3 Jahre keine Ausbildung trotz Abi, müde & perspektivlos

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Perspektivlos90
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3 Jahre keine Ausbildung trotz Abi, müde & perspektivlos

Beitrag von Perspektivlos90 » 29.05.2013, 02:27

Hallo,

ich habe mich hier registriert um mir anonyme, aber dennoch hilfreiche Ratschläge von euch einzuholen.

Kurz zu meiner Person:

- 22 Jahre alt, werde im Sommer 23
- männlich, deutscher Abstammung
- 2011 Abitur auf einer Gesamtschule (Schnitt 3,1)

Und nun zu meiner "Geschichte":

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.. ich fange einfach mal an einem Punkt an, an dem mein Leben an einem Wende-/Scheidepunkt angekommen war. Ich war damals (2008) noch auf einem Gymnasium in der 12. Klasse aber habe die Schule aufgrund von Lustlosigkeit & fehlender Motivation ziemlich schludern lassen, weshalb sich auch einige Fehlstunden angesammelt hatten. Letzlich habe ich die 12. Klasse abgebrochen & hatte somit nur die Fachhochschulreife (theoretischer Teil) in der Tasche.

Während der Schule & auch nach dem Abbruch habe ich nebenbei auf 400€-Basis gearbeitet um mir Freizeitaktivitäten, Klamotten etc. leisten zu können. Schon zu diesem Zeitpunkt war mein Leben nicht richtig geordnet - leider! Ich hatte NIE wirklich ein Ziel & wusste auch nicht wohin mich mein Leben führen soll bzw. führen wird.. durch meine damalige Freundin habe ich dann mehr oder weniger wieder die Kurve bekommen, sodass ich zu ihr auf die Schule gewechselt bin bzw. mich dort im Jahr 2009/2010 angemeldet habe um wenigstens mein Abitur nachzuholen, welches ich schon ganz gerne haben wollte. Ich war nicht der beste Schüler, auch bedingt durch meine grenzenlose Faulheit, aber es tat mir gut wieder etwas zu machen & nicht Tag für Tag & Woche für Woche einfach so in den Tag zu leben. Auch habe ich dort neue Freunde kennengelernt, welche mir Auftrieb gegeben haben. Zu diesen habe ich mittlerweile auch leider wieder keinen oder nur sehr wenig Kontakt. Im Jahr 2010 ist meine damalige Freundin nach 2 Jahren Beziehung ohne ein richtiges Wort mit einem Anderen durchgebrannt. Dennoch: Letzten Endes habe ich im Jahr 2011 dann mein Abitur ohne Lernen & ohne Nachprüfung mit der Note 3,1 bestanden.

Doch dann herrschte wieder Stillstand bei mir. Meine Mitschüler & Freunde gingen ihre Wege (Ausbildung, Ausland, Studium) & ich saß wieder nur doof rum. Ich arbeitete zwar immer noch nebenbei auf 400€ Basis aber das konnte doch nicht mein ganzes Leben sein - oder? Natürlich schrieb ich die ein oder andere Bewerbung - ABER auch erst ziemlich spät, als die ganzen guten Plätze schon vergeben waren (also erst im März, April, Mai, ...) oder schon für das darauffolgende Jahr ausgeschrieben wurden. Ich weiß selbst nicht warum. Ich hatte nie wirklich Druck & das hat mir glaube ich gefehlt bzw. fehlt mir noch immer. Meine Eltern haben sich seit der Mittelstufe immer weniger für meinen schulischen Werdegang & mich interessiert, sodass ich von diesen auch keine großartige Unterstützung erwarten konnte. Natürlich kamen mal Fragen auf was ich nach der Schule machen möchte & das ich ja eine Ausbildung beginnen müsse, aber ich zögerte immer nur alles hinaus & log meine Eltern teilweise an, das ich einfach nur Pech habe & mich niemand trotz meiner "zahlreichen" Bewerbungen nehmen würde. Ich weiß auch nicht warum ich das gemacht habe. Vielleicht weil ich mich allein gelassen gefühlt habe oder weil sich niemand so richtig für mich interessiert hat?!

Also habe ich im Jahr 2011 keinen Ausbildungsplatz bekommen & nur weiter gejobbt. Im Jahr 2011 habe ich dann meine neue Freundin kennengelernt mit der ich bis heute nach wie vor glücklich zusammen bin :) Im Jahr 2012 bin ich trotzdem wieder sehr schluderhaft gewesen & es sah wieder nicht sehr rosig aus, da ich wieder erst sehr spät mit den Bewerbungen schreiben angefangen habe.. letzlich habe ich dann aber einen Ausbildungsplatz in einem kleinem, ABER feinen Immobilien-/Informatikhaus nach 2-wöchigem als Fachinformatiker ergattern können. Mit den Mitarbeiten (3 weitere Azubis, sowie einige Festangestellte) & dem Chef kam ich persönlich (auf menschlicher Ebene) sehr gut klar. Nur war die Ausbildung leider nicht wie erhofft, da ich doch sehr viele Tätigkeiten machen mussten, die nichts mit meinem Ausbildungsberuf zu tun hatten (z.B. 2 Tage lang eine Halle ausräumen). Im Dezember hatte ich dann die Kündigung in der Hand - ich hatte die Probezeit nicht überstanden! Laut Aussage des Chefs würde ich super in das Unternehmen passen, aber er würde mir einen anderen Beruf nahe legen. Diese Beobachtung habe ich leider auch feststellen müssen..
und nun bin ich seit Dezember 2012 wieder nur am rumsitzen, rumsitzen & rumsitzen.. zu alledem kommt, dass sich meine Eltern seit Herbst letzten Jahres immer mehr außeinandergelebt haben, sodass Weihnachten, Neujahr & alles darauf folgende nicht sehr harmonisch verlaufen ist & letzlich die Trennung ins Haus stand. Ich wohne nun seit Mitte April in meiner ersten kleinen Wohnung - notgedrungen, da ich mit meinen 22, fast 23, Lenzen nicht mehr mit einem meiner Elternteile mitziehen wollte, auch weil es dann von einer der Seiten wahrscheinlich "Du stehst hinter Xyz" geheißen hätte. Nur die kaputte Ehe meiner Eltern ist nicht das Thema.

Das war meine Geschichte: Und nun? Ich bin 22 Jahre alt, werde im Sommer 23, werde im Jahr 2013 wieder keinen Ausbildungsplatz bekommen. Wie auch, wenn man keine Bewerbungen schreibt?! Warum bin ich so antriebslos? So müde? Ich fühle mich schlapp & leer obwohl ich nichts tue. Die Wohnung ist ganz okay (klein, aber Erstbezug nach Sanierung & Modernisierung UND günstig), aber auch hier geht alles sehr schleppend voran. Was soll ich tun? Ich weiß nicht mehr weiter.. :(

Ich danke euch schon jetzt für alle eure Ratschläge!

Romanum
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Beitrag von Romanum » 29.05.2013, 12:58

Perspektivlos90 hat geschrieben:Warum bin ich so antriebslos? So müde? Ich fühle mich schlapp & leer obwohl ich nichts tue. Die Wohnung ist ganz okay (klein, aber Erstbezug nach Sanierung & Modernisierung UND günstig), aber auch hier geht alles sehr schleppend voran.

Diese Symptome könnten auch auf ernsthafte Erkrankungen (der Psyche) hindeuten, müssen aber nicht.

Die Problematik liegt wohl auch darin, dass du gar nicht weißt, was du kannst und willst, dementsprechend kannst du auch keine Ziele verfolgen und verhedderst dich in Alibi-Tätigkeiten.

Weißt du denn was du beruflich machen willst und wofür du geeignet bist. Darüber konnte man jetzt nichts in deinem Text lesen.

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FRAGEN
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Re: 3 Jahre keine Ausbildung trotz Abi, müde & perspekti

Beitrag von FRAGEN » 29.05.2013, 22:42

Perspektivlos90 hat geschrieben:Laut Aussage des Chefs würde ich super in das Unternehmen passen, aber er würde mir einen anderen Beruf nahe legen.
Hat er auch gesagt, welchen? Bzw. welche Richtung? Falls er nichts gesagt haben sollte, wäre er vielleicht der erste, den ich noch einmal nach einer offenen Einschätzung fragen würde...

Der bzw. die nächste, die ich fragen würde, ist Deine Freundin. So blöd das im ersten Moment auch klingen mag: Was findet die richtig gut an Dir? Gar nicht zwingend auf Berufe hin gedacht, sondern quasi "allgemein". In irgendeiner Weise wird das höchstwahrscheinlich mit realen Stärken zu tun haben...

Wenn Du ansonsten gar nichts zu tun hast, richte doch mal Deine neue Wohnung ein. Ich glaube auch das ist eine schöne Gelegenheit, ganz entspannt etwas über sich selbst zu lernen... ;-)

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mia699
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Beitrag von mia699 » 30.05.2013, 01:09

ich schließe mich romanum an. würde auch erstmal schauen, dass du deine psyche wieder in ordnung bringst. lass dich mal von einem arzt anschauen, darunter muss man nicht leiden, man kann da was tun.
ob nun mit gesprächstherapie oder medikamenten. mit einer depression zb ist nicht zu spaßen und das ist nicht einfach nur eine fiktive modeerkrankung für hippies...
bin selbst durch die hölle gegangen in der hinsicht. ich wäre nie auf die idee gekommen, mir hilfe zu suchen. aber es ging nicht mehr anders und heute geht es mir viel besser, kein vergleich noch zu vor ein paar monaten.
ich habe auch eine ausbildung gemacht, habe aber nach abschluss keinen fuß mehr in diese sparte gesetzt. arbeite nun ausbildungslos in meinem traumberuf.
ich denke, wenn es dir seelisch (nichts anderes heißt psyche, die seele) wieder besser geht, wird sich das vllt mit dem berufsuchen auch von selbst geben/lösen.
es gibt berufsberatungen, man kann interessenstests machen, vielleicht kannst du das eine oder andere praktika machen oder etwas ehrenamtliches, um so herauszufinden, was du magst. oder schau dir einfach nur so, ohne druck, stellenanzeigen durch und schau, auf welche du ansprichst, vielleicht findest du so deine richtung.
den rat mit der freundin finde ich auch gut. vielleicht eröffnen sich da ganz neue perspektiven.
aber wichtig ist auch, dass du dich an einer professionellen stelle über die vielfältigsten berufe und ausbildungsmöglichkeiten erkundigst, denn es gibt so unfassbar viele davon, dass du staunen wirst.

und mal ehrlich 22 ist kein alter und hier treiben sich leute mit weitaus schlechteren ausganslagen herum als du. :). ich finde nicht, dass du schon ein hoffnungsloser fall bist!
kopf hoch und alles gute für deine zukunft!

Perspektivlos90
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Beitrag von Perspektivlos90 » 30.05.2013, 16:53

Einen Arzt werde ich wohl wirklich mal aufsuchen (müssen), alleine um das alles mal abzuchecken..

Vollkommen richtig! Ich weiß groß nicht was ich kann & was ich will - & das trotz Abi! Ich habe keine herausragenden Fähigkeiten, die ich dank irgendwelcher Nebenjobs oder warum auch immer hervorheben kann. Spaß macht mir beispielsweise das Verkaufen! Also jetzt nicht das stumpfe an der Kasse sitzen & Sachen über ein Fließband schieben & scannen, sondern z.B. An- und Verkaufstätigkeiten (z.B. eBay), aber auch imaginäre Güter wie Dienstleistungen, Versicherungen etc. interessieren mich prinzipiell! Das sagt meine Freundin mir auch immer: "Du könntest aus allem Geld machen!" So hätte ich z.B. an kaufmännischen Tätigkeiten (Büro-, Industrie-, Versicherungskaufmann) Interesse. Allerdings weiß ich gar nicht wie ich meine Bewerbungen mittlerweile aufbauen soll, da seit meinem Abi 2011 ja schon 2 Jahre vergangen sind & ich somit auch keine "Floskeln" ala ich werde erfolgreich XYZ bzw. habe gerade XYZ erfolgreich bestanden. Soll ich "zugeben", dass ich rumgehangen habe oder meine bisherige Antriebslosigkeit schönredem? Ich meine dann wird mich ja wohl niemand mehr überhaupt einladen (wollen)..

Die Wohnung wird nebenbei immer ein Stückchen weiter eingerichtet :) Aber 10 Stunden am Tag habe ich da auch keinen Bock drauf :D

Danke für eure Worte! :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.05.2013, 20:47

Du hast ja immerhin auf 400€-Basis gearbeitet. Das ist auch schon ein Pluspunkt.

Bzgl. "rumhängen" solltest du eher in die Richtung schreiben, dass dir in der letzten Zeit klar geworden ist, was du wirklich willst und was nicht. Und dann führst du das hinsichtlich deine Berufswahl aus.

Dazu ist es aber auch notwendig, dass du ein paar Maßnahmen (wie oben genannte Interessenstest, Berufsberatung, Zeitschriften in Bibliothek, Besuch einer Jobbörse) ergreifst, damit du in einem Vorstellungsgespräch dein Nachdenken auch belegen kannst. So sammelst du einiges an Informationen, was die Voraussetzung für eine gute Entscheidung ist. Vielleicht kannst du auch ein kurzes Praktikum organisieren.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 30.05.2013, 21:00

Perspektivlos90 hat geschrieben:Das sagt meine Freundin mir auch immer: "Du könntest aus allem Geld machen!"
Das ist doch mal ein witziger Einstieg! Da macht das Lesen Spass! Schreib das doch mal genau so auf ein leeres Blatt:

"Du könntest aus allem Geld machen!" sagt meine Freundin. Damit meint sie...

... und dann schreib einfach mal weiter, was Dir in den Sinn kommt... einfach so, ohne Gedanken an Bewerbungen... :)
Perspektivlos90 hat geschrieben:Allerdings weiß ich gar nicht wie ich meine Bewerbungen mittlerweile aufbauen soll, da seit meinem Abi 2011 ja schon 2 Jahre vergangen sind & ich somit auch keine "Floskeln" ala ich werde erfolgreich XYZ bzw. habe gerade XYZ erfolgreich bestanden.
Vergiss das alles. Schreib einfach nur, was Dich zu Geschäften, Handel, Kaufen, Verkaufen, Versteigern, Ersteigern etc. einfällt. Morgen gehst Du dann zunächst einmal zum Kiosk, holtst Dir das Handelsblatt und liest das von vorne bis hinten durch. Am Abend dann die gleiche Übung nochmal... ;-)

Perspektivlos90
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Beitrag von Perspektivlos90 » 31.05.2013, 14:00

Von Interessentests halte ich ehrlich gesagt nicht SO viel.. wenn man dort z.B. angibt, dass man gerne mit Menschen arbeitet hat wird man gerne direkt in die Pädagogische oder Soziale Schiene weitergereicht. Aber vielleicht habe ich auch einfach den/die falschen Test(s) gemacht?! ;) Eine "professionelle" Berufsberatung KANN natürlich wegweisend sein, aber bis ich einen Termin habe vergehen hier sicherlich 4-6 Wochen & dann kann es schon zu spät sein (kann es jetzt natürlich auch schon..). Habe jetzt Jobbörsen & Internet durchforstet & bin bei kaufmännischen Berufen wie z.B. dem Kaufmann für Versicherungen und Finanzen hängen geblieben, da mich das kaufmännische prinzipiell interessiert & so aber auch Kundenkontakt besteht & die Verdienst- sowie Aufstiegsmöglichkeiten auch nicht schlecht scheinen. Soll ich in der Bewerbung (Anschreiben UND Lebenslauf) die "fehlgeschlagene" Ausbildung ansprechen oder diese komplett unter den Tisch fallen lassen?

Danke euch! :)

P.S. Welche Version ist/liest sich besser?

1.)
Auch ich als junger, aufgeschlossener und zielstrebiger Mensch beabsichtige Sicherheit und Stabilität in meinem Leben und daher eine Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in Ihrem Unternehmen nachdem ich die allgemeine Hochschulreife erlangt habe.
oder
Nachdem ich die allgemeine Hochschulreife erlange habe beabsichtige auch ich als junger, aufgeschlossener und zielstrebiger Mensch Sicherheit und Stabilität in meinem Leben und daher eine Ausbildung als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in Ihrem Unternehmen.

Professionist
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Hallo Perspektivlos

Beitrag von Professionist » 05.06.2013, 20:51

Du hast sicherlich Ziele und Erwartungen an dein Leben, sonst würdest du die Probezeit während deiner Ausbildung bestehen....Du sagst selber, dass du da keine Lust hattest, 2 Tage ne Halle auszuräumen- daraus erkenne ich, dass du mit Sicherheit Erwartungen an deine Tätigkeit gestellt hattest, sonst wärst du nicht Unzufrieden damit. Ich glaube auch nicht, dass du psychische Probleme hast, ich glaube, dass du ein besonders kluger, klarer und dazu auch noch ein sehr empfindsamer Mensch bist. Deine starke Empfindlichkeit macht dich umso intelligenter, denn dadurch nimmst du noch viel mehr wahr. Du merkst einfach, dass irgendetwas in unserer Welt nicht stimmt. Schau dir mal die Statistiken zur Arbeitslosigkeit in Deutschland für das Jahr 2012 an! Vergleich mal die Zahl der offenen Stellen und die Zahl der Arbeitsuchenden. Das Verhältnis ist 1:6.
Ich will dir sagen, dass du sicherlich Ziele im Leben hast, du scheiterst nur an unserer Gesellschaft. Ich will hierbei nicht unsere Gesellschaft niedermachen, ich zähle nur die Fakten auf!
Du willst meiner Meinung nach keiner Arbeit nachgehen, das heißt nicht, dass du faul bist. Du willst lediglich deiner Berufung nachgehen, also deinem Beruf nachgehen- du bist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr kluger Mensch, wie sonst könntest du mit deinen 22 Jahren so reflektiert sein? Aus deiner Klugkeit resultiert, dass du viel höhere Ansprüche als der Ottonormalbürger hast. Deine Ansprüche werden jedoch bedingt durch die Fakten die ich dir oben beschrieben habe nicht befriedigt. Du bist verzweifelt und beginnst an dir zu zweifeln,denkst mittlerweile du hättest psychische Probleme und dazu auch noch keine ZIele.

Du willst verkaufen, willst wahrscheinlich auch andere Menschen inspirieren, bist kreativ, sonst würden dir virtuelle Dienstleistungen nicht liegen. Um in die Welt der virtuellen Dienstleistungen einzutauchen, muss man die Fähigkeit haben im Gehirn Bilder zu kreieren und das muss man erstmal können....
Du hast ganz viel Potential in dir, scheinst nur nicht selbst daran zu glauben.....Gehe mal in dich hinein und erkenne deine Potentiale! Sobald du diesen Prozess abgeschlossen hast, bitte ich dich darum, dich mit mit mir in Verbindung zu setzen...ich werde dir dann eine Idee vorstellen, der die Möglichkeit innewohnt Geld zu verdienen, was deine Bedürfnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit befriedigen wird! Bist dahin....pass auf dich auf!

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Zombie
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Welche Richtung?

Beitrag von Zombie » 09.06.2013, 11:27

Wenn du noch nicht so richtig weißt in welche Richtung deine Ausbildung gehen soll, dann würde ich dir vorschlagen verschiedene Praktikas zu machen. Wenn dir etwas davon dann Spaß macht und du dir Mühe gibst, kannst du dich nächstes Jahr dafür bewerben, es würden die Chancen für dich besser stehen weil du ihnen dann noch im Gedächtnis bist. :wink:

Perspektivlos90
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Beitrag von Perspektivlos90 » 01.07.2013, 11:17

Hallo zusammen!

Mein letzter Eintrag ist mittlerweile ca. 1 Monat her & ich wollte euch allen bzw. die, die es interessiert mal kurz up2date bringen: Ich habe in den letzten 4 Wochen versucht mich auf DAS zu besinnen was ich für MICH (meine Freundin & evtl. Familie in Zukunft) erreichen kann & auch will. Also habe ich erst einmal geschaut was mich beruflich, also ausbildungsmäßig, interessiert, wo ich dort Fuß fassen könnte & letztlich wo ich mich in 5-10 Jahren sehe.. dabei ist für mich der Entschluss gefallen, dass mir eine kaufmännische Ausbildung am Besten stehen würde, weil mich Wirtschaftsabläufe- und Zusammenhänge sowie "Denken in Zahlen" Spaß macht & auch meine Nebenbeschäftigungen in der Gastronomie & im Einzelhandel mich dahingehend "geprägt" haben.

Dort stehe ich jetzt aber auch wieder in einem gewissen Zwiespalt WELCHE kaufmännische Ausbildung die "Beste" bzw. die geeignetste für mich ist. Die sehr speziell ausgerichteten Ausbildungen zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen & zum Immobilienkaufmann reizen mich z.B., allerdings sehe ich dort ein Problem mit der "Einschränkung" auf einen gewissen, im Vergleich zum Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandel, sehr kleinen & speziellen kaufmännischen Sektor (Finanzen + Immobilien). Was ist, wenn ich mich (evtl. auch erst später) im Handel oder in der Industrie sehe? Ich glaube kaum, dass ein Branchenwechsel bei den beiden Ausbildungsberufen so einfach ist. Ich habe mich auch noch auf ein paar Stellen für das Ausbildungsjahr 2013 beworben & auch schon ein paar Einstellungstests + Vorstellungsgespräche gehabt, welche durch die Bank alle ziemlich positiv verlaufen sind. Bei einer Stelle (Kaufmann für Versicherungen und Finanzen) wurde mir bereits gesagt, dass die Agentur mich gerne nehmen würde, und wir haben ein Praktikum ab diesem Mittwoch (3.7) bis nächsten Mittwoch (10.7) vereinbart. Wenn dort alles klappt, würde ich die Stelle bekommen.

Ich bin mir jetzt unsicher, ob eine allgemeinere kaufmännische Ausbildung mir nicht besser liegen würde, auch im Bezug auf die Zukunft. Vielleicht will ich ja doch noch ein Studium (z.B. BWL) obendrauf setzen. Auch ein duales Studium (Ausbildung mit kombiniertem Studium) reizt mich ziemlich, da ich dort auch ein wenig von meiner vertrödelten Zeit wieder gut machen kann & eine solch intensive Ausbildung bestimmt auch einige Vorzüge bietet. Derzeit bin ich richtig motiviert & das ist auch gut so! Leider kommt diese Motivation ziemlich spät für dieses Jahr & überhaupt leider ziemlich spät.. & ich habe ja kaum die Wahl zu sagen, dass ich noch 1 Jahr "nichts" (also keine Ausbildung) mache - oder wie seht ihr das? Irgendwas (kaufmännisches machen) bevor man nichts macht? Oder lieber Praktikas + Bewerbungen für 2014 schreiben?

Euch allen jedenfalls vielen lieben Dank für die ganzen vielen Posts & Ratschläge!

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