Unterschied zwischen Anschreiben und Motivationsschreiben?

Einzelne Bewerbungen können sehr umfangreich werden. In dieser Rubrik wird über fakultative Elemente der Bewerbungsunterlagen diskutiert.
Serafin
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Unterschied zwischen Anschreiben und Motivationsschreiben?

Beitrag von Serafin » 08.03.2011, 12:52

Hallo ihr Lieben,

ich bin noch ganz neu im Forum und hoffe meine Frage hier richtig platziert zu haben :)

Zu meinen Bewerbungsunterlagen soll gehören:
"Persönliches Anschreiben mit/und Motivationsgrund"

Verstehe ich es richtig, dass ich ein seperates Motivationsschreiben zum Anschreiben hinzufügen kann?

Wenn ja wollte ich fragen, wie sich die beiden Schreiben Formal unterscheiden.

Verschicke ich dann zwei vom Aufbau identische Blätter?
Beide mit Name, Adresse, etc. etc. etc. ausgestattet? Nur der "Hauptteil" unterscheidet sich?

Ich danke euch für eure Hilfe :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 08.03.2011, 14:25

Verstehe ich es richtig, dass ich ein seperates Motivationsschreiben zum Anschreiben hinzufügen kann?
Ja. Die Betonung liegt aber auf kann. Denn du kannst auch nur ein Anschreiben mit Motivationsgrund hinschicken.
Beide mit Name, Adresse, etc. etc. etc. ausgestattet?
Darauf kann im Motivationsschreiben verzichtet werden.

Serafin
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Beitrag von Serafin » 09.03.2011, 09:55

ich finds toll, das zu trennen, dann muss ich nicht ganz so viel herauskürzen aus meiner bewerbung ;)

also nur eine überschrift mit motivationsschreiben und dann ohen anrede oder ähnliches einfach losgeschrieben??? gibt es eine abschlussfloskel oder ähnliches???

Serafin
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Beitrag von Serafin » 09.03.2011, 13:08

Ahhhhhh habe endlich ein paar Muster im Internet unter der Bezeichnung "Dritte Seite" gefunden :) da darf man wohl echt kreativ (natürlich je nach Job) sein :)

ublindert
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Die "Dritte Seite" ist Quatsch!

Beitrag von ublindert » 04.04.2011, 10:00

Liebe/r Serafin,
sorry, dass ich erst heute auf deine Frage gestoßen bin, denn dann hätte ich dir gleich weiterhelfen können: Die Formulierung war "Anschreiben mit/und Motivationsgrund", das heißt man gab dir gleich den wertvollen Tipp, dass du im Anschreiben deine Motivation mit angeben sollst.

Beispiel:
Du bewirbst dich auf eine Stelle als Chemiker/in. Dann geht es darum, dass du im Anschreiben etwas dazu sagst, warum du überhaupt darauf gekommen bist, Chemie zu studieren oder warum du dich im Studium für bestimmte Richtungen entschieden hast. Klar werden sollte auch, ob du eher der Karrieretyp bist oder du erst einmal die Fachlaufbahn einschlagen willst.

Es gibt viel Verwirrung bei den Begriffen, ich bin allerdings der Meinung, dass es meistens ausreicht, ein Anschreiben beizulegen. Für mich sind beide gleich, also Motivationsschreiben = Anschreiben. Die so genannte "Dritte Seite" ist meistens total unnötig, kein Mensch braucht das und schon gar nicht Personaler, die eh den Schreibtisch oder Rechner voll haben mit Bewerbungen.

Als Ausnahme kann man diese benutzen, wenn es wirklich etwas zu erklären gibt.

Ich hoffe, du liest es noch ...

Reesa88
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Motivationsschreiben /anschreiben Hebamme ? Brauch Hilfe

Beitrag von Reesa88 » 05.11.2012, 11:25

Hallo ich habe vor mich für 2014 bei mehreren Hebammenschulen zu bewerben weil es einfach mein Berufswunsch ist und ich mir sicher bin dass ich mit ganzen Herzen dabei bin und nicht nur damit ich ende des Monats Geld mit nachhause bringe. Ich habe eiigeAnschreiben gelesen ein paar zeilen auch daraus in meinem Schreiben eingefügt. Aber ich weiß auch dass es noch nicht perfekt ist? Gerade mein beruflicher Werdegang sollte der damit rein? oder doch lieber extra Anschreiben? Wer hat Tipps für mich ? Verbesserungsvorschläge? Bin jedem dankbar. Weiß nicht wie ichs am besten schreiben soll. Achso wurde noch nicht überarbeitet mit Komma, Rechtschreibfehler etc. Geht mir ganz allein um das Schreiben ansich.


Sehr geehrte Damen und Herren,

durch das Verzeichnis der Hebammenschulen in Deutschland bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Sie für den 01.Oktober 2014 Auszubildende für den Beruf der Hebamme suchen.
Im Februar 2008 kam meine Tochter zur Welt und im Mai 2008 habe ich meine dreijährige Ausbildung zur Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk Bäckerei und Konditorei erfolgreich beendet. Von Oktober 2009 bis Oktober 2010 arbeitete ich auf 400€ Basis im Lebensmitteleinzelhandel an der Kasse sowie im Backshop. Seit November 2010 bin ich angestellt als Vollzeitkraft in einer größeren Bäckereikette. Während meiner Berufstätigkeit habe ich mein Organisationstalent und meine Belastbarkeit bewiesen, indem ich den Schichtdienst, meine leitende Funktion als Filialleitung und meine Familie “unter einen Hut“ gebracht habe, ohne dass eines von beiden gelitten hat. Ich bin mir daher sicher, dass ich die von Ihnen verlangten Anforderungen erfülle.


Bei der Entscheidung meines zukünftigen Berufes ist mir die Arbeit und der Umgang mit anderen Menschen sehr wichtig. Mein Verständnis darüber, einen Beruf auszuüben, beinhaltet für mich, etwas für andere Menschen tun zu können, ihnen in beratender und betreuender Funktion zu helfen, unterstützt durch fachliches Wissen.

Durch meine bereits selbsterlebten Schwangerschaften und Geburten sowie meinem Interesse an medizinischen Sachverhalten erwuchs der Wunsch im pflegedienstlichen Bereich als Entbindungshelferin tätig zu werden. Ich möchte Frauen während des besonderen Lebensabschnitts einer Schwangerschaft begleiten und ihnen Sicherheit und Vertrauen durch fachliche Kompetenz geben, auch wenn dies für mich hohe Arbeitsbelastung beinhalten sollte.

Dadurch dass ich bereits selbst Mutter von 2 Kindern bin und bei jeder Schwangerschaft sowie auch in der anschließender Wochenbettbetreuung Unterstützung einer Hebamme hatte habe ich viel über den Beruf sowie dessen Aufgaben erfahren. Meine Hebamme hat mir darüber hinaus ebenfalls sehr viel Einblick in Ihren Berufsalltag geben können.
Im Sommer 2013 werde ich ein Praktikum bei einer freiberuflichen Hebamme machen um mich auch praktisch mit ihren Aufgaben vertraut zu machen.

Zu meinen Stärken gehören Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Taktgefühl.
Ich arbeite sorgfältig und konzentriert und besitze eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, sowie gute Fertigkeiten im Verstehen biologisch-chemischer Zusammenhänge. Ich bin mir daher sicher, dass ich die von Ihnen verlangten Anforderungen erfülle.

Ich würde mich freuen, diese Bewerbung durch ein persönliches Gespräch zu unterstreichen. In Erwartung einer positiven Reaktion Ihrerseits verbleibe ich.

Mit freundlichen Grüßen

Romanum
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Beitrag von Romanum » 05.11.2012, 20:29

Gerade mein beruflicher Werdegang sollte der damit rein? oder doch lieber extra Anschreiben?

So wie du es jetzt machst nicht. Denn der Werdegang ist doch anhand des Lebenslaufes ersichtlich. Im Anschreiben geht es um deine Motivation und dein Können und was dir aus deinem Werdegang zukünftig helfen wird.

Daher ist der 1. große Absatz mit den ganzen Jahreszahlen unnötig.

teninna
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Motivationsschreiben oder Anschreiben?

Beitrag von teninna » 13.11.2012, 13:45

Hallo liebe Forummitglieder!
Ich bin neu hier und habe eine Frage. Vielleicht wurde das schon diskutiert, aber ich finde im Moment nichts, das mir hilft und stehe dazu etwas unter Zeitdruck.
Möchte mich für ein Praktikum im Bereich Projektmanagement bewerben. In der Ausschreibung steht man soll ein "Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, etc." senden.

Meine Frage: Ist mit dem MOTIVATIONSSCHREIBEN das übliche Anschreiben oder die dritte Seite gemeint. Diese dann zusätzlich oder ausschließlich?

Mein erster Gedanke war: Wenn das Anschreiben nicht genannt ist, dann wird es bei diesem Unternehmen wahrscheinlich als Motivationsschreiben bezeichnet.

Wie seht Ihr das?

Lieben Gruß
teninna

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 14.11.2012, 16:52

hallo teninna,

in der Regel ist das Motivationsschreiben gleichbedeutend mit der dritten Seite. Wenn Akademiker Ihr Wissen und Ihre Kompetenzen präsentieren, ist meistens schon eine Seite voll. Damit diese dann noch zusätzlich über die Motivation punkten können, hat sich diese Dritte seite eingebürgert.

Bei den ausbildungen interessiert einen Personalverantwortlichen in allererster linie die Motivation des Bewerbers. Leider vernachlässigen viele Bewerber im Anschreiben diesen Punkt, weshalb sich auch hier eine Motivationsseite langsam einbürgert.

Viele Grüße aus Duisburg

teninna
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Beitrag von teninna » 28.11.2012, 13:15

Hallo Andreas,

der Unterschied zwischen den beiden Schreiben ist mir schon bekannt. Ich war nur verwirrt, da nur das Motivationsschreiben erwähnt wurde und von Anschreiben an sich keine Rede war. Habe sicherheitshalber beim Unternehmen nachgefragt: Damit war das übliche Anschreiben gemeint.

Danke trotzdem :)

bigjoker91
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Wohin mit dem Anschreiben???

Beitrag von bigjoker91 » 25.02.2013, 17:38

Hi,

ich nun schon einiges gelesen wo man das anschreiben hinmacht. in den Maßnahmen vom JC und AA wurde gesagt "hinter dem Deckblatt" das anschreiben.

Aber hier im Forum und auf anderen Seiten lese ich jetzt immer öfters dass das Anschreiben losen in Umschlag auf den Hefter gelegt wird oder lose in den Hefter oder Mappe.

Na was denn nun? Klärt mich mal auf. :roll:

Romanum
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Beitrag von Romanum » 25.02.2013, 18:02

Hier noch eine Variante: Es ist prinzipiell egal, weil kein normaler Personaler als Entscheidungskriterium heranziehen wird, ob das Anschreiben vor oder nach dem Deckblatt erscheint.

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