2 Absagen nach Bewerbungsgespräch, das halte ich nicht mehr

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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angeli2408
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2 Absagen nach Bewerbungsgespräch, das halte ich nicht mehr

Beitrag von angeli2408 » 08.02.2008, 15:16

Tja, erst habe ich am Montag ne Absage telefonisch erhalten, dann heute eben vor einer Stunde eine weitere. Ich bin soetwas von unten, krieg mich gar nicht mehr ein. Da schafft man es zum Vorstellungsgespräch und dann nur Absagen... :cry:

Ich habe keine Lust mich überhaupt noch zu bewerben. ich habe angst immer nur absagen zu bekommen.

Vor allem sitz ich jetzt seit 2 jahren zu Hause, klar bin ich mit meinen zwei Söhnen und den Haushalt beschäftigt, aber das füllt mich geistig auf die dauer auch nicht aus. Macht sich auch gar nicht gut im Lebenslauf solange ohne Arbeit zu sein.
Manchmal denk ich das Arbeitgeber eher alleinstehende einstellen, weil die bedürftiger sind.

Was denkt ihr so, geht es jemanden ähnlich?

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 08.02.2008, 15:56

Es wird dich vielleicht nicht so recht trösten: aber immerhin hast du es schon zu den Vorstellungsgesprächen geschafft. Und dass du traurig über die Absagen bist, ist doch klar, und zeigt, dass du unbedingt arbeiten willst. Man muss auch negative Gefühle ausleben... :?

Sind die zwei Jahre denn jetzt "echte" Arbeitslosigkeit oder bist du aus dem Job aufgrund der Kinderbetreuung ausgestiegen?

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 08.02.2008, 16:27

Kopf hoch.
Ich habe nach gut 10 Jahren Elternzeit und Null Berufserfahrung letztes Jahr im Sommer mit einem Minijob angefangen. Habe vor meiner Elternzeit eine Studium abgebrochen und eine Ausbildung gemacht. SEit Januar arbeite ich in TZ. ES gibt sie noch die AG, die auch verheiratete mit Kindern einstellen .
Vieles ist einfach Glück. Du mußt zur richtigen Zeit die richtige Bewerbung an die richtige Firma schicken.
Richtig beworben habe ich mich auch fast 2 Jahre lang.

Wenn du ungebingt wieder arbeiten möchtest, überlege dir, ob du auch tiefer stapeln würdest oder auch, auch wenns wenig Geld ist, den Umweg über eine Personalagentur zu gehen.

Ich wünsch Dir viel Glück und Erfolg. Kopf hoch, ich weiß wie du dich fühlst.

angeli2408
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Absagen

Beitrag von angeli2408 » 08.02.2008, 19:00

Ich habe vor 2 Jahren meinen Job gekündigt, weil ich 40 Std in der Woche arbeiten musste, einen Teilzeitjob konnte mir mein Ag nicht anbieten, kurz danch war er Pleite. Ich wollte für meine Kinder da sein, das möchte ich auch immer noch, aber es muss doch möglich sein, Kinder und Beruf zu vereinen (sagt ja die von der Leyen auch immer, das das geht). Also hier in Berlin merkt an nichts von Aufschwung....

Als der Herr heute Anrief und mir absagte meinte er, ich wäre an 2. Stelle gewesen, er hat sich nicht gegen mich sondern für jeman anderen entschieden. Dann fragte er noch, ob er mein Bewerbungschreiben aufbewahren darf um evtl. später nochmal darauf zurückzukommen. Ist bestimmt nur son psychologischer Satz um mir Mut zu machen.
Leider weiß ich nicht woran es gelegen hat. Beim Gesrpäch sagte er nur, dass ihm meine Bewerbung von allen am Besten gefallen hat, tja wahrscheinlich hat mich das irgendwie beeinflusst und mich glauben lassen, dass es diesmal klappt.

Dank für euren Beitrag, ich muss mich glaube ich nur mit jemanden austauschen.

PeTeR_PeTeR
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Beitrag von PeTeR_PeTeR » 09.02.2008, 18:18

ist doch noch relativ harmlos. ich hab trotz gutem schulabschluss innerhalb von 8-10 wochen knapp 30 absagen, wobei ich 5 einstellungstest, 3 assessment center und 1 vorstellungsgespräch hatte. man muss halt ne dicke haut haben, wenn mans ernst meint, sonst wirkts sich früher oder später auf die psyche aus.

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FRAGEN
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Re: Absagen

Beitrag von FRAGEN » 09.02.2008, 20:17

angeli2408 hat geschrieben:Als der Herr heute Anrief und mir absagte meinte er, ich wäre an 2. Stelle gewesen, er hat sich nicht gegen mich sondern für jeman anderen entschieden. Dann fragte er noch, ob er mein Bewerbungschreiben aufbewahren darf um evtl. später nochmal darauf zurückzukommen. Ist bestimmt nur son psychologischer Satz um mir Mut zu machen.
Das glaube ich nicht! Wenn er sich mit so einer schlechten Nachricht persönlich an Dich wendet (und sich dabei der Tatsache bewusst ist, dass er mit emotionalen Reaktionen rechnen muss) spricht das m. E. sehr deutlich für ehrliches Interesse. Wäre es anders, hätte er mit Sicherheit den für ihn DEUTLICH einfacheren Weg der schriftlichen Absage gewählt! Ich hoffe bloss, dass Du in diesem Telefonat Haltung zeigen konntest!

Und was den Lebenslauf der "Nur-Mutter" angeht: Kleinvieh macht auch Mist! Will sagen: Niemand kann Dich an privater Fortbildung hindern, die sich in Form von diversen Bescheinigungen und/oder Zertifikaten durchaus positiv in einem Werdegang macht! Selbst VHS-Kurse (die ja nun wirklich nicht die Welt kosten) sind schon viel besser als nichts... von der "geistigen Ausfüllung" (schön gesagt!) mal ganz abgesehen... ;-)

Und nur am Rande: Der Wettbewerbsvorteil der Alleinstehenden gegenüber Dir dürfte nicht deren "Bedürftigkeit", sondern in der geringeren Ausfallwahrscheinlichkeit (wg. Krankheit der Kinder o. ä.) liegen. Von daher wird es Dir auch immer helfen, wenn Du die Kinderbetreuung plausibel erklären kannst...

Auch von mir ein kräftiges "Kopf hoch!" ;-)

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 10.02.2008, 15:14

Ich glaube auch, wie mein Vorschreiber, dass er ein ehrliches Interesse an deiner Person hatte. Wenn du Glück hast, kann er dir eine Stelle zu einem anderen Zeitpunkt anbieten. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen.

Und bleib an den Fortbildungen dran. Aus meiner Bewerbungszeit heraus kam es eher positiv an, dass ich nicht nur zu Hause saß und mich nur um meine Kinder gekümmert habe, sondern auch etwas für mich getan habe, etwas aktives. Nähkurse oder Töpfern zählen allerdings nicht dazu.
Vielleicht bietet dir das Arbeitsamt etwas interessantes an.

SandraZ
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Re: Absagen

Beitrag von SandraZ » 10.02.2008, 15:17

FRAGEN hat geschrieben:
angeli2408 hat geschrieben: Und nur am Rande: Der Wettbewerbsvorteil der Alleinstehenden gegenüber Dir dürfte nicht deren "Bedürftigkeit", sondern in der geringeren Ausfallwahrscheinlichkeit (wg. Krankheit der Kinder o. ä.) liegen. Von daher wird es Dir auch immer helfen, wenn Du die Kinderbetreuung plausibel erklären kannst...
Wenn ich das richtig lese, bist du davon überzeugt, dass AE weniger selten wegen kranker Kinder nicht zur Arbeit kommen, als verheiratete. Womit untermauerste du das????
Sind die Kinder der AE weniger selten krank? Werden sie mit Medikamenten vollgepumpt und troztdem zum KiGa oder Schule geschickt?
Bin etwas irritiert, ob deiner Aussage.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 10.02.2008, 15:46

"Alleinstehende", nicht "Alleinerziehende", Sandra... ;-)

Die pumpen sich nur selbst mit Medikamenten voll, um nicht auszufallen... ;-)

Davon abgesehen ging es nicht um meine persönliche Überzeugung, sondern um gängige Vorstellungen unter Personalverantwortlichen...

SandraZ
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Beitrag von SandraZ » 11.02.2008, 18:47

FRAGEN hat geschrieben:"Alleinstehende", nicht "Alleinerziehende", Sandra... ;-)

Die pumpen sich nur selbst mit Medikamenten voll, um nicht auszufallen... ;-)

Davon abgesehen ging es nicht um meine persönliche Überzeugung, sondern um gängige Vorstellungen unter Personalverantwortlichen...
Ups, hab AE gelesen. War wohl doch schon zu müde.

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