigkeiten (Rezeption), wo man wirklich nichts machen musste ausser mal ans Telefon zu gehen.
Daher kann ich wirklich nicht von "einschlaegiger" Berufserfahrung reden, zumal jeder Job maximal 6 monate gedauert hat, dann kam schon wieder ein anderer Arbeitgeber........
- daher meine Frage, wie argumentiere ich, warum ich mich fuer Stellen bewerbe, die eigentlich als Zielgruppe "Berufseinsteiger" haben (wie zB Stellenanzeigen die einen duzen, und von "jungem , dynamischem Team" sprechen?
Wie soll man begruenden, warum man sich auf solche Stellenanzeigen bewirbt ?
Geschockt

danke im voraus
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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12168

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 21:11    Titel:

jami hat Folgendes geschrieben:
wenn ich keine Qualifikationen nachweisen kann, die gefragt sind fuer den Markt, dann sage ich das eben auch ganz ehrlich.


Das ist ja auch OK... aber bestenfalls die halbe Wahrheit. Zur echten Ehrlichkeit gehört ja auch, was Du zu bieten hast... und davon haben wir bislang noch nichts gehört. Hol das doch mal nach: Sag uns, was für eine Tätigkeit Du gerne ausüben würdest (wenn man Dich liesse)... und was Du für diese Tätigkeit an Voraussetzungen mitbringst. Ich benutze hier ganz bewusst den extrem offenen Betriff "Voraussetzung"... weil das erst einmal alles sein kann. Neben der Erfahrung (von der wir jetzt mal ausnahmsweise NICHT reden) auch theoretisches Wissen, Charaktereigenschaften, persönliche Interessen oder eigene Gedanken bzw. Wertvorstellungen. Fang einfach mal an...

jami hat Folgendes geschrieben:
wie argumentiere ich, warum ich mich fuer Stellen bewerbe, die eigentlich als Zielgruppe "Berufseinsteiger" haben (wie zB Stellenanzeigen die einen duzen, und von "jungem , dynamischem Team" sprechen?


Damit setzt Du ja schon einmal voraus, dass Du Dich auf ANZEIGEN bewirbst. Ich würde das nicht voraussetzen. Genau genommen würde ich sogar davon ausgehen, dass Du genau das in der Regel gerade NICHT tun wirst. Du bist m. E. eine fast schon klassische Initiativ-Bewerberin... die Prophetin, die halt selbst zum Berg geht, wenn der nicht zu ihr kommt... Winken

Mit diesem Schritt bist Du Deine ganzen Argumentationssorgen nämlich erstmal los: Du antwortest beim Bewerben nicht auf Fragen, die Dir schlecht ins Konzept passen... sondern setzt die Themen selbst - und zwar solche, die Dir gut passen!

Unabhängig davon: Wer hindert Dich am Duzen... und daran, Spass in einem jungen, dynamischen Team zu haben? Ich bin auch über 40... und arbeite total gerne mit Leuten, die 15 Jahre jünger sind. Man muss auch nicht immer mit Gewalt die Flöhe husten hören wollen. Man kann auch einfach ein fröhliches Gesicht machen, nett zu den Leuten sein... und erleben, dass die dann auch nett zu einem selbst sind. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich ist der Einfluss der eigenen Einstellung zum Geschehen gigantisch...
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 21:44    Titel:

Zitat:

Unabhängig davon: Wer hindert Dich am Duzen... und daran, Spass in einem jungen, dynamischen Team zu haben? Ich bin auch über 40... und arbeite total gerne mit Leuten, die 15 Jahre jünger sind. Man muss auch nicht immer mit Gewalt die Flöhe husten hören wollen. Man kann auch einfach ein fröhliches Gesicht machen, nett zu den Leuten sein... und erleben, dass die dann auch nett zu einem selbst sind. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich ist der Einfluss der eigenen Einstellung zum Geschehen gigantisch...




ich bin ja nicht diejenige, die was dagegen hat, mit juengeren Menschen zusammen zu arbeiten.Es sind die juengeren, die sich in der Regel unwohl fuehlen.
War beim Studium auch so, beim Master.
Es waren alle 15-20 Jahre juenger. 90% haben mich gemieden, und das OBWOHL ich 10 Jahre juenger aussehe, mich wie eine 22 jaehrige anziehe, und gar keine Freunde ueber 35 habe.
Kann mir daher nicht vorstellen, dass ein Team von 20-30 jaehrigen, wo der Chef womoeglich auch max. 30 ist, jemanden einstellt, die altersmaessig nicht "reinpasst".
verstaendlich, oder nicht?
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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12168

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 22:07    Titel:

Nach dem, was Du hier schreibst, müsstest Du in Wirklichkeit ja DOCH hineinpassen. Wenn das einzige Hindernis tatsächlich eine ZAHL wäre (und nicht eine persönliche Art), würde ich mich da erstmal nicht dran stören. Das müssen wir aber nicht vertiefen.

Mein eigentlicher Anstoss war ja ohnehin die "Initiativ-Bewerbung"...
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 05.06.2014, 22:43    Titel:

FRAGEN hat Folgendes geschrieben:
Nach dem, was Du hier schreibst, müsstest Du in Wirklichkeit ja DOCH hineinpassen. Wenn das einzige Hindernis tatsächlich eine ZAHL wäre (und nicht eine persönliche Art), würde ich mich da erstmal nicht dran stören. Das müssen wir aber nicht vertiefen.

Mein eigentlicher Anstoss war ja ohnehin die "Initiativ-Bewerbung"...


Ich verstehe.
Aber bei einer Initiativ-Bewerbung wuerde ich ja auch genausoviele Absagen bekommen, aus den bereits genannten Gruenden.
Denn warum sollten sie eine Person nehmen, die nicht nur 20 Jahre aelter ist, sondern auch dazu noch keine "einschlaegige" Berufserfahrung nachweisen kann?
Dann doch lieber gleich ne juengere nehmen, die frisch von der Uni kommt? die verlangt dann auch weniger Gehalt (so denkt der Chef)
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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 10623

BeitragVerfasst am: 06.06.2014, 10:12    Titel:

Jami,

ganz ehrlich, ich verstehe dich nicht. Ich wollte eigentlich nichts mehr dazu sagen, aber nachdem du im Parallelthread es von dir weist, zum Vorstellungsgespräch zu gehen, hat dein Gejammere hier für mich Geschmäckle.
Ich war und bin so halb immer noch in einer ganz ähnlichen Situation wie du. Ich bin noch keine 40, aber hart dabei, habe viel zu lange studiert und eine postgraduale Ausbildung abgebrochen. Ich kann also durchaus beurteilen, wie deine Lage auf dem Arbeitsmarkt ist und weiß, dass sie nicht rosig aussieht. Ich weiß auch, dass eine solche Situation depressionenfördernd ist.
Wenn du dich hier ausheulen willst, bitte. Dann mach das aber auch deutlich und frag nicht nach Hilfe, die du dann am Ende ablehnst.
Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgepräch, willst aber nicht hingehen. Es ist zwar dein Wunscharbeitgeber aber nicht die Wunschposition. Meinst du, der lädt dich nach abgesagtem Vorstellungsgespräch noch mal ein?
Ich muss es ganz klar sagen: Du machst auf mich den Eindruck, als suchtest du gar keine Hilfe und hast dich eigentlich ganz gut mit deiner Situation arrangiert, suchst eigentlich eher Ausreden, nicht aktiv werden zu müssen, indem du alles von Vornherein als zum Scheitern verurteilt darstellst. Du igelst dich ein, auf alle Versuche dir zu helfen, hast du eine entsprechende Antwort parat. Wenn du diese Einstellung nicht grundlegend änderst, kann dir niemand helfen und du wirst dadurch auf dem Arbeitsmarkt nicht attraktiver.

So, Ende des Gemeckers meinerseits. Ich hoffe, du bis an dieser Stelle noch bereit, mich weiterzulesen.

- was hast du studiert, auf was für Stellen bewirbst du dich?
- wie suchst du Stellen?
- wie suchst du potentielle Arbeitgeber, die nicht ausgeschrieben haben?
- wie präsentierst du dich in Bewerbungen?
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 06.06.2014, 15:28    Titel:

TheGuide hat Folgendes geschrieben:
Jami,

ganz ehrlich, ich verstehe dich nicht. Ich wollte eigentlich nichts mehr dazu sagen, aber nachdem du im Parallelthread es von dir weist, zum Vorstellungsgespräch zu gehen, hat dein Gejammere hier für mich Geschmäckle.
Ich war und bin so halb immer noch in einer ganz ähnlichen Situation wie du. Ich bin noch keine 40, aber hart dabei, habe viel zu lange studiert und eine postgraduale Ausbildung abgebrochen. Ich kann also durchaus beurteilen, wie deine Lage auf dem Arbeitsmarkt ist und weiß, dass sie nicht rosig aussieht. Ich weiß auch, dass eine solche Situation depressionenfördernd ist.
Wenn du dich hier ausheulen willst, bitte. Dann mach das aber auch deutlich und frag nicht nach Hilfe, die du dann am Ende ablehnst.
Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgepräch, willst aber nicht hingehen. Es ist zwar dein Wunscharbeitgeber aber nicht die Wunschposition. Meinst du, der lädt dich nach abgesagtem Vorstellungsgespräch noch mal ein?
Ich muss es ganz klar sagen: Du machst auf mich den Eindruck, als suchtest du gar keine Hilfe und hast dich eigentlich ganz gut mit deiner Situation arrangiert, suchst eigentlich eher Ausreden, nicht aktiv werden zu müssen, indem du alles von Vornherein als zum Scheitern verurteilt darstellst. Du igelst dich ein, auf alle Versuche dir zu helfen, hast du eine entsprechende Antwort parat. Wenn du diese Einstellung nicht grundlegend änderst, kann dir niemand helfen und du wirst dadurch auf dem Arbeitsmarkt nicht attraktiver.

So, Ende des Gemeckers meinerseits. Ich hoffe, du bis an dieser Stelle noch bereit, mich weiterzulesen.

- was hast du studiert, auf was für Stellen bewirbst du dich?
- wie suchst du Stellen?
- wie suchst du potentielle Arbeitgeber, die nicht ausgeschrieben haben?
- wie präsentierst du dich in Bewerbungen?


Hallo,

also, da du dir die Zeit genommen hast zu schreiben, werde ich dir gerne nochmals ausfuehrlicher erklaeren, warum ich nicht zu dem Vorstellungsgespraech gehen konnte (obwohl es im Parallelthread sehr deutlich erklaert ist)--
Ich werde ca. 1-2 Mal im Jahr (mehr nicht) zu einem Vorstellungsgespraech eingeladen, und IMMER kommt eine Absage.
Dieses Mal waere es sowieso nicht anders gewesen, da ich "ueberqualifiziert" war (fuer die Stelle haette man nicht mal ein Abitur gebraucht, ich habe einen Master-Abschluss, allerdings nur auf dem Papier, denn Erfahrung in dem Bereich habe ich NULL).
So, das heisst aber nicht, dass ich die Stelle nicht genommen haette. Ich hatte ja geschrieben, ES WAR meine WUNSCHORGANISATION. Natuerlich haette ich die Stelle genommen, ABER, es waere gar nicht moeglich gewesen sie zu nehmen:
Die Stadt, in der sich der Job befindet (moechte hier die Organisation nicht preisgeben), und der Hungerlohn, der fuer die Stelle (fest und uverhandelbar) bezahlt worden waere, haette es mir LEIDER nicht ermoeglich, meine Lebenshaltungskosten zu zahlen (evtl die Miete u.Nebenkosten, mehr nicht).........alle anderen Kosten, fuer die haette ich KEIN Geld uebrig gehabt. (ich habe ausserdem NULL Ersparnisse)
Daher konnte ich einfach nicht zum Vorstellungsgespraech gehen, zumal es mich auch nocht um die 250 Euro gekostet haette ueberhaupt dorthin zu gehen.
Daher musste ich (wohl oder uebel absagen)
so das dazu.
Ich suche keine Ausreden, aber leider wissen Aussenstehende in so einer komplizierten Situation nicht genuegend Einzelheiten, und die Ideen die sie anbieten, sind meistens nicht die, die auch machbar sind. Daher schreibe ich zb ""das geht leider nicht, weil........."". Das bedeutet nicht, dass ich Hilfe ablehne. Traurig

nun zu deinen Fragen:

- was hast du studiert, auf was für Stellen bewirbst du dich? Ich habe Uebersetzen studiert, aber mit den gaengigen Sprachen Deutsch, Englisch. (Konkurrenz ist gross). Ich muss an dieser Stelle dazu sagen, dass ich dies im Ausland getan habe, also keinen Diplom-Abschluss aus Deutschland habe, sondern lediglich einen 1-jaehrigen Master, in dem man weniger lernt als an einer deutschen Uni. Daher bin ich mit den notwendigen Uebersetzungssoftware NICHT vertraut (war bei uns nicht obligatorisch), aber 99% der Stellenanzeigen verlangen das. Und es ist nicht einfach ein Kurs bei der VHS den man belegen kann, um diese zu lernen, diese Softwareprogramme sind sehr sehr teuer, und Kurse kosten mehrere tausend, und ich habe kein Geld welche zu belegen, und man kann dies auch nicht von heute auf morgen lernen, hinzu kommt, dass Arbeitnehmer Kenntnisse mit der Software voraussetzen.
Ich sehe nur Stellenanzeigen der Art "mehrjaehrige Erfahrung als Uebersetzer/in Voraussetzung" , (wobei auch Kenntnisse der Software als Voraussetzung dabei steht), oder aber die Jobs, die fuer Praktikanten/Einsteiger direkt aus der Uni gedacht sind. Konnte mich daher nicht auf diese bewerben.
natuerlich bewerbe ich micht NICHT nur auf Stellen fuer Uebersetzer, das hatte ich ja schon erwaehnt, dass ich micht gar nicht auf Stellen in meinem Fach bewerben kann, wegen NULL Erfahrung.
Ich bewerbe mich eben oft auf Stellen, wo man etwas mit Sprachen zu tun hat.
Leider erfuelle ich meistens die Voraussetzung "einschlaegige", "3-5 Jahre im selben Unternehmen", usw, nicht. oder eben "junges dynamisches Team sucht dich"....

(freiberuflich ist das Uebersetzen auch so schlecht bezahlt, das man mit Arbeit bei McDonalds besser bedient ist, abgesehen davon, dass man trotzdem die UEbersetzungssoftware beherrschen -und besitzen muss)

- wie suchst du Stellen?
ueberall im Internet, ich finde sie auch, nur erfuelle ich meist den Anforderungen der Anzeige nicht.
- wie suchst du potentielle Arbeitgeber, die nicht ausgeschrieben haben?
habe ich noch nicht versucht, aber ich denke im Internet?
- wie präsentierst du dich in Bewerbungen?
habe meine Bewerbungen bisher 2 Personen gezeigt, die beide Lehrer, Doktoranden, usw sind gezeigt, die meinten es waere ok....weiss auch nicht, der Lebenslauf ist halt schlecht, was soll man sonst machen, wenn man bei jedem Job weniger als 6 Monate taetig war?
verschoenern ja, aber dreist luegen geht ja schlecht.
Habe natuerlich mein Anschreiben jedesmal dem Unternehmen/der Organisation angepasst, aber ich glaube ich werde auch wegen meinem Alter diskriminitert. einen Grund fuer die Absage habe ich ja noch nie erhalten, nur einmal.
Tja, ich hoffe, ich konnte gut erklaeren worum es eigentlich geht?
ich habe eine Qualifikation auf dem Papier, aber eigentlich kann ich das was dort steht nicht zu 100% (also die erforderliche Software, die von 99% der Arbeitnehmer verlangt wird), plus, ich kann NULL Erfahrung nachweisen.
Vielleicht muss ich mich doch auf Stellen fuer Berufseinsteiger bewerben? oder?
Mit den Augen rollen
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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12168

BeitragVerfasst am: 06.06.2014, 18:26    Titel:

Hast Du schon einmal daran gedacht, Dich initiativ bei einer Zeitarbeitsfirma zu bewerben? Damit würdest Du m. E. mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Erstens gäbe es (wegen der Initiativbewerbung) kein vorgegebenes Suchraster, durch das Du ggf. "mit Automatik" fallen könntest. Zweitens sind die dort extrem pragmatisch. Vieles von dem, was viele andere Unternehmen "für sich" glauben fordern zu müssen, ist denen völlig latte. Die suchen im Prinzip nur bestimmte Qualifikationen zu einem möglichst günstigen Preis... und übernehmen das Promoten der dazugehörigen Person zum Endverbraucher dann drittens gleich selbst. Damit hast Du also schon einmal nichts mehr am Hut...

Ich könnte mir auch vorstellen, kleineren Firmen (die nur hin + wieder mal eng begrenzte Übersetzungstätigkeiten benötigen) meine Dienste projektbezogen in freier Mitarbeit bzw. gegen Honorar anzubieten. Denen wird es völlig egal sein, wie Du diese Übersetzungen erzeugst (ob mit oder ohne irgendwelche Software etc.)... solange sie nur schnell kommen und nicht zu teuer sind.

Das Gute hieran wäre, dass jeder zufriedene Firmenkunde als Referenz für Neuzugänge in Frage käme. Da solltest Du dann auch von Anfang an am Ball bleiben, und gucken, dass Du von jetzt an wirklich zu jedem Job etwas Schriftliches bekommst... und wenn wir einmal dabei sind: Versuch doch mal, von Deinen amerikanischen Arbeitgebern vernünftige Empfehlungsschreiben zu bekommen. Wen interessiert es denn, ob die da üblich sind oder nicht? Ich sehe das ganz simpel: Du hast für die einen guten Job gemacht - und eine Hand wäscht nunmal die andere. Wo soll denn bitte das Problem liegen, dieser komischen Deutschen mal eben in ein paar schönen Sätzen auf Firmenpapier zu bescheinigen, dass man mit ihrer Arbeit immer sehr zufrieden war und auch von ihr als Person nur Gutes sagen kann? Ist das schwierig? Tut das weh? Ist es nicht was Tolles, wenn man einem netten Mensch mit so wenig Aufwand so sehr helfen kann? Sollen die doch einfach mal machen... Winken
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jami



Anmeldungsdatum: 14.10.2010
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 06.06.2014, 20:32    Titel:

FRAGEN hat Folgendes geschrieben:
und wenn wir einmal dabei sind: Versuch doch mal, von Deinen amerikanischen Arbeitgebern vernünftige Empfehlungsschreiben zu bekommen. Wen interessiert es denn, ob die da üblich sind oder nicht? Ich sehe das ganz simpel: Du hast für die einen guten Job gemacht - und eine Hand wäscht nunmal die andere. Wo soll denn bitte das Problem liegen, dieser komischen Deutschen mal eben in ein paar schönen Sätzen auf Firmenpapier zu bescheinigen, dass man mit ihrer Arbeit immer sehr zufrieden war und auch von ihr als Person nur Gutes sagen kann? Ist das schwierig? Tut das weh? Ist es nicht was Tolles, wenn man einem netten Mensch mit so wenig Aufwand so sehr helfen kann? Sollen die doch einfach mal machen... Winken


danke, aber sie tun es nicht. Es wird nicht gemacht. Arbeitszeugnisee werden nicht ausgestellt wie in Deutschland, viele kennen es auch nicht. Nichts schriftliches wird einem ehemaligen Arbeitnehmer in die Hand gedrueckt, das ist einfach nicht.
Ich hatte schon zigtausende Jobs, das ist dort nicht drin. genauso wenig wie auf einen amerikanischen Lebenslauf ein Geburtsdatum draufgehoert (absolutes Tabu!, macht kein Mensch!), wird dir kein Arbeitgeber etwas schreiben. Er wird dir sagen " Sie koennen meinen Namen als Referenz angeben, man kann mich anrufen, ich bestaetige dann, dass Sie hier taetig waren" (natuerlich wird er dann auch -- per Telefon -- sagen, ob er mit einem zufrieden oder unzufrieden war, wenn er gefragt wird). Ein Schreiben aber wird es nicht geben.
Ich sage dir das, weil ich lange genug in Amerika gelebt habe und die amerikanische Arbeitswelt fast besser kenne als die deutsche. ist nicht lustig. aber anderseits kann auch nicht gleich von Anfang an diskriminiert werden, zb beim Alter, denn auf dem Lebenslauf steht weder Geburtsdatum, noch Familienstand, noch Nationalitaet, und es gehoert KEIN Fotos drauf. dies alles gehoert NICHT auf einen Lebenslauf, was ich uebrigens sehr gut finde......


das mit der Zeitarbeit klingt nicht schlecht, aber wie findest du die Idee mit der Bewerbung auf Stellen die an Berufsanfaenger gerichtet sind" ("junges dynamisches Team sucht dich.."), soll ich mich dort auch bewerben? oder stehen die Chancen schlecht? Traurig
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